Wiesberger feiert US-Debüt auf Woods' "Heimwiese"

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Das "Abenteuer USA" beginnt für Bernd Wiesberger diese Woche in Ohio.
 
Der 26-jährige Golfprofi ist dank seiner Erfolge auf der Europa-Tour als erster Österreicher bei einem der vier zur World Golf Championship (WGC) zählenden Mega-Turniere am Start.
 
Beim mit 8,5 Mio. Dollar (6,92 Mio. Euro) dotierten Bridgestone Invitational im Firestone Country Club von Akron tritt der Burgenländer erstmals bei einem US-Profiturnier an und das gleich bei einem Event, das US-Superstar Tiger Woods bereits sieben Mal gewonnen hat.
 
"Höhle des Tigers"
 
Wiesberger fand sich in Ohio damit nicht nur in der "Höhle des Tigers" sondern erstmals im Kreis der versammelten Golf-Weltelite wieder.
 
Nicht wenige davon gratulierten dem Österreicher zu seinem jüngsten Erfolg.
 
Nur drei Spieler haben 2012 auf der Europa-Tour schon mehrfach gewonnen, neben den beiden Südafrikanern Branden Grace und Louis Oosthuizen ist Wiesberger einer davon.
 
Start in South Caroline gesichert
 
Die erfreulichste Nachricht ereilte Wiesberger schon vor dem WGC-Event, auf das er sich mit mehreren Proberunden einschlug.
 
Sein Start kommende Woche bei der PGA-Championship im Kiawah Island Resort in South Carolina, dem mit 8 Mio. Dollar dotierten vierten und letzten Major-Turnier dieser Saison, ist ebenfalls gesichert.
 
Einladung nach Sieg in Korea
 
Bei beiden Mega-Events in den USA fand sich Wiesberger in den Startlisten alphabetisch in unmittelbarer Nachbarschaft zu Golf-Giganten wie Lee Westwood und Woods wieder.
 
Eine Ehre, die er seinen innerhalb von nur drei Monaten errungenen ersten beiden Siegen auf der European Tour zu verdanken hat. Die Einladung für sein erstes WGC-Event hatte er sich mit seinem "Durchbruchsieg" (Wiesberger) im April in Südkorea erworben.
 
Die WGC-Serie bringt regelmäßig die besten Golfer der Welt zusammen, wie bei den Majors findet nur eines dieser vier Top-Turniere nicht in den USA statt.
 
Sieg beim Heimturnier in Atzenbrugg
 
Den Vogel schoss Wiesberger aber vergangene Woche ab. Trotz magerer Ergebnisse davor und obwohl die Aufmerksamkeit eines ganzen Landes auf ihn gerichtet war, gewann er mit den Lyoness Open in Atzenbrugg nach einem Sensations-Finale (7 Birdies auf den letzten zehn Löchern) erstmals sein Heimturnier.
 
Damit katapultierte er sich mit einem Jahresverdienst von derzeit 654.984 Euro nicht nur in die Top-20 der europäischen Geldrangliste (Race to Dubai), sondern auch auf Platz 78 der Weltrangliste.
 
Diese rot-weiß-rote Allzeit-Bestleistung sichert ihm im letzten Abdruck auch noch die erstmalige Teilnahme an einem Major, wo er wie in Ohio jetzt auch in den USA richtig gut verdienen kann.
 
Familie und Freundin sind mit dabei
 
Begleitet von Eltern, Bruder und Freundin Claudia kann Wiesberger diese Woche beim Bridgestone Invitational jedenfalls erstmals zeigen, was auf nordamerikanischen Fairways in ihm steckt.
 
Der Südkurs in Akron verteidigt seine Grüns mit 82 Bunkern und drei Wasserhindernissen. "Der Platz passt gut für mein Spiel. Er hat aber Tücken, wenn man vom Fairway abkommt", stellte Wiesberger fest.
 
Der Österreicher spielt in den ersten beiden Tagen mit dem Südafrikaner Retief Goosen und schlägt am Donnerstag um 14.50 Uhr MESZ gleich im zweiten Tagesflight erstmals ab.
 
Woods mit beeindruckender Bilanz
 
Woods ist beim "Bridgestone" bei zwölf Starts zehn Mal in den Top-Fünf gelandet und hat rekordverdächtige sieben Mal gewonnen.
 
Nur die beiden vergangenen Jahre patzte der 14-fache Major-Sieger auf "seiner Wiese", das soll sich 2012 wieder ändern. Und eine Rechnung offen hat auch Adam Scott.
 
Der Australier tritt als Titelverteidiger an und hat den Ärger von den British Open noch nicht ganz verdaut. Dort vergab er den sicher scheinenden Sieg erst auf den letzten vier Bahnen.

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