NFL-Powerranking nach Week 17

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War nicht gerade erst September?

Schade, schade, die Regular Season 2014 ist bereits ein Fall für die NFL-Geschichtsbücher.

Das freut uns natürlich einerseits, weil die Playoffs einfach die schönste Football-Jahreszeit sind. Andererseits heißt es traurigerweise von 20 Teams bereits Abschied nehmen – Urlaub statt Titelträume.

Zum Abschluss ordnet auch das letzte LAOLA1-Powerranking dieser Saison die Kräfteverhältnisse in der NFL ein.

Auch in diesem Jahr mit der Ausnahmeregelung, dass die zwölf Playoff-Teams (rot gefärbt) automatisch auf die ersten zwölf Plätze gereiht wurden - auch wenn dies angesichts von Carolina sehr schwer fiel.

Den übrigen 20 Teams wünschen wir mit kleinen Verbesserungshinweisen eine konstruktive Offseason.

(Anmerkung: In Klammer befindet sich die Platzierung des jeweiligen Teams im Powerranking nach Week 14)

1 (3) SEATTLE SEAHAWKS (12-4): Back on track! Mit sechs Siegen en suite ließ der Titelverteidiger die Saison ausklingen und sicherte sich somit im letzten Abdruck doch noch den Homefield-Advantage in der NFC. Und dabei wurde nicht gerade Laufkundschaft geschlagen: Zwei Mal Arizona, zwei Mal San Francisco, Philadelphia und St. Louis – insgesamt ließ die Defense in diesen sechs Spielen gerade einmal 39 Punkte zu. Die Offense plagten zuletzt bisweilen Anlaufschwierigkeiten. Gestützt auf das Laufspiel um Marshawn Lynch und die Improvisationskünste von Russell Wilson fand sie jedoch auch an schwächeren Tagen Wege, um zu scoren. Der Weg in die Super Bowl führt in der NFC also auch in diesem Jahr wieder über Seattle. Wer diese Defense in die Knie zwingt und sich vom fanatischen Publikum nicht beeindrucken lässt, verdient die Endspiel-Teilnahme definitiv. Gut möglich, dass jedoch schlicht und einfach der Champion die Reise nach Phoenix antritt.

2 (2) NEW ENGLAND PATRIOTS (12-4): Jetzt wird es ernst: Die Karriere-Uhr von Tom Brady tickt und zehn Jahre nach dem letzten Titel wird es irgendwie auch höchste Zeit für den vierten Super-Bowl-Triumph. Zehn Jahre, in denen New England nie eine gröbere Durststrecke hingelegt hat, im Gegenteil: Gut waren die Patriots immer, manchmal sogar dominant. In den Playoffs fand sich jedoch doch immer wieder ein Stolperstein. Die 2014er-Version der Patriots ist nicht nur von Tom Brady abhängig. Die Defense ist gut, vor allem gegen den Pass. Zur Not hat Coach Bill Belichick immer noch irgendeinen Noname-RB aus dem Hut gezaubert. Kombiniert mit dem Heimvorteil bedarf es einer Meisterleistung, diese Patriots auszuschalten.

3 (1) GREEN BAY PACKERS (12-4): Autsch! Ja, auch New England hat gegen Buffalo verloren – in Woche 17, in einer besseren Exhibition. Green Bay passierte dieser Ausrutscher in Woche 15, in einem bedeutungsvollen Spiel. Diese Pleite tut erstens vor allem im Hinblick auf den dadurch vergeigten Playoff-Heimvorteil weh. Denn es ist ein Riesen-Unterschied, ob man im potenziellen NFC-Finale gegen die Seahawks in Seattle oder im Lambeau Field antritt. Diese Pleite sagt uns zweitens jedoch auch, dass selbst die Zauberkräfte eines Aaron Rodgers auswärts gegen eine toughe Defense ihre Wirkung verfehlen können – wie bereits zu Saisonbeginn in Seattle und Detroit. Muss nichts heißen, kann es aber – es ist zumindest ein ernstzunehmendes Warnsignal. Dies ändert jedoch auch nichts daran, dass Rodgers in der Form seines Lebens spielt, RB Eddy Lacy seine Formkrise vom Saisonbeginn längst überwunden hat und dies eine der besseren Packers-Defenses der letzten Jahre ist. Alles in allem definitiv Super-Bowl-würdiges Material.

4 (9) DALLAS COWBOYS (12-4): Darüber, wer das Märchen dieser NFL-Saison geschrieben hat, muss man wohl nicht lange diskutieren. Mancherorts wurde vermutlich bereits vergessen, dass die Cowboys vor Saisonstart selbst von den eigenen Fans abgeschrieben wurden. Mit einem lupenreinen Dezember (ja, wirklich!) sicherte sich „America’s Team“ die Division-Krone, und die Art und Weise, mit der die Offense um Tony Romo, DeMarco Murray und Dez Bryant über die Gegnerschaft hinwegfegte, war schlichtweg atemberaubend – unter 40 Punkten scheinen es die „Boys“ derzeit nur ungern zu machen. Fraglich bleibt, ob diese Defense wirklich gut genug ist, um in den Playoffs gegen richtig starke Angriffs-Feuerwerke zu bestehen (wobei diesbezüglich in der NFC nicht mehr viel im Rennen ist). Dass man als erst achtes Team der NFL-Geschichte auswärts ungeschlagen blieb (auch in Seattle!), sollte jedenfalls Selbstvertrauen für einen längeren Playoff-Aufenthalt geben. Ob dieses Märchen gar ein Happy End bekommt?

C.J. Anderson avancierte zur wertvollen Unterstützung für Peyton Manning

5 (4) DENVER BRONCOS (12-4): Haben nur wir das Gefühl, dass es zuletzt ein wenig leise um die Super-Bowl-Ambitionen der Denver Broncos wurde? Dies muss an den vergangenen vier Wochen von Peyton Manning liegen. Gleich in zwei Spielen blieb der Großmeister der QB-Zunft ohne TD-Pass, nachdem er zuvor in 51 aufeinanderfolgenden Partien zumindest einen geworfen hat. Beide Male riss ihn C.J. Anderson mit drei Rushing-TDs heraus. Bei der einzigen Niederlage in diesem Zeitraum, jener in Cincinnati, leistete sich Manning vier Interceptions. Es würde an Gotteslästerung grenzen, Zweifel an Peyton zu hegen, aber die Besorgnis über die Stärke seines Wurfarms ist unüberlesbar. Alterserscheinungen am Ende einer langen Saison oder doch mehr? Die Bye-Week sollte jedenfalls gut tun, um Kraft zu tanken. Fakt ist: Die Broncos waren in der Offseason auf Shopping-Tour, um jetzt im Jänner zuzuschlagen. Der Roster verfügt definitiv über mehr Balance als in der Vorsaison. Und vielleicht tut es ja ganz gut, nicht als absoluter Favorit in die Playoffs zu starten.

6 (12) PITTSBURGH STEELERS (11-5): Wessen Football-Sozialisierung schon mehr als zwei, drei Jahre zurück liegt, dem wurde folgende Formel eingetrichtert: Steelers = Defense, Defense und noch mal Defense, garniert mit einer auf Laufspiel basierenden Power-Offense. Das kann man so längst nicht mehr stehen lassen. Eine moderne Offense um das Trio Ben Roethlisberger, Le’Veon Bell und Antonio Brown war es, welche die Steelers durch diese Saison und bis zum Gewinn der AFC North trug. Die Defense? Naja. Verbesserungen sind erkennbar, der Pass Rush ist gut, aber auf dieser Seite des Balls bleibt man zumindest anfällig. Soll heißen: An guten Defense-Tagen scheint in den Playoffs vieles möglich. Diese guten Tage gehören jedoch nicht zur Normalität. Und an den schlechten Tagen hängt alles davon ab, wie gut „Big Ben“ und Co. zaubern.

7 (7) INDIANAPOLIS COLTS (11-5): Mit welcher Bilanz würde Indy dastehen, würde man nicht in der vergleichsweise harmlosen AFC South beheimatet sein? So richtig souverän wirkte QB-Jungstar Andrew Luck in den vergangenen Wochen nicht. Als ganzes Team gesehen, ist vor allem die 7-42-Demontage in Dallas richtig besorgniserregend. Gegen die besseren Offenses der Liga hat die Colts-D im Saisonverlauf fast ausnahmslos schlecht ausgesehen – keine guten Vorzeichen für potenzielle Duelle mit Tom Brady oder Peyton Manning. In Normalform ist Luck gut genug, um sein Team gegen fast jeden Gegner im Spiel zu halten. Um die Rolle als „Kronprinz“ abzulegen, müsste er jedoch einmal in den Playoffs zumindest einen der „Könige“ in die Knie zwingen.

8 (6) DETROIT LIONS (11-5): Die Entscheidung ist vermutlich nur für juristen nachvollziehbar, aber aus Lions-Sicht heißt es: Gerade noch einmal Glück gehabt. Denn eine Sperre von Ndamokung Suh gegen Dallas wäre ein schwerer, schwerer, schwerer Schlag für die beste Laufverteidigung der NFL (im Schnitt 69,3 Yards) im Duell mit DeMarco Murray und der besten O-Line der Liga gewesen. Die Defense hat Detroit durch die Saison getragen, ohne ihren besten Spieler wäre sie wohl einen deutlichen Grad schwächer gewesen. An Offensivstärke sollte es wiederum zumindest am Papier nicht mangeln. Vielleicht schrauben Matthew Stafford und Calvin Johnson (unterstützt von Golden Tate) ihr Spiel ja im Jänner um ein Level nach oben. Dass sie es können, weiß man ja zu Genüge.

9 (13) CINCINNATI BENGALS (10-5-1): Ob Spitzen- oder Mitläufer-Team – irgendwie kann man sich in Cincinnati nicht entscheiden. Während der Saison hatte man das Gefühl, dass sich dies wöchentlich ändert. Wobei  man in den letzten sieben Spielen nur gegen Pittsburgh als Verlierer vom Platz ging. Eine gewisse Inkonstanz auf beiden Seiten des Balles ist jedoch nicht von der Hand zu weisen. Was an guten Tagen jedoch heißt, dass man sowohl offensiv als auch defensiv bärenstark auftreten kann. Vor allem der Angriff, und hier insbesondere Andy Dalton, steht unter Druck. Die Vorgeschichte ist bekannt: In jeder Saison als QB führte er die Bengals in die Postseason, gewonnen hat er dort noch kein Spiel, teilweise agierte er bei diesen Niederlagen unterirdisch. Mit Mitarbeitern wie A.J. Green, Jeremy Hill, Giovani Bernard oder Mohamed Sanu muss er diesmal den Ball jedoch gewinnbringend bewegen – gerade gegen Indys nicht immer sattelfeste Defense. Die erste Dienstreise zu den Colts in dieser Saison steht jedoch sinnbildlich für die Formschwankungen Cincinnatis: Die Bengals gingen 0:27 unter.

Beweits Flacco wieder Nervenstärke?

10 (10) BALTIMORE RAVENS (10-6): Auch schmutzige Siege sind Siege. Es war nicht gerade ein Leckerbissen für Feinschmecker, wie sich Baltimore gegen Cleveland in die Playoffs fightete. Aber immerhin: Eine Woche nach der bitteren Niederlage in Houston sind die Ravens wieder aufgestanden. Daran, dass die Offense zuletzt nicht gerade in Überform agierte, gibt es wenig zu beschönigen. Andererseits befindet sich Joe Flacco längst im Stadium seiner Karriere, dass er Spiele auch an schlechten Tagen mit einigen guten Aktionen noch drehen kann. Und: Er hat zu Genüge bewiesen, dass er in den Playoffs gewinnen kann. Diese Erfahrung könnte viel wert sein. Dass es in den Wild Cards nach Pittsburgh geht, könnte insofern von Vorteil sein, da man sich in- und auswendig kennt und in Duellen zwischen Erzrivalen wie im Cup irgendwie eigene Gesetze gelten.

11 (8) ARIZONA CARDINALS (11-5): Meiomei! Zumindest den Mitleids-Bonus haben die Cardinals sicher. Wenn man nicht gerade ein Genie wie Tom Brady, Aaron Rodgers oder Peyton Manning als QB hat, können die Zeitfenster in der NFL, was Tite-Hoffnungen betrifft, sehr kurz sein. Also sollte man seine Chance nutzen, wenn man gerade einen tollen Kader hat. Arizona hat bekanntlich keinen aus diesem Trio zur Verfügung, ja nicht einmal mehr Carson Palmer oder Drew Stanton, sondern Ryan Lindley. Mit Palmer wäre den Cardinals nach einem Traumstart in die Saison der Homefield-Advantage kaum mehr zu nehmen gewesen. Angesichts der derzeitigen Personalsituation erscheint es jedoch so gut wie unmöglich, dass Arizona in dieser Spielzeit noch ein Heimspiel (sprich die Super Bowl) bestreitet. Denn bekanntlich ist nicht nur auf der QB-Position der Aderlass groß. Dort wiegt er jedoch besonders schwer. Lindley zeigte zuletzt Fortschritte, vielleicht reicht es auch zu einem Auswärtssieg in Carolina, aber mehr? Das wird verdammt schwer. Wohl selbst für einen Top-Coach wie Bruce Arians eine zu schwierige Aufgabe.

12 (24) CAROLINA PANTHERS (7-8-1):  Nur schweren Herzens behalten wir unsere eigene Regel, die zwölf Playoff-Teams im letzten Powerranking der Saison auf die ersten zwölf Plätze zu reihen, bei. Man kann vermutlich Einigkeit darüber erzielen, dass Carolina in diesen luftigen Höhen nur wenig verloren hat. Ein perfekter Dezember, sprich vier Siege zum Saison-Ausklang, lassen jedoch zumindest einen Formanstieg argumentieren. Wobei  relativierend hinzugefügt sei, dass drei dieser vier Gegner aus der NFC South kamen. Ob es fair ist, dass man für den Gewinn dieser grottenschlechten Division mit einem Playoff-Heimspiel belohnt wird, lassen wir jetzt einmal dahingestellt – es ist einfach so. Dass man dann mit den in den Seilen hängenden Cardinals auch noch einen derzeit schlagbaren Gegner bekommt, ist jedoch fast schon kurios. Alles in allem war es aufgrund vieler Offseason-Abgänge bzw. unerwarteter Ausfälle wie Greg Hardy zu erwarten, dass die Panthers in dieser Saison ein wenig den Rückwärtsgang einlegen würden. Weniger zu verlieren hatte in den Playoffs schon länger kein Team mehr.

13 (5) PHILADELPHIA EAGLES (10-6): Mit einer 10-6-Bilanz Carolina aus dem Urlaub beim Playoff-Football zuschauen zu müssen, ist hart. Im Nachhinein schmerzt die denkbare unnötige Niederlage in Arizona in Woche 8 doppelt und dreifach. Drei der letzten vier Spiele wurden verloren, der Genickbrecher war die Heimniederlage im direkten Duell mit Dallas. Aber auch der Ausrutscher in Washington tat insofern weh, als man zumindest Druck auf die Cowboys für den letzten Spieltag hätte aufbauen können. Es liegt in der Natur der Sache, dass mit Mark Sanchez der Ersatz-QB einen Teil der Schuld in die Schuhe geschoben bekommt. Allzu groß war der Unterschied zu Nick Foles jedoch nicht, wenn er überhaupt vorhanden war. Letztlich war es wohl die Defense, die in der zweiten Saison-Hälfte nach der Verletzung von DeMeco Ryans einen Rückfall erlitten hat, die die Playoff-Chancen zunichte gemacht hat. Dies ändert jedoch nichts daran, dass Head Coach Chip Kelly eine Entscheidung treffen muss, wer 2015 Eagles-QB sein soll. Möglich, dass man sich komplett neu orientiert.

14 (16) BUFFALO BILLS (9-7): Zwei Fragen: Wie gut hätten die Bills mit dieser Wahnsinns-Defense im Rücken abgeschnitten, wenn sie einen besseren Quarterback gehabt hätten? Kyle Orton, der Ersatz für den enttäuschenden EJ Manuel, bemühte sich redlich, aber der Fakt, dass er am Tag nach Saisonende im Alter von 32 Jahren seinen Rücktritt erklärte, verdeutlicht, dass er in seiner Karriere nicht mehr allzu viel vor hatte. Die zweite Frage: Wie in aller Welt kann man bitteschön in Oakland verlieren, wenn man in der Woche davor Green Bay besiegt und in der Woche darauf – in einer allerdings bedeutungslosen Partie – in New England gewinnt? Einfach zum Nachdenken…  Schade jedenfalls um die Playoff-Chance. Die Offseason-Hausaufgabe liegt auf der Hand: Get a QB!

Houston-Superstar J.J. Watt prägte diese Saison

15 (19) HOUSTON TEXANS (9-7): J.J. Watt, Football-Gott! Über die Genialität dieses Herrn ist alles gesagt. Fokussieren wir uns auf andere Fakten. Die Texans haben bewiesen, dass die 2-Siege-Saison 2013 ein Ausrutscher war. Dennoch ist es beeindruckend, dass Neo-Head-Coach Bill O’Brien dieses Team auf Anhieb zu einer Winning Season geführt hat, wenn man bedenkt, dass seine Quarterbacks Ryan Fitzpatrick, Ryan Mallett und Case Keenum hießen, und Nummer-1-Draft-Pick Jadeveon Clowney einen in Richtung Null tendierenden Beitrag zu dieser Saison leistete. Ein bisschen Schützenhilfe von Cleveland und man hätte sich sogar für die Playoffs qualifiziert. Eine vernünftige QB-Lösung und Houston scheint auf dem besten Weg, um Indianapolis das Leben in der AFC South wieder schwer zu machen.

16 (18) KANSAS CITY CHIEFS (9-7): 7. September: 10:26 gegen Tennessee. 20. November: 20:24 gegen Oakland. Any questions? Kansas City weiß vielleicht noch eine Spur besser als jedes andere Team, wo man die Playoff-Qualifikation liegen gelassen hat. Dennoch: Quasi ohne nennenswerten Beitrag von Wide Receivern, ohne diverse verletzte Leistungsträger (get well soon, Eric Berry!!) und nach einem erheblichen Aderlass in der Offseason wieder eine positive Bilanz hinzulegen, spricht für das starke Coaching von Andy Reid. Noch eine vernünftige Saison ohne TD eines WR wird aber wohl nicht gelingen. Auf diesem Gebiet besteht dringender Handlungsbedarf – beginnend mit der Frage, ob man Dwayne Bowe und seinen nicht gerade günstigen Vertrag (ein Cap Hit von 14 Millionen 2015) behält. Konstruktiver Vorschlag: Bowe behalten, bevor man Unmengen an Dead Money in Kauf nimmt, und mal das „Experiment“ wagen, ihm mit einem vernünftigen zweiten Receiver Freiräume zu verschaffen. Diese Maßnahme ist seit Jahren überfällig…

17 (11) SAN DIEGO CHARGERS (9-7): Sagen wir mal so: Die Chargers hatten eh ein „Playoff-Spiel“ in dieser Saison, nur haben sie es halt verloren. Okay, das ist jetzt Zynismus pur. Mit einem Sieg in Kansas City am letzten Spieltag hätte sich San Diego für die Postseason qualifiziert, am Saisonende ging dem Team aus Südkalifornien jedoch die Luft aus. Irgendwann waren Verletzungen von Leistungsträgern wie Ryan Mathews, Keenan Allen, gefühlten 23 Centern und einigen Mitgliedern der Defense nicht mehr zu kompensieren. Dass dieser Roster Löcher hat, wusste man – vor allem die O-Line braucht Arbeit. So gesehen hat Mike McCoy einmal mehr bewiesen, dass er zu den aufstrebenden Head Coaches zählt. Ewig Zeit hat man jedoch nicht mehr, um den nächsten Schritt zu machen. QB Philip Rivers wurde im Dezember 33 – noch kein Grund zu altersbedingter Panik, aber ewig ist sein Championship-Fenster auch nicht mehr geöffnet.

18 (20) SAN FRANCISCO 49ERS (8-8): Die Ära von Jim Harbaugh ist beendet – und sie endete durch den Sieg gegen Arizona mit einer positiven Note. Viel mehr Freundlichkeiten lassen sich nach dieser durch und durch verkorksten Saison nicht formulieren. Was bringt die Zukunft? GM Trent Baalke liegt richtig, wenn er von einer Reload- anstelle einer Rebuild-Situation spricht. Sicherlich gilt es – vermutlich - schmerzhafte Abgänge wie jene von Michael Crabtree oder Mike Iupati zu verkraften, die man sich nicht mehr leisten können wird. Mit Justin Smith erwägt einer der besten D-Liner der letzten Jahre seinen Rücktritt. Auch die Zukunft von Frank Gore, dessen Vertrag ausgelaufen ist, ist ungewiss. Viele Verletzte werden zurückkehren, dennoch wird dieser Roster 2015 ein spürbar neues Gesicht haben. Andererseits: Wenn diese Saison etwas Gutes hatte, dann das diverse junge Backups Talentproben abgeliefert haben. Darauf kann ein neuer Head Coach aufbauen. Dessen Wahl wird für das Front Office natürlich kritisch – nicht nur, weil er mehr aus QB Colin Kaepernick herausholen muss. Leistet man sich hier einen Fehlgriff, wird es ungemütlicher, als es mit Harbaugh je geworden wäre – und den wollte man ja loswerden, um mehr Harmonie in die Franchise zu bekommen.

19 (14) MIAMI DOLPHINS (8-8): Fünf der letzten acht Saison-Spiele wurden verloren und damit eine hoffnungsvolle Saison vergeigt. So weit, so unschön. Schaut man etwas genauer hin, passierten die ersten vier dieser Pleiten gegen Playoff-Teilnehmer (darunter gegen Baltimore, was sich letztlich als Schicksalsspiel herausstellte). Dazu kommt die letztlich bedeutungslose, aber in ihrer Art und Weise sehr wohl bittere Exhibition in Week 17 gegen die New York Jets. Für Miami gilt dasselbe wie für einige andere AFC-Teams, beispielsweise Buffalo, Houston oder San Diego: Viel fehlt nicht. So gesehen ist es ein gutes Zeichen, dass Owner Stephen Ross, der nicht gerade zu den weitsichtigsten seiner Zunft gehört, auf Geduld setzt und Head Coach Joe Philbin das Vertrauen aussprach. Der weiß freilich, dass 2015 zum Wohle seiner Jobsicherheit besser die Rückkehr in die Playoffs gelingen sollte. Umso hoffnungsfroher sollte ihn die spürbare Weiterentwicklung von Ryan Tannehill stimmen. Als erst zweiter QB der Franchise-Geschichte nach einem gewissen Dan Marino knackte er die 4000-Yards-Grenze. Na immerhin!

20 (15) ST. LOUIS RAMS (6-10): Mit drei Niederlagen zum Saison-Ausklang ging den Rams merklich die Luft aus. Wer in dieser Spielzeit jedoch genauer hingesehen hat, weiß, dass dieses junge Team über Tonnen an Potenzial besitzt, vor allem in der Defensive. Dass es schwierig werden würde, dieses 2014 ohne „richtigen“ QB zur Entfaltung zu bringen, war klar. Vor allem weil es Mitte dieses Jahrzehnts angenehmere Orte als die NFC West für einen Start in höhere Sphären gibt. Nur: Dass der Knopf endgültig aufgeht, prophezeien wir nun auch schon länger. 2015 muss eine signifikante Verbesserung der Bilanz her, oder Head Coach Jeff Fisher dürfte ein heftiger Gegenwind ins Gesicht blasen. Die ständigen Gerüchte über eine Übersiedlung nach Los Angeles könnten das Betriebsklima auch stören. Die wichtigste Frage ist jedoch jene nach dem QB: Sam Bradford steht noch ein Jahr lang unter Vertrag, bislang konnte er (verletzungsbedingt) nicht nachdrücklich unter Beweis stellen, dass er die langfristige Lösung ist. Sein Cap Hit beträgt 2015 rund 16,5 Millionen Dollar, das Dead Money würde im Falle einer Entlassung „nur“ noch rund 3,5 Millionen Dollar betragen. Diese Offseason wäre die erste, in der man ihn halbwegs kostengünstig loswerden könnte, wenn man nicht vollends an ihn glaubt. Könnte interessant werden.

Bridgewater lieferte Talentproben ab

21 (22) MINNESOTA VIKINGS (7-9): Heimlich, still und leise hat Minnesota einen vernünftigen Endspurt hingelegt. Drei der letzten fünf Spiele wurden gewonnen, die beiden Niederlagen kassierte man auswärts in Detroit und Miami – und das auch nur hauchdünn. Nachdem bei den Vikings in dieser Spielzeit nur wenig so lief, wie man sich das eigentlich ausgemalt hatte (Nur zwei Stichworte als Beispiel: Adrian Peterson und Cordarrelle Patterson), muss man Neo-Head-Coach Mike Zimmer zu dieser relativ guten Bilanz beinahe schon gratulieren. Die wichtigste Erkenntnis: Mit QB Teddy Bridgewater hat man genau den Rohdiamanten bekommen, den man erhofft hatte. Dass man ihn noch schleifen muss, liegt jedoch auf der Hand – vor allem die Fehleranfälligkeit muss noch ordentlich reduziert werden. Alles in allem hat dieser Roster aber Luft nach oben. Spannendstes Offseason-Thema wird aber wohl die Zukunft von Adrian Peterson.

22 (17) CLEVELAND BROWNS (7-9): Ach du meine Güte! So funktioniert es also, eine vielversprechende Saison wegzuwerfen („wegwerfen“ ist wohl die richtige Wortwahl angesichts der QB-Situation…). In der zweiten Saison-Hälfte waren die Browns wieder die Browns – sechs der letzten sieben Spiele wurden verloren. Aber alles in allem muss man Head Coach Mike Pettine zu Gute halten, dass Cleveland in seinem Debüt-Jahr ohne adäquates Personal auf der QB- und WR-Position zu sieben Siegen geführt hat. Das sagt uns einerseits, dass andere Mannschaftsteile ganz gut besetzt sind, und zweitens, dass die eine oder andere schwierige Entscheidung ansteht. Zum Beispiel, ob man den skandalgeplagten Receiver Josh Gordon weiterhin in der Kabine haben möchte. Oder ob Johnny Manziel nur Charismatiker, Ticketseller und Partytiger ist oder „nebenberuflich“ dann doch irgendwann auch einmal NFL-Quarterback. Sein Debüt-Jahr war eine Frechheit. Es liegt an ihm, die richtigen Rückschlüsse zu ziehen…

23 (26) NEW YORK GIANTS (6-10): Es dürfen Wetten darauf angenommen werden, dass sich die Giants 2015 im Rennen um die NFC-East-Krone zurückmelden werden – eine halbwegs vernünftige Offseason vorausgesetzt. Denn dass beispielsweise die Defense personelle Auffrischung vertragen kann, hat man gesehen. Offensiv wiederum war zu beobachten, welch gewaltigen Unterschied selbst im ultimativen Mannschaftssport Football ein Mann ausmachen kann. Sein Name ist alles, nur kein Geheimnis: Odell Beckham Jr. Ja bist du wahnsinnig, ist dieser Bursche gut! Im Windschatten des verspätet in die Saison eingestiegenen Rookie-Receivers legte auch Eli Manning noch eine vernünftige Spielzeit hin. 4410 Passing Yards und 30 TD-Pässe sind okay. Entscheidend ist jedoch, dass er die Zahl seiner Interceptions fast halbierte (von 27 auf 14) -  und nicht zu vergessen: fünf dieser 14 Fehlwürfe passierten gegen San Francisco in einer einzigen Partie. Mit Beckham, der Rückkehr von Victor Cruz und einer Weiterentwicklung von Rueben Randle (immerhin 938 Receiving Yards) bahnt sich in Jahr zwei unter OC Ben McAdoo eine richtig gute Passing-Offense an. Die Geduld, an Head Coach Tom Coughlin festzuhalten, könnte sich bezahlt machen.

24 (25) NEW ORLEANS SAINTS (7-9): Das Ende einer Ära? Brutaler können Super-Bowl-Hoffnungen, mit denen New Orleans in die Saison gestartet ist, keine Bruchlandung hinlegen. Einige Beobachtungen: Die letzten fünf (!) Heimspiele in der zuvor uneinnehmbaren Festung Superdome wurden verloren, dafür interessanterweise die letzten drei Auswärtsspiele gewonnen – für gewöhnlich keine Domäne der Saints. Drew Brees verfehlte seine nächste 5000-Yards-Saison zwar nur hauchdünn, eine gewisse Fehleranfälligkeit muss man ihm jedoch vorwerfen – erste Altersschwächen eines bald 36-Jährigen oder logisch im Bemühen, zu viele Löcher zu stopfen? Rob Ryans Defense konnte den Aufwärtstrend von 2013 aber so etwas von nicht bestätigen. Für die Zukunft gar nicht rosig: Die Salary-Cap-Situation ist so angespannt wie bei kaum einem anderen Team. Auf Head Coach Sean Payton wartet viel Arbeit, um nicht endgültig im Mittelmaß zu versinken.

25 (21) ATLANTA FALCONS (6-10): Pssssssssst! Wir hüllen den Mantel des Schweigens über dieses Carolina-Spiel, weil wir zu Jahresende keinen Bock auf Bluthochdruck haben – im Touchdown Monday wurde alles dazu gesagt. Den Falcons-Fans ist jedenfalls unser Mitleid sicher. Eine Playoff-Chance auf diese Art und Weise zu vergeigen, ist die Höchststrafe. Aber gut, verdient wäre die Postseason ohnehin nicht gewesen. Widmen wir uns der Zukunft. Dass Rex Ryan als neuer Head Coach im Gespräch ist, passt wie die Faust aufs Auge. Denn für den ehemaligen Jets-Leader wäre es ideal, ein Team mit einem Franchise-QB im besten Alter (Matt Ryan) plus einen Star-Receiver im besten Alter (Julio Jones) zu übernehmen. Diese Ausgangsposition wäre grundsätzlich für jeden neuen Trainer eine gute Basis. Mit Ryan hätte man zumindest eine faire Chance, dass auch die Defense einen gewaltigen Sprung nach vorne macht.

26 (23) CHICAGO BEARS (5-11): Noch geeigneter als Atlanta hielten wir für Rex Ryan Chicago. Regelmäßige Leser kennen diesen Vorschlag, den wir inzwischen von Defensive Coordinator zu Head Coach upgraden, und das nicht nur wegen der Bears-Vergangenheit von Papa Buddy Ryan. In der „Windy City“ gibt es noch mehr offensive „Spielzeuge“ als bei den Falcons, wenngleich eine schwierige QB-Entscheidung bezüglich Jay Cutler ansteht – aus Business-Gründen ist eine Trennung jedoch nicht sonderlich empfehlenswert. Die Defense wiederum braucht richtig Hilfe, und das ist Ryans Spezialgebiet. 27,6 Gegenpunkte kassierte man pro Spiel, nur Oakland war schwächer. Hier gilt es zuallererst anzusetzen. Hebt man diesen desaströsen Wert auf ein Normalmaß, ist es selbst Cutler zuzutrauen, gemeinsam mit seinen talentierten Nebenmännern darauf aufzubauen. Just think about it!

Rex Ryan bekam im Saison-Finish einen würdigen Abschied bei den Jets

27 (30) NEW YORK JETS (4-10): So, als dramaturgische Glanzleistung komplettieren wir gleich einmal den Rex-Ryan-Hattrick. Nach Jahren der harschen Kritik an seiner Person verschonen wir ihn hiermit und ziehen den Hut, dass sein Team ihm zum Abschied in den letzten drei Matches zwei Siege und einen Krimi gegen Erzfeind New England geschenkt hat. Man kann ihm zumindest zu Gute halten, dass seine Schützlinge stets gerne für ihn spielen und ihn nicht im Stich lassen. Und es ist so unglaublich, dass man es sich beinahe nicht zu schreiben traut: Geno Smith kam in Miami auf ein perfektes Passer-Rating – als einziger (!) NFL-QB in dieser Saison. Ein Jets-Quarterback! Beim letzten Spiel unter Rex Ryan! Ironischer geht es nicht. Ein Treppenwitz der Football-Geschichte. What’s next? Who knows! Das Grundvertrauen in Owner Woody Johnson, die richtige GM- und Coach-Wahl zu treffen, ist jedoch bis zum Beweis des Gegenteils überschaubar hoch.

28 (27) OAKLAND RAIDERS (3-13): Kann man aus einer Saison mit drei Siegen mit einem vorsichtig optimistischen Grundgefühl herausgehen? Ja, kann man. Erstens: Wir alle wissen, es hätte viel schlimmer kommen können. Im vorletzten Powerranking haben wir noch diskutiert, wen die Raiders überhaupt schlagen könnten – drei Siege aus den letzten sechs Spielen sind ein gutes Finish. Zweitens: Der Schedule war heuer richtig hart. Kein anderes NFL-Team musste gegen 13 (!) Teams antreten, welche die Saison mit einer positiven Bilanz oder zumindest 8-8 abschlossen. Drittens: So daneben die Transferpolitik in der Offseason war, so ermutigend sind die jungen Talente im Roster, vor allem die Draft-Klasse 2014 um Khalil Mack und Derek Carr macht Hoffnung. Nicht falsch verstehen: Auf beiden Seiten des Balls gibt es noch viele, viele Löcher zu stopfen. Aber die richtige Head-Coach-Wahl plus einer guten Offseason und 2015 kann es einen ordentlichen Sprung vorwärts gehen.

29 (29) WASHINGTON REDSKINS (4-12): Warum ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, die Redskins als Vorlage für eine Soap Opera zu nehmen, bei dem Zirkus, der dort herrscht? Die Polit-Szene in der Hauptstadt hat uns immerhin eine hervorragende Serie wie „House of Cards“ beschert – viel harmloser sind die Intrigen im Redskins-Kartenhaus auch nicht. Ein eitler Owner mit zu viel Geld und zu wenig Ahnung. Ein Head Coach, der nicht mit dem Star-QB arbeiten will. Ein Star-QB, mit dem allein aus Business-Gründen irgendjemand arbeiten muss, der aber noch jeden Coach zur Verzweiflung gebracht hat. Dazu zwei Laiendarsteller als Statisten-QBs, die dem Star-QB zur Überraschung aller das Leben schwer machen. Ganz ehrlich: Wir haben keine Ahnung, was wir mit diesem Theater anfangen sollen und lassen uns selbst überraschen, wie die Rollen in der nächsten „Staffel“ verteilt sind. Wenigstens der Cliffhanger ist gelungen…

30 (31) JACKSONVILLE JAGUARS (3-13): Das wird eine interessante Offseason. Via Draft hat man auf diversen Positionen eine gute Basis gelegt, mit dem Nummer-3-Draft-Pick hat man die Chance auf ein weiteres Top-Talent und die Salary-Cap-Situation ist keine schlechte, sodass man sich auf dem Free-Agent-Markt das eine oder Puzzle-Teil sichern könnte. Die ersten beiden Jahre unter Head Coach Gus Bradley dienten genau dieser Aufbauarbeit. Nun muss man in Florida auch wirklich den nächsten Schritt machen. Dies wird in Jahr zwei auch für QB Blake Bortles gelten, der in seinem Rookie-Jahr zwar einige Talentproben ablieferte, aber letztlich mit schlechten Statistiken abschloss. Ohne kontinuierliche Weiterentwicklung gerät man im Haifischbecken NFL schnell in die Schusslinie.

31 (28) TAMPA BAY BUCCANEERS (2-14): Es war keine leichte Entscheidung, wem wir nach dieser Saison die rote Laterne umhängen. Auf dem Draft-Papier waren die Bucs zwar das schlechteste Team, aber in Realität halten wir Tennessee einfach für schwächer. Oder Tampa Bay für einen Tick „cleverer“. In Week 17 gegen New Orleans im Schlussviertel in einem „plötzlichen“ Anfall von Unvermögen einen 13-Punkte-Vorsprung aus der Hand zu geben, kann für die langfristige Zukunft dieser Franchise nämlich Gold wert gewesen sein, wenn man sich zwischen Marcus Mariota und Jameis Winston für den richtigen QB entscheidet (vermutlich Mariota). Mariota-Pässe auf Mike Evans? Könnte spaßig werden!

32 (32) TENNESSEE TITANS (2-14): Ein letztes Mal fragen wir es noch: Wie in aller Welt konnten die Titans in Woche 1 in Kansas City gewinnen? Diesem Roster fehlt es sowohl in Offense als auch in Defense an jeder Menge Talent. Wenigstens hat man nun die Chance, mit dem Nummer-2-Pick das so dringend benötigte Gesicht der Franchise zu draften (Mariota oder Winston – je nachdem, wen die Bucks überlassen). Denn wofür die Titans genau stehen, weiß man derzeit vermutlich nicht einmal in Nashville selbst. Gelingt es Head Coach Ken Whisenhunt nicht, einen jungen QB zum Aushängeschild aufzubauen, schaut es längerfristig schwarz aus. Aber gut, für die Titans gilt wie für alle anderen 31 Teams: Neue Saison, neues Glück! In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern einen guten Rutsch, Happy Playoffs und euren NFL-Teams im neuen Jahr nur das Beste!

Peter Altmann

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