Hai-Alarm: Achtung, bissig

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Strandidylle, eine weiße Flosse und ganz viel Blut? Der weiße Hai – wer kennt ihn nicht?

Gegen die Bullenhaie im Carbrook Golf Club sei dieser aber „Kindergarten“, so ein Clubmitglied. Viele Jahre lang kursierten auf der australischen Golfanlage Gerüchte, die sich im Laufe der Zeit zu einem wahren Mythos hochstilisierten: Haie, so hieß es, lebten in dem seichten Gewässer am Rande des saftigen Greens des 14. Loches.

Wer bei einem missratenen Schlag dem Wasser zu nahe käme, würde mit seinem Leben spielen, so die Legende. Die Gefahr, am abfallenden Uferrand abzurutschen und so den Haien als willkommene Mahlzeit zu dienen, sei sehr groß.

Es wurde geplaudert, gespottet und Greenfeespielern Angst eingejagt. Als ein Video von den Haien auftauchte, wurde aus Spaß aber sehr schnell Ernst.

Überflutungen

Eine Frage blieb dabei aber offen: Wie kamen die Tiere auf das Clubgelände?

Der Fluss im Carbrook Golf Club war vor einigen Jahren über die Ufer getreten und hatte die Umgebung geflutet. So seien die Tiere angeblich in den See gespült worden.

Touristenattraktion

Was eigentlich negativ klingt, wirkt sich für den Golfclub aber positiv aus. „Die Haie sind mittlerweile zu einer kleinen Attraktion im Club und auch in der Umgebung geworden.

Ihnen zu Ehren gibt es inzwischen sogar ein Turnier – die Shark Lake Challenge“, so Scott Wagstaff, Geschäftsführer des Clubs, der seine „Haustiere“ mittlerweile höchstpersönlich mit Hähnchen füttert.

Wie viele Golfbälle die Haie bisher verdaut haben, ist nicht bekannt. Fakt ist aber, dass sich die Tiere im Golfteich offenbar besonders wohl fühlen: Einige von ihnen erwarten bereits Nachwuchs.

Menschenfresser

Die auch als Stierhaie bekannten Tiere – neben Tigerhai und Weißem Hai weltweit für die meisten Attacken auf Menschen verantwortlich – können sowohl in Salz- als auch in Süßwasser überleben.

Mit einer Länge von 3,5 Metern und einem Kampfgewicht von 200 Kilogramm verweilen sie am liebsten in flachem Wasser in Ufernähe.

Julia Emma Weninger

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