Klagewelle im Umfeld von Tiger Woods

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Rachel Uchitel gelangte 2001 zu trauriger Berühmtheit, als sie nach den Terroranschlägen in New York verzweifelt nach ihrem Verlobten suchte. Jahrelang nannte man sie das 9/11-Girl. 2010 ging ihr Name abermals um die Welt.

Als Geliebte von Golf-Profi Tiger Woods und TV-Star David Boreanaz sorgte sie für Schlagzeilen. Diese Sache scheint sie noch nicht ganz überwunden zu haben: Kurz darauf suchte sie Gloria Allred auf.

Die feministisch angehauchte Anwältin half ihr dabei, eine Vereinbarung mit Tiger Woods zu schließen, wonach sie zehn Millionen Dollar Schweigegeld bekommen hat. In dem Papier wurde auch festgehalten, dass sie im Falle einer Verletzung der Vereinbarung nicht nur das erhaltene Geld an Tiger zurückgeben muss, sondern er sie auch auf Schadenersatz klagen könnte.

TMZ berichtet, dass Tigers Anwalt Jay Lavely Rachels Anwältin angerufen und ihr gesagt haben soll, dass sie vermuten, dass Uchitel die Vereinbarung durch ihre Gespräche mit TMZ verletzt habe. Weiters hätte sie den Reportern von ihrem angeblichen Aufenthalt in einer Celebrity-Klinik, wo sie ihren Liebeskummer auskurieren wollte, berichtet.

Falsche Schlange Gloria?

Als Reaktion darauf überzeugt Gloria Allred ihre Mandantin, dass es besser wäre, einen Teil des Geldes zurückzuzahlen, weil es offensichtlich wäre, dass sie ein allfälliges Gerichtsverfahren gegen Tiger verlieren würde. Rachel befolgte diesen Rat, Gloria steckt ihr Honorar ein.

Im Nachhinein kommen Rachel Bedenken, der falschen Person ihr Mandat gegeben zu haben. „Ich fühle mich hintergangen“, so Uchitel, die sich in der Zwischenzeit einen anderen Anwalt genommen hat. Dieser soll ihr nun helfen, den Betrag, den sie an Tiger zurückbezahlt hat, von Gloria einzuklagen.

Nachdem Gloria Allred mit Rachel Uchitel gutes Geld machte, schnappte sie sich kurz danach gleich eine weitere Ex-Geliebte von Tiger Woods. Porno-Darstellerin Joslyn James, die medienwirksam von Pressekonferenz zu Pressekonferenz gescheucht wurde.

2. Fall in Woods’ Dunstkreis

Und auch Tiger Woods’ ehemaliger Golf-Coach Hank Haney ist nun in Gloria Allreds juristisches Fadenkreuz geraten: Allred vertritt Maureen Fitzgerald, die Mutter eines 18-jährigen Golf-Wunderkinds, das Haneys Golfakademie besucht hat.

Die Golfschule – die jährlich bis zu 40.000 Dollar kos­tet – rühmt sich, dass jeder Jugendliche mindestens einmal pro Monat persönlich vom Promi-Trainer gecoacht werde. In der Klage wird ausgeführt, dass Fitzgeralds Sohn in einem Jahr insgesamt nur sieben Minuten mit der Golftrainer-Legende verbracht habe.

Haney habe, anstatt kleine Talente zu trainieren, lieber Schauspielern wie Ray Romano und dem konservativen Talkshow-Moderator Rush Limbaugh Stunden gegeben. Glorias Aufgabe ist es nun, einen hohen Schadenersatz für ihre Mandantin herauszuschlagen, um die „mentalen und emotionalen Schäden“ des Jungen auszugleichen.

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