Hard eliminiert Titelverteidiger Fivers

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Der HC Hard steht im Finale der Handball Liga Austria. Die Vorarlberger setzten sich in einem wahren Krimi im dritten Spiel der „best-of-three“-Serie gegen Titelverteidiger Fivers 27:24 (13:11) durch.

Beide Mannschaften mussten einen Linkshänder vorgeben. Während Marko Tanaskovic schon des längeren auf Seiten der Harder fehlte, verletzte sich Martin Abadir im zweiten Spiel der Halbfinal-Serie und konnte somit nicht mitwirken.

Ohne die beiden Leistungsträger bestimmten im ersten Durchgang vor allem die Abwehrreihen das Geschehen. Während bei den Fivers die Deckung sehr gut funktionierte, sodass die Harder viel Aufwand betreiben mussten, um zum Torabschluss zu kommen, war es bei den Hausherren Torhüter Golub Doknic der zur Hochform auflief.

„Kiwi“ ohne Durchschlagskraft

Außerdem nahmen die Harder in der ersten Hälfte Fivers-Top-Shooter Romas Kirveliavicius weitgehend aus dem Spiel, sodass der Litauer nur zwei Treffer in den ersten 30 Minuten verbuchen konnte. Durch diesen Umstand gingen die Vorarlberger mit einem 13:11-Vorsprung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie spannend und der amtierende Meister aus Wien kam durch einen Siebenmeter von Kapitän Christoph Edelmüller in Minute 40 zum Ausgleich. Kurz darauf musste Hard-Kreisläufer Janis Glusaks wegen seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe mit Rot vom Parkett. Der Litauer zeigte zuvor vor allem in der Deckung gegen seinen Landsmann Kirveliavicius eine sehr gute Leistung.

Doch am Spielgeschehen änderte sich nichts, beide Mannschaft agierten weiterhin auf Augenhöhe. Während bei den Wienern Flügelspieler David Brandfellner im Angriff zu überzeugen wusste, sorgten bei den „Roten Teufeln“ die Routiniers Bernd Friede und Michael Knauth für die wichtigen Treffer.

Die Harder bremsen den Titelverteidiger aus

Krimi bis zum Schluss

In der 45. Minute brachte Fivers-Coach Peter Eckl seinen vermeintlichen Joker. Torhüter Sergiy Bilyk ging raus und wurde durch den 17-jährigen Kristian Pilipovic ersetzt, der noch im Heimspiel den Hardern mit starken Paraden den Zahn gezogen hatte. Doch der Schachzug des Fivers-Trainers zeigte keine Wirkung. Auf der Gegenseite war plötzlich Doknic wieder zur Stelle, nachdem er sich zu Beginn der zweiten Hälfte zurückgehalten hatte und machte einige Big-Saves vom Flügel.

So kam neun Minuten vor dem Ende wieder Bilyk zurück ins Tor und konnte sogleich eine Drei-Tore-Führung der Harder verhindern.

Es blieb ausgeglichen, doch die Harder behaupteten zunächst ihren Zwei-Tore-Vorsprung. Fünf Minuten vor dem Ende nahm Eckl sein Time-Out und schwor seine Truppe nochmals ein.

 Vier Minuten vor Schluss langte dann Vytas Ziura hin und holte Knauth von den Beinen. Die Schiedsrichter zeigten sofort die Rote Karte. Da auch Kirveliavicius mit seinem gebrochenen Finger nur noch sporadisch zum Einsatz kam, mussten die Fivers in den letzten Minuten auf ihren etatmäßigen Rückraum verzichten.

Die Harder zeigten aber in der Schlussphase Nerven und ließen beste Chancen aus. Doch auch die Fivers wussten im Angriff nicht mehr zu überzeugen und so gingen die Vorarlberger am Ende mit 27:24 als Sieger vom Parkett.

Das erste Finale gegen HIT Tirol, das den UHK Krems ausgeschalten hatte, steigt bereits am 18. Mai in der Sporthalle am See.

Sebastian Rauch

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