Allmählich kommt die WM-Form

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ÖHB-Team gewinnt auch 2. Schweiz-Test klar

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Gut eine Woche vor dem Start in die WM in Katar haben sich Österreichs Handball-Männer am Donnerstag die zweite Moralinjektion verpasst.

Zwei Tage nach dem 32:23-Sieg über die Schweiz setzte sich die Truppe von Patrekur Johannesson auch im "Rückspiel" gegen die Eidgenossen in Krems mit 38:28 (15:14) durch und wusste dabei mit Ausnahme einer schwachen ersten Viertelstunde zu überzeugen.

Schlinger meldet sich zurück

Im Vergleich zum Dienstag kam wieder der am Rücken angeschlagene Rückraum-Routinier Roland Schlinger zum Einsatz, der eine starke Vorstellung mit 6 Toren krönte.

Der Hard-Akteur hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Österreicher mit breiter Brust in ihren letzten Test gegen Europameister Frankreich gehen können, den man auf dem Weg zur WM am Montag in Paris absolviert.

Welcher Kader die Reise antritt, wollte Johannesson noch am späten Donnerstagabend bekanntgeben. Im Emirat trifft die ÖHB-Auswahl in Gruppe B auf Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Tunesien, den Iran und Mazedonien.

Marinovic verhindert größeren Rückstand

Glückte der Start in eine hektische Anfangsphase aus Sicht der Österreicher noch (3:2/6.), fiel Rot-Weiß-Rot in der Folge sukzessive immer weiter zurück.

Zahlreiche unnötige Ballverluste prägten die Offensivaktionen, das Rückraumtrio Schmid, Vitas Ziura und Maximilian Hermann konnte kaum Impulse setzen.

Nur den vielen Paraden von Goalie Nikola Marinovic war es zu verdanken, dass sich der Rückstand in Grenzen hielt.

Die Wende

Nach rund einer Viertelstunde bzw. beim Stand von 3:7 war es dann ein Treffer des nach acht Minuten eingewechselten Regisseurs Viktor Szilagyi, der eine Aufholjagd einleitete.

Mit dem ersten Tor der Gastgeber nach fast zehn Minuten kam der heimische Angriff besser in Fahrt, Schlinger und Janko Bozovic konnten sich auf den Aufbaupositionen immer wieder in Szene setzen. Und auch die Flügelzange Robert Weber-Raul Santos kam endlich in Schwung.

Die Folge: Erstmals nach 17 Minuten ging Österreich beim 11:10 wieder in Führung und brachte das Ein-Tore-Plus auch in die Pause.

Letztlich klare Angelegenheit

Mit den zwei Auftakttoren in die zweite Hälfte unterstrich Schlinger seine Ambitionen auf einen Platz im WM-Kader und leitete eine Phase absoluter Dominanz ein, in der sich die Gastgeber bis zur 40. Minute auf acht Tore (25:17) absetzten.

Unterstützt von Goalie Thomas Bauer schoss man mehrmals bis zu elf Tore Vorsprung heraus.

In den letzten 20 Minuten durften schließlich auch Kreisläufer Dominik Bammer und Flügel Marian Klopcic Einsatzzeit, beide waren am Dienstag nicht im Kader gestanden.

Stimmen zur Partie:

Patrekur Johannesson (ÖHB-Teamchef): "In der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden, aber dann hat die Mannschaft sich wieder zurückgekämpft. Jeder einzelne Spieler hat heute Charakter gezeigt und wirklich alle haben sich für die Weltmeisterschaft empfohlen. Es wird eine schwere Entscheidung, wer wirklich mit nach Katar fahren kann."

Robert Weber (7 Tore): "Wir wollten das Spiel zu Beginn zu schnell entscheiden. Mit den vielen technischen Fehlern haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Es war wichtig für uns, dass wir den Rhythmus von der WM - zwei Spiele in drei Tagen - reinkriegen und dass wir auch in Phasen wo wir schlecht spielen, mit breiter Brust weiter spielen und das Heft in die Hand bekommen. Wir haben gesehen, dass jeder für den anderen da ist. Es ist einfach wichtig, dass das Gefüge da ist."

Statistik: Österreich - Schweiz 38:28 (15:14)
1.100 Zuschauer. Werfer AUT: R. Weber, Santos je 7, Schlinger 6, Szilagyi 5, Bozovic, Posch je 3, M. Hermann, Schmid, Klopcic je 2, Ziura 1

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