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Liebe Handball-Freunde,

die Zeit rund um Weihnachten bietet eine Gelegenheit, um Bilanz zu ziehen. In der Liga liest sich das mit Rang drei nach dem Grunddurchgang sehr ordentlich. Wenn man die nun folgende Punktehalbierung bedenkt, ist klar, dass das Rennen vollkommen offen ist. Die Top-4 sind auf einem Niveau.

Spielerisch haben wir im Vergleich zum Vorjahr einen großen Schritt nach vorne gemacht. Hinzu kommt, dass die Jungen nun wieder ein Jahr länger mit dabei und weiter in die Mannschaft hineingewachsen sind.

Alles in allem können wir erstmals seit 21 Jahren ernsthaft über den Titel nachdenken. Die jüngsten Entwicklungen sprechen für uns. Ein Indiz, dass die Tendenz so weitergeht, ist der Meistertitel unserer U20.

Das wir heute hier stehen ist ein großer Verdienst von Trainer Erlingur Richardsson, der ein Spielkonzept reingebracht hat. Außerdem klappt die Zusammenarbeit mit Roli Marouschek und Roman Frimmel sehr gut, die mit dem Team94 einen hervorragenden Job machen.

Dass uns Richardsson im Sommer verlässt, sehe ich mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge. Lachend, weil wir nun sagen können, dass wir den künftigen Coach der Füchse Berlin mitentwickelt haben. Dadurch sind wir in Deutschland noch bekannter geworden, schon jetzt haben wir zwei Einladungen für Sommer-Turniere bekommen. Wir sind zu einer Adresse geworden, bei der sich deutsche Klubs nach Trainern und Spielern umsehen. Das hat nicht zuletzt der Wechsel von Alex Hermann untermauert, der nächste Saison beim Bergischen HC spielt.

Wir definieren Erfolg in erster Linie nicht über Goldmedaillen, sondern über Teilerfolge.

Auf der Suche nach einem Nachfolger haben wir die Qual der Wahl: 50 Bewerbungen sind schon bei uns eingetrudelt. Es ist kein Geheimnis, dass wir uns im Ausland umschauen. Aktuell favorisieren wir eine isländische Lösung.

Zwar würde ich nur allzu gerne einem österreichischen Trainer eine Chance geben, doch der Markt hierzulande ist überschaubar, was meiner Meinung nach am zu schwach ausgeprägten Job-Profil des Trainers liegt. Während bei uns das Trainer-Dasein meistens nicht über den Status eines intensiven Hobbys hinauskommt, ist es beispielsweise in Island ein angesehener Beruf, von dem es sich leben lässt. Zudem haben es sich viele dort zum Ziel gesetzt, sich im Ausland zu beweisen.

Entschieden haben wir uns aber noch nicht.

Mit sportlichen Grüßen,

euer Conny Wilczynski

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