Klarer Vikings-Sieg in Eurobowl

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Klarer Vikings-Sieg in Eurobowl XXVII

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Die XXVII. Eurobowl geht an die Raiffeisen Vikings Vienna!

Die Wiener gewinnen vor rund 8.000 Zusehern auf dem Innsbrucker Tivoli mit 37:14 gegen die Swarco Raiders.

Running Back Jesse Lewis ist Mann des Spiels, auch Quarterback Christoph Gross (zum offiziellen MVP gewählt) und Wide Receiver Mike Zweifel (in einer Doppelrolle als Defensive Back) liefern herausragende Partien ab.

Vikings bieten Kaiser auf

Schon vor der Partie kommt die erste Überraschung ans Tageslicht. Wide Receiver Kyle Kaiser wärmt für die Wikinger auf! Der US-Import hatte Europa nach der vergangenen Saison eigentlich verlassen und war für das Indoor-Football-Team Colorado Ice aktiv.

Mit seiner Reaktivierung reagieren die Vikings auf die Verletzung von Import-Defensive-Back Tillman Stevens.

Starker erster Vikings-Drive

Die Wiener überrumpeln die Gastgeber im ersten Drive mit viel Laufspiel und eilen von First Down zu First Down über das Feld. Der erste Pass der Partie führt schließlich zu einem 19-Yard-Touchdown durch Laurinho Walch.

Die Freibeuter können es ihren Gegnern nicht gleichtun, sie werden nahe der 50-Yard-Line gestoppt, schrammen knapp an einer Interception vorbei und müssen punten.

Im folgenden Drive kann die Raiders-Defense Jesse Lewis und Co. erstmals Paroli bieten, nach einem First Down geht auch die violette Offense-Maschinerie Three-and-out.

Vikings legen nach

Nachdem auch die Tiroler im Gegenzug nicht punkten können, können die Gäste ihren Vorsprung ausbauen. Ein tiefer Pass auf Michael Zweifel mitsamt des zweiten Extrapunkts von Sebastian Daum sorgen für das 14:0.

Nur wenig später das nächste Big Play: Alexander Taheri fängt einen von Peter Baumgartner geblockten Callahan-Wurf und hat freie Bahn in die Endzone. Da der Extrapunkt aufgrund eines misslungenen Snaps scheitert, steht es kurz nach Beginn des zweiten Viertels bereits 20:0.

Nachdem beide Offenses je einmal schnell gestoppt werden, wirft Raiders-Quarterback Kyle Callahan von der 50-Yard-Line eine Bombe in die Endzone, wo Jaycen Taylor auf unfaire Weise am Passempfang gehindert wird - die Flagge bleibt aber aus, so folgt der nächste Punt.

Auch die Vikings werden gestoppt, Jaycen Taylor lässt den resultierenden Punt aber fallen. Die Vikings nehmen das Ei auf und haben den Ball damit zehn Yards vor der gegnerischen Goal Line.

Die Raiders-Defense hält dem folgenden Ansturm stand und kann den Schaden auf ein Field Goal beschränken.

Klare Sache zur Pause

Der letzte Raiders-Versuch, vor der Pause anzuschreiben, ist symptomatisch: Auf zwei erfolglose Passversuche folgt eine Strafe, der Pass bei 3rd&20 ist viel zu kurz, so geht es mit einem 0:23 zugunsten der Vikings in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit startet mit einem Knalleffekt: Callahan visiert Talib Wise von der eigenen 40-Yard-Line an, dessen Bewacher verschätzt sich und so bringen die Raiders endlich die ersten Punkte auf das Scoreboard. Clemens Erlsbacher setzt den Extrapunkt an die rechte Stange, es bleibt beim 6:23.

Vikings schwer aufzuhalten

Prompt schlagen die Wikinger zurück: Christoph Gross findet Kyle Kaiser für einen tiefen Pass und produziert so ein weiteres Big Play. In der Red Zone baut der amtierende Meister dann wieder auf das Laufspiel in Person von Jesse Lewis, den die Raiders in Schach halten.

So ziehen die Vikings ihren 2-Meter-Joker: Manuel Thaller fängt einen kurzen Pass zum Touchdown.

Die Raiders verlegen sich zusehends auf tiefe Pässe, mit einem erfolgreichen Fake-Punt halten sie den Drive am Leben. Trotz zahlreichen Incompletions machen Talib Wise und Co. ihren Weg nach vorne langsam, aber sicher, und stehen schließlich an der Zwei-Yard-Line.

Touchdown nach Verletzung

Dann ein Schock für die Tiroler: Wide Receiver Damaso Tarneller geht bei einer Landung unglücklich zu Boden und muss vom Feld begleitet werden. Just im nächsten Spielzug gelingt Callahan nach angetäuschter Ballübergabe auf Wise der kurze Lauf in die Endzone. Die Two-Point-Conversion gelingt per Run von Wise, so steht es nur noch 14:30.

Der folgende Vikings-Drive kommt beinahe zum Erliegen, eine lange Third-Down-Conversion auf Walch gibt den Führenden aber Gelegenheit, weiter Zeit von der Uhr zu nehmen und doch noch zu scoren.

Jesse Lewis marschiert höchstpersönlich in die Endzone und krönt seine starke Leistung mit einem Score, womit die Wikinger den Vorsprung auf 23 Punkte ausbauen.

Letztes Aufbäumen

Die Raiders bäumen sich noch ein letztes Mal auf: Callahan überwirft Taylor bei einer Bombe über das halbe Feld, Pässe auf Julian Ebner und Christian Willi bringen die Innsbrucker aber an die Zehn-Yard-Line.

Nachdem Callahan beim dritten Versuch gesackt wird, scheitern die Freibeuter auch in Anlauf Nummer vier von der 16-Yard-Line.

Danach spielen die Gäste die Uhr routiniert herunter.

Lewis Statistik-Leader

Lewis kommt in Summe auf 166 Rushing Yards, Gross verzeichnet 203 Passing Yards (11/17 Completions). Laurinho Walch ist auf Seiten der Sieger mit 69 Yards bei vier Receptions erfolgreichster Receiver, Kyle Kaiser folgt ihm mit 64 Yards bei ebenso vielen Catches.

Die nominellen Raiders-Running-Backs Wise, Hofbauer und Miribung kommen in Summe nur auf 57 Rushing Yards. Callahan bringt 18 seiner 39 Passversuche bei einem Touchdown und einer Interception an den Mann und sorgt dabei für 256 Yards Raumgewinn.

Taylors 92 Receiving Yards sind Topwert, zudem ist er der einzige Raiders-Receiver, der den Weg in die Endzone findet.

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