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Mit Blaulicht ins Abenteuer

Servus zusammen,

Kalifornien, ich bin wieder da. Ich bin zwar hundemüde, aber endlich wieder in Kalifornien. Und stellt Euch vor, hier gibt es noch den Sommer. So etwas kennt man in Mitteleuropa ja gar noch mehr. Aber ich bin nicht hier, um übers Wetter zu plaudern. Ich will Euch von meiner Reise zu den Oakland Raiders erzählen.

Und wo fängt man bei einer Reise an? Am Anfang…

Begleitet von einer Polizeieskorte ging es ins Stadion

Wir sind in einem neuen Airbus geflogen. Das war beeindruckend – vor allem das Unterhaltungsprogramm. Dafür war das Platzangebot für einen etwas größer geratenen Typen wie mich sehr limitiert. Vor mir saß ein bulliger Deutscher, der 140 Kilogramm wog und sich ständig zurückgelehnt hat. Und wenn ich mich dann selbst zurückgelehnt habe, hat mir die zierlicher Inderin auf dem Platz hinter mir schnell deutlich gemacht, dass sie so nicht sitzen könne. Doch all das war vergessen, als wir nach einem elfstündigen Flug von Frankfurt nach San Francisco endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

Als wir im Office der Raiders in Alameda angekommen waren, wurden wir bereits freudig erwartet. Nach einer wirklich herzlichen Begrüßung gab es sozusagen Geschenke: nämlich ein ganzer Sack voll mit Sweatshirts, T-Shirts, Caps und Hosen der „Silver and Black“. Also ich bin ausgestattet für die nächsten Tage.

Im neuen Outfit ging es am Nachmittag „in style“ zum Stadion – mit großem Tamtam. Wir sind mit einem Teambus ins Stadion gefahren – und waren die einzigen Gäste im Bus. Es fuhr also ein Bus mit drei Coaches aus Tirol begleitet von fünf Polizeimotorrädern über den Highway. Und wenn wir mal ehrlich sind, gehört sich das auch so. Für den dreimaligen Eurobowl Champion SWARCO Raiders kann man schon einmal einen kompletten dreispurigen Highway sperren…

Scherz beiseite. Denn jetzt wurde es ernst. Die Raiders bestritten am Donnerstagabend (pazifischer Zeit) ihr erstes Vorbereitungsspiel für die neue NFL-Saison. Gegen die Arizona Cardinals standen wir also direkt an der Seitenlinie. Die erste Halbzeit war unglaublich unterhaltsam und spannend. In der zweiten Halbzeit bekam ich zunehmend Probleme, mich wachzuhalten. Da war dann irgendwann einfach die Luft raus.

Nach dem Spiel sind wir dann ins Trainingscamp nach Napa gefahren. Um 0:30 Uhr Ortszeit (Guten Morgen, Österreich) habe ich endlich eingecheckt. Jetzt freue ich mich erstmal auf mein Bett und dann auf viele spannende Tage in Napa, Kalifornien. Ich will mich mit den Coaches austauschen, möglichst viel lernen und einfach jede Minute genießen.

Das war’s für heute. Jetzt will ich nur noch schlafen. Wenn ihr noch mehr über unseren Trip wissen wollt, geht auf Raider.com.

Euer Andi

Der Name Andreas Pröller ist jedem Football-Fan in Österreich ein Begriff – und vielen Fans der Oakland Raiders ebenso. Denn der dreifache Super Bowl Champion ist der „große Bruder“ der SWARCO Raiders. Als solcher bekommt Pröller zum zweiten Mal nach 2008 die Chance, die Raiders im Trainingscamp zu begleiten.

Der ehemalige Wide Receiver, der in seiner Abschlusssaison gerade den Eurobowl und den Austrian Bowl mit den Tirolern gewann, ist ab sofort als Strength & Conditioning Coach der SWARCO Raiders tätig. Über seine Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Camp in Kalifornien berichtet er regelmäßig für die Leser von Laola1.at.

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