Die große LAOLA1-Saisonvorschau

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Hier gehts zu Teil 1: Fivers bis Linz

ULZ Schwaz

Die Tiroler haben im letzten Jahr mit dem Cup-Sieg den größten Erfolg in der Klubgeschichte eingefahren. In diesem Jahr wollen die Silberstiere auch in der Meisterschaft überraschen und auf Dauer die Dominanz der Halbfinal-Abonnenten brechen.

Zu diesem Zweck wurden auch Nationalspieler Fabian Posch und Milan Torbica verpflichtet. Letzterer hat im Vorjahr noch bei Melsungen in der deutschen Bundesliga gespielt und ist definitiv eine Verstärkung für die gesamte Liga.

Im Fokus: Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Tiroler ist Spielmacher Kresimir Marakovic. Mit ihm haben die Schwazer im letzten Jahr einen Schritt näher an die Ligaspitze gemacht. Wenn er gut mit seinem neuen Mitspielern Posch und Torbica harmoniert, sind die Silberstiere zu Hause nur schwer in den Griff zu bekommen.


Fazit: Die Schwazer haben die Innsbrucker als beste Tiroler Mannschaft abgelöst und werden sich auch in diesem Jahr wieder für das Meister-Playoff qualifizieren. Für das Halbfinale wird es aber knapp nicht reichen, dafür sind die anderen Mannschaften zu stark. Dennoch sind Marakovic und Co. auf einem sehr guten Weg.

HIT Tirol

Die Innsbrucker haben sich das wohl größte Rückraum-Talent Österreichs gesichert. Linkshänder Maximilian Hermann geht in der kommenden Saison für die Hauptstädter auf Torejagd.

Für den abgewanderten Schinagl wurde mit Dragoljub Perovic ein sehr starker Kreis geholt. Der Serbe kommt von Roter Stern Belgrad und verfügt auch über Champions-League-Erfahrung.

Fokus: Keine Frage steht Maximilian Hermann bei den Innsbruckern im Fokus. Der Nationalspieler hat etwas überraschend in Innsbruck unterschrieben. Es wird sich zeigen, wie der erst 19-Jährige in Tirol ohne seine Brüder und Familie zurechtkommt. Die Erwartungen in den 194-cm-großen Linkshänder sind groß. Es bleibt abzuwarten, ob er mit der neugewonnen Verantwortung umgehen kann.

Fazit:
Es wird für die Innsbrucker wie im letzten Jahr nicht für einen Platz unter den besten Sechs reichen. Erneut muss die Mannschaft mit dem Abstiegs-Playoff vorlieb nehmen. Da ändern auch die beiden Neuverpflichtungen nichts.

West Wien

West Wien will zurück an die Spitze Österreichs (Hier geht’s zur Geschichte). Zu diesem Zweck hat man bei den Grün-Weißen tief in die Tasche gegriffen und mit Patrick Fölser (HSG Düsseldorf), Milan Ivanovic (SRB), Augustas Strazdas (LAT/beide Toledo Balonmano), Mladen Jovanovic (SRB/WAT Fünfhaus), Sebastian Riegler (Union St. Pölten) und Konrad Wilczynski (Füchse Berlin) gleich sechs Neue präsentiert. Dass diese Herren, insbesondere die beiden österreichischen Nationalspieler, eine Bereicherung für jeden Verein und auch die Liga sind, muss nicht lange diskutiert werden.

Im Fokus: Zwar verfügen die Wiener mit Fölser und Wilczynski nun über zwei österreichische Handball-Größen, doch das Hauptaugenmerk liegt auf Augustas Strazdas. Der lettische Nationalspieler soll als Spielmacher die Offensiv-Aktionen der Wiener einleiten und führen. Das Spiel steht und fällt mit ihm, denn nur mit einem Flügel und einem Kreis gewinnt man keine Spiele. In den Vorbereitungsspielen hat er bereits gezeigt, dass er sich hinter den prominenten Namen im Kader nicht verstecken muss. Läuft er zur Hochform auf, wird er der Star im neuformierten Team.

Fazit: Auf zu neuen Ufern! West Wien will die letzten Jahre vergessen machen und an alte Erfolge anknüpfen. Die werden ihnen in der ersten Saison zwar nur bedingt gelingen, ein Platz im Meister-Playoff ist Wilczynski und Co. aber sicher. Für den Einzug ins Halbfinale ist die Zeit aber noch nicht reif.

Union Leoben

Die Steirer landeten in dieser Transferperiode einen Kracher. Spyridon Balomenos, ehemaliger Profi in der Deutschen Bundesliga und in Schweden, ist eine sehr starke Verpflichtung. Neben dem 150-fachen griechischen Nationalspieler wurde der kroatische Kreisspieler Domagoj Surac verpflichtet. Die beiden sollen im Verbund mit Raul Santos für die Tore sorgen.

Im Fokus: Balomenos zieht so manches Interesse auf sich. Aufgrund seiner handballerischen Fähigkeiten ist der Grieche zu den absoluten Toptransfers zu zählen. Es ist fraglich, wie locker der ehemalige Bundesligaprofi die Herausforderung HLA angeht. Will er es nochmals wissen oder, dem Karrierende nah, eine lockere Kugel schieben? Sollte er sich voll reinhauen wird auch Raul Santos vom Halblinken profitieren, was den Jungnationalspieler in seiner Entwicklung sicherlich wieder einen Schritt nach vorne bringen wird.


Fazit: "Wir sind an die Grenze des Machbaren gegangen, aber wir sind überzeugt davon, nach drei Jahren HLA und jeweils Platz 10 im Grunddurchgang einen Schritt nach vorne machen zu können“, sagt Leoben‐Boss Claus Hödl. Einen Schritt vielleicht, für einen Sprung unter die besten Sechs wird es aber nicht reichen.

HSG Bärnbach/Köflach

Die Verpflichtung von Vlatko Mitkov hat viele überrascht, spielte der mazedonische Nationalspieler im letzten Jahr doch noch für Balingen in der deutschen Bundesliga. Nun soll der Nationalspieler für den letztjährigen Aufsteiger die Kohlen aus dem Feuer holen.

Im Fokus: Mitkov ist der einzige Star im Team der Steirer. Der Linkshänder soll für Gefahr aus dem Rückraum sorgen. Mit der Erfahrung von 40 Länderspielen soll er sein neues Team führen und für die speziellen Momente im Spiel sorgen.

Fazit: Zwar ist die Verpflichtung von Mitkov für Bärnbach eine regelrechte Bombe, doch eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Es hätte schon um einiges mehr passieren müssen, damit die Spielvereinigung in diesem Jahr nicht wieder im unteren Teil der Tabellenhälfte zu finden ist. Ein paar Achtungserfolge mit dem starken Heimpublikum im Rücken sind aber durchaus im Bereich des Möglichen.

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Sebastian Rauch

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