NFL-Powerranking nach Week 6

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Da war es nur noch ein Team…

Super-Bowl-Champion Green Bay Packers ist die einzige verbliebene ungeschlagene Mannschaft in einer NFL-Saison, deren Charakteristikum bislang der „Aufstand der Underdogs“ ist.

Einige passionierte Loser-Truppen wie Detroit, San Francisco oder Buffalo haben plötzlich das Sieger-Gen entdeckt und bringen die gewohnte Hackordnung durcheinander.

Drei Wochen nach Teil 1 des LAOLA1-Powerrankings wagen wir nach sechs absolvierten Spieltagen wieder eine Einschätzung der aktuellen Kräfteverhältnisse in der besten Football-Liga der Welt.

(Anmerkung: In Klammer befindet sich die Platzierung des jeweiligen Teams im Powerranking nach Week 3)

1 (1) GREEN BAY PACKERS (6 Siege – 0 Niederlagen): Souverän, souveräner, Green Bay. Der Titelverteidiger dominiert die Liga bislang nach Belieben. Die Präzision, mit der Quarterback Aaron Rodgers (17 TD-Pässe, 3 Interceptions) und Co. ihre Kontrahenten zerlegen, beeindruckt. Ein Blick auf den Schedule verrät, dass abseits der Auswärtsfahrt nach San Diego und der beiden Duelle mit Detroit alles andere als Unmenschliches auf die Jungs aus der Käse-Stadt wartet. Am Weg zur „undefeated season“? Ein Kritikpunkt sei abermals erwähnt: Die Passverteidigung ist die zweitschlechteste der Liga. Klar, die Gegner müssen es gegen Green Bay verstärkt durch die Luft versuchen. Dennoch ist diese vermeintliche Schwäche eine Gefahr, sobald der eigene Offense-Motor einmal nicht wie geschmiert läuft…

2 (3) BALTIMORE RAVENS (4-1): Man will ihn nicht überstrapazieren, den Spruch mit der Offense, die Spiele gewinnt, und der Defense, die Titel gewinnt. Nun gilt Baltimore seit vielen Jahren als Defense-Hochburg, in dieser Saison wirkt die Abwehr aber noch einen Tick brutaler und hammerhärter. Gerade einmal 14,2 Punkte ließen die Ravens bislang zu. Zuletzt wurden mit den New York Jets und Houston zwei der besseren AFC-Teams klar in die Schranken gewiesen. Zudem stimmt die Balance. Denn die Offense um Joe Flacco und den bärenstarken Running Back Ray Rice klickt ebenfalls (29,6 Punkte im Spiel). New England hin, New England her – aktuell scheint die Truppe von Head Coach John Harbaugh das beste Gesamt-Package der AFC zu haben.

3 (2) NEW ENGLAND PATRIOTS (5-1): Baltimore hin, Baltimore her – an New England wird der AFC-Vertreter in der Super Bowl erst einmal vorbei müssen. Auch wenn es Jammern auf allerhöchstem Niveau ist: Unmachbar erscheint dies nicht. Die Offense um Tom Brady gleicht zwar nach wie vor einem Feuerwerk, beim Quarterback-Superstar schlichen sich zuletzt jedoch einige Konzentrationsmängel ein (schon 8 Interceptions). Und dass die Passverteidigung die mit Abstand schlechteste der Liga ist, ist alles, nur keine Hilfe. Dallas hat in Woche 6 schon angeklopft, nur 22 Sekunden fehlten zum sensationellen Auswärtssieg.

4 (4) NEW ORLEANS SAINTS (4-2): Das unerwartete 20:26 in Tampa Bay schmerzt. Dieser Ausrutscher sollte jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass New Orleans zu den heißesten Aktien in der NFC gehört. Beim Gastspiel in Florida gönnten sich Quarterback Drew Brees (3 Interceptions) und das Laufspiel ein Blackout, alles in allem ist der Angriff der Saints jedoch teuflisch gut. Tight End Jimmy Graham ist am besten Weg zur Einreihung in die Kategorie Superstar.

5 (21) SAN FRANCISCO 49ERS (5-1): „Zwickt’s mi, i man i tram!“ Niners-Fans müssten dieser Tage diesen Ambros-Klassiker auf den Lippen haben. Philadelphias „Dream Team“ auswärts niedergerungen, Tampa Bay 48:3 weggeschossen, Detroit auswärts von Wolke sieben geholt – die vergangenen drei Wochen glichen in der Tat einem Traum. Hauptverantwortlich: Der neue Head Coach Jim Harbaugh, der dieser Loser-Franchise der Nuller-Jahre im Rekordtempo Selbstvertrauen einflößte. Insider behaupten: Harbaugh versteht es besser, Mike Singletary zu sein, als Singletary selbst. Schon der grandios gescheiterte Albtraum-Coach wollte auf eine dominante Defense und wuchtiges Laufspiel setzen – es blieb beim Versuch, unter Harbaugh funktioniert plötzlich beides. Vor allem die Defense agiert aktuell in Topform. Doch bei aller Euphorie unter San Franciscos Anhängern sei weiterhin Skepsis erlaubt. Denn die NFL ist eine Pass-Liga, und wer möchte so gesehen – den bislang zugegeben soliden – Alex Smith auf der Quarterback-Position haben…?

Die Pittsburgh Steelers feiern bislang hauptsächlich Arbeitssiege

6 (7) DETROIT LIONS (5-1): Wer weiß, vielleicht hat die knappe Niederlage gegen San Francisco letztlich sogar etwas Gutes. Denn nach saisonübergreifend acht Siegen in Folge wusste man in Motown gar nicht mehr, wie sich Niederlagen anfühlen – und bedenkt man die jüngere Vergangenheit der Lions klingt dies zurecht wie ein Treppenwitz. Der kometenhafte Aufstieg Detroits ist bislang so etwas wie die Story des Jahres. Aktuell schwer vorstellbar, dass sie nicht mit einem Happy End (erste Playoff-Teilnahme seit 1999) endet. Vermutlich jedoch als Wild-Card-Team, denn in der NFC North an Green Bay vorbeizukommen, ist eine Herkulesaufgabe für Calvin „Megatron“ Johnson und Co.

7 (8) SAN DIEGO CHARGERS (4-1): Reichlich unspektakulär, was die Kalifornier bislang ablieferten. Mit Minnesota, Kansas City, Miami und Denver wurde bisher lediglich NFL-Fallobst besiegt, und das nie sonderlich deutlich. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass die Chargers als notorische Spätstarter gelten, die meist erst im November und Dezember zu ihrer Form finden. Über das Potenzial San Diegos muss man ohnehin kaum diskutieren. In den kommenden drei Wochen warten mit dem Gastspiel bei den Jets und der Heimpartie gegen Green Bay zwei Prüfsteine, nach denen man die 2011er-Version der Chargers besser einschätzen können wird.

8 (10) PITTSBURGH STEELERS (4-2): Zach – so lässt sich die Saison der Steelers bislang beschreiben. Schön anzusehen ist es wahrlich nicht, was Pittsburgh bislang fabriziert. Aber allen Widrigkeiten zum Trotz hält sich der Schaden bislang in Grenzen. Genauso wie die Leistungsfähigkeit so mancher Kontrahenten – Seattle, Indianapolis oder Jacksonville muss man trotz Verletzungsproblemen besiegen. Und davon hat der sechsfache Super-Bowl-Champ genügend, vor allem der Ausfall von Linebacker James Harrison schmerzt. So gesehen war immerhin das 38:17 gegen Tennessee ein Statement.

9 (9) BUFFALO BILLS (4-2): Das nennt man wohl ein Wechselbad der Gefühle. Knappe Pleiten in Cincinnati und bei den New York Giants, dazwischen Philadelphias Star-Ansammlung besiegt. Die beiden Niederlagen zeigen, dass Buffalos Aufwärtstrend noch auf wackligen Beinen steht. Dennoch kann man inzwischen getrost behaupten: Buffalo ist ebenso wie Detroit – wie es so schön heißt – „for real“!

10 (15) TAMPA BAY BUCCANEERS (4-2): Charaktertest bestanden! Eine Woche nach einem schwer zu verdauenden 3:48-Debakel in San Francisco zu Hause New Orleans niederzuringen, verdient gewaltigen Respekt. Die jungen Bucs haben in dieser Saison bislang nur gegen Detroit und die 49ers verloren, was aus aktuellem Blickwinkel keine Schande ist. Dafür wurden in einer der toughesten Divisions überhaupt bereits Atlanta und New Orleans besiegt. Tampa Bay bleibt das „Dark Horse“ der NFC South.

11 (6) HOUSTON TEXANS (3-3): Gut, in Baltimore kann man verlieren, aber die Pleite in der Woche zuvor vor eigenem Publikum gegen Oakland tut weh – ebenso wie der vorübergehende verletzungsbedingte Ausfall von Receiver-Superstar Andre Johnson. Dennoch bleibt es dabei: Die AFC South liegt in den Händen der Texaner, die sich wohl nur selbst um ihre erste Divisions-Krone bringen können. Am Sonntag folgt das richtungsweisende Duell mit dem einzigen erstzunehmenden Konkurrenten Tennessee.

12 (5) NEW YORK JETS (3-3): Talfahrt gestoppt! Mit einem Pflichtsieg gegen die inferioren Dolphins hat der selbst ernannte Titelanwärter nach drei Pleiten in Folge seinen freien Fall aus dem Kreis der Topfavoriten gestoppt. Keine Frage: Die „Gang Green“ ist vom Potenzial her gut genug, wieder dorthin zurückzukehren. Aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass sich die Mannen von Head Coach Rex Ryan derzeit zu viel mit Nebensächlichkeiten und kabineninternen Scharmützeln beschäftigen. Keine Ablenkung bieten indes die nächsten Gegner San Diego (h), Buffalo (a) und New England (h). In drei Wochen sollten wir wissen, ob der Traum vom Super Bowl weiter lebt oder diese Saison ein Schuss ins eigene Knie war.

McFadden überzeugt bei den Raiders

13 (16) OAKLAND RAIDERS (4-2): Eine Saison in Memoriam Al Davis. Der kürzlich verstorbene Owner der Raiders ist eine der bedeutendsten Figuren der NFL-Geschichte, wenngleich in den letzten Jahren nicht unumstritten. Davis liebte das Drama, seine Raiders bieten es ihm heuer. Der Sieg in Houston unmittelbar nach dem Tod des Big Boss war an Emotion kaum zu überbieten. Die mit Abstand größte Waffe der Kalifornier ist ihr Laufspiel rund um Darren McFadden (im Schnitt 160 Yards pro Spiel). Stehen und fallen wird Oaklands Saison jedoch mit der Entscheidung, nach der Schulterverletzung von Quarterback Jason Campbell teuer für Carson Palmer zu traden. Head Coach Hue Jacksons Devise bei diesem Deal: „Heuer ist unser Jahr.“ Schaumermal…

14 (14) NEW YORK GIANTS (4-2): Wer soll sich da noch auskennen? Erst unfassbar gegen Seattle blamiert, dann immerhin Buffalo niedergerungen. Man kann es positiv formulieren: Wenn den Giants niemand etwas zutraut, wissen sie zu überraschen. Der negative Blickwinkel lautet: Mit dieser Inkonstanz kommt das Team aus dem „Big Apple“ nicht vom Fleck.

15 (13) DALLAS COWBOYS (2-3): Der Tabellenstand in der NFC East trügt. Es mag zum aktuellen Zeitpunkt eine gewagte Prognose sein, aber gut möglich, dass das Duell um die Division-Krone am Ende Dallas vs. Philly lautet – mit nicht so schlechten Karten für die Texaner. Die bisherigen Niederlagen passierten gegen Top-Teams (New York Jets, Detroit, New England) – und das jeweils hauchdünn. Gerade der Auftritt bei den Patriots am vergangenen Wochenende war vielversprechend. Nun warten einige Pflichtsiege gegen schwächere Teams. Bekommen die Cowboys ihre Verletzungssorgen und Wankelmütigkeit in den Griff, ist noch einiges drinnen.

16 (12) ATLANTA FALCONS (3-3): Das beste NFC-Team der Vorsaison hat bereits gleich viele Niederlagen am Konto wie 2010, und nun wartet der schwere Gang nach Detroit. Noch sind die Playoffs alles andere als außer Reichweite, ihr Erreichen wird jedoch eine schwierige Geburt. Vor allem Quarterback Matt Ryan versprüht bislang wenig Zauber. Dafür kommt Running Back Michael Turner langsam in die Gänge.

17 (20) TENNESSEE TITANS (3-2): Geht da was? Viel hat man von den Titans in dieser Saison nicht erwartet, aber womöglich ist es die Truppe um Oldie-Quarterback Matt Hasselbeck, die in der AFC South die Verletzungspause von Indy-Genie Peyton Manning nützt und nicht das favorisierte Houston. In Woche 7 steigt das direkte Duell. Mit einem Heimsieg könnte man die Texans gewaltig unter Druck setzen.

18 (11) PHILADELPHIA EAGLES (2-4): Die Negativ-Story des Jahres! Hohn und Spott ernteten die Eagles – zurecht - jede Menge. Es fällt schwer, sich diverse „Dream-Team“- oder Albtraum-Wortspiele zu verkneifen. Fakt ist jedoch: Durch den Sieg in Washington ist diese bislang so epochal verkorkste Saison noch nicht abgeschrieben, die Konkurrenz in der für gewöhnlich starken NFC East erscheint heuer nicht übermächtig. Gut möglich, dass Philly doch noch in den Playoffs aus diesem merkwürdigen Traum aufwacht.

19 (17) CHICAGO BEARS (3-3): Licht und Schatten. Man lehnt sich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, dass die Bears in diesem Jahr nicht erneut im NFC-Endspiel stehen werden. Noch dazu mit der Division-internen Konkurrenz von Green Bay und Detroit. Ein kompletter Verhau ist diese Spielzeit jedoch auch nicht - gerade Running Back Matt Forte agiert in Überform, mit 908 Total Yards führt er die NFL an. Für Diskussionen sorgt weiter Jay Cutler. Der umstrittene Quarterback agiert jedoch hinter einer brüchigen O-Line und musste bereits 19 Sacks hinnehmen. Nur der arme Sam Bradford in St. Louis ging noch öfter zu Boden (21)…

Cincinnati (Bild: Andy Dalton) gehört bisher zu den positiven Überraschungen

20 (26) CINCINNATI BENGALS  (4-2): Hut ab, drei Siege seit dem letzten LAOLA1-Powerranking. Nun ziert, abgesehen von Buffalo, nicht gerade die Elite der Liga die Abschussliste der Bengals, aber immerhin: Die Defense ist aller Ehren wert, und die Offense um hoffnungsvolle Youngsters wie Quarterback Andy Dalton und Receiver A.J. Green liefert Talentproben ab. Die Playoffs wären für dieses Team im Umbruch eine Mega-Sensation, aber in Cincinnati darf man wieder auf bessere Zeiten hoffen. Vor allem, weil man mit dem Trade von Carson Palmer nach Oakland den Jackpot knackte (ein Erstrunden- und ein Zweitrunden-Draft-Pick).

21 (18) WASHINGTON REDSKINS (3-2): Machen wir es kurz: Hut ab vor den bisherigen Leistungen, aber weder mit Rex Grossman noch mit John Beck auf der Quarterback-Position gewinnt man in der NFL einen Blumentopf. Ersterer bot zwar einige ungewohnte Genieblitze, zeigte aber spätestens mit den vier Interceptions gegen Philadelphia sein wahres Gesicht. Nun bekommt Beck seine Chance. Auch bei ihm ist bis zum Beweis des Gegenteils Skepsis erlaubt. Positiv vermerkt sei die unprätentiöse Herangehensweise der als großkotzig geltenden Hauptstädter in der Saison.

22 (29) SEATTLE SEAHAWKS (2-3): Man kann vom Spielermaterial in Seattle halten, was man will, aber Pete Carroll ist ein großartiger Head Coach, der aus diesem bestenfalls durchschnittlichen Kader das Maximum herausholt. Der Sieg bei den New York Giants war ein Aufsehen erregendes Statement, in der Woche davor musste man sich Atlanta nur hauchdünn 28:30 geschlagen geben. Was kommt da noch…?

23 (23) CAROLINA PANTHERS (1-5): Die Siegbilanz betreffend vielleicht ein wenig zu hoch platziert, aber Carolina macht wieder Spaß. Quarterback Cam Newton, der designierte Rookie of the Year, kann sich ohne Druck spektakulär austoben. Wenn er beginnt, auch noch das eine oder andere Spiel zu gewinnen, gibt es noch mehr Lob. Dieser Hinweis geht jedoch hauptsächlich an die schreckliche Defense, die 27,2 Punkte pro Spiel zulässt.

24 (19) CLEVELAND BROWNS (2-3): Eine Enttäuschung. Den Browns hätte man in dieser Saison mehr zugetraut. Um den nächsten Schritt zu machen, ist es zwingend notwendig, Gegner in Reichweite (wie Cincinnati oder Tennessee) zu besiegen. Zudem sorgt die Situation um den unzufriedenen Star-Running-Back Peyton Hillis für Irritationen.

25 (32) KANSAS CITY CHIEFS (2-3): Da schau her! Nach dem entsetzlichen Start mit drei teils heftigen Niederlagen rangen die Chiefs Minnesota und Indianapolis nieder. Die Saison ist wohl nicht mehr zu retten, auch aufgrund der Verletzungen von Schlüsselspielern wie Running Back Jamaal Charles, aber diese Performances zeugen zumindest von Charakter.

Kann Tim Tebow seine Chance nutzen?

26 (25) DENVER BRONCOS (1-4): Diese Saison haben die Verantwortlichen in Colorado längst aufgegeben, das beweist der Trade des besten Receivers, Brandon Lloyd, nach St. Louis. Die Frage aller Fragen lautet daher: Hat Tim Tebow das Zeug zum Starting-Quarterback in der NFL? Der umstrittene College-Charismatiker darf sich ab sofort als Starter beweisen. Spannend!

27 (24) MINNESOTA VIKINGS (1-5): Die Ära von Quarterback Christian Ponder beginnt. Head Coach Leslie Frazier hatte keine andere Wahl, als den alternden Fehlgriff Donovan McNabb durch den Erstrunden-Draft-Pick zu ersetzen. „Das heißt aber nicht, dass ich diese Saison aufgebe“, betont Frazier. Was denn sonst?  Im hohen Norden hat die Zukunft begonnen, die Gegenwart ist trist genug…

28 (22) ARIZONA CARDINALS (1-4): Ließ Philadelphia Kevin Kolb ziehen, weil man wusste, dass er kein „Winner“ ist? Bislang hat der neue Quarterback den Gewinner in sich noch nicht entdeckt. Die Cardinals zeigen vernünftige Ansätze, allerdings leider nur phasenweise – und nun warten Pittsburgh und Baltimore…

29 (31) JACKSONVILLE JAGUARS (1-5): Wie konnte dieses grottenschlechte Team in Woche 1 Tennessee besiegen? 2011 geht es nur noch um zwei Dinge. Erstens: Wie schlägt sich Quarterback Blaine Gabbert? Bislang hatte der Rookie wenig Spektakuläres anzubieten. Zweitens: Del Rio sollte seine letzten zehn Spiele als Jaguars-Head-Coach genießen. Alles andere als eine Entlassung am Saisonende käme überraschend.

30 (27) INDIANAPOLIS COLTS (0-6): Wie man die noch sieglosen Teams reiht, ist Geschmacksache – mies sind sie heuer alle. Bei Indy kennt man wenigstens mit dem Fehlen von Peyton Manning den Hauptgrund für die Misere. Wobei sich Ersatzmann Curtis Painter eigentlich erstaunlich gut schlägt. Alles in allem nehmen sich die Colts heuer eine klassische Auszeit, für die sie auch noch mit dem Einser-Draft-Pick belohnt werden könnten…

31 (28) MIAMI DOLPHINS (0-5): Abgesehen vom Wetter ist in Miami alles schlecht, was schlecht sein kann. Reggie Bush ist bislang ein Bust, dass die Saison von Quarterback Chad Henne verletzungsbedingt vorbei ist, muss nicht einmal als Schwächung angesehen werden. Das größte Problem der Dolphins befindet sich mutmaßlich jedoch nicht einmal auf dem Spielfeld. Stephen Ross ist einfach ein schlechter Owner, auch das sollte einmal gesagt weden…

32 (30): ST: LOUIS RAMS (0-5): Nun ist die Idee, Quarterback-Juwel Sam Bradford endlich mit einem Receiver, der diese Bezeichnung auch verdient, auszustatten, nicht die schlechteste. Aber warum traden die Rams für einen Akteur wie Brandon Lloyd erst jetzt, wo die Saison schon verloren ist? Quasi als Ironie des Schicksals droht Bradford nun auch noch mit einer Fußgelenksverletzung auszufallen. Allzu viel hat das Spielmacher-Talent bislang ohnehin nicht gezeigt. Gerade einmal 49 Punkte hat die Offense bislang erst produziert.

Peter Altmann

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