Österreichs Golf-Elite in Atzenbrugg am Start

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Golfprofi Bernd Wiesberger kommt als heimischer Star und Titelverteidiger zu den Lyoness Open, die heuer zum neuen Termin vom 6. bis 9. Juni in Szene gehen.

Schauplatz des einzigen heimischen Turniers der Europa-Tour (Dotation 1 Million Euro) ist zum vierten Mal der Diamond Country Club in Atzenbrugg (NÖ).

Neue Aufgabe für Wiesberger

Der 27-jährige Burgenländer engagiert sich auch als "Botschafter" der Open und versucht, das Turnier bei seinen Profi-Kollegen weltweit zu promoten.

"Damit ist es meine Aufgabe, es mir selbst schwer zu machen", erklärte Wiesberger am Mittwoch bei der Präsentation des Turniers in Wien.

"Junge Wilde" im Fokus

Ali Al-Khaffaf, der Geschäftsführer der Golf Open Event GmbH, hält an der Strategie fest, "junge Wilde" für das Turnier zu verpflichten.

Um große Investments auf dem Spielersektor zu tätigen, fehle das dafür nötige, große Budget, erklärte Al-Khaffaf.

Sollte aber in der Woche vor den US Open ein prominenter Profi nahe Tulln spielen wollen, werde man das Budget erweitern, kündigte Herwig Straka von der Veranstalter-Agentur emotion an.

Wiegele und Brier am Start

Fix ist jedenfalls auch das Antreten der zwei anderen heimischen Gewinner auf der Europa-Tour.

Martin Wiegele wird ebenso wie Wiesberger auch dann in der Heimat abschlagen, wenn er sich für die US Open qualifizieren sollte.

Und für Markus Brier, der die AustrianOpen 2006 im GC Fontana gewonnen hatte, ist mangels einer Spielberechtigung auf der kompletten Tour das Turnier in seinem Heimclub, in dem die neunte Spielbahn neu angelegt wird, ohnehin ein Saisonhöhepunkt.

Zudem erhalten acht österreichische Profis und sechs ÖGV-Amateure Startplätze.

Wiesberger "auf dem richtigen Weg"

Vor dem Antreten in Niederösterreich geht es für Wiesberger bei seinem nächsten Auslandsstart um die Titelverteidigung der Ballantine's Championship in Icheon (Südkorea).

Mit seiner Form ist der Oberwarter, der zuletzt bei zwölf Turnieren in Serie den Cut geschafft hat, recht zufrieden.

"Das lange Spiel ist sehr gut, aber die Putts sind noch nicht so wie vergangenes Jahr in Atzenbrugg", meinte Wiesberger.

"Ich fühle mich auf dem richtigen Weg. Wenn ich das Manko ausbessern kann, kann ich wieder um die Trophäe mitspielen."

Ziel: Major-Turniere

Die internationalen Vierer-Meisterschaften im GC Murhof am Wochenende (mit Partner Clemens Prader) will er daher auch zum Training nützen.

"Insofern passt es gut, ich kann in einem entspannteren Umfeld einige Dinge probieren", kündigte Wiesberger an, der die Qualifikation für das Masters in Augusta (ab Donnerstag) verpasst hatte.

"Aber in Zukunft will ich auch bei solchen Turnieren dabei sein", sagte Österreichs Nummer 1 zu seinen Major-Ambitionen.

Kampf gegen künstliche Hüfte

Wiegele hat nach Operationen an beiden Hüften das Comeback geschafft.

"Es war nicht leicht. Zuletzt habe ich zwei Cuts geschafft und mich so gefühlt, als ob ich nie weg gewesen wäre", sagte der 34-jährige Steirer.

Der Gewinner der St.-Omer-Open 2010 will sich im Juni in Bestform präsentieren.

Nun sollen noch viele gute Jahre folgen, den Verschleißerscheinungen muss er sich freilich irgendwann stellen.

"Ich hoffe, dass ich es noch zehn bis 15 Jahre hinauszögern kann, bis ich eine künstliche Hüfte brauche", erklärte Wiegele.

Brier "will es genießen"

Brier hat für 2013 erstmals nach 13 Jahren die Qualifikation für die Europa-Tour verpasst.

"Die Open werden einiges der wenigen Turniere (auf diesem Niveau, Anm.) sein, die ich spielen kann. Ich werde es genießen", sagte der 44-jährige Wiener, der sich heuer über die Challenge Tour wieder einen Platz in der 1. Division sichern will.

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