NFL-Powerranking nach Week 14

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Es weihnachtet. Für NFL-Freunde heißt dies nicht nur Vorfreude auf das Christkind, sondern auch auf die Bescherung namens Playoffs.

Die Fans welcher Teams das Postseason-Packerl öffnen dürfen, kristallisiert sich immer mehr heraus.

Zwei Wochen nach dem letzten LAOLA1-Powerranking ist es wieder an der Zeit, die aktuellen Kräfteverhältnisse in der NFL einzuordnen.

(Anmerkung: In Klammer befindet sich die Platzierung des jeweiligen Teams im Powerranking nach Week 12)

1 (1) GREEN BAY PACKERS (13 Siege – 0 Niederlagen): Überraschung! So geteilter Meinung man über die Leistungsstärke der übrigen 31 Teams sein kann, an den "Hitparadenstürmern" aus Green Bay führt in dieser Saison bislang kein Weg vorbei. Deshalb zieren sie auch in der fünften Ausgabe des LAOLA1-Rankings die Spitze. Das Restprogramm – Kansas City (auswärts), Chicago und Detroit (beide zu Hause) – macht eine 16-0-Saison durchaus realistisch. Wichtig zu sehen war in den vergangenen zwei Wochen, dass der Super-Bowl-Champ nicht nur vorne wegziehen kann, sondern wie beim 38:35 bei den New York Giants auch in kritischen Situationen die Nerven behält.

2 (2) BALTIMORE RAVENS (10-3): In der AFC halten sage und schreibe vier Teams bei einer Bilanz von zehn Siegen und drei Niederlagen. Wohl eine Geschmackssache, welches Team man aus diesem Quartett favorisiert. Wir setzen weiter auf Baltimore, das in den letzten beiden Wochen zwei Pflichtsiege gegen Cleveland und Indy (jeweils 24:10) eingefahren hat, womit die Anfälligkeit gegen Underdogs abgelegt wurde. Eine nicht allzu erfreuliche Statistik sei erwähnt: Quarterback Joe Flacco hat nur in zwei der 13 Saison-Spiele keinen Turnover produziert (beim Opener gegen Pittsburgh und gegen San Francisco). Konzentrationsschwächen, die er bis zu den Playoffs in den Griff bekommen sollte…

3 (4) NEW ORLEANS SAINTS (10-3): Alles spricht von der spektakulären Offense, doch beim 22:17 in Tennessee setzte auch die Defense ein Ausrufezeichen, als das Angriffsspiel erst im Schlussviertel aufwachte. Ungewohnt spät, denn im Schatten der Monster-Saison von Aaron Rodgers bastelt Drew Brees an einer der besten Spielzeiten, die jemals ein NFL-Quarterback hingelegt hat. Seine bis dato 4368 Passing-Yards toppen den Green Bay-Star (4125), womit er der Favorit ist, den heuer wohl fälligen Uraltrekord von Dan Marino (5084 Yards) auszulöschen. Der Steinzeitrekord von Johnny Unitas – 47 Spiele in Folge mit Touchdown-Pass – wird sich heuer nicht mehr ausgehen. Gegen Tennessee knackte Brees aber wenigstens als zweiter QB der Geschichte die 40er-Grenze. Wer wünscht sich nicht - analog zum Season-Opener - einen NFC-Showdown Green Bay gegen New Orleans? Was für ein Spektakel dies werden könnte…!

4 (6) PITTSBURGH STEELERS (10-3): Die drei Niederlagen des sechsfachen Super-Bowl-Champs in dieser Saison? Zwei Mal Baltimore und in Houston – also gegen die absolute Elite. Gegen den Rest der Liga gaben sich der Verletzungen tapfer trotzende Quarterback Ben Roethlisberger und Co. keine Blöße. Die Stütze ist wie gewohnt die hammerharte Defense (nur 19 Gegenpunkte in den letzten drei Partien), aber auch der Passangriff macht mit den starken Receivern Mike Wallace und Antonio Brown Spaß. Dieser stellt auch die traditionelle Offensiv-Stärke, das Laufspiel, klar in den Schatten. Running Back Rashard Mendenhall hat in dieser Saison erst einmal die 100-Yards-Marke übertroffen.

Durststrecke beendet! San Francisco ist wieder ein Playoff-Team

5 (5) NEW ENGLAND PATRIOTS (10-3): Rodgers und Brees wurden bereits abgefeiert, jetzt ist Brady dran. Mit 4273 Yards mischt er munter in der Jagd auf den Marino-Rekord mit. Viel wichtiger: In den letzten Wochen hat der Superstar seine ungewohnte Fehleranfälligkeit der ersten Saison-Hälfte abgestellt. Zehn Interceptions in den ersten acht Matches ließ er nur eine einzige in den nächsten fünf folgen – bei gleichzeitig 13 Touchdown-Pässen. Diese unterlief ihm jüngst beim 34:27-Warnschuss in Washington samt folgendem Schreiduell mit Offensive Coordinator Bill O’Brien – das nennt man wohl Jammern auf hohem Niveau. Neben Star-Receiver Wes Welker ist Rob Gronkowski die Lieblings-Anspielstation Bradys. „Gronkenstein“, wie manche das unstoppbare „Monster“ bereits nennen, ist nicht nur eine der spektakulärsten Erscheinungen dieser Saison, sondern stellte mit bis dato 15 Touchdowns einen neuen Rekord für Tight Ends auf. Über die anfällige Defense der Patriots schweigen wir diesmal – fast zumindest…

6 (8) HOUSTON TEXANS (10-3): Happy Playoffs! Mörder-Defense hin, sensationelles Laufspiel her: Der größte Vorzug der Texaner am Weg zur erstmaligen Postseason-Qualifikation scheint ihr Charakter zu sein. Wie dieses Team bislang zahlreiche Rückschläge weggesteckt hat, verdient Bewunderung. Nach den Star-Spielern Mario Williams und Andre Johnson (zeitweilig) gingen mit Starter Matt Schaub und Backup Matt Leinart gleich zwei Quarterbacks k.o. Nobody T.J. Yates nutzte in seinen ersten beiden NFL-Starts überraschend seine Chance und setzte mit Atlanta und Cincinnati zwei starke Gegner Schach matt. Ein Kompliment  gilt Head Coach Gary Kubiak, der vor der Saison durchaus als Wackelkandidat galt.

7 (3) SAN FRANCISCO 49ERS (10-3): Happy Playoffs II! Nach neun langen Jahren dürfen sich die Fans in San Francisco wieder auf Postseason-Football freuen. Mit der Niederlage in Arizona setzte es für das Überraschungs-Team jedoch einen herben Dämpfer. In den verbleibenden drei Partien sollten die Kalifornier ob der höher einzuschätzenden Konkurrenz in der NFC (vor allem New Orleans!) bemüht sein, das Freilos in der ersten Playoff-Runde zu sichern. Leicht wird es nicht, denn am kommenden Montag ist Pittsburgh zu Gast. Statistikfreunde werden aufmerksam verfolgen, ob es den Niners tatsächlich gelingt, eine komplette Saison ohne Rushing-Touchdown des Gegners zu überstehen. Zum Vergleich: Den nächstbesten Wert in dieser Kategorie hält Miami mit fünf…

8 (16) DENVER BRONCOS (8-5): „Nein, das ist kein Glück! Mit Glück gewinnst du nicht sechs Spiele in Folge. Das liegt an Gottes Gewogenheit!“ Gut, dass sich Tim Tebows Pastor Wayne Hanson nicht lange mit übernatürlichen Phänomenen wie Glück aufhält. Um es nüchtern-irdisch zu analysieren: Wie auch immer Tebow gewinnt, er gewinnt (siehe LAOLA1-Story). Eine sachliche Erklärung, wie es möglich ist, sechs Spiele in Folge zu gewinnen, obwohl man die ersten drei Viertel meist unterirdisch spielt, dafür aber im Schlussabschnitt stets außerirdisch, gibt es nicht. Fakt ist: Abseits von Tebow agieren die Defense himmlisch und Kicker Matt Prater göttlich. Und das Laufspiel um Willis McGahee ist für viele Gegner die Hölle auf Erden. Sagen als nächstes die Patriots Amen? Die Pforte zum Paradies namens Playoffs ist jedenfalls weit offen…

9 (15): NEW YORK JETS (8-5): Jahr für Jahr gibt es sie. Jene Teams, die bereits im Dezember auf Playoff-Modus umschalten müssen, eher knapp in die Postseason rutschen und dafür dort umso gefährlicher sind. Man frage nach bei den Green Bay Packers der Saison 2010. Eine Niederlage durfte sich die „Gang Green“ nach ihrem zweiten Zwischentief in dieser Saison (Pleiten gegen New England und Denver) kaum mehr leisten. Bislang hielten Mark Sanchez und Co. diesem Druck relativ souverän stand. Mal schauen, was das Christkind am Heiligen Abend im Stadt-Derby gegen die Giants parat hält. Dieses Matchup verspricht ein Knüller zu werden!

10 (7): ATLANTA FALCONS (8-5): Für die Falcons gilt Ähnliches wie für die Jets. Schritt eins: Erst mal in die Playoffs rutschen. Schritt zwei: Klappt dies, ist in der Postseason alles möglich. Denn die Qualität stimmt in Atlanta fraglos. Zudem hat das Team um Matt Ryan nach der letztjährigen Playoff-Enttäuschung als topgesetztes NFC-Team einiges gut zu machen. Von den verbleibenden drei Spielen sind Jacksonville und Tampa Bay Pflichtsiege, als heikel dürfte sich jedoch das Gastspiel in New Orleans erweisen.

11 (12) DETROIT LIONS (8-5): Sie wird immer konkreter, die erste Playoff-Qualifikation seit 1999. Und man kann den Schützlingen von Head Coach Jim Schwartz viel vorwerfen, nur nicht dass sie nicht wie die „Löwen“ darum kämpfen. Leider übertreiben sie es dabei bisweilen. Nach Ndamukong Suhs stupidem Fußtritt beim Packers-Spiel benahmen sich einige Lions-Akteure auch bei der Niederlage in New Orleans daneben. Nun warten Oakland (a), San Diego (h) und Green Bay (h). Anspruchsvoll!

Cruz und Nicks überzeugen

12 (13) NEW YORK GIANTS (7-6): Es kam, wie es kommen musste. Nach hervorragendem Saison-Start wurden die Giants mit vier Pleiten en suite Opfer ihres schweren Spielplans. Wer jedoch Green Bay an den Rand der ersten Niederlage bringt und im Spiel darauf den Divisions-Showdown in Dallas in einem wahren Spektakel gewinnt, verfügt über eine gewisse Qualität. Vor allem Quarterback Eli Manning (bereits 4105 Passing Yards) legt unterstützt von Shootingstar Victor Cruz und Hakeem Nicks die vermutlich beste Saison seiner Karriere hin. Die New Yorker haben ihr Playoff-Schicksal in der eigenen Hand, mit dem Derby gegen die Jets und dem „Rückspiel“ gegen Dallas jedoch weiter keinen angenehmen Schedule.

13 (17) TENNESSEE TITANS (7-6): Manchmal kann man auch durch Niederlagen Respekt gewinnen. Es war schon aller Ehren wert, wie sich die Titans lange Zeit dem Angriffszauber der Saints entgegenstellten. Als großer Vorteil könnte sich erweisen, dass hinter dem fragilen Starting-Quarterback Matt Hasselbeck mit Rookie Jake Locker ein Talent wartet, das in seinen ersten Auftritten einen hervorragenden Eindruck hinterließ. Von einem solchen Backup träumt zum Beispiel ein ambitioniertes Team wie Chicago. Gut möglich, dass Tennessee in die Playoffs rutscht. Mit Indy und Jacksonville warten Pflichtsiege, ehe es zum Showdown nach Houston geht.

14 (14) CINCINNATI BENGALS (7-6): Vier Niederlagen in den vergangenen fünf Spielen: Auf dem ersten Blick geht dem Überraschungsteam die Luft aus. Dass die Pleiten gegen Pittsburgh (zwei Mal), Baltimore und zuletzt hauchdünn und in letzter Sekunde gegen Houston (19:20) passierten, relativiert den vermeintlichen Einbruch. Egal, ob es mit den Playoffs klappt oder nicht: Diese Saison ist ein Erfolg. Der vor Saisonbeginn angezählte Head Coach Marvin Lewis hat seinen Kopf aus der Schlinge gezogen, angeführt von Andy Dalton und A.J. Green warten goldene Jahre. Heuer könnte eine Division mit Steelers und Ravens noch eine Nummer zu groß gewesen sein.

15 (29) ARIZONA CARDINALS (6-7): Jaja, die NFC West. Im Schatten von San Francisco mischen plötzlich auch Arizona und Seattle munter beim „Zwergenaufstand“ der jahrelang belächelten Division mit. Die Cardinals haben fünf ihrer letzten sechs Matches gewonnen, dabei in den letzten beiden Wochen immerhin Dallas und San Francisco besiegt. Die Defense hat enorme Fortschritte gemacht, und Larry Fitzgerald, der die 49ers mehr oder weniger im Alleingang besiegte, ist einfach einer der allerbesten Receiver der Liga. Was geht da noch?

Marshawn Lynch stellt die Seattle Seahawks auf den Kopf

16 (11) DALLAS COWBOYS (7-6): Alle Wege führen ebenso nach Rom, wie Tony Romo und Co. nur zu gern einen Weg finden, es selbst zu vermasseln. Wobei der Quarterback an dieser Stelle mal außer Streit gestellt sei, er spielte bei den beiden unfassbar bitteren Pleiten gegen Arizona und die Giants (vier TD-Pässe, keine Interception) durchaus gut. In Frage gestellt sei jedoch Head Coach Jason Garrett. Wenn sein dümmliches Icen des eigenen (!) Kickers gegen die Cardinals am Ende die Playoffs kostet, dann gute Nacht!

17 (24) SAN DIEGO CHARGERS (6-7): Na also, es geht doch! Es wäre nicht das erste Mal, dass sich die Kalifornier mit einem unwiderstehlichen Lauf am Saisonende in die Playoffs mogeln. In der wenig konstanten AFC West erscheint dies auch heuer möglich. In den letzten beiden Begegnungen – Kantersiege gegen Jacksonville (38:14) und Buffalo (37:10) – verbargen die Chargers ihr hässliches Antlitz, das sie während ihrer sechs Partien dauernden Niederlagen-Serie offenbarten, geschickt. Nun wartet das Schlüsselspiel gegen Baltimore.

18 (28) SEATTLE SEAHAWKS (6-7): Siehe Arizona. Vier Siege in den letzten fünf Spielen sind aller Ehren wert! Running Back Marshawn Lynch, der nach verhaltenem Saisonstart seit Anfang November förmlich explodiert ist, gehört zu den Männern der Stunde in der NFL. Für den angeschlagenen Ruf der NFC West tut Seattle genau wie San Francisco und Arizona aktuell einiges.

19 (10) CHICAGO BEARS (7-6): Wie schade um eine vielversprechende Saison! Erst Quarterback Jay Cutler verloren, dann mit Running Back Matt Forte das eigentliche Um und Auf der Offense. Diesen Substanzverlust konnte das Team aus der „Windy City“ nicht auffangen, wie drei Pleiten in Folge gegen durchaus schlagbare Gegner beweisen. Mit Caleb Hanie sind die Bears vor allem auf der Position des Backup-Quarterbacks nicht adäquat besetzt. Auch wenn die Niederlage gegen Denver Pech (oder Gott?!?) geschuldet war, hat es der 26-Jährige bislang vergeigt.

20 (9) OAKLAND RAIDERS (7-6): Wer soll sich da noch auskennen? Die Raiders pendeln im Zwei-bis-drei-Wochen-Rhythmus zwischen Genie und Wahnsinn. In den letzten beiden Wochen war wieder der absolute Wahnsinn angesagt. Es wäre eines Playoff-Teams unwürdig, sich so hilflos zu präsentieren wie beim 14:34 in Miami und beim 16:46 in Green Bay. Vom Spielermaterial her wäre Oakland durchaus ein Playoff-Team. Leider agiert der Retter in der Not, Quarterback Carson Palmer, sehr launenhaft. Aber vom bisherigen Saisonverlauf ausgehend, ist es nicht auszuschließen, dass die Kalifornier noch einmal die Kurve kratzen. In der schwachen AFC West rangiert man „nur“ einen Sieg hinter Denver.

21 (20) PHILADEPHIA EAGLES (5-8): Lassen die Eagles heuer eigentlich irgendeine Peinlichkeit aus? Das Theater um den Einsatzwillen von DeSean Jackson bei der Niederlage in Seattle lässt dies unwahrscheinlich erscheinen. Beim Sieg in Miami hat Philly wenigstens Charakter bewiesen. Um den verkorksten Ruf wieder herzustellen, sollten sie dies auch in den verbleibenden drei Partien tun. Denn gegen die Jets und die Cowboys können sie wenigstens noch das Teilnehmerfeld an den Playoffs mitbestimmen.

Miami-Star Reggie Bush kommt in Fahrt

22 (19) MIAMI DOLPHINS (4-9): Bye, bye Tony Sparano! Für einen Coach, der schon nach dem Ende der letzten Saison schwerst angezählt war und heuer die ersten sieben Matches verloren hat, hat sich der 50-Jährige lang gehalten. Der zwischenzeitliche Erfolgslauf spricht einerseits für das durchaus vorhandene Potenzial, andererseits für den Charakter des Teams. Nach dem 10:26 gegen Philadelphia wurde es dem umstrittenen Owner Stephen Ross trotzdem zu bunt.

23 (27) CAROLINA PANTHERS (4-9): Zwei Siege in den letzten drei Spielen. Langsam aber sicher lernen Cam Newton und Co., nicht nur spektakulär, sondern auch effektiv zu spielen. Wenn die Defense nicht gar so schlecht wäre, wäre schon diese Saison mehr drinnen gewesen. Zumindest weiß man, wo man in der Offseason den Hebel anzusetzen hat.

24 (25) WASHINGTON REDSKINS (4-9): New England mehr als gefordert, davor gegen die Jets lange mitgehalten, davor auswärts Seattle besiegt – langsam aber sicher sind Anzeichen der Besserung zu erkennen. Seit sich Head Coach Mike Shanahan spät aber doch entschlossen hat, Roy Helu als Running Back starten zu lassen, dankt es ihm der mit drei 100-Yards-Partien in Folge. Rex Grossman spielt für seine Verhältnisse okay. Im nächstjährigen, an Quarterback-Talenten reichen Draft muss dennoch unbedingt ein neuer Spielmacher her.

25 (23) KANSAS CITY CHIEFS (5-8): Die Chiefs sind ein weiteres Beispiel dafür, dass es kein fundamentaler Fehler wäre, einen fähigen Backup-Quarterback zu haben. Tyler Palkos Performance als Ersatz für Matt Cassel war mehr als bescheiden. Womöglich ein Mitgrund, dass Head Coach Todd Haley gefeuert wurde. Dessen Nachfolger Romeo Crennel setzt entweder auf den lädierten Kyle Orton oder Ricky Stanzi, Hauptsache nicht Palko. Ein Chaos, wie die ganze verkorkste Saison…

26 (18) BUFFALO BILLS (5-8): Was für ein Absturz! Nach fünf Siegen in den ersten sieben Spielen eines der Überraschungsteams, sechs Niederlagen später am Boden zerstört. Neben erheblichen Verletzungssorgen ist vor allem Ryan Fitzpatrick nicht mehr der Alte, seit er einen gut dotierten Vertrag unterschrieben hat.

Colt McCoy bekommt die Offense der Browns nicht in die Gänge

27 (22) CLEVELAND BROWNS (4-9): Dieselbe Leier wie gewohnt: Defense solide (vor allem die Passverteidigung ist ein Hit), die Offense hat die Zündkraft eines Rohrkrepierers. Nach recht vielversprechender Debüt-Saison dürfte Colt McCoy gerade dabei sein, seine Zukunft als Starting Quarterback zu verspielen. Wobei auch seine Receiver nicht gerade Elite sind.

28 (26) MINNESOTA VIKINGS (2-11): Katastrophale Bilanz, trotzdem halbwegs kompetitiv. Und das selbst ohne den verletzten Superstar Adrian Peterson. Gegen Denver hätte man den Sack zu machen müssen, gegen Detroit wäre beinahe ein Comeback gelungen. Die Vikings wurden auch wegen eines harten Schedules unter Wert geschlagen, wobei der Weg zurück zu alter Stärke ebenfalls noch ein weiter ist. Ob Christian Ponder wirklich die Lösung als Quarterback ist, erscheint noch unklar.

29 (30) JACKSONVILLE JAGUARS (4-9): Armer Maurice Jones-Drew! Die besten Karriere-Jahre dieses famosen Running Backs werden in Florida geradezu verschwendet. Der 41-14-Kantersieg gegen Tampa Bay ist nur ein schwacher Trost für eine verkorkste Saison. Unter Neo-Owner Shahid Khan muss der totale Neustart her. Dies könnte auch die Quarterback-Position betreffen. Das wäre zwar kurios, nachdem man für Erstrunden-Pick Blaine Gabbert sogar nach oben tradete. Der erst 22-Jährige präsentierte sich jedoch nicht gerade hoffnungsfroh.

30 (21) TAMPA BAY BUCCANERS (4-9): Was für ein Kollaps! Sieben Pleiten infolge! Die Ausrede mit dem schweren Spielplan zieht nach Debakel gegen Carolina und Jacksonville auch nicht mehr. Die Gefahr ist groß, dass diese Seuchen-Saison den im Grunde vernünftigen Aufbau eines jungen Teams gefährdet. Die ersten Gerüchte, dass es für den talentierten Head Coach Raheem Morris eng wird, gibt es bereits. Ob ein Entlassung eine kluge Entscheidung wäre, sei dahingestellt…

31 (31) ST. LOUIS RAMS (2-11): Klammert man seine Wehwehchen aus, hat sich der mit immensen Vorschusslorbeeren ausgestattete Quarterback Sam Bradford nicht gerade erfreulich weiterentwickelt. Vor allem, wenn man ihn mit aktuellen Rookies wie Cam Newton oder Andy Dalton vergleicht. Sechs TD-Pässe sind einfach zu wenig, auch wenn abgesehen von Brandon Lloyd kaum vernünftige Anspielstationen zur Verfügung stehen.

32 (32) Indianapolis Colts (0-13): Erstens: Schöne Grüße an Dan Orlovsky! Der aktuelle Starting-Quarterback war schon an der 0-16-Saison Detroits beteiligt. Zweitens: Schöne Grüße an Andrew Luck! Die Kombination Peyton Manning/Luck verspricht großes mediales Kino. Und natürlich Quarterback-Kunst auf höchstem Niveau, die diese erbärmliche Saison vergessen macht.

Peter Altmann

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