Medaillen-Hoffnung bei ÖTV-Teams

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Österreichs Beach-Volleyball-Herren wollen den Schwung vom Heimturnier in Baden in die EM ab Mittwoch in Den Haag mitnehmen.

Die Baden-Sieger Clemens Doppler und Alexander Horst haben mit anderen Partnern jeweils bereits EM-Medaillen gewonnen.

Eine gemeinsame Topplatzierung wäre laut Ex-Europameister Doppler ein "Riesenboost" für den Rest der Saison. Hauptziel ist die Olympia-Qualifikation, die Ende Juni auf dem Programm steht.

"Dem haben wir alles untergeordnet", sagte Doppler.

Montagnolli/Hansel unter Zugzwang

Doris und Stefanie Schwaiger haben ihren Olympia-Startplatz praktisch fix. Sara Montagnolli und Barbara Hansel liegen derzeit außerhalb der Quotenplätze, benötigen für das Ranking bis 18. Juni also noch Spitzenergebnisse.

Im Vorjahr holte das Duo in Kristiansand überraschend EM-Silber. Montagnolli war zuletzt von einer Entzündung im Achillessehnenbereich zurückgeworfen worden, die Tirolerin erhielt am Dienstag aber grünes Licht für einen EM-Start.

Vorsicht vor dem Wind

Bei den Herren ruhen die Hoffnungen neben Doppler\/Horst auf den als Nummer neun gesetzten Alexander Huber und Robin Seidl. Daniel Müllner und Jörg Wutzl gelten als Außenseiter.

Der Strand von Scheveningen in Den Haag ist vor allem für seinen starken Wind gefürchtet.

"Das ist das windigste Turnier im ganzen Kalender", erklärte Doppler, der für die neue Zusammenarbeit mit Horst vom Verteidiger zum Blockspieler umfunktioniert worden ist.

Doppler hofft auf einen Platz auf dem Stockerl

Medaillen machen süchtig

Ein "Blockmonster" ist der 31-Jährige noch nicht, das Duo will seine Punkte stattdessen mit druckvollem Service machen.

"Wir haben beide gewusst, worauf wir uns einlassen", erinnerte Doppler.

"Es gibt wenige Teams, bei denen das Service beider Spieler eine Waffe ist." Der Europameister von 2003 (mit Nik Berger) und 2007 (mit Peter Gartmayer) holte zuletzt 2010 mit Matthias Mellitzer Silber. Im Jahr davor belegte Horst mit Florian Gosch ebenfalls EM-Rang zwei.

Minimalziel in den Niederlanden ist das Überstehen der Gruppenphase (Mittwoch, Donnerstag). "Es wäre untertrieben, wenn wir mit einem Top-Ten-Ergebnis zufrieden wären", erklärte Doppler.

"Wenn man schon Medaillen gewonnen hat, dann will man mehr. Keine Medaille zu machen, wäre aber auch kein Weltuntergang." Wichtiger sind dem Routinier konstant gute Leistungen. "Wenn wir unser Spiel spielen, dann werden wir auch für Topteams nur schwer zu schlagen sein."

Schwaiger-Sisters hoffen auf Besserung

Für die deutschen Titelverteidiger Julius Brink und Jonas Reckermann etwa ist die EM eine bessere Olympia-Vorbereitung. Brink war zuletzt mehrere Monate von einer Schulterverletzung außer Gefecht gesetzt.

Bei den Damen sagte Italiens Jungstar Marta Menegatti ihren Start wegen Schulterproblemen ab, ihre Partnerin Greta Cicolari verteidigt den EM-Titel daher mit Laura Giombini.

Die Vorjahresfinalistinnen Montagnolli/Hansel sind als Nummer fünf gesetzt, die Generalprobe in Baden ging nach der Verletzung von Montagnolli aber ebenso daneben wie jene der Schwaiger-Schwestern.

Beide ÖVV-Duos kamen beim Heimturnier der kleineren Europaserie nicht über Rang fünf hinaus. "Wir hoffen, dass es in Den Haag besser läuft", versicherten die Waldviertlerinnen. Eine EM-Medaille ist ihnen bisher verwehrt geblieben.

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