Viel los am Moving Day

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Duo an der Spitze, Woods im Mittelpunkt

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Am Moving Day beim US Masters 2013 herrscht viel Bewegung in Augusta.

Das Thema des Tages ist Tiger Woods, der in den Morgenstunde zwei Strafschläge kassiert, da er am Vortag auf Loch unkorrekt gedroppt hatte. Von einer möglichen Qualifikation sahen die Verantwortlichen ab, Woods nützte die verbliebene Chancen und hielt sich mit einer 70er-Runde im Rennen um den Green Jacket.

An der Spitze gibt es wieder einen Wechsell. Jason Day fällt mit einer Runde von eins über Par auf Rang vier zurück. Brandt Snedeker und Angel Cabrera schieben sich mit 69er-Runden von Rang vier an die Spitze. Zwischen dem Führungsduo und Rang sieben liegen nur vier Schläge, ein spannendes Finale scheint garantiert.

„Ich bin hier, um zu gewinnen“

Snedeker legt mit 12 Pars los. Auf den letzten sechs Löchern schlägt er aber drei Birdies und beendet seine Runde mit drei unter Par.

Danach stellt er klar, warum er in August ist. „Ich bin nicht hier, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Ich bin nicht hier, um in die Top 5 zukommen. Ich bin hier, um zu gewinnen und das ist alles, worauf ich mich morgen konzentrieren werde“, so der Gewinner des Fed-Ex-Cups 2012. „Ich werde alles geben, um das zu verwirklichen.“

Er untermauert seine Ansage noch: „Ich habe 32 Jahre meines Lebens investiert, um für morgen bereit zu sein. Ich würde enttäuscht sein, wenn ich nicht gewinne.“

Cabrera weiß, wie man gewinnt

Wie man das Masters gewinnt, weiß Angel Cabrera. Der Argentinier streifte sich 2009 das Green Jacket über.

Auch die Erfahrung, am Finaltag im Schlussflight zu sein, ist für Cabrera nichts Neues. Er ist zum dritten Mal in den letzten sechs Jahren beim Masters im Leader-Flight.

„Diese Erfahrung zu haben, hilft dir, ruhig zu bleiben“ so der 43-Jährige, der auf seiner dritten Runde sechs Birdies schlägt, aber auch drei Bogeys hinnehmen muss.

„Ich habe hart für diesen Moment gearbeitet. Und ich muss diese Chance nützen“, weiß Cabrera, der in der Weltrangliste auf Rang 269 zurückgefallen ist. Ein Masters-Sieg würde ihn wieder deutlich nach vor bringen.

Woods bleibt im Rennen

Ganz vorne in der Weltrangliste liegt Tiger Woods. Beim Masters geht der 37-Jährige als Siebenter in die Schlussrunde. Es könnte viel besser sein, wäre da nicht das 15. Loch am 2. Tag. Statt eines Birdies spielte Woods nach einem Wasserschlag ein Bogey – und kassierte wegen eines falschen Drops zudem zwei Strafschläge.

In der Zwischenwertung liegt er nun genau jene vier Schläge hinter der Spitze. Der morgendliche Besuch beim Regel-Komitee war zweifelsfrei nicht die optimale Vorbereitung auf den Tag. „Es war natürlich eine Ablenkung“, meint Woods danach. „Aber das passiert und du schaust nach vorne. Ich war bereit zu spielen.“

Diskussionen über „Tiger-Rulling“

Dass er überhaupt weiterspielt, sorgte für viele Diskussionen. Golf-Puristen wie Nick Faldo forderten Woods auf, sich selbst aus dem Turnier zurückziehen, nachdem er eine „inkorrekte“ Scorecard unterschrieben habe.

Wie Regelhüter Fred Riley allerdings erklärte, war eine „Disqualifikation nie am Tisch“. Und er erklärt, dass es sich keinesfalls um einen „Kniefall“ vor dem großen Namen Tiger Woods gehandelt habe. „Wäre es John Smith von wo auch immer, wäre dieselbe Entscheidung gefallen. Denn nochmal: Unter diesen Umständen ist es die richtige Entscheidung.“

„Furchtbare“ Runden für McIlroy und Mickelson

Während Woods seine Chancen auf den Masters-Sieg intakt hält, schießen sich mit Rory McIlroy und Phil Mickelson zwei Favoriten aus dem Rennen.

McIlroy legt noch gut los, die Back Nine sind allerdings zum Vergessen. Auf Loch elf landet er im Wasser und muss ein Triple-Bogey hinnehmen. Auf Loch 15 rollt sein Ball neuerlich ins Nass. Letztlich kommt er mit einer 79er-Runde ins Klubhaus und muss mit 12 Schlägen Rückstand alle Hoffnungen auf das Green Jacket begraben. „Meine Chancen in diesem Turnier sind dahin“, gibt sich der Nordire keinen Illusionen hin. „Das ist sehr enttäuschend.“

Eine enttäuschende Runde muss auch Phil Mickelson hinnehmen. „Ich habe einfach furchtbar gespielt. Da führt kein Weg daran vorbei“, so dreifache Masters-Sieger. „Ich treffe einfach keine guten Golfschläge, lande in schlechten Lagen und weiß nicht, auf welcher Seite ich rauskomme. Mein Spiel war unterhalb von schrecklich und das ist einfach enttäuschend.“

Aussie-Trio jagt historischen Sieg

Zurück geht es für Halbzeit-Leader Jason Day. Nach seiner 68er-Runde am Freitag muss der Australier eine 73er-Runde hinnehmen und fällt auf Rang vier zurück. Mit zwei Schlägen Rückstand hat er aber alle Chancen auf den Sieg.

Genau wie seine Landsmänner Adam Scott(Rang 3) und Marc Leishman (Rang 4). Das Trio kämpft um den ersten australischen Sieg beim Masters.

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