Handball Liga Austria stellt neuen Vorstand vor

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Mit einem prominenten neuen Präsidenten und den altbekannten Favoriten startet die Handball Liga Austria (HLA) am Samstag in die Saison 2014/15.

Der neue Mann an der HLA-Spitze ist Boris Nemsic. Der langjährige Chef der Telekom Austria ist seit Kindheitstagen eng mit dem Handball verbunden und will mithelfen, die Sportart in Österreich auf noch professionellere Beine zu stellen.

Hard ist der Favorit

Titelkandidat Nummer eins ist auch in dieser Saison der HC Hard, der Meister der Jahre 2012, 2013 und 2014. Als erster Herausforderer werden einmal mehr die Fivers Margareten gehandelt.

Die Wiener, zuletzt 2011 Champion, verloren in der vergangenen Saison HLA- und Cup-Finale gegen die Harder. Am vergangenen Samstag gelang jedoch beim Supercup in Eggenburg eine kleine Revanche, die Fivers rangen die Harder 34:29 n.V. nieder.

Außenseiterchancen im Titelkampf rechnen sich Westwien und Bregenz aus. Der Rest des Feldes, neu mit dabei ist Aufsteiger St. Pölten, will um Platz fünf fighten.

Wilczynski stellt Kontakt her

Den Transfer von Nemsic von der Wirtschaft in den Sport hat der langjährige ÖHB-Teamhandballer Konrad Wilczynski eingefädelt.

"Wilczynski ist nicht nur ein Meister des Handballs, sondern auch ein Überredungskünstler", berichtete Nemsic. "Handball ist ein faszinierender Sport, der mich in der Jugend geprägt hat. Als mittelmäßiger Tormann habe ich mir schnelle Reaktionen und einen harten Schädel für mein späteres Berufsleben abgeeignet", sagte der 57-Jährige.

Neuer Generalsekretär

Neu im Führungsteam ist auch Ronald Maier, der Neo-Geschäftsführer der HLA. Das Einstandsgeschenk des Deutschen ist die Einführung eines Livestream-Spiels pro Runde unter www.handballnews24.at.

Hard hat mit Roland Schlinger einen Führungsspieler des ÖHB-Nationalteams zurück nach Österreich gelotst. "Wenn wir uns nicht den Meistertitel als Ziel setzen würden, dann wäre das unglaubwürdig. Wir sind selbstbewusst und wissen um unsere Stärken", meinte Schlinger, der in vergangenen Jahren in Spanien und Deutschland Auslandserfahrung gesammelt hat.

Allerdings gab Rückraumbomber Schlinger zu bedenken, dass die Harder vor Saisonbeginn noch zahlreiche Probleme haben. "Die Vorbereitung war durchwachsen. Es dauert noch, bis wir eingespielt sind."

Eventuelle Startprobleme in der HLA sollten für die Harder ohne Folgen bleiben, schließlich wird es erst im Play-off (ab 7.2.2015) sowie in den Finalspielen (Viertelfinale ab 17.4.2015) so richtig ernst.

Fivers kennen den langen Weg

Allerdings stehen für die Harder Anfang September vor Heimpublikum die Qualifikationsspiele für die Champions League auf dem Programm. Und da sollte die Truppe von Trainer Markus Burger bereits auf der Höhe sein.

Die Kräfte für die lange Saison richtig einteilen wollen sich auch die Fivers. Im Grunddurchgang (bis 19.12.) sollen so viele Eigenbauspieler wie möglich in die Kampfmannschaft eingebaut werden, in der zweiten Saisonhälfte soll dann mit voller Kraft der Angriff auf Hard folgen. "Der Supercup-Erfolg war für uns ein sehr angenehmer Start. Aber wir wissen, dass er Weg sehr lang ist", meinte Fivers-Trainer Peter Eckl.

Bregenz und Westwien als Verfolger

Die Lokalrivalen von Westwien peilen eine Saison an, die eventuell sogar mit dem ersten Meistertitel seit 1993 enden soll.

"Wir machen uns keinen großen Druck, aber wir wollen um den Titel mitspielen", berichtete Westwien-Routinier Markus Wagesreiter. Keine allzu großen Töne spuckt man beim einstigen Serienmeister Bregenz (Champion 2004 bis 2010). "Wir gehören nur zum erweiteren Favoritenkreis. Der Topfavorit ist leider der andere Klub aus Vorarlberg", gestand Bregenz-Coach Markus Rinnerthaler.

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