Touchdown Tuesday: Zweifle nie!

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Da sind wir auch schon wieder.

Die Ergebnisse sind euch allen freilich wie immer bekannt, doch die größte und teuerste Profiliga der Welt hat viele Stories zu erzählen.

Wie gewohnt widmet sich LAOLA1 den Auffälligkeiten des Spieltages.

Wer ist Winner? Wer ist Loser? Wer oder was war awesome? Wer oder was war awful? Wer sorgte noch für Aufsehen? 

Das ist der Touchdown Tuesday - die Endzone von LAOLA1 - Episode 4:

Ja wirklich, liebe Kinder, es gab mal eine Zeit, da waren die Dallas Cowboys ein richtig erfolgreiches Football-Team, fragt eure Eltern! Aus, Stop! Wir haben in der Offseason so viele schlechte Cowboys-Witze vorbereitet, um die es gar nicht schade ist - jetzt, wo wir auf die Pause-Taste drücken müssen. Der dritte Sieg der Texaner in Folge, das 38:17 gegen New Orleans, war ein richtiges Statement. Fand "America's Team" in den vergangenen Jahren mitunter kuriose Wege, um Spiele zu vergeigen, macht der fünffache Super-Bowl-Champion derzeit eine geradezu effizienten und eiskalten Eindruck. Gut, wir wollen nicht so tun, als wären die Cowboys aus dem Nichts plötzlich wieder einer der Topfavoriten auf den Titel, aber die vielerorts prognostizierte Katastrophen-Saison sollte es nach dem 3-1-Start nicht werden. Besonders auffällig ist der Lauf von Running Back DeMarco Murray, der die Liga mit 534 Rushing Yards souverän anführt. Dies mag auch daran liegen, dass der neue Playcaller Scott Linehan die Offense ausgewogener gestaltet und somit Quarterback Tony Romo ein wenig entlastet. Apropos Laufspiel und Romo: Da legt der 34-Jährige mit dem nicht mehr taufrischen Rücken gegen die Saints doch glatt einen 21-Yard-Lauf hin - der längste seiner Karriere. Das anschließende Grinsen von Owner Jerrry Jones - priceless! Eine unserer Lieblings-Szenen aus Woche 4.

Man kann Spiele verdient verlieren, man kann Spiele unglücklich verlieren und man kann Spiele aber auch dumm verlieren. Pittsburgh, wie würdest du deine Niederlage gegen die Tampa Bay Buccaneers so für dich charakterisieren? Nichts? Na gut, wir sagen es dir gerne: Sie war dumm. Der gelbe "Fetzen" ist ja eigentlich ein Markenzeichen in Pittsburgh, jener der Refs sollte es aber nicht werden. Unfassbare 13 Strafen führten zu 125 Yards Raumverlust. Wie undiszipliniert! Der bestrafte Endzonen-Tänzer Antonio Brown konnte beim Comeback von James Harrison dann auch im vierten Viertel einen sicheren Ball nicht fangen, den Touchdown folglich nicht erzielen und so auch den Sieg nicht unter Dach und Fach bringen. So schafften es die Gäste mit einem Drive ohne Timeouts sieben Sekunden vor Ende das Spiel noch zu drehen. Die Steelers haben ihre Strafe dafür erhalten. Glücklicherweise lässt sich daran arbeiten, mit Pech fehlt aber am Ende genau dieser Sieg für die Playoffs...

J.J. Who? Nein, es kann wirklich nicht mehr sein, dass man diesen jungen Mann aus der NFL nicht kennt. J.J. Watt ist ein Superstar der Liga. Warum? Weil er der teuerste Verteidiger selbiger ist. Ein Grund. Weil er einer der spektakulärsten Defensive Ends der Gegenwart ist. Auch ein Grund. Weil er als Verteidiger schon einen Touchdown in dieser Saison gefangen (!) hat. Ein weiterer Grund. Und weil er nun auch eine Interception für 80 Yards in die Endzone getragen hat! Es war der Play des Wochenendes. Quarterback E.J. Manuel, in Buffalo mitunter deswegen zum Ersatzmann degradiert, wirft einen Pass, den Watt geradezu ins Gesicht bekommt. Das Leder fällt der Nummer 99 aber nicht im Ansatz runter, ganz im Gegenteil, er fängt es und ist auf und davon zu weiteren sechs Punkten und zu seinen Fans, die ihn in Texas wie wild feierten! Jeder liebt J.J. Watt - wir auch!

Unser diesmaliges Oh Boy bezieht sich nicht auf eine einzelne Szene oder das Hoppala eines einzelnen Spielers, die zweifelhafte Ehre dieses Awards kommt diesmal gleich einem ganzen Team zu. Nämlich den Chicago Bears. Nach dem 17:38 gegen Erzfeind Green Bay wäre es natürlich ein Leichtes, auf die löchrige Defense (den Käse-Vergleich ersparen wir uns angesichts des Gegners) draufzuhauen. Aber nein, wir haben mit unserer Kritik die Offense im Visier. Die war auf dem ersten Blick gut. 491 Total Yards, richtig starke 235 Rushing Yards - man muss bis ins Jahr 1984 zurückblicken, dass die Bears letztmals mit einer vergleichbaren Laufleistung verloren haben. Und hier sind wir beim Punkt. Den Ball derart gut zu bewegen und am Ende lediglich 17 Punkte daraus zu generieren, geht gar nicht. Und hier nur Jay Cutler und seinen beiden Interceptions die Schuld zu geben, greift auch zu kurz. Tight End Martellus Bennett, der seinen persönlichen Sterntag erlebte (siehe Stats), fand den richtigen Vergleich: "500 Yards an Offense und 17 Punkte gehen nicht Hand in Hand. Das ist, wie wenn man die Nachspeise vor der Hauptspeise zu sich nimmt." Humoriger Nachsatz: "Das mache ich gerne, denn es erinnert mich daran, dass ich mein Leben kontrolliere und nicht meine Eltern." Steckt also doch ein grandioser Masterplan dahinter, den wir alle nur noch nicht durchschauen...?

EINER HAT SCHON ABGESAGT.

Ich bin sauer. Stinksauer! Da ist Steve Smith auf bestem Wege, dass meine "boldest prediction" aber sowas von souverän aufgeht und legt dann in der zweiten Halbzeit gegen Carolina nicht den dritten Touchdown nach. Gemeinheit! Dabei habe ich mich während des Spiels schon wie ein Schneekönig gefreut... Im Nachhinein lässt sich recht einfach klugscheißen, aber so "bold" war meine Vorhersage gar nicht, denn dass der Baltimore-Oldie gegen seine Lebens-Franchise Carolina extramotiviert sein wird, war klar. Wenn man eine erste Zwischenbilanz zieht, ist den Ravens mit dem Receiver ein spektakulärer Steal am Free-Agents-Markt gelungen. Hut ab! Ich möchte zudem die Gelegenheit nutzen, die in der Vorwoche aufgetauchten Fragen/Hinweise zu beantworten. Also, das Powerranking gibt es natürlich auch diese Saison wieder. Teil eins noch in dieser Woche, vermutlich am Mittwoch oder Donnerstag. Wir bleiben bei unserem bewährten Rhythmus von alle drei/vier Wochen - Qualität geht vor Quantität. Wöchentlich ist schwierig, Kollege Kastler und ich haben ja auch noch einen "Nebenjob", was eine andere Sportart betrifft. Wöchentlich versuchen wir euch mit diesem kleinen, aber hoffentlich feinen Format hier zu unterhalten - und sagen bei dieser Gelegenheit auch ein wenig verlegen DANKE für das Lob. Das freut uns sehr, wir sind auch a bisserl rot im Gesicht und versprechen, uns weiter große Mühe zu geben. Und der Hinweis, dass wir zu zweit nicht über alle 32 Teams gleich gut Bescheid wissen können, stimmt natürlich. Während wir noch daran arbeiten, dass der Tag in Zukunft 48 Stunden hat, seid ihr natürlich herzlich eingeladen, in der Kommentarfunktion Updates über euer Team zu liefern. Alles, was die NFL in Österreich beliebter und bekannter macht, hilft. User "04gruenp" ernennen wir hiermit einfach mal zu unserem Baltimore-Korrespondenten!

So, nach dem Roman gerade eben, was Kurzes zum Entspannen: Ich entschuldige mich schon mal offiziell bei den Dallas Cowboys. Euch habe ich in dieser Saison wenig zugetraut. Ich war wohl nicht der einzige. Ein befreundeter Cowboys-Fan befürchtete vor Saison-Start eine 1-15-Bilanz. Tja, so kann man sich irren. Und ich werde auch in diesem Fall nicht müde zu betonen: Gute Lines sind eine wichtige Basis. Hinter dieser vernünftigen O-Line tut sich nicht nur Tony Romo leichter, auch DeMarco Murray kann zur Hochform auflaufen. Wobei das auch mit ausgewogenerem Playcalling zu tun haben könnte, gell...

Bleiben wir ehrlich: Es gab schon Spieltage mit mehr Nervenkitzel als Woche 4. Dass die Tampa Bay Buccaneers eine der Ausnahmen darstellten, haben wir weiter oben bereits besprochen. Als sie noch auf der Verliererstraße waren, habe ich gedanklich schon die Analyse vorbereitet, woran es liegen könnte, dass man aus einem nominell nicht so schlecht besetzten Roster derart wenig Output rausholt. Zu frisch ist die Erinnerung an die peinliche Abfuhr gegen Atlanta. So erinnerten uns die Bucs daran, wie ausgeglichen die NFL der Gegenwart sein kann. Besonders freut mich der Sieg für Head Coach Lovie Smith. Von dem halte ich einiges, und irgendwie wünsche ich mir, dass er eine erfolgreiche Amtszeit hinlegt.

Ich habe hier letzte Woche über Quarterback-Talente, die zu früh ran dürfen/müssen referiert. Teddy Bridgewater, der mir wirklich taugt, hat meine Worte nicht gerade unterstrichen - boah, war das ein cooler Auftritt im ersten Career-Start für Minnesota. Und dank Blake Bortles sehe ich Licht am Ende des Jacksonville-Tunnels, auch wenn sich das noch nicht so schnell in den Ergebnissen niederschlagen wird. Aber beide haben noch einen weiten Weg vor sich, und was ich gemeint habe, lässt sich unter anderen mit dem Beispiel EJ Manuel belegen. Der letztjährige Erstrunden-Pick der Buffalo Bills wurde nach der Niederlage in Houston gebencht, der neue Starter ist Kyle Orton. Die Bills verfügen über einen Kader, mit dem man auf Win-Now-Modus umschalten kann. Die Defense ist solide, das Laufspiel ebenso, dank Sammy Watkins wird sich auch die Passempfänger-Riege zu einer qualitativ guten entwickeln. Für eine Learning-by-Doing-Strategie auf der QB-Position ist da nur Platz, wenn auch tatsächlich Lernfortschritte zu sehen sind. Fairerweise sei erwähnt, dass dies anders geplant war. Schon 2013 wurde mit Kevin Kolb ein Routinier engagiert, den jedoch eine Gehirnerschütterung bremste. Nun ist mit Orton eben ein anderer alter Hase an der Reihe. War es das für Manuel? Hoffentlich nicht. Der Schritt zurück könnte auch gut tun, wenn er die richtigen Lehren daraus zieht. Und nur so nebenbei: Dass New England in der AFC East weiter auf der Pole-Position steht, liegt womöglich auch an der Ungeduld der Rivalen in punkto QB: Bei den New York Jets wäre es vielleicht kein Fehler, Manuels Jahrgangs-Kollegen Geno Smith aus der Schusslinie zu nehmen. Und in Miami sehe ich bei Ryan Tannehill nach akzeptablem Karriere-Start mehr Stagnation als Fortschritte...

Wo mit Dallas ein Gewinner, da mit den New Orleans Saints ein Verlierer. Die Behauptung, dass Drew Brees und Co. nach ihrem 1-3-Start bereits mit dem Rücken zur Wand stehen, ist ein brutales Understatement. Nur mit Heimsiegen im Superdome wird's halt auch nicht gehen, umso mehr schmerzen die knapp vergeigten Partien in Atlanta und Cleveland vor der Abfuhr in Dallas. Ein Blick auf den Spielplan nach der Bye-Week in Woche 6 stimmt auch mulmig: Detroit (a), Green Bay (h), Carolina (a), San Francisco (h), Cincinnati (h), Baltimore (h) und Pittsburgh (a) heißen die Gegner bis Ende November. Noch ist es zu früh für Panik, aber zu viele Ausrutscher gegen durchaus namhafte Gegner darf man sich nicht erlauben. Vor allem gilt es dringend, die Probleme in der Defense zu fixen. Anstatt hier den nächsten Schritt vorwärts zu machen, kassierten die Saints bislang im Schnitt 27,5 Gegenpunkte. Way too much!

Und zum Abschluss noch ein etwas längerer - und dennoch zwangsweise in all seinen Facetten verkürzt dargestellter - Exkurs zu einem Gewinner der Woche, über den sich dennoch nur bedingt positiv diskutieren lässt. Mit dem Erfolg gegen Philadelphia haben die San Francisco 49ers möglicherweise ihre Saison gerettet. Gratulation dazu, wobei sich auch diesmal wieder teils unerklärliche Schlampigkeiten einschlichen. Es wird immer offenkundiger, dass dies atmosphärische Gründe haben dürfte. Hauptthema vor und nach dem Spiel? Das (angeblich) zerrüttete Verhältnis zwischen Head Coach Jim Harbaugh und zahlreichen Führungsspielern. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Schon vor einigen Wochen hieß es, dass einige Kadermitglieder bezweifeln, dass Harbaugh "all in" sei - Hintergrund sind allzu regelmäßig auftauchende Gerüchte, dass der Coach mit anderen Teams bzw. vor allem Colleges in Verbindung sei. Vor dem Philly-Spiel lautete die NFL-Insider Ian Rapoport zugespielte Beschwerde, dass der Trainer die Spieler "wie Kinder behandeln" würde - keine Musik oder Kartenspiele im Flugzeug zum Beispiel. Tatsächlich Kinderkram also. Nach dem Eagles-Match eskalierte die - vor allem auf anonyme Spieler-Meinungen gestützte - Debatte endgültig. Der frühere Star-Spieler und heutige TV-Experte Deion Sanders behauptete: "Die Spieler wollen ihn loswerden." Mit Ex-QB Trent Dilfer sprach ein durchaus besonnener und seriöser Analytiker von einer vergifteten Atmosphäre. Zwei Wortmeldungen, die Harbaughs Kragen platzen ließen: "Ich persönlich halte das für einen Haufen Scheiße. Ich habe Trent oder Deion hier noch nicht so oft gesehen." Der 50-Jährige wies darauf hin, dass man Storys mit anonymen Quellen nicht zu viel Glauben schenken sollte. Fazit: Die 49ers sind eine brüchige Zweckgemeinschaft. Wenn alle gesperrten oder verletzten Stars zurückkehren, ist mit diesem Kader vieles möglich. Das Problem: Bis dahin könnte - auch aufgrund dieser zwischenmenschlichen Ablenkungen - die Saison jedoch bereits im Eimer sein. Dies wäre ob des Potenzials eine Schande. Harbaugh scheint ohnehin nur eine Chance zu haben, 2015 sein fünftes und letztes Vertragsjahr zu erleben: Den Super-Bowl-Triumph. Denn wie sagte es - ein natürlich anonym bleibender - Niners-Routinier dem von mir sehr geschätzten NFL-Kolumnisten Michael Silver: "Let's face it: For us, it has to be now. Because after this year, a whole lot of us could be gone, including the head coach."

Bumm! Was für eine Abfuhr für die Patriots durch die Kansas City Chiefs. 41:14! Das muss man erst einmal zwei Mal lesen. "Wer an unseren Herzen zweifelt, bekommt diese Antwort", ließ Head Coach Andy Reid seine Spieler nach ihrer Show am Feld wissen. Well played, Andy und Team. Vor allem die Rückkehr von Jamaal Charles war mit drei Touchdowns fulminant, Knile Davis lief über 100 Yards und Alex Smith war im Gegensatz zu Tom "Ich trete zurück, wenn ich scheiße spiele" Brady ein souveräner Spielmacher. Dazu wurde der Weltrekord für das lauteste Stadion von den Seahawks zurückgeholt. Was für ein Abend für die Chiefs! Like a Boss! 

Aaron Rodgers hat Wort gehalten. Ich mag ihn ja. Den Quarterback der Green Bay Packers. Seine ruhige, entspannte, dabei teils süffisante Art, Messages loszuwerden. Vor allem das mag ich. Nicht nur in seinen Werbespots. Mit einem kleinen Grinsen ließ er zudem nach dem Sieg in Chicago zwischen den Zeilen wissen, dass man eher nicht an den Packers zweifeln sollte. Bereits unter der Woche hielt Rodgers fest, dass man sich um seine Packers keine Sorgen machen muss. Und der 30-Jährige lieferte mit seiner Offense ab. Ein wahrer Elite-Quarterback!

Bevor ich wirklich zu Oakland komme (siehe erstes Awful), gefällt mir das erste Gerücht hinsichtlich des neuen Trainers an der Bay schon einmal sehr gut. Irgendwie würde ich Jon Gruden gerne wieder coachen sehen! Wird wohl nicht passieren, wäre natürlich auch sehr schade. Denn der frühere Raiders- und Bucs-Coach macht seit Jahren einen absolut hervorragenden Job als ESPN-Experte bei Monday Night Football. Das gilt ebenso für seine Kollegen, vor allem auch für Chris Collinsworth (NBC) sowie für Troy Aikman (FOX) und Phil Simms (CBS). Letztere beiden haben zwar manchmal sehr "interessante" Ansichten, aber das macht es nicht weniger unterhaltsam. Long story short. Sie sind das Salz in der Suppe!

"Bravo" Oakland. Nach vier Spieltagen den Head Coach (Dennis Allen) rauszuwerfen, da hat sich die gesamte Vorbereitung und das Makeover des Kaders ja ganz groß ausgezahlt. Es ist zwar nicht so wie nach vier von gefühlten 437 Eishockey-Runden seinen neuen Trainer freizustellen, aber es spricht auch nicht mehr für die Führung. Und der Anfang der Saison bestätigt ohnehin, dass es nicht sehr gescheit ist, alternde Stars zusammenzukaufen und dann auf Erfolg zu hoffen. Man kann sich ja immer etwas Positives rauspicken: Hey Raiders, baut einmal etwas in Ruhe auf!

Oh Geno. Geno, Geno, Geno. Ge-no. De facto kann ich exakt hier denselben Anfang wie vergangene Woche bringen. Der Quarterback der New York Jets, Geno Smith, lässt mir ja auch keine andere Wahl. Das Problem ist, dass der Spielmacher diesmal nicht nur wieder zwei Turnovers fabrizierte (davon eine unfassbar schlechte Interception), sondern auch seine Coolness verlor. "F--- you" schrie er zu einem einzelnen Fan auf die Tribüne. Vor der Kamera. Nicht gut. Was der Anhänger sagte, sagte Geno nicht. Der junge Mann entschuldigte sich später. Es ist allerdings kein gutes Zeichen, wenn zu den schlechten Leistungen auch noch schlechtes Benehmen dazukommt. Head Coach Rex Ryan steht hinter ihm. Doch die Fans wollen Michael Vick. Die Kritik an Geno versteht Teamkollege Sheldon Richardson nicht. "Shut up!" ist seine Message. "Bringt ihr ein Kind auf die Welt, das es in die NFL schafft und dann sehen wir weiter. Andernfalls haltet die Klappe. Wir haben Coaches, die die Entscheidungen treffen." Word, Sheldon!

Arizona Cardinals, Seattle Seahawks, Cincinnati Bengals, Cleveland Browns, Denver Broncos - wir haben euch vermisst! Verdammte Bye-Weeks. Na gut, sie gehören dazu und sie müssen auch sein. Aber wieder einmal muss ich den NFL-Strafsenat rügen: Die Strafen für coolen Jubel wie bei Antonio Brown, sie nerven mich sehr. Sport muss auch Emotion bleiben, lasst die Jungs doch feiern. Okay, wenn es den Gegner verschmäht, ist es uncool. Aber ansonsten: Bringt die Party zurück in die Endzone, liebe Funktionäre. Yes we dance!

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl XLIX, die am 1. Februar kommenden Jahres in Arizona stattfinden wird. Wir sind zuversichtlich, in irgendeiner Woche richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Super-Bowl-Pick nach Week 4:

CINCINNATI BENGALS vs. ARIZONA CARDINALS

Habe bei beiden Teams diese Woche keine Fehler gesehen.

(Und sie haben beide die Qualität in ihren Conferences die eigentlichen Favoriten zu toppen.)

PETER ALTMANN und sein Super-Bowl-Pick nach Week 4:
 
SAN DIEGO CHARGERS vs. SEATTLE SEAHAWKS
 
Green Bay, San Francisco oder New Orleans - die vermeintlich ersten Herausforderer von Seattle in der NFC haben keinen idealen Saison-Start hingelegt. Einzig ungeschlagenes Team ist Arizona. Glaube ich zum derzeitigen Zeitpunkt, dass die Cardinals an West-Rivale Seahawks vorbeikommen? Nein. Da müsste ich schon mehr sehen. In Woche 5 bietet sich in Denver eine gute Gelegenheit. Auch bei gut gestarteten Teams wie Philly oder Dallas sehe ich im Vergleich zu viele Lücken. Interessant ist die bisherige Performance Detroits, vor allem die Defense wirkt sattelfest wie lange nicht. Aber auch da möchte ich erstens noch mehr sehen, zweitens ist die Playoff-Erfahrung der Lions eine endenwollende. In der relativ offenen AFC ist für mich zwar Denver weiter das Maß aller Dinge, aber ich schwenke trotzdem wieder einmal auf San Diego. Es ist festzuhalten, dass die einzige Niederlage der Chargers eine denkbar unglückliche war - bei den ungeschlagenen Cardinals...

  • Chicagos Martellus Bennett war mit seinen 134 Receiving-Yards erst der zweite Bears-Tight-End, dem dies in einem Spiel gelungen ist. Der Erste war 1961 ein gewisser Mike Ditka. Ein durchaus illustrer Kreis...
  • Nur drei Mal kassierten die Patriots in der Belichick-Ära 41 Punkte. 2005 schafften dies die Chargers, 2012 die 49ers. Zudem war es die zweithöchste Niederlage in dieser Zeit, 2003 fügten die Bills den Pats eine Niederlage mit 31 Zählern Differenz zu.
  • Tom Brady Watch: Noch fehlen 60 Yards auf die 50.000er Passing-Marke. Er wäre der sechste Spieler, der diese erreicht.
  • Die Hälfte hat gerade Aaron Rodgers erreicht. In seinem 98. Spiel. Nur Dan Marino (92), Kurt Warner (97) und Peyton Manning (97) waren schneller.
  • Eli Manning hat in dieser Saison schon fünf Touchdowns innerhalb der Red Zone geworfen. "Schon" deswegen, weil er vergangene Saison auf insgesamt nur sieben kam.
  • Die Philadelphia Eagles sind erst das zweite Team in der Geschichte der NFL, denen ein Punt-Return-TD, ein Return-TD nach geblocktem Punt und ein Interception-Return-TD in einem Spiel gelingt.

In dieser Kategorie lassen sich die NFL-Redakteure von LAOLA1 zu "Bold Predictions" für Woche 5 hinreißen - wie immer ohne Gewähr!

BERNHARD KASTLER über Week 5

  • Seattle at Washington? Sollte das nicht "in" heißen...? So, nach diesem geografischen "Wahnsinns-Gag" zum Spiel. Das erinnert mich an das Playoff-Duell 2012, als RGIII zu RG-Knee wurde. Ohne den wieder verletzten Star werden die Redskins den Champ nun schlagen - und das nach dem Debakel gegen die Giants. Und Cousins erläuft auch noch zwei Touchdowns.
  • Wir bleiben geografisch: Texas-Derby in Dallas. Houston ist zu Gast und hat kein Problem: Denn J.J. Watt wird bei den Boys nun auch einen Rushing Touchdown erzielen, dann hat er sein TD-Sortiment für diese Saison komplett. Watt sonst?
  • Der Anfang kommt zum Schluss: Donnerstag das Rivalen-Duell Green Bay gegen Minnesota im Lambeau Field. Brett Favre wirft die Münze...

PETER ALTMANN über Week 5
  • "Niederlagenserie light" für die Denver Broncos? Ja, denn die Arizona Cardinals gewinnen auch in Colorado - nach Seattle die zweite Pleite en suite gegen ein NFC-West-Team. Und so nebenbei wird es Zeit für den ersten Saison-TD eines gewissen Larry Fitzgerald...
  • Aus unserer beliebten Serie "Spieler trifft auf Ex-Team" diesmal folgende Folge: Alex Smith reist erstmal als Gegner zu den San Francisco 49ers. Nach vielen schwierigen Jahren wird dem nunmehrigen Kansas-City-QB zumindest ein sehr freundlicher Empfang bereitet. Er "bedankt" sich mit für seine Verhältnisse nicht alltäglichen vier TD-Pässen.
  • Licht und Schatten; Wellental der Gefühle; nicht Fisch, nicht Fleisch - man suche sich die passende Floskel für die New York Giants und Atlanta Falcons in dieser Saison aus. Das direkte Duell könnte Aufschluss darüber geben, wohin die Reise geht. Ich habe für diese Partie überhaupt kein Bauchgefühl, aber Eli Manning wirft entweder vier TD-Pässe oder Interceptions. Na gut, ich lege mich fest: Es werden die vier TD-Pässe und ein Giants-Sieg.

Woche AFC NFC
Week 3 San Diego Chargers Arizona Cardinals
Week 2 Denver Broncos Philaldelphia Eagles
Week 1 New England Patriots New Orleans Saints

HEUTE NACH WEEK 4

Unser Blick über den Tellerrand: Mach's gut, Derek Jeter!

Woche AFC NFC
Week 3 Cincinnati Bengals Seattle Seahawks
Week 2 San Diego Chargers Seattle Seahawks
Week 1 Denver Broncos Seattle Seahawks
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