Markus Brier hofft auf Heimsieg in Atzenbrugg

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Zum dritten Mal in Folge geht Österreichs höchstdotierter wiederkehrender Einzelsport-Event in dieser Woche in Atzenbrugg bei Tulln über die Bühne.

Die 22. Auflage der "Austrian Golf Open" findet aufgrund der am Freitag startenden Olympischen Spiele ungewohnter Weise von Mittwoch bis Samstag statt.

Trotzdem sollten auch heuer an die 20.000 Menschen ins Tullnerfeld pilgern, um den besten heimischen Golfern auf die Schläger schauen zu dürfen.

"Die Chance ist groß"

Und davon gibt es mittlerweile mehr als genug. Der Steirer Marin Wiegele fällt heuer zwar wegen zweier Hüftoperationen aus, ansonsten ist aber alles dabei, was Rang und Namen hat.

 "Es sind soviele Österreicher dabei, da ist natürlich auch die Chance groß, dass einer wieder mal das Turnier gewinnt", hofft Östereichs Golf-Pionier Markus Brier auf einen Heimsieg.

Der 43-jährige Wiener gewann schon drei Mal die Austrian Open (2002, 2004 und 2006), zuletzt verfehlte er allerdings sechs Mal in Folge den Cut.

"Man muss sehr genau spielen"

Trotzdem gibt sich der Routinier zuversichtlich: "Ich habe hier in den letzten Tagen gut trainieren können. Der Platz ist - wenn man die starken Regenfälle der letzten Tage bedenkt - in einem Weltklasse-Zustand."

Bei seinem dritten Antritt in Atzenbrugg ist er sich auch der Tücken des Platzes bewusst. "Man muss sehr genau spielen, damit man trocken bleibt", zeigt er vor den zahlreichen Wasser-Hindernissen Respekt.

Wiesberger ist die größte ÖGV-Hoffnung

Der Österreicher mit den besten Titel-Chancen ist aber nicht Brier sondern Bernd Wiesberger. Der Burgenländer feierte heuer in Südkorea den ersten PGA-Titel seiner Karriere.

In Atzenbrugg geht der 26-Jährige in einem prominenten Flight an den Start.

Wiesberger beginnt am Mittwoch um 12:50 Uhr von Tee 1 aus mit Titelverteidiger Kenneth Ferrie aus England und dem dänischen Shooting-Star Thorbjorn Olesen seine Auftaktrunde.

"Thorbjorn ist einer der austrebendsten Spieler auf der Tour und schaffte es auch bei den British Open in die Top Ten (Anm.: Platz neun). Er ist aber auch ein netter Typ und sehr unkompliziert", freut er sich auf das gemeinsame Abschlagen.

Im Vorjahr fuhr Wiesberger mit Platz fünf bereits ein Spitzenergebnis ein. Durch die verpasste Qualifikation bei den British Open konnte er zudem eine Proberunde in Atzenbrugg einlegen. "Der Platz ist sehr gut beinander", lobt auch Wiesberger die Bedingungen.

Ähnlichkeiten zu den British Open

Amateur-Europameister Manuel Trappel sieht sogar Ähnlichkeiten zu den British Open. "Der Rough ist sehr ähnlich. In Tulln ist der Platz allerdings weicher. Das liegt an den starken Regenfälle der letzten Tage", erklärt der aufstrebende Shooting-Star des vergangenen Jahres.

Dank seines Europameister-Titels durfte der 23-jährige Vorarlberger letzte Woche bei den British Open erstmals an einem Major teilnehmen. "Das war schon sehr cool mit den vielen Top-Stars", erzählt der Youngster mit glänzenden Augen.

Schwab-Brüder gemeinsam am Start

Noch deutlich jünger sind die Gebrüder Matthias (17 Jahre) und Johannes Schwab (16 Jahre). Der Ältere überzeugte in den letzten beiden Jahren in Atzenbrugg, als er jeweils überraschend den Cut schaffte.

Damals agierte Johannes als Caddy an seiner Seite. "Da wird er mir natürlich abgehen. Ich freue mich aber für Johannes, dass er mitspielen darf."

Johannes Schwab gilt ebenfalls als großes Talent. In Atzenbrugg versucht er als frischgebackener U16-Meister sein Glück. "Die Form passt. Ich bin super vorbereitet", fiebert der jüngste Teilnehmer im Feld seinem Tour-Debüt entgegen.

Ex-Tennis-Star Kafelnikov versucht sein Glück

Erst ein Turnier mehr auf dem Konto hat ein weitere Top-Star des Austrian Open: Yevgeny Kafelnikov, ehemalige Nummer eins der Tennis-Welt, ist dank einer Einladung ebenfalls mit von der Partie.

Der 38-jährige Russe will sich 2016 für die Olympischen Spiele in Rio qualifizieren. "Das ist ein großes Ziel!"

Christian Frühwald

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