Drakonische Strafen für Saints

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Drakonische Strafen für Saints

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Jahrelang haben die New Orleans Saints Prämien für besondere "Leistungen" - darunter auch für das Verletzen von Gegenspielern - an Defensiv-Spieler ausgezahlt.

Das kommt den Beteiligten jetzt teuer zu stehen.

Wie die NFL am Mittwoch bekanntgab, wird Sean Payton, der Headcoach der Saints, für eine Saison gesperrt. Außerdem muss er in diesem Jahr ohne Gehalt auskommen.

Mickey Loomis, der General Manager des Teams aus Louisiana, wird für acht Spiele suspendiert.

Unbestimmt für den Erfinder

Mit Abstand am schlimmsten erwischt es aber Gregg Williams, der das Kopfgeld-System schon in Washington und Buffalo installiert hatte und auch in New Orleans involviert war. Der Defensive Coordinator, der ab nächster Saison für die St. Louis Rams gearbeitet hätte, wird auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Joe Vitt, Assistant Head Coach, kommt mit vergleichsweise dankbaren sechs Spielen Sperre davon.

Außerdem verlieren die Saints ihre Zweitrunden-Draftpicks der nächsten zwei Jahre und müssen 500.000 US-Dollar Strafe zahlen.

Spieler müssen noch bangen

Die Strafen für die Spieler - die den Pool, aus dem die Belohnungen bezahlt wurden, selbst finanzierten - stehen noch nicht fest. Die Spielervertretung der NFL (NFLPA) hat zwar um eine Verzögerung der Spieler-Bestrafung gebeten, diese wurde von den Verantwortlichen aber abgelehnt.

Wie im Vorfeld erwartet, wird die Bekanntgabe der Strafausmaße für die Spieler aber trotzdem erst später erfolgen. Das liegt laut Insidern vermutlich auch an der schieren Zahl der Spieler, über deren Bestrafung entschieden wird. Diese soll zwischen 22 und 27 liegen.

Die NFL erhofft sich, durch das Statuieren dieses Exempels Kopfgeld-Programme dieser Art für immer abzuschalten.

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