ÖHB-Herren treffen auf Dänemark

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Die ÖHB-Gegner bei der EM in der Kurzanalyse

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Auf Österreichs Handball-Herren wartet bei der EM 2014 in Dänemark ein Duell mit dem Gastgeber.

Bei der Auslosung wurde das ÖHB-Team am Freitag mit dem Gastgeber, der Tschechischen Republik und Mazedonien in die Gruppe A gelost.

In Gruppe B (Aalborg) spielen Spanien, Island, Ungarn und Norwegen. In Gruppe C (Aarhus) kreuzen Serbien, Frankreich, Polen und Russland die Klingen.

In der Gruppe D (Kopenhagen) treffen Kroatien, Schweden, Weißrussland und Montenegro aufeinander.

Die ersten drei Teams jeder Gruppe stehen in der Hauptrunde.

Freude bei Weber

"Wir freuen uns auf diese Gruppe. Mit Dänemark in einer Gruppe zu spielen, ist bei diesem Publikum toll. Die beiden anderen Teams haben wir bereits geschlagen, Tschechien erst im Jänner", so Robert Weber.

"Mit Mazedonien haben wir aus der WM-Quali sowieso noch eine Rechnung offen", kündigte der Deutschland-Legionär weiter an.

Szilagyi wird nicht übermütig

Auch Viktor Szilagyi freute sich besonders über Dänemark: "Das bedeutet, dass wir die gesamte Vorrunde in der Herzstadt der EM vor voller Halle spielen können. Zudem wird sich alles auf die Dänen konzentrieren, damit haben wir mehr Ruhe."

"Es hat weit schlimmere Gegner gegeben", befindet der Routinier, will die Erwartungen aber im selben Atemzug im Zaum halten: "Wir werden jetzt nicht übermütig, wir sind nach wie vor eine im Vergleich kleine Handballnation, bei der viel zusammenpassen muss, damit wir diese Nationen schlagen."

"Das ist eine großartige Gruppe. Wir können nur überraschen", pflichtete der bei der Auslosung als Losfee tätige Raul Santos bei.

Nach der Auslosung nimmt LAOLA1 die Gegner von Patrekur Johannessons Team unter die Lupe:

 

DÄNEMARK:

Der Gastgeber, Titelverteidiger und Vizeweltmeister. Die Dänen sind der heißeste Anwärter auf den Titel. Auf allen Positionen doppelt besetzt, verfügen die Skandinavier unter anderem mit Mikkel Hansen oder auch Flügel Anders Eggert über absolute Ausnahmekönner. Bei der Heim-WM 2010 in Linz trafen die Österreicher ebenfalls auf Dänemark, wo die ÖHB-Truppe im Auftaktspiel mit 29:33 das Nachsehen hatte. Vor allem die zweite Welle sowie die schnelle Mitte der Dänen muss unterbunden werden. In diesem Bereich hatten die Österreicher durch ihre zahlreichen Wechsel von Angriff in die Verteidigung aber bereits in der Qualifikation Schwierigkeiten. Auf dem Papier ist die Mannschaft von Teamchef Patrekur Johannesson völlig chancenlos, da neben der spielerischen Qualität auch noch der Heimvorteil und die Turniererfahrung der Skandinavier mitspielt. Mit vier Toren zu verlieren, wie zuletzt in Linz, wäre daher keine große Schmach. Ein Punkt oder sogar ein Sieg ist hingegen nicht zu erwarten.

 

TSCHECHISCHE REPUBLIK:

Die Tschechen haben Filip Jicha. Alleine diese Personalie reicht, um Spiele gewinnen zu können. Der Kieler Rückraumspieler ist einer der besten Handballer aller Zeiten und verfügt über einen Variantenreichtum wie kaum ein Zweiter. Egal ob Tore aus neun Metern, vom Kreis oder sogar vom Flügel, der 31-Jährige kann alles. Um seine Person ist das Team auch aufgebaut und mit ihm steht und fällt die komplette Mannschaft. Zwar stehen auch andere Kader-Spieler in der deutschen Bundesliga unter Vertrag und die Qualität der Tschechen ist unbestritten, dennoch war der Nachbar der Wunschgegner Österreichs. Im Vergleich mit den anderen Nationen Island, Frankreich oder Schweden ist Tschechien mit Sicherheit der „leichteste“ Gegner.

 

MAZEDONIEN:

Mit gemischten Gefühlen denken die Österreicher an die Barrage-Spiele gegen Mazedonien für die WM 2013 in Spanien zurück. Auswärts musste man sich in einem wahren Hexenkessel mit 21:26 geschlagen geben, zu Hause konnte man aber immerhin mit 30:27 gewinnen. Am Ende reichte es aber nicht zum Aufstieg, was angesichts der verpassten Möglichkeiten aber durchaus im Bereich des Machbaren gewesen wäre. Doch die österreichische Mannschaft ist reifer geworden und die Mazedonier nicht unbedingt stärker. Es gilt auf Linkshänder Kiril Lazarov aufzupassen, der auf seiner Position im Rückraum wohl einer der Besten der Welt ist. Die Mazedonier kommen aber ähnlich wie die Österreicher über das Kollektiv und ihren Kampfgeist. So oder so wird es gegen Lazarov und Co. eine wahre Schlacht, die zu Gunsten jenes Teams ausfallen wird, welches am Ende den besseren Torhüter in seinen Reihen hat.

Sebastian Rauch

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