Der Traum vom großen Titel

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Wiesberger kann vor British Open etwas durchschnaufen

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Sein dritter European-Tour-Turniersieg hat sich für Bernd Wiesberger so richtig ausgezahlt.

Einerseits wurde Österreichs Top-Golfer für den Gewinn der Open de France mit einer halben Million Euro die bisher größte Preisgeldsumme seiner Karriere überwiesen.

Andererseits rückte er in der Weltrangliste auf Rang 23 auf und verbesserte damit sein bisheriges Karriere-Hoch am Sonntag um gleich 13 Plätze.

Kleiner Wermutstropfen

Die erfolgreichsten Tage seiner bisherigen Laufbahn brachten lediglich einen kleinen Wermutstropfen, Wiesberger verpasste nämlich seinen Abendflug in die Heimat.

Eine knapp einstündige Unterbrechung auf der Schlussrunde, Siegerehrung und -interviews hatten den Zeitplan des 29-Jährigen durcheinandergebracht.

Nach einer Nacht im Flughafen-Hotel landete der Oberwarter am Montag in heimischen Gefilden.

Eine Woche Pause

In einer Woche ohne Turnier-Teilnahme hat Wiesberger nun Zeit, seinen wertvollsten von bisher vier großen Titelgewinnen Revue passieren zu lassen.

Seine ersten Eindrücke nach dem mit drei Schlägen Vorsprung fixierten Sieg waren überwältigend: "Es ist unglaublich. Ich haben den Kurs im Turnierverlauf in mein Herz geschlossen. Man muss hier wirklich gutes Golf spielen, um erfolgreich zu sein. Ich könnte nicht stolzer sein."

Vergessen waren die Enttäuschungen aus einigen knapp verpassten Siegen. Insgesamt sechs Mal landete er auf der European Tour bereits auf dem zweiten Platz, gleich vier Mal davon seit seinem bisher letzten Erfolg Ende Juli 2012 beim Heim-Event in Atzenbrugg.

Dazwischen lag im Mai 2013 der Sieg in Jakarta auf der Asien-Tour. Letztlich wurde das lange Warten auf einen Sieg belohnt. "Das macht den Sieg jetzt umso süßer."

Wiesberger glaubte an sich

Wiesberger war aber bewusst gewesen, dass er früher oder später wieder das oberste Podest einer Siegertreppe erklimmen würde.

Nur er und der nun verletzte nordirische Weltranglistenerste Rory McIlroy haben heuer auf der European Tour sechs Top-10-Ränge.

"Wenn ich mein Spiel spiele und das Putten funktioniert, kann ich weltweit jedes Turnier gewinnen", sagte der Profi im Interview mit der European Tour.

Mit breiter Brust zu den British Open

Den Schwung will er in die nächste Woche zu den British Open nach St. Andrews mitnehmen. Der Kurs in Schottland liegt dem ÖGV-Ass.

"Ich habe auf einem schwierigen Kurs gewonnen und komme jetzt auf einen, auf dem ich mich wirklich wohlfühle."

Bei den dortigen Dunhill Links Championships war Wiesberger im Oktober 14., 2013 gar Zwölfter gewesen. 2011 und 2012 hatte der Profi jeweils noch den Cut verpasst.

Dritte Teilnahme

Nächsten Montag hat Wiesberger nun in St. Andrews seinen heuer ersten Trainingstag, er wird zum dritten Mal an den British Open teilzunehmen.

2013 war er in Muirfield/Schottland nach einem Rückfall am Schlusstag 64. geworden, 2014 in Liverpool verpasste er den Cut klar und wurde 121. Heuer wurde Wiesberger auf Major-Ebene beim US-Masters 22., beim PGA-Championship 118. und bei den US Open 85.

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