Die Gewinner des Jahres

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Ein Jahr voller Siege, Emotionen und Auszeichnungen - ein solches hatten diese Sport-Stars 2011.

Während einige von ihnen Dauer-Erfolge gewohnt sind, war es für andere der große Durchbruch.

LAOLA1 mit den Gewinnern des Jahres 2011:

Thomas Morgenstern

Gesamt-Weltcupsieg, Weltmeister-Titel, Sieg bei der Vierschanzen-Tournee. Nein, das ist nicht die Ausbeute des gesamten ÖSV-Adlerhorstes, sondern lediglich eines einzelnen: Thomas Morgenstern. Der 25-Jährige war DER Überflieger des Jahres. Kein Wunder also, dass ihn die heimische Journalisten-Riege auch noch zu „Österreichs Sportler des Jahres“ kürte. Für den Kärntner nicht das erste Mal, bereits 2008 stand er an der Spitze der rot-weiß-roten Athleten. Für Morgenstern wahrscheinlich noch wertvoller, dass er nach Jahren, in denen er im Schatten von Teamkollegen Gregor Schlierenzauer stand, wieder den Weg an die Spitze geschafft hat.

Elisabeth Görgl

Ein paar Grinser hatte sich die Konkurrenz wohl nicht verkneifen können, als Lizz Görgl bei der Eröffnungsfeier der WM in Garmisch-Partenkirchen frech den Song „You’re the hero“ zum Besten gab. Spätestens nach Super-G und Abfahrt war ihnen das Schmunzeln aber vergangen. Denn dort brauste die Steirerin jeweils zu Gold und avancierte somit zur erfolgreichsten Rennläuferin der WM. Als Garnierung gab es noch die Auszeichnung zu „Österreichs Sportlerin des Jahres“. Warum ihr heuer endlich der Knopf aufgegangen ist? "Lockerheit", so Görgl.

Novak Djokovic

Bei einer Aufzählung der Gewinner des Jahres kommen wir um einen Namen nicht herum: Novak Djokovic. Mit drei Grand-Slam-Siegen drückte der Serbe dem Tennis-Jahr in eindrucksvoller Manier seinen Stempel auf. Vereitelt wurde sein Grand Slam in Paris, wo er im Halbfinale an Roger Federer scheiterte. Selbige Niederlage beendete auch die 41 Siege andauernde Startserie des 24-Jährigen, der damit nur knapp am Rekord von John McEnroe (42 Siege im Jahr 1984) vorbeischrammte. Djokovic‘ saisonübergreifende 43 Siege stellen den drittlängsten Lauf in der Open Era (Vilas mit 46, Lendl mit 44) dar. Außerdem gewann „Nole“ fünf Masters-Turniere, was bislang noch keinem anderen Spieler zuvor gelang. Es ist wohl müßig zu erwähnen, dass Djokovic (seit Wimbledon) die Weltrangliste anführt. Doch nicht nur das Punkte-Konto, sondern auch jenes auf der Bank darf sich freuen: Mit rund 12,6 Millionen Dollar stellt er obendrein einen neuen Preisgeld-Rekord auf. Bisher teilten sich diesen Rafael Nadal (2010) und Federer (2007) mit jeweils 10,2.

Michael Grabner

Michael Grabner hatte das Glück im Jahr 2011 für sich gepachtet. Sein sportlicher Traum wurde nach sechs harten Lehrjahren im „Big Apple“ Realität. Der 24-Jährige konnte mit 34 Toren und 18 Vorlagen bei den New York Islanders Fuß fassen, krönte sich zum „Fastest Skater“ der NHL und erhielt überdies die Nominierung für den „Rookie of the Year“. Und selbst im Privatleben war der Villacher ein wahrer Gewinner. Sohnemann Aidan Johann erblickte das Licht der Welt, die Verlobung mit Langzeit-Freundin Heather einen Tag vor Silvester ist der würdige Abschluss eines unvergesslichen Jahres.

Dirk Nowitzki

Dirk Nowitzki machte sich im Jahr 2011 endgültig unsterblich. Der wertvollste Spieler der NBA-Saison 2006/07 lief vor allem in den Playoffs der vergangenen Saison zu absoluter Hochform auf. Im Alter von 32 Jahren schloss der 2,13-Meter-Mann an seine besten Zeiten an und führte die Dallas Mavericks überraschend zum NBA-Titel. Nach dem Erstrunden-Sieg gegen Portland, schickten Dirk und Co. den Titelverteidiger, die L.A. Lakers, mit 4:0 in den vorzeitigen Urlaub. Auch Oklahoma City konnte das hungrige Team aus Texas nicht stoppen. In den Finals bekam Nowitzki es mit den hochfavorisierten Miami Heat zu tun. Doch weder die "großen Drei" um LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh noch eine Erkältung konnten den Deutschen aufhalten. Logische Folge: die Wahl zum Finals-MVP und ein Eintrag in die Geschichtsbücher.

David Alaba

Der jüngste ÖFB-Teamspieler aller Zeiten hat 2011 einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere gesetzt. Nicht nur, dass der Wiener den Sprung vom Ergänzungsspieler zur ersten Wechsel-Option im defensiven Mittelfeld des deutschen Rekordmeisters Bayern München vollzog, setzte er sich auch bei der Wahl zum „Fußballer des Jahres“ in Österreich durch. Sein Klub-Trainer Jupp Heynckes bezeichnet den 19-Jährigen als "außergewöhnlich talentierten Spieler" und Vereinskollege Franck Ribery sagt dem Youngster "eine ganz große Karriere voraus." Alaba selbst bleibt trotz all der Lorbeeren auf dem Boden und geht unbeirrt seinen Weg. Einen Weg, der ihn, sollte sich seine Entwicklung ähnlich wie in den letzten Jahren fortsetzen, zu einem der größten österreichischen Spieler aller Zeiten avancieren lassen könnte.

Sebastian Vettel

Der jüngste Weltmeister aller Zeiten verteidigte seinen Premieren-Titel in eindrucksvoller Manier. Vettel holte 15 Pole Positions (Rekord!), gewann elf Rennen, stand sechs weitere Male am Podest und krönte sich schon fünf Rennen vor Schluss zum Champion. Im überlegenen Auto hatte er nicht nur die Konkurrenz, sondern auch seinen Teamkollegen Mark Webber fest im Griff. Die Superlative für den Deutschen waren rasch aufgebraucht. Unsere nördlichen Nachbarn schreckten selbst vor Vergleichen mit  Rekord-Weltmeister Michael Schumacher nicht zurück.

Sebastien Loeb

Und am Ende siegt Sebastian Loeb... So könnte das Fazit der Rallye-WM lauten. Der Franzose sicherte sich seinen achten WM-Titel in Folge. Allerdings musste er bis zum Finale zittern, wo er sogar einen Ausfall hinnehmen musste. Titel-Rivale Mikko Hirvonen war zu diesem Zeitpunkt aber bereits ebenfalls ausgeschieden. Der Rallye-Großmeister ist aber gewarnt: Mit "nur" fünf Siegen in 13 Rennen gewann er so wenige wie zuletzt 2003. Loeb stellte aber bereits die Weichen für die Zukunft und gründete einen Rennstall, mit dem er langfristig an den "24 Stunden von Le Mans" teilnehmen will.

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