NFL-Powerranking nach Week 4

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Diese NFL! (Fast) jeder kann (fast) jeden schlagen.

Man sollte den Wert langweiliger Floskeln nicht unterschätzen. Manchmal passen sie auch.

Nur noch zwei Teams sind in der laufenden Saison unbesiegt – und beide haben die Bye-Week schon hinter sich, also eine Begegnung weniger absolviert.

2013 stellte sich die Situation ein wenig anders dar. Gleich fünf Teams standen nach Woche 4 noch ohne Niederlage da – und hatten dabei auch wirklich vier Spiele bestritten.

Die Spitze der NFL ist also wieder enger zusammengerückt? Möglich. Dies heißt jedoch nicht zwangsläufig, dass die bislang dominanten Teams – also Seattle und Denver - ihre Macht abgegeben haben.

Wie aus den vergangenen Saisonen gewohnt, ordnet das LAOLA1-Powerranking in regelmäßigen Abständen die aktuellen Kräfteverhältnisse in der NFL ein. Los geht's!

(Anmerkung: In Klammer befindet sich die Platzierung des jeweiligen Teams im Powerranking nach dem Ende der Regular Season 2013. Fairerweise sei darauf hingewiesen, dass damals die zwölf Playoff-Teilnehmer auf die ersten zwölf Plätze gereiht wurden. Bekanntlich qualifizieren sich in der NFL-Playoff-Arithmetik jedoch nicht zwangsläufig die zwölf stärksten Teams für die Postseason…)

1 (1) SEATTLE SEAHAWKS (2 Siege – 1 Niederlage): Der König bleibt am Thron, aber ein Abdanken ist im Bereich des Vorstellbaren. Zumindest eher als letzte Saison, in der das Team aus Washington einen gefühlten Start-Ziel-Sieg hingelegt hat. Die Niederlage in San Diego zeigte, dass die Seahawks verwundbar sind. Auch in der Super-Bowl-Revanche gegen Denver rettete man sich erst in der Overtime über die Ziellinie. Aber gerade diese Partie zeigte, warum mit dem Champion weiter zu rechnen ist. Die Defense ist nach wie vor top, lange Zeit riss Peyton Mannings Super-Offense gar nichts. Russell Wilson und Co. waren dafür da, als es drauf ankam. Um ein wenig auf hohem Niveau zu jammern: Dennoch wirkte die Seahawks-Offense zuletzt zwar gut, aber nicht übertrieben effektiv. Aber das kann man fixen, gerade wenn man schon früh in Woche 4 die Bye-Week hatte. Derzeit gibt es noch wenig Grund, daran zu zweifeln, dass Seattle ein heißer Kandidat auf die Titelverteidigung ist.

2 (2) DENVER BRONCOS (2-1): Super Bowl? Welche Super Bowl? Für Broncos-Fans hatte der letzte Februar nur 27 Tage (ein Minus-Schaltjahr?), der Tag der doch etwas peinlichen Endspiel-Performance gegen die Seahawks wurde aus dem Gedächtnis gestrichen. Aber, ja liebe Broncos, es wird knapper. In der Höhle des Löwen in Seattle war man letztlich nur einen Münzwurf von einem möglichen Sieg entfernt. Das Aufrüsten der Defense am Free-Agent-Markt machte sich bislang bezahlt, so hat etwa die Verpflichtung von DeMarcus Ware dem Pass Rush gut getan, ebenso wie die Genesung des am Ende der Vorsaison schmerzlich vermissten Von Miller. Offensiv hat sich Emmanuel Sanders flott als Ersatz für Eric Decker eingefügt. Im Laufspiel gibt es ohne Knowshon Moreno jedoch noch Steigerungsbedarf. Mit im Schnitt 75,3 Yards findet man sich ligaweit im hinteren Viertel wieder. Wie auch immer: Die Spitze in der AFC ist dünn, Denver somit auch 2014 ein legitimer Titelanwärter. Ob Peyton Mannings Alter tickt die Uhr ohnehin deutlich hörbar.

3 (6) CINCINNATI BENGALS (3-0): Fällt euch ein Trend auf? Woche 4 war arm an Spitzen-Teams, viele waren in ihrer Bye-Week, auch die Bengals. Cincinnati hat einen perfekten Saison-Start hingelegt. Abgesehen vom Auswärtssieg in Baltimore mussten dabei jedoch nicht die allerhöchsten Hürden genommen werden. Fakt ist: Dieses Team ist prädestiniert für ein längeres Playoff-Abenteuer – und das nicht erst seit dieser Saison. Aber Andy Dalton – eh schon wissen… 2014 ist die Zeit der Ausreden endgültig vorbei. Die Secondary ist stark (schon sechs Interceptions), die O-Line ebenso, das junge RB-Duo aus Giovani Bernard und Rookie Jeremy Hill ist mehr als vielversprechend, WR-Star A.J. Green muss man nicht extra erwähnen – man überstand sogar seine kurze verletzungsbedingte Auszeit. Übrigens: Interessantes Matchup in New England am kommenden Wochenende!

4 (13) ARIZONA CARDINALS (3-0): Und noch so ein Bye-Week-Team… User „mundafinga“ hat in unserem wöchentlichen Format Touchdown Tuesday eine hervorragende Analyse über den Erfolgslauf seiner Cardinals geschrieben. So viel Platz haben wir hier nicht, deshalb sprechen wir gerne eine Leseempfehlung aus. Den einen oder anderen Punkt wollen wir jedoch herauspicken. Erstens den Coaching Staff: Head Coach Bruce Arians macht einen ausgezeichneten Job, ebenso wie Defensive Coordinator Todd Bowles, der einige schmerzhafte Ausfälle und Abgänge bislang gekonnt kaschiert. Vor Saisonbeginn war es nämlich durchaus fraglich, wie sich das Fehlen eines Daryl Washington oder Darnell Dockett auswirken wird. Dass ein Team selbst dann funktioniert, wenn der Backup-QB ran muss, ist ohnehin ein gutes Zeichen. Drew Stanton hat seine Sache gut gemacht. Der Spielmacher ist in Arizona ohnehin nicht der höchste Verantwortungsträger – soll heißen, dass auch mit einem in die Jahre gekommenen Carson Palmer etwas gehen könnte. San Diego, die New York Giants und San Francisco zu schlagen, ist jedenfalls mehr als ein Mutmacher. Rookie-WR John Brown könnte eine der Entdeckungen dieser Saison werden. Nach dem unglücklichen Verfehlen der Playoffs in der Vorsaison ist die Mission für diese Spielzeit ohnehin klar. Und wer weiß, vielleicht geht ja noch mehr – die Super Bowl findet zu Hause bei den Cardinals statt…

5 (12) SAN DIEGO CHARGERS (3-1): Ja, San Diego hätte auch den einen oder anderen Platz weiter oben gereiht werden können. In diesen Sphären ist es manchmal ohnehin Geschmackssache. Die denkbar unglückliche Niederlage in Arizona ist bislang der einzig dunkle Fleck auf der weißen Weste, besonders hell strahlt natürlich der Sieg gegen Champion Seattle. Man kann Head Coach Mike McCoy zu seiner bisherigen Arbeit in Südkalifornien nur gratulieren. Besonders freuen darf man sich für QB Philip Rivers, der am besten Wege ist zu beweisen, dass seine Rückkehr zu alter Leistungsstärke in der Vorsaison kein Zufall war. Nicht vergessen: Der gute Herr zählte einst schon zu den besseren Spielmachern der NFL und ist derzeit drauf und dran, die Saison seines Lebens zu spielen. Mit Keenan Allen, Eddie Royal und dem unverwüstlichen Antonio Gates verfügt er auch über gute Anspielstationen. Man darf gespannt sein, wie intensiv San Diego die Broncos in der AFC West herausfordern kann.

Für Detroit gab es schon einigen Grund zum Jubeln

6 (21) DETROIT LIONS (3-1):It’s all about defense! Hah, diesen Satz wollten wir in Zusammenhang mit den Lions immer schon einmal schreiben. Auch wenn er zugegeben ein bisschen übertrieben ist, denn die Offense Detroits gehört in Normalform weiter zu den besseren der Liga. Übertrieben konstant trat der Angriff bislang jedoch noch nicht auf, bei QB Matthew Stafford wechselten sich Licht und Schatten ab. Superstar-Receiver Calvin Johnson ist nicht ganz fit, darf sich dafür dank Golden Tate über einen idealen „Wingman“ freuen. Am bemerkenswertesten ist jedoch der defensive Sprung vorwärts. Wie man etwa Green Bays Offensiv-Feuerwerk um Aaron Rodgers im Keim erstickte, machte Lust auf mehr. Alles in allem wirken die Lions unter Neo-Head-Coach Jim Caldwell ein bisschen disziplinierter und weniger tollpatschig. Am Talent ist es schon in den letzten Jahren nicht gescheitert…

7 (16) BALTIMORE RAVENS (3-1): Wer einen detaillierteren Blick auf die Ravens werfen will, dem sei die Analyse unseres Baltimore-Korrespondenten „04gruenp“ im Touchdown Tuesday ans Herz gelegt. Allgemein ist es höchstinteressant, was beim Champion von 2013 bislang abgeht. Einerseits muss man eine Ablenkung wie jene durch den Ray-Rice-Albtraum erst einmal überstehen, das sollte man nicht unterschätzen. Aber auch sonst wirken die Ravens nach dem schwierigen Jahr als Titelverteidiger konsolidiert. Dies liegt daran, dass die Ravens grundsätzlich eine gut geführte, auf Konstanz setzende und von der Crew um John Harbaugh gut gecoachte Franchise sind. Der neue OC Gary Kubiak hat das Fehlen von Rice durch wechselndes Personal im Laufspiel gut abgefangen und mit dem routinierten Neuzugang Steve Smith im Passspiel eine der Feel-Good-Storys der noch jungen Saison aufzuweisen. Dass QB Joe Flacco in einem funktionierenden Korsett aufblühen kann, hat er schon in der Championship-Season bewiesen. Basis des Ganzen ist eine in dieser Saison wieder wesentlich stärker auftretende Defense, mit Rookie C.J. Mosley scheint man im Draft eine ausgezeichnete Wahl getroffen zu haben. Man darf gespannt sein, wo die Ravens-Reise hingeht. Ob es schon wieder für ganz oben reicht, ist fraglich. Aber auf Playoff-Kurs ist man allemal.

8 (5) SAN FRANCISCO 49ERS (2-2): Eine ersatzgeschwächte Defense, welche die Super-Offense Philadelphias richtig schwach aussehen lässt, zeigt das Potenzial der 49ers. Aber Potenzial ist in Kalifornien nicht das Thema. Von dem her, vor allem wenn die derzeit fehlenden Leistungsträger wieder an Bord sind, zählt man zu den Titelkandidaten. Das zeigten selbst die beiden Niederlagen gegen Chicago und Arizona, die vor allem auf eigene Dummheit, Undiszipliniertheit und Ineffizienz zurückzuführen waren. Dieses schlampige Auftreten in allen Mannschaftsteilen wird derzeit gerne auf die angeblich vergiftete Stimmung zwischen Führungsspielern und Erfolgs-Coach Jim Harbaugh zurückgeführt. Dies wird zwar nach Kräften dementiert, die Situation ist dennoch eine brenzlige. Mit jeder Niederlage wächst die Gefahr, dass das Kartenhaus endgültig zusammenbricht. Siege sind jedoch immer die beste Medizin, selbst für eine Zweckgemeinschaft. Spannende Zeiten in San Francisco also, aber definitiv eine Boom-or-Bust-Season!

9 (7) PHILADELPHIA EAGLES (3-1): Es macht Spaß, diesem Team beim Footballspielen zuzuschauen. Die Eagles haben auch einen guten Saison-Start hingelegt, aber das Spiel in San Francisco zeigte, dass das Gebilde noch ein wenig fragil ist. Die ansonsten so starke Offense zeigte gar nichts, die für gewöhnlich angreifbare Defense wiederum schlug sich in Anbetracht der Tatsache, dass sie gefühlte sieben Stunden auf dem Feld war, gar nicht so schlecht. Fakt ist jedoch, dass es in der NFL genügend Offenses gibt, die Verteidigungs-Schwächen ausnützen können. Insofern besteht weiterhin Steigerungsbedarf, denn immer kann die Offense nicht aushelfen. Hier ist vor allem die Baustelle O-Line anzusprechen, die auch ihren Anteil daran hat, dass Star-RB LeSean McCoy bislang eine eher hilflose Figur macht. Entschärft sich die personelle Krise in dieser Einheit, sollte es jedoch wieder aufwärts gehen. Zumindest die Verpflichtung von Darren Sproles machte sich bislang absolut bezahlt.

10 (11) INDIANAPOLIS COLTS (2-2): Ja, Andrew Luck hinterließ in den letzten beiden Partien einen fantastischen Eindruck, aber vergessen wir nicht, dass die Gegner Jacksonville und Tennessee hießen. Weswegen der akute Hype ein wenig übertrieben erscheint (außer für Freunde des Fantasy-Footballs), der generelle Hype um den früheren Nummer-1-Pick jedoch jede Berechtigung hat. Der 25-Jährige ist am besten Weg in die absolute NFL-Elite. Die Colts bleiben ein schwierig einzuschätzendes Team – möglicherweise auch wegen des fehlenden Gradmessers in der AFC South. Houston hin oder her, die Playoff-Qualifikation dürfte wieder ein Spaziergang werden. Die beiden Auftakt-Niederlagen in Denver und gegen Philadelphia offenbarten jedoch durchaus einige Lücken – sowohl defensiv als auch offensiv. Vor allem das Laufspiel um Trent Richardson ist trotz einer leichten Steigerung weiter zu zahnlos.

DeMarco Murray weiß zu überzeugen

11 (17) DALLAS COWBOYS (3-1): Die Prognosen vor Saisonbeginn glichen einem durchschnittlichen Wetterbericht für Österreich im Sommer 2014 (für all jene, die den Segen eines ausgedehnten Auslandsurlaubs genossen: also schlecht), nach der miesen Darbietung bei der Auftakt-Pleite gegen San Francisco durften sich die „Cowboys-Meteorologen“ in ihrer Erwartung einer Horror-Saison bestätigt sehen. Aber sieh an, sieh an, Dallas hat doch noch einen Lauf bekommen – und das ist ein bewusst gesetztes Wortspiel. Denn ein Erfolgsrezept der noch jungen Saison ist das dominante Laufspiel um DeMarco Murray, der die NFL souverän mit 534 Rushing Yards anführt. Eine starke O-Line ist dabei eine große Hilfe, eine besser ausbalancierte Offense macht auch QB Tony Romo das Leben leichter. Ob vor allem die Defense ihr Niveau halten kann, ist fraglich. Aber einen Gegner wie New Orleans derart souverän in die Schranken zu weisen, macht definitiv Hoffnung auf eine sonnig bis heitere Cowboys-Saison.

12 (8) GREEN BAY PACKERS (2-2): So lange Aaron Rodgers auf einem gewissen Niveau Ballspielen kann, werden die Packers immer zum Kreis der Contender gehören. Aber selbst der Zauber des Star-QBs wirkt nicht immer, wie das 7:19 in Detroit bewies. Und diese Partie sollte mehr Sorgen bereiten, was die Titel-Träume betrifft, als der Kantersieg in Chicago gegen die löchrige Bears-Defense am vergangenen Wochenende Hoffnung macht. Gerade auf die eigene Verteidigung warten noch diverse Hausaufgaben, das Laufspiel Chicagos konnte man etwa so gut wie gar nicht stoppen. Ansonsten droht ein ähnliches Schicksal wie in den letzten Jahren: Gut mit dabei, aber spätestens in den Playoffs findet sich ein Konkurrent, der die vorhanden Schwächen eiskalt ausnutzt.

13 (10) KANSAS CITY CHIEFS (2-2): Fett! Richtig fett! Nachtschwärmer, die die Performance im Monday Night Game gegen New England gesehen haben, dürften immer noch staunen. So hilflos hat man die Patriots noch selten gesehen. Dabei war die Überraschung der Vorsaison ein Top-Kandidat auf einen Einbruch. Zahlreiche Offseason-Abgänge kombiniert mit einer Verletzungs-Seuche (Pro-Bowl-Linebacker Derrick Johnson fehlt etwa wegen Achillessehnenriss die komplette Saison) hätten auch gute Ausreden hergegeben. Aber nein, dies ist einfach ein von Andy Reid sehr gut gecoachtes Team. Mit einem starken Laufspiel als Grundgerüst (Knile Davis vertrat und assistiert Jamaal Charles gekonnt) funktioniert die Offense. Nach der Auftakt-Pleite gegen Tennessee musste man schon das Schlimmste befürchten, aber schon die knappe Niederlage in Denver war ein Silberstreif am Horizont. Die Siege gegen Miami und New England zeigten, dass mit den Chiefs auch heuer zu rechnen ist.

14 (4) NEW ENGLAND PATRIOTS (2-2): Tja… Was soll man dazu sagen? Erstens: Die schwache Leistung beim Sieg gegen Oakland war kein Zufall. Zweitens, die Niederlage in Miami ebenso nicht. Zeit für Panik? Jein. Es sind immer noch die Patriots, es ist immer noch Bill Belichick, und ja, es ist immer noch Tom Brady, auch wenn seine Leistungen und Statistiken „underwhelming“ sind, wie es auf Neudeutsch so schön heißt. Hinter dieser O-Line macht es jedoch auch keinen Spaß, seiner Arbeit nachzugehen. Sein Supporting Cast ist und bleibt nicht Patriots-würdig. Brandon LaFell war beispielsweise schon in Carolina kein Bringer. Zudem hinterließ die Defense gegen die Chiefs einen bedenklichen Eindruck. Die überschaubar beeindruckende Konkurrenz in der AFC East könnte der Rettungsanker sein. Und hey, es sind immer noch die Patriots…

15 (22) NEW YORK GIANTS (2-2): Zwei unschöne Pleiten gegen Detroit und Arizona, zwei erstaunlich souveräne Siege gegen Houston und Washington. Wer sind diese Giants der Saison 2014? Das weiß noch keiner so genau, weshalb es wohl die nächsten Gradmesser wie Atlanta, Philadelphia und Dallas abzuwarten gilt. Auf eine Auffälligkeit sei jedoch hingewiesen: Eli Manning musste sich vor dieser Saison erstmals seit 2007 auf einen neuen Offensive Coordinator einstellen und hatte in den ersten Spielen – gegen zugegeben gute Defenses - sichtlich Probleme mit dem System von Ben McAdoo. Hat er sich inzwischen darauf eingestellt? Nach seinen Leistungen bei beiden Siegen könnte man diesen Eindruck gewinnen. Wir bitten um weitere Belege für diese Theorie!

16 (26) ATLANTA FALCONS (2-2): Siehe Giants – noch ist schwer abschätzbar, wo die Reise hingeht, und praktischerweise kreuzen beide Teams am Wochenende die Klingen. Fangen wir mit der guten Nachricht an: Die Offense um Matt Ryan stellte in einigen Spielen wieder im Vorjahr fehlende Explosivität unter Beweis. In Kombination mit Julio Jones, Roddy White, Harry Douglas und Neuzugang Devin Hester kann der Falcons-QB für einen der besten Passangriffe der Liga sorgen – Hester ist auch für das Return-Game mehr als eine Bereicherung. Die Frage lautet: Bleibt das so? Denn mit LT Sam Baker, Center Joe Hawley und RT Lamar Holmes hat die O-Line inzwischen drei von fünf Startern für die komplette Saison verloren, selbiges gilt für Backup Mike Johnson. Kann man dies nicht kompensieren, dann gute Nacht! Und das Bild, das die Defense bei der Pleite in Minnesota ablieferte, war eher unschön, um mal höflich zu bleiben. Andererseits sind die Falcons ein gut gecoachtes Team, die 56:14-Vernichtung vom nunmehrigen Pittsburgh-Bezwinger Tampa Bay ist erst einen Spieltag her. Man sollte Mike Smith die Chance geben, die auftauchenden Probleme zu lösen. Kleine Randnotiz: Wer hätte gedacht, dass erst auf Rang 16 das erste NFC-South-Team auftaucht…?

17 (15) CHICAGO BEARS (2-2): Jay Cutler, Brandon Marshall, Alshon Jeffery und Matt Forte – trotz Cutlers Anfälligkeit für Unkonzentriertheiten können die Bears alleine mit diesem Offensiv-Quartett in so gut wie jeder Partie im Rennen bleiben. Aber geht das auch mit dieser Defense? War 2013 die Laufverteidigung die Achillesferse, macht derzeit die Passverteidigung einen zu leicht überwindbaren Eindruck – auch verletzungsbedingt. Bestes Beispiel war die jüngste Niederlage gegen Erzrivalen Green Bay. Wobei man im konkreten Spiel auch die Effizienz des Angriffs hinterfragen muss: Rund 500 Yards und nur 17 Punkten gehen nicht Hand in Hand. Dennoch: Nur wenn die Defense mitspielt, wird es etwas mit den Playoffs.

J.J. Watt beweist einen Riecher für die Endzone

18 (32) HOUSTON TEXANS (3-1): Ja, Bilanz und Position im Powerranking gehen hier nicht ganz Hand in Hand, aber so ganz trauen wir dem texanischen Frieden noch nicht. Vorneweg: Dass die Texaner 2013 vom Super-Bowl-Aspiranten zum schlechtesten Team abgestürzt sind, war bitter, aber auch eine Mischkulanz diverser ungklücklicher Umstände. Um Klartext zu sprechen: Das ist vom Talentlevel her nicht Oakland, für den neuen Head Coach Bill O’Brien gibt es durchaus Material zu arbeiten, allen voran mit J.J. Watt natürlich den derzeit vielleicht besten Defense-Spieler der Liga, der praktischerweise auch noch TD-Pässe fängt, wie gegen Oakland. Insgesamt hat Watt 2014 schon zwei Touchdowns erzielt, damit mehr als die beiden langjährigen Offense-Stars Adrian Foster und Andre Johnson zusammen. So solide die Defense bisher agiert, so viele Fragezeichen offenbart die Offense. Wie weit kann man mit einem QB wie Ryan Fitzpatrick kommen? Der bewegte den Ball zwar meist brav, hat jedoch alle Anlagen zur Turnover-Maschine. Unter dem Strich fand Houston bisher Wege, um zu gewinnen. Nur das zählt. Aber ob dies auch gegen namhaftere Konkurrenz klappt?

19 (14) PITTSBURGH STEELERS (2-2): So, liebe Steelers-Fans, dann samma jetzt amoi a bisserl sadistisch. Schaut euch genau die Zahlen-Kombination an, die da rechts neben dem Namen eures Lieblingsteams steht. Doch, doch, da steht 2-2. Da sollte 3-1 stehen? Ja eh! Wenn man sieben Sekunden vor Schluss auf denkbar blöde Art und Weise ein Match gegen die eine Woche zuvor von den Atlanta Falcons nach allen Regeln der Kunst auseinander genommenen Tampa Bay Buccaneers vergeigt, ist das eher kontraproduktiv. Denkt Ende Dezember daran, sollte genau dieser eine Sieg im Fight mit den AFC-North-Rivalen Cincinnati und Baltimore fehlen! Umso ärgerlicher ist die Pleite, wenn man mit dem Selbstbewusstsein einer überzeugenden Darbietung gegen Carolina in die Partie geht. Nüchtern betrachtet hat die Steelers-Offense einiges anzubieten. Die Kombination Ben Roethlisberger-Antonio Brown gehört zu den spektakulärsten der jungen Saison, am Boden überzeugt RB LeVeon Bell. Pittsburghs Defense, vom eigenen Selbstverständnis her die große Stärke, ist jedoch zu unkonstant. Summa summarum wird dies in dieser Saison wohl einige Shootouts ergeben – das freut neutrale Zuschauer und Fantasy-Spieler. Euch auch, liebe Steelers-Fans?

20 (9) NEW ORLEANS SAINTS (1-3): Es schmerzt ein wenig, eine Mannschaft mit derartigem Potenzial so weit hinten anzusiedeln, aber wir müssen danach gehen, was wir sehen: Und das ist bislang ein ziemlich durchschnittliches Football-Team. Und das gilt, bei allen Defense-Sorgen, zu denen wir gleich kommen, überraschenderweise auch für die Offense. Ja, Rookie Brandin Cooks ist super, aber der Output der gesamten Unit ist mit im Schnitt 23,8 Punkten für Saints-Verhältnisse überschaubar, und wir sprechen bei den Gegnern Atlanta, Cleveland, Minnesota und Dallas nicht von der Elite der NFL. Auch wenn zwei Begegnungen denkbar knapp und unglücklich verloren wurden: Mit dem gewohnt effizienten Auftreten hätten Drew Brees und Co. – wie üblich – Unzulänglichkeiten in der Defense kaschieren können. Fehlt Darren Sproles doch mehr als angenommen? Richtig enttäuschend ist Rob Ryans Defense, die 2013 zu den positiven Überraschungen zählte und weiter verstärkt wurde. Aber gut, die drei Niederlagen passierten in der Fremde. Vielleicht kann sich die bekannt heimstarke Truppe zu Hause in einen Rhythmus spielen. Wenn nicht, bleibt die angepeilte Super Bowl eine Illusion.

21 (3) CAROLINA PANTHERS (2-2): Das nächste NFC-South-Sorgenkind. Gut, nach den personellen Verlusten in der Offseason und der Deaktivierung von Defense-Star Greg Hardy (häusliche Gewalt) kommt dieser Zustand wenig überraschend. Nach dem überzeugenden Start in die Saison mit Siegen gegen Tampa Bay (okay, da wissen wir inzwischen, wie wir es einschätzen müssen) und vor allem Detroit kommt der jüngste Einbruch jedoch ein wenig unerwartet. Die Pleiten gegen Pittsburgh und Baltimore waren üblerer Natur, die an sich starke Defense ließ kombiniert 75 Punkte und Yards ohne Ende zu. Ohne Hardy funktioniert der Pass Rush nicht, nun ist auch Charles Johnson verletzt, ausbaden muss es die erneuerte und nicht unbedingt verbesserte Secondary. In der Offense ist Cam Newton angeschlagen und wirkt eher uninspiriert, das Laufspiel hinkt. Sorgen über Sorgen… Wenigstens dürfte man mit Rookie-Receiver Kelvin Benjamin einen Treffer gelandet haben.

22 (23) BUFFALO BILLS (2-2): Boah, welch eine Enttäuschung! Da gewinnen die Bills in Chicago und bügeln Miami, und dann? Okay, gegen San Diego und in Houston kann man an Tagen wie diesen verlieren, aber die Art und Weise war schwierig. Auch die Bills selbst haben das Gefühl, dass sie im Win-Now-Modus sind und haben daher ihren jungen Quarterback E.J. Manuel gebencht. Ab Week 5 darf Routinier Kyle Orton zeigen, ob er die Offense besser managen kann. Eine Entscheidung, die in den USA sehr kontrovers diskutiert wird. Denn das Upside von Orton ist gering. Aber vielleicht ist er in der Lage, mehr als der zuletzt brutal enttäuschende Manuel herauszuholen. Denn mit dieser Defense kann man endlich wieder in die Playoffs kommen, das RB-Duo Spiller/Jackson passt auch und Super-Rookie Sammy Watkins ist so gut, dass er vermutlich sogar meine Nudel-Pässe fangen würde. Man darf gespannt sein…

23 (20) MIAMI DOLPHINS (2-2): Ein ähnliches Problem wie Divisions-Rivale Buffalo. Is Ryan Tannehill the real deal? Glaubt man den Reaktionen auf das vergangene Wochenende, dann ja. Aber kommt schon, Leute, das war Oakland! Interessant ist die durchaus überzeugende Vorstellung aus einem anderen Grund: Head Coach Joe Philbin drohte, Tannehill zu benchen. Der behielt in dieser Drucksituation die Nerven und spielte eine okaye Partie. Aber nochmal: Es war Oakland… In seinem dritten Karriere-Jahr muss Tannehill seine vorhandenen Ansätze endlich viel konstanter abrufen. Dann könnten auch die Dolphins einen Schritt vorwärts machen. Denn die Defense, und hier vor allem die Passverteidigung, ist nicht so schlecht. Auch das Laufspiel mit Lamar Miller und dem derzeit leider verletzten Neuzugang Knowshon Moreno hat Potenzial. Da New England schwächelt, erscheint die AFC East derzeit offen. Und nicht vergessen: Die Dolphins haben die Patriots bereits geschlagen!

Die Bridgewater-Ära hat begonnen

24 (25) MINNESOTA VIKINGS (2-2): Willkommen in der Teddy-Bridgewater-Ära! Was für ein Debüt gegen Atlanta. Keine Frage, die Leistungen des Rookie-QBs werden schwanken, weshalb man die Erwartungen für die laufende Saison ein wenig dämpfen sollte, aber entwickelt sich der Spielmacher in die richtige Richtung, riecht das in Kombination mit Playmaker Cordarrelle Patterson auf Jahre nach einer spaßigen Offense. Mit jungen Hoffnungsträgern wie diesen beiden konnte man das Adrian-Peterson-Desaster somit vorerst in den Hintergrund drängen – auch weil Matt Asiata und Jerick McKinnon als seine Ersatzleute gute Arbeit leisten.

25 (29) CLEVELAND BROWNS (1-2): Sapperlot! Die Bilanz könnte auch 3-0 lauten und Cleveland wäre in diesem Powerranking in richtig luftigen Höhen. Beide Niederlagen – in Pittsburgh und gegen Baltimore – endeten mit drei Punkten Unterschied. Fairerweise sei festgehalten, dass wiederum der einzige Sieg gegen New Orleans durch ein Last-Minute-Field-Goal eingefahren wurde. Wieder einmal kommt es ein bisschen anders, als man denkt. Die von Nobody Brian Hoyer geführte Offense bewegt den Ball auch ohne den gesperrten Josh Gordon recht gut, dafür schwächelt plötzlich die Defense. Vor allem Star-Cornerback Joe Haden macht bislang keine gute Figur. Wenn man in der Bye-Week die richtigen Lehren aus den Niederlagen gezogen hat, ist dennoch noch einiges möglich. Nun warten übrigens drei Heimspiele und zwei Auswärtsspiele gegen definitiv schlagbare Gegner: Tennessee (a), Pittsburgh (h), Jacksonville (a), Oakland (h) und Tampa Bay (h). Just saying…!

26 (18) NEW YORK JETS (1-3): Ein Name: Michael Vick! Und zwar jetzt und sofort! Laufen gegen die Jets-Defense? Unmöglich! Passen? Schon eher, es gibt jedoch schlechtere Passverteidigungen. Aber – und man ist an dieser Stelle geneigt, einfach copy and paste aus diversen Powerrankings der letzten Jahre zu machen – so lange die Offense den Ball nicht konstant bewegen kann, ist es schwer, Spiele zu gewinnen. Und Geno Smith bewegt den Ball nicht konstant genug. Klar, er hat seine Momente, aber seine Eigenfehler (sieben Turnover in vier Spielen) werfen einen gewaltigen Schatten auf das wenige Licht. Head Coach Rex Ryan ist ein treuer Kerl, einst hielt er schon zu lange an Mark Sanchez fest. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass er um seinen Job coacht. Und es ist nicht so, dass der Sieg in der AFC East außer Reichweite wäre, so wie sich die Konkurrenz bislang präsentiert. Bislang steht jedoch nur ein Sieg gegen Oakland zu Buche – und hey, es war Oakland. Nun warten San Diego (a), Denver (h) und New England (a). Also zwei Optionen: Entweder ein Geno-Wunder oder man darf die Saison frühzeitig für beendet erklären. Halt, es gibt eine dritte, die zumindest einen Versuch wert ist! Ein Name: Michael Vick!

27 (19) ST. LOUIS RAMS (1-2): Eieiei, diese Bye-Week kam genau richtig nach dem Heartbreaker gegen Dallas, in dem man eine 21:0-Führung vergeigte. Ob Austin Davis oder Shaun Hill – es ist nur schwer vorstellbar, sich mit einem dieser beiden QBs in der NFC West durchzusetzen. Selbst mit dem am Kreuzband verletzten Sam Bradford wäre dies schwierig geworden. Also droht ein weiteres verlorenes Jahr, was schade ist, weil dieser junge Roster nach wie vor sehr viel Potenzial hat. Wenngleich gerade der hochgelobte Pass Rush bislang auslässt. Schaffte man 2013 starke 56 Sacks, sind es bislang erst deren drei – ein mickriger Wert. In den kommenden acht (!) Wochen warten ausschließlich Gegner, die sich seriöse Hoffnungen auf die Playoffs machen dürfen. Man darf darauf wetten, dass die Rams für den einen oder anderen davon ziemlich lästig werden, aber dass man genügend Siege ansammelt, um selbst im Rennen um die Postseason zu bleiben, ist mehr als fraglich.

28 (31) WASHINGTON REDSKINS (1-3): Autsch! So eine Landung auf dem harten Boden der Realität tut manchmal weh. Beim 14:45 gegen die New York Giants präsentierte sich Backup-QB Kirk Cousins als das, was er ist: Nämlich ein junger Spielmacher mit wenig Erfahrung. Dabei hat der Ersatz für den wieder einmal verletzten Robert Griffin III zuvor einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Die traurige, aber realistische Wahrheit ist: Nun warten Seattle und ein Gastspiel in Arizona, und danach ist Washingtons Saison vermutlich schon verloren. Was tun? Zumindest einige unterhaltsame Spiele liefern. Denn dies garantieren schwache Defense und – trotz allem – gute Offense eigentlich meistens. Und darüberhinaus herausfinden, wer 2015 eigentlich der QB sein soll. Soll heißen: Das Cousins-Casting ist noch nicht vorbei.

29 (27) TAMPA BAY BUCCANEERS (1-3): 0:70? 0:80? Wie hoch wäre die Partie in Atlanta verloren gegangen, wenn die Falcons 60 Minuten lang ernst gemacht hätten? Der Last-Minute-Sieg in Pittsburgh am vergangenen Wochenende ist schön, aber solch eine Selbstaufgabe ist bei allen Verletzungssorgen unverzeihlich. Wenigstens sollte man dank der jüngsten Begegnungen herausgefunden haben, dass Youngster Mike Glennon der QB für die restliche Saison sein sollte. Das Experiment mit Oldie Josh McCown ist gescheitert, er war im Vorjahr wohl das Produkt eines sehr QB-freundlichen Systems in Chicago. Alles in allem wartet auf Neo-Head-Coach Lovie Smith noch jede Menge Arbeit. Dabei wäre der Roster – zumindest nominell – nicht so schlecht, wie es die bisherigen Leistungen vermuten lassen…

30 (24) TENNESSEE TITANS (1-3): Das Pulver schon in Woche 1 verschossen, oder wie? Da fegen die Titans auswärts Kansas City aus dem Stadium, nur um die folgenden drei Partien richtig ekelhaft zu vergeigen, da gibt es nichts zu beschönigen. Die Defense funktioniert überhaupt nicht, QB Jake Locker ist – wieder einmal – verletzt und sein Backup Charlie Whitehurst einfach kein NFL-Starter. Einziger Lichtblick: Tight End Delanie Walker spielt echt gut. Großes Problem: Nie ein gutes Zeichen, wenn nur der Tight End gut spielt. Viel zu tun für den neuen Head Coach Ken Whisenhunt.

Kann Blake Bortles die Jacksonville Jaguars nach oben führen?

31 (28) JACKSONVILLE JAGUARS (0-4): Das Pulver schon in der ersten Halbzeit von Woche 1 verschossen, oder wie? So mancher Atheist in Florida stand kurz vor der Taufe, als Jacksonville zur Pause in (!) Philadelphia 17:0 führte. Endstand: 17:34. Dieser Einbruch sollte sinnbildlich dafür stehen, was folgte. Wenigstens hat inzwischen die Ära von Blake Bortles begonnen. Er verfügt über einige junge Anspielstationen. Burschen, tobt euch aus, entwickelt euch weiter und habt Spaß! Denn gewinnen könnte bei dieser Defense schwierig werden. 152 (!) Punkte haben die Jaguars bislang zugelassen – mehr als jedes andere Team in den ersten vier Spielen in den vergangenen 53 Jahren.

32 (30) OAKLAND RAIDERS (0-4): Und trotzdem geht es noch schlechter als die Jaguars. Um die Fehler dieser Franchise korrekt zu analysieren, müssten wir ein Buch verfassen – und noch haben wir keinen Verlag gefunden. Wer ernsthaft geglaubt hat, dass man mit dieser „Over-the-Hill-Gang“ durchkommt, hat entweder keine Ahnung oder ist GM in Oakland. Der GM von Oakland wiederum glaubt, dass man mit diesem Roster in die Playoffs kommt. Ähm, nein! Erster Sündenbock ist Head Coach Dennis Allen, der gefeuert und durch Tony Sparano ersetzt wurde. Dessen Hoffnungen ruhen nun auf QB Matt McGloin, da sich der eigentlich recht ordentliche Rookie Derek Carr in London verletzt hat. Na dann viel Spaß und Glück und so…


Peter Altmann

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