Hard sichert sich den dritten Titel en suite

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Der HC Hard krönt sich zum insgesamt vierten Mal und zum dritten Mal in Folge zum österreichischen Handball-Meister.

Die Vorarlberger setzen sich im entscheidenden dritten Spiel vor heimischer Kulisse gegen die Fivers mit 31:28 (15:12) durch.

Die Harder kommen besser aus den Startblöcken und führen nach vier Minuten dank zweier Paraden von Keeper Golub Doknic gegen Romas Kirveliavicius und Treffern von Marko Krsmancic, Marko Tanaskovic und Thomas Weber mit 3:0. Kurz darauf baut der Titelverteidiger den Vorsprung sogar auf vier Treffer aus, bis der Fivers-Motor langsam zu laufen beginnt.

Doknic mit gutem Start

Nach einer Viertelstunde sind die Wiener dann in ihrem Spiel-Rhythmus und kommen zwischenzeitlich bis auf ein Tor heran, auch wenn der Ausgleich nicht gelingen will.

Dies ist vor allem der sich gut bewegenden Harder Abwehr sowie Keeper Doknic geschuldet, der bis zur Pause 48 Prozent der Würfe auf sein Tor parieren kann.

In der Offensive präsentieren sich die Vorarlberger etwas variantenreicher und strahlen aus dem Rückraum (Dominik Schmid mit vier Toren) die größere Gefahr aus, weshalb sie eine 15:12-Führung mit in die Pause nehmen.

Schiedsrichter um Ordnung bemüht

Im Mittelpunkt stehen von Beginn an auch die Schiedsrichter, die nach den Härte-Diskussionen der letzten Tage sichtlich bemüht sind, früh jegliche Härteeinlagen zu unterbinden. Sie verteilen reichlich Zwei-Minuten-Strafen und so halten die Hausherren nach dem ersten Durchgang bei fünf und die Gäste bei vier Zeitstrafen.

Besonders bitter für die Wiener, dass Taktgeber Vytas Ziura bereits nach 21 Minuten die zweite Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt bekommt und somit in der Abwehr vorsichtiger zu Werke gehen muss. Ähnlich ergeht es Hard-Kreisläufer Kresimir Kozina, der ebenfalls nach 20 Minuten nur  noch eine Strafe von einem Ausschluss entfernt ist.

Doknic hält den Sieg für die Harder fest

Frühe doppelte Unterzahl

Kurz nach Wiederanpfiff sehen sich die Fivers fast zwei Minuten mit einer doppelten Unterzahl konfrontiert, doch Hard kann die nummerische Überlegenheit nicht zum Ausbau der Führung nützen.

So bleiben die Wiener auf Tuchfühlung und kommen kurz darauf sogar wieder auf einen Treffer heran. Wie schon in den ersten 30 Minuten leisten sich die Hauptstädter in der Folge aber zuviele Fehlwürfe und müssen den Titelverteidiger wieder auf 18:22 (40.) davonziehen lassen.

Zwar leisten sich auch die Vorarlberger so manchen Fehler in der Offensive, doch Doknic weiß die schnellen Gegenstöße der Magaretner mit starken Paraden zu entschärfen.

Zaubertor und Ausschluss von „Kiwi“

Was aus sechs Metern nicht gelingen will, schafft Kirvelivicius in Minute 44 aus der eigenen Hälfte. Bei Zeitspiel zieht er aus der eigenen Hälfte ab und überrascht damit die komplette Harder Defensive.

Am Spielverlauf ändert dieser Treffer jedoch nichts, auch wenn der eingewechselte Kristian Pilipovic im Tor der Fivers gleich darauf zwei tolle Paraden anbringen kann. Die Harder haben stets die richtige Antwort auf die Angriffsversuche der Fivers und können ihren Drei-Tore-Vorsprung aufrechterhalten.

In Minute 50 schwächen sich die Fivers dann selbst. Kirveliavicius attackiert Schmid in der Luft und sieht dafür die dritte Zwei-Minuten-Strafe, was die Rote Karte nach sich zieht.

Vierter Titel der Vereinsgeschichte

Der Ausschluss wirkt sich zunächst nicht aus und die Mannschaft von Trainer Peter Eckl kommt wieder bis auf einen Treffer (25:26) heran.

Der Ausgleich will aber auch in dieser Phase nicht fallen, die Harder setzen sich zum wiederholten Male mit drei Toren ab und lassen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Am Ende hat der alte und neue Meister mit 31:28 das bessere Ende für sich.

Nach 2003, 2012, 2013 heißt somit der österreichische Handball-Meister zum vierten Mal HC Hard. Für die Fivers ist es die siebte Finalniederlage in den letzten neun Jahren.

Stimmen:

Markus Burger (Hard-Trainer): "Diese Finalserie war sehr, sehr anstrengend, ich bin leer und müde. Die Fivers waren ein würdiger Gegner vor dieser Kulisse. Was will das Sportlerherz mehr, es ist wunderbar, jetzt wird nur noch gefeiert."

Michael Knauth (Hard-Spieler): "Unglaublich, es ist ein wunderschönes Gefühl, vor diesen fantastischen Fans den Titel zu holen. Es waren drei sehr, sehr harte Spiele. Ich denke aber, dass wir heute noch einmal gezeigt haben, dass wir spielerisch die beste Mannschaft in dieser Saison waren. Wir haben uns diesen Titel verdient."

Christoph Edelmüller (Fivers-Teamspieler): "Das ist natürlich sehr bitter. Wir hatten einen wirklich schlechten Start und haben danach nie den Ausgleich geschafft. Gratulation an die Harder, sie sind ein würdiger Meister."

Peter Eckl (Fivers-Trainer): "Hard war über die ganze Saison die etwas konstantere Mannschaft und ist in Summe verdient Meister geworden. Wir haben heute im Angriff leider vier, fünf Freiwürfe vergeben. Schade, dass wir uns den Meistertitel nicht geholt haben. Natürlich sind wir enttäuscht, aber wir werden uns in der kommenden Saison wieder zurückkämpfen."

HC Hard - Fivers WAT Margareten 31:28 (15:12)
Hard, Sporthalle am See, 2.500 Zuschauer.
Beste Werfer: Weber 6, Schmid, Tanaskovic, Krsmancic je 4 bzw. Edelmüller, Ziura, Kirveliavicius je 4

Sebastian Rauch

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