Alle jagen Tiger Woods

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Die Golf-Welt blickt in dieser Woche wieder nach Augusta.

Beim 77. US Masters vom 11.–14. April gehen die besten Spieler der Welt im Augusta National Golf Club an den Start, um den ersten Majortitel des Jahres unter sich auszumachen.

Viel wichtiger als das Preisgeld sind allerdings das Prestige und der Moment, in dem der Sieger in das grüne Jacket (gibt es seit 1953) schlüpfen darf.

Dies wird 2013 vom Vorjahressieger Bubba Watson überreicht, dessen dramatischer Sieg im Stechen über Louis Oosthuizen wohl noch den meis­ten in Erinnerung geblieben ist.

Spektakulär

Doch noch bevor das Turnier am Donnerstag offiziell beginnt, wird den Zuschauern, denen es gelungen ist, eines der ebenfals sehr begehrten Tickets für die Practice Sessions zu ergattern, eine Menge geboten.

Zur Tradition ist es zum Beispiel geworden, dass die Profis in ihren Übungsrunden auf Bahn 16 (Redbud genannt) versuchen, den Ball über das Wasser aufs Grün skippen zu lassen.

Dabei gelang Martin Kaymer zum Jubel der Fans im vergangenen Jahr sogar ein Hole-in-One.

Mittlerweile hat es das Video des Kunstschlages auf YouTube auf mehr als 1,4 Millionen Hits gebracht und man kann sich sicher sein, dass die „Hobbyfilmer“ auch in diesem Jahr wieder jeden spektakulären Schlag an der 16 einfangen werden.

Als Erster auf YouTube schaffte es übrigens Ex-Masters-Champ Vijay Singh (2000), dem das Kunststück 2009 (eine Million Hits) gelang.

 

Was gibt es zu essen?

Das war die spannende Frage vor dem traditionellen Champions Dinner am Dienstag. Titelverteidiger Bubba Watson ließ gegrillte Hühnerbrust mit grünen Bohnen, Kartoffelpüree, Maiskolben, Mac & Cheese (Makkaroni mit Käse) und einen Confetti Kuchen servieren.

Grilled Chicken Breast, Green Beans, Mashed Potatoes, Corn, Mac & Cheese and Confetti Cake.

Keiner will gewinnen ...

... heißt es am Mittwoch beim traditionellen Par-3 Contest, denn noch nie durfte sich ein Sieger dieses Wettbewerbs anschließend auch das grüne Jacket überstreifen.

Nett anzusehen ist das Event auf jeden Fall, bringen doch viele der Profis ihre Kinder oder Enkelkinder mit, die für einen Tag in die Rolle des Caddys schlüpfen dürfen.

Dabei zeigte sich in der Vergangenheit schon der eine oder andere Spross als frühes Golftalent, das vielleicht später einmal in die Fußstapfen des Vaters treten wird. 

Wieder ein Altersrekord

Nachdem die alten Recken um Arnold Palmer & Co den seit 1963 eingeführten Honorary Teeshot hinter sich gebracht haben, wird es am Donnerstag dann so richtig ernst:

Die 50 besten Spieler der Weltrangliste, ehemalige Sieger und sechs Amateure beginnen sich auf dem von Golflegende Bobby Jones und Alister MacKenzie designten Platz zu messen.

Darunter auch der chinesische Amateur Guan Tianlang, der bei seinem Debüt 14 Jahre, fünf Monate und 17 Tage alt sein wird und damit die bisherige Bestmarke von Matteo Manassero (er war damals 16 Jahre alt) deutlich unterbietet.

Das Ticket fürs Masters löste Tianlang übrigens mit dem Sieg bei der Asia-Pacific Amateur Championship.

Eindeutiger Topfavorit ...

... für dieses Jahr ist Tiger Woods. Schon drei Titel konnte der 37-jährige Ausnahmegolfer in diesem Jahr sammeln und ist nun auch wieder aktuelle Nummer eins der Weltrangliste.

Bei diversen Umfragen im Netz glauben zum Teil über 80 % der Befragten an seinen fünften Sieg in Augusta.

Kein Wunder also, dass ihn auch die Wettbüros ganz vorne auf dem Zettel haben. 

Wer soll ihn schlagen?

Sicher gehören Tigers Landsleute Phil Mickelson (immerhin dreifacher Champion), Dustin Johnson, Matt Kuchar oder auch Brandt Snedeker und Titelverteidiger Watson zum erweiterten Favoritenkreis.

International gesehen sollte man auf jeden Fall auf die Südafrikaner um Charl Schwartzel, Louis Oosthuizen und Co achten, die sich zu echten Majorspezialisten entwickelt haben.

Ganz mau sieht es hingegen auf europäischer Seite aus. Bis jetzt konnte nur Justin Rose mit einer soliden Saison überzeugen.

Seine Kollegen Ian Poulter, Lee Westwood, Luke Donald und natürlich Rory McIlroy müssen noch eine gewaltige Schippe drauflegen, um konkurrenzfähig zu sein.

Als Geheimtipp geht dafür nach langer Zeit der wiedererstarkte Schwede Henrik Stenson ins Rennen.

 

Hubertus Tho Rahde

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