EM, Tag 4 - Schwaigers im Semifinale

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Klagenfurt steht am vierten EM-Tag Kopf! Verantwortlich dafür sind die heimischen Duos. Alle sechs Duelle mit rot-weiß-roter Beteiligung enden mit "Heimsieg".

Besonders emotionell ist der Viertelfinal-Sieg von Doris und Stefanie Schwaiger, die damit erstmals in ihrer Karriere in einem EM-Semifinale stehen.

Bei den Herren sorgen Huber/Seidl und Petutschnig/Kunert mit ihren Achtelfinal-Einzügen für weitere ÖVV-Erfolgserlebnisse.

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EM-Tag 4 im Überblick:

Petutschnig/Kunert vs. Nummerdor/Schuil 2:0

Krönender Schlusspunkt eines perfekten rot-weiß-roten Beachvolleyball-Tages! Lorenz Petutschnig und Thomas Kunert ziehen sensationell ins Achtelfinale ein.

Das Wild-Card-Duo zeigt gegen die Triple-Europameister aus den Niederlanden keinen Respekt, liegt im ersten Satz lange voran. Erst bei 19:16 reißt der Faden, die Niederländer machen vier Punkte in Serie und holen sich damit einen Satzball. Diesen und drei weitere wehren Petutschnig/Kunert ab, ehe sie sich selbst ihren ersten erspielen und schließlich den siebnten verwandeln.

Im zweiten Satz spielen die beiden Österreicher dann groß auf. In der Entscheidung gelingen Petutschnig drei Blocks, den Sensations-Sieg fixiert Kunert mit einem Ass beim ersten Matchball.

Petutschnig: Ich kann es nicht in Worte fassen. Es ist mit Abstand das Beste, was wir jemals gespielt haben. Und das genau zum richtigen Zeitpunkt. Besser geht es nicht.

Kunert: "Einfach eine irre Partie! Ein Lebenstraum geht in Erfüllung. Uns ist einfach alles aufgegangen. Das Spiel war so anstrengend, wir haben uns nicht einmal mehr richtig freuen können, weil die Energie gefehlt hat. Es ist unglaublich, aber jetzt ist alles möglich."

Schwaiger/Schwaiger vs. Ukolova/Khomyakova 2:1

Der Medaillentraum lebt! Doris und Stefanie Schwaiger stehen in Klagenfurt nach einem wahren Beach-Krimi erstmals im Semifinale einer Europameisterschaft.

Im ersten Satz spielen Ukolova/Khomyakova, Klagenfurt-Siegerinnen 2012, nahezu fehlerfrei. Doris und Stefanie kämpfen sich nach frühem Rückstand nochmals zurück, gleichen mit einem Block zum 19:19 aus. Ein Ass sorgt aber für das 1:0 für Russland.

Kunert

Petutschnig

Nummerdor

Schuil

Asse

2

1

1

1

Service-Fehler

2

3

2

1

Angriffs-Punkte

12

21

13

14

Angriffs-Fehler

2

2

4

1

Blocks

0

4

0

2

Huber/Seidl vs. Kadziola/Szalankiewicz (POL) 2:0

Alexander Huber und Robin Seidl sichern sich den Gruppensieg und ziehen direkt ins Achtelfinale ein.

Im ersten Satz surfen Huber/Seidl auf der Euphorie-Welle, dominieren und gewinnen klar 21:14. Im zweiten Satz bleiben sie trotz Rückstands ruhig und haben in der entscheidenden Phase auch das Glück auf ihrer Seite. Bei 14:16 rollt ein Service von Huber zum Ass ins gegnerische Feld - Seidl legt mit einem Block zum Ausgleich nach. Den ersten Matchball verwandelt Seidl per Shot-Block zum 21:19.

Im Parallelspiel schlagen Gerson/Prawdzic (SUI) die Schweden Brinkborg/Gunnarsson. Durch den Sieg im direkten Duell mit den Schweizern sind Huber/Seidl Gruppensieger.

Robin Seidl: "Es ist unglaublich. So ein geiler Sieg, so eine geile Stimmung. Und Gruppensieger auch noch - einfach ein Wahnsinn. Es war sehr schwer, die Polen haben jeden Ball auf mich gespielt. Ich war echt schon so müde. Aber das Publikum hat mich so gepusht."

Alexander Huber: "Unbeschreiblich. Der zweite Satz war richtig eng mit vielen Führungswechsel. Dann waren wir zwei punkte hinten, aber das Publikum hat uns immer unterstützt. Wir hatten von unserem Trainer-Team eine sehr gute Taktik bekommen. Und wir haben gewusst, wenn einem Spieler zwei, drei Fehler passieren, dann steigt der Druck enorm. Ein Teil meines Traumes ist schon wahr geworden. Jetzt morgen noch zwei Siege und am Sonntag noch zwei - dann haben wir's. Es muss natürlich alles zusammenpassen, aber wir habend as Zeug dazu."

Müllner/Wutzl vs. Varenhorst/Stiekema 2:1

So hart kann Sport sein: Daniel Müllner und Jörg Wutzl jubeln über ihren ersten Sieg bei der EM in Klagenfurt, müssen aber dennoch ihre Koffer packen.

Österreichs Nummer 3 ringt die Niederländer Varenhorst/Stiekema in drei Sätzen (18:21, 21:17, 15:13) nieder.

Im zweiten Satz sorgt Müllner mit zwei Blocks für den Ausgleich. Im Entscheidungssatz wechselt die Führung mehrmals, beim zweiten Matchball schließt Müllner einen langen Ballwechsel erfolgreich ab.

Im Parallel-Spiel gewinnen Erdmann/Matysik gegen Semeov/Koshkarev. Damit beenden drei Teams die Gruppe mit einem Sieg, Müllner/Wutzl haben in der internen Tabelle das schlechteste Punktverhältnis und müssen sich daher als Gruppen-Vierter verabschieden.

Stefanie

Doris

Khomyakova

Ukolova

Asse

0

3

1

0

Service-Fehler

2

3

2

3

Angriffs-Punkte

17

21

7

25

Angriffs-Fehler

4

2

3

2

Blocks

4

0

4

0

Im zweiten Satz liegen die Sisters bis ins Finish voran. Bei 18:18 gehen die Russinnen erstmals in Führung und holen sich auch den ersten Matchball. Diesen und vier weitere wehren die Waldviertlerinnen haben, holen sich einen Satzball und nützen diesen sofort.

Im Entscheidungssatz wird die Hitze- auch zur Nervenschlacht. Die Russinnen kassieren bei 4:8 einen Strafpunkt, legen sich mit dem Publikum an und bringen sich damit selbst aus dem Spiel. Beim ersten Matchball für Doris und Stefanie bleibt ein Shot-Block der Russinnen am Netzband hängen.

Doris: Die Russinnen haben wirklich ein sehr gutes Side-Out gespielt. Wir haben uns wirklich schwer getan. Wir mussten auch ein sehr gutes Side-Out spielen, um das Level zu halten. Im ersten Satz sind uns ein paar kleine Fehler passiert, die uns auch den Satz gekostet haben. Im zweiten Satz sind uns ein paar gute Service gelungen und im dritten haben wir sie gepackt.

Huber

Seidl

Kadziola

Szalankiewicz

Asse

0

1

2

0

Service-Fehler

3

1

5

2

Angriffs-Punkte

14

9

11

6

Angriffs-Fehler

7

1

5

2

Blocks

5

1

2

0

Schwaiger/Schwaiger - Borger/Kiesling 2:0

Doris und Stefanie Schwaiger sind weiter auf Kurs! Im Achtelfinale setzen sich die Niederösterreicherinnen gegen Vize-Weltmeisterin Karla Borger und deren Ersatz-Partnerin Elena Kiesling mit 21:16, 21:18 durch.

Die Sisters starten hochkonzentriert ins Spiel und können das Interims-Duo aus Deutschland immer unter Druck setzen.

Im zweiten Satz laufen Doris und Stefanie von Beginn weg einem Rückstand hinterher. Mit einem Ass sorgt Doris zum 19:18 für die erstmalige Führung. Zwei Blocks von Stefanie bringen die umjubelte Entscheidung.

Doris: Wir können heute mit unserer Leistung sehr zufrieden sein. Die deutschen haben ein sehr gutes Side-Out gespielt, obwohl sie erst das erste Turnier gemeinsam spielen. Sie haben sehr gut angenommen und uns ins Schwitzen gebracht.

Wutzl

Müllner

Stiekema

Varenhorst

Asse

2

0

1

2

Service-Fehler

5

1

1

11

Angriffs-Punkte

11

13

22

10

Angriffs-Fehler

3

3

5

4

Blocks

2

3

0

2

Petutschnig/Kunert - Sorokins/T.Smedins 2:0

Lorenz Petutschnig und Thomas Kunert sorgen für eine Überraschung und steigen nach ihrem zweiten Sieg in die Zwischenrunde auf.

Das Wild-Card-Duo überzeugt gegen Ruslans Sorokins und Toms Smedins über weite Strecken des Spiels. Den ersten Satz dominieren Petutschnig und Kunert, die die Stimmung am Center Court sichtlich genießen, und setzen sich klar 21:13 durch.

Den Schwung nehmen sie auch in den zweiten Satz mit und erspielen sich schnell eine Führung. Im Finish kommen die Letten wieder heran, den dritten Matchball verwandelt Kunert mit einem wuchtigen Angriff durch die Mitte.

Thomas Kunert: "Völlig ire. Es war eine so anstrengende Partie. Lo hat super serviert. Sie haben nicht mehr gewusst, auf wen sie servieren sollen, weil wir beide gutes Side-Out gespielt haben."

Lorenz Petutschnig: "Wir haben das super durchgezogen. Es war unsere beste Saisonleistung zur richtigen Zeit."

Stefanie

Doris

Borger

Kiesling

Asse

1

1

1

0

Service-Fehler

2

3

2

0

Angriffs-Punkte

14

15

6

13

Angriffs-Fehler

2

0

1

1

Blocks

4

0

0

3

Kunert

Petutschnig

T.Smedins

Sorokins

Asse

0

2

2

1

Service-Fehler

1

3

1

2

Angriffs-Punkte

13

15

14

2

Angriffs-Fehler

2

1

1

4

Blocks

0

0

0

2

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