2012 nächster Schritt für ÖGV-Erfolge

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Der vor kurzem für eine dritte Periode wiedergewählte Vorstand des Österreichischen Golfverbandes (ÖGV) unter Präsident Franz Wittman hat viel vor.

Die Latte mit dem EM-Titel von Manuel Trappel und EM-Silber für die U18-Burschen liegt aber auch enorm hoch.

Ein Saison-Höhepunkt 2012 ist Trappels Antreten bei den British Open.

British Open als Highlight

Dafür hat sich der Vorarlberger dank seines unerwarteten EM-Titels qualifiziert.

Der 22-jährige Student wird seine Saisonplanung vorerst daher ganz auf das bedeutendste Golfturnier der Welt ausrichten und viele Amateurturniere vor allem auf Links-Kursen auf der britischen Insel spielen.

So auch Anfang Mai die Lytham-Trophy auf dem gleichen Kurs, auf dem heuer vom 19.-22. Juli die 141. Open (Lytham&St.Annes) ausgetragen werden.

"Silber" als Ziel

Trappel soll dort die "Silbermedaille" erobern. Das ist - wie für den Sieger der "Claret Jug" - die Trophäe für den besten Amateur bei den Open.

Am Jahresende will der Sohn der früheren Skirennläuferin Ingrid Eberle erstmals auf der Tourschool antreten und sein Potenzial für Profigolf testen.

"Wenn ich mich bereit fühle für diesen Schritt, dann wird er kommen", sagte Trappel bei der Einkleidung der Nationalteams, die einen Tag vor der Vierer-Meisterschaft in Ebreichsdorf, dem ersten großen Verbandsturnier dieser Saison, stattfand.

Goger als Profi, Schwab in die USA

Den Schritt ins Profileben früher machen wird voraussichtlich Robin Goger.

Der Amateur aus dem Burgenland wird schon heuer hauptsächlich auf der Alps-Tour spielen und im Erfolgsfalle möglichst bald ins Profilager wechseln.

Ganz anders Matthias Schwab. Der talentierte Steirer wird nach der Matura vielmehr im Sommer 2013 in die USA an die Vanderbilt-Universität nach Nashville/Tennessee wechseln.

Dort hat man ihm ein vierjähriges Stipendium angeboten. Schwab war von seinem Besuch begeistert. "Die machen dort alles für die Sportler, sogar einen eigenen Koch gibt es."

Projekt: Olympia 2016

Trappel, Goger, Schwab, die Nemecz-Brüder usw., sie gehören alle zu jener Generation, die Österreich 2016 beim olympischen Golf-Comeback vertreten könnten.

"Wir ordnen dem intern alles unter, aber nicht nur bis Rio", erklärte ÖGV-Sportdirektor Niki Zitny die sportliche und finanzielle Wichtigkeit der "Road to Rio".

"Je mehr man diese Dinge in die Köpfe der Spieler bringt, desto mehr glauben sie daran. Siehe EM-Medaille bei den Burschen", sagte Ex-Profi Zitny.

"Fehlendes Geld tut weh"

Präsident Wittmann sah die Wiederwahl trotz prominenter Konkurrenz als Bestätigung für die bisherige Arbeit.

Bei den drei relevanten Aufgaben sei der Sport jener, in dem man am besten aufgestellt ist. "Da sind wir fast perfekt drauf", so der Rallye-Rekordstaatsmeister.

"Für das Marketing fehlt aber das Geld, das tut weh", sagte Wittmann. Weiter verbessert werden soll das Service für die Clubs und Vereine.

Erfolge sprengen Rahmen

Die sportlichen Erfolge des ÖGV sind insofern bemerkenswert, als sie zuletzt jede bekannte Größenordnung sprengten.

Im Schnitt gelingt es einem Land pro 250.000 Golfer einen Spitzenmann (Top-100) auf die Tour zu bringen. Österreich hat 104.000 Spieler und gleich vier Profis im Circuit.

Das ist nicht zuletzt auf die führende ärztliche Betreuung der Verbandsärzte zurückzuführen.

Orthopäde Bernhard Zwick und Chirurg Robert Kocher sorgen - nicht nur im ÖGV - mit dem einem auf die jeweilige Sportart abgestimmten TPI-System dafür, dass die Sportler körperlich das auch umsetzen können, was sich die Trainer für ihre Schützlinge technisch wünschen.

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