Punktefestival beim Auftakt: Packers besiegen Saints

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Fulminant, spektakulär, atemberaubend!

Wenn das Duell der letzten beiden Super-Bowl-Champions ein Vorgeschmack auf den weiteren Verlauf der NFL-Saison darstellte, dürfen sich die Fans getrost die Hände reiben.

Sage und schreibe 76 Punkte brachten Green Bay und New Orleans beim Season Opener gemeinsam aufs Scoreboard. Am Ende setzten sich die Packers mit 42:34 durch, mussten dabei jedoch bis zur allerletzten Sekunde zittern.

Alles in allem war es dennoch ein verdienter Sieg des Titelverteidigers, der seinen Anspruch auf einen weiteren Super-Bowl-Triumph klar untermauerte.

Traumstart für Rodgers

Angeführt vom überragenden Aaron Rodgers (insgesamt 312 Passing-Yards) dominierte Green Bay die Anfangsphase – dem Packers-Quarterback gelangen seine drei Touchdown-Pässe dieser Partie bereits im ersten Viertel. Greg Jennings, Jordy Nelson und Rookie Randall Cobb waren die Abnehmer.

New Orleans wusste nur mit dem zwischenzeitlichen 7:14 durch einen Pass von Drew Brees auf Robert Meachem zu kontern. Die Packers kontrollierten die Begegnung, die Saints ließen sich jedoch im weiteren Verlauf der Partie nie entscheidend abhängen.

Durch ein Field Goal von John Kasay und einen Punt-Return-Touchdown von Neuzugang Darren Sproles kam der Super-Bowl-Champion von 2010 sogar auf 17:21 heran. Green Bays Running Back James Starks besorgte schließlich den Pausenstand von 28:17.

Saints lassen nicht locker

Auch in der zweiten Halbzeit ging es hin und her. Nach einem weiteren Kasay-Field-Goal krönte Cobb mit einem 108-Kickoff-Return-Touchdown sein fantastisches NFL-Debüt – die vermeintliche Vorentscheidung zu Gunsten Green Bays.

Doch angeführt von Brees, der für insgesamt 419 Yards passte, ließen die Saints nicht locker. 6:54 Minuten vor dem Ende des dritten Viertels fing Devory Henderson einen Pass seines Spielmachers in der Endzone und verkürzte auf 27:35.

Im Schlussabschnitt legten erneut die Packers vor. Fan-Liebling John Kuhn ließ die Zuschauer im Lambeau Field mit seinem 1-Yard-Touchdown-Lauf zum 42:27 an die endgültige Entscheidung glauben.

Beinahe ein klassischer Fall von zu früh gefreut, denn 2:15 Minuten vor dem Spielende fand Brees seinen Tight End Jimmy Graham in der Endzone – nur noch 34:42.

Ingram kann Packers-Geschenk nicht nutzen

Der folgende Onside-Kick missglückte, doch in der Schlussminute kam New Orleans tatsächlich noch einmal an den Ball.

Brees führte sein Team über das Feld, ein vierter Touchdown-Pass wollte ihm jedoch nicht mehr gelingen. Dieser wäre auch nicht notwendig gewesen, hätten die Saints ihre große Chance in der allerletzten Aktion der Partie genutzt.

Denn bei auslaufender Uhr entschieden die Referees auf Pass Interference der Packers in der Endzone. Der Ball wurde an der 1-Yard-Linie platziert, Mark Ingram vermochte dieses Geschenk jedoch nicht zu nutzen und wurde von der Green Bay Defense gestoppt.

Wäre dem Rookie-Running-Back ein Touchdown gelungen, hätte New Orleans per Two-Point-Conversion zum 42:42 ausgleichen können.

Auch ohne Verlängerung übertraf dieses Match die ohnehin hohen Erwartungen an das Auftaktspiel der NFL-Saison 2011.

Beide Teams unterstrichen jedenfalls vor allem dank eindrucksvoller Offensiv-Performances nachdrücklich, warum sie zu den Topfavoriten auf die Krone in der NFC zählen.

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