Oklahoma dreht Serie und "stiehlt" Spurs Heimvorteil

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Verrückt, verrückter, NBA-Playoffs!

Die Oklahoma City Thunder haben die Best-of-Seven-Serie gegen die San Antonio Spurs in der Nacht auf Dienstag gedreht.

Und das nach 0:2-Rückstand. Der 108:103-Erfolg in Texas war der dritte in Folge für OKC, das jetzt mit 3:2 führt.

Durch den Sieg in San Antonio haben die Thunder jetzt auch den Heimvorteil auf ihrer Seite.

Ginobili dreht auf

Weil die Spurs, die erstmals in dieser Saison drei Niederlagen in Folge hinnehmen müssen, zu viele Fehler machten.

Und weil Manu Ginobili 4,9 Sekunden vor dem Ende und beim Stand von 103:106 den Dreier zum Ausgleich versemmelte.

Am Argentinier lag es aber nicht, denn der drehte bei seiner Rückkehr in die Starting-Five – erstmals seit März - gleich mächtig auf.

Am Ende konnte er sich über seine 34 Punkte,  sieben Rebounds und sechs Assists aber nur bedingt freuen.

Zu viele Turnover

Ginobili war aber auch für fünf der insgesamt 21 Spurs-Turnover verantwortlich, die zu insgesamt 28 Punkten führten.

„Das kannst du dir gegen Oklahoma nicht erlauben“, ärgerte sich Spurs-Trainer Gregg Popovich.

Kevin Durant war mit 27 Punkten einmal mehr Top-Scorer für OKC – und der All-Star widerlegte seine Kritiker abermals, indem er genau dann zur Stelle war, als es drauf ankam.

22 seiner 27 Punkte machte „KD“ in der zweiten Halbzeit. Schon in Spiel 4 übernahm er in der entscheidenden Phase Verantwortung: 18 seiner insgesamt 36 Punkte warf er im Schlussviertel.

Matchball in Oklahoma

Weitere Sieggaranten für die Gäste waren Russell Westbrook mit 23 Punkten und zwölf Assists und James Harden mit 20 Punkten von der Bank.

„Wir haben aus Spiel 1 gelernt. Da war zu wenig Bewegung mit dem Ball im Spiel, haben wir schlecht verteidigt. Diesmal wussten wir, aus welcher Richtung der Sturm kommt“, so Oklahoma-Coach Scott Brooks nach dem Spiel.

In der Nacht auf Donnerstag hat Oklahoma City vor heimischer Kulisse den ersten Matchball.

Erinnerungen an 2004

Im Lager der Spurs geht die Angst um, dass sich Geschichte wiederholt. Nämlich die von 2004.

Damals – Ginobili, Tim Duncan und Tony Parker bildeten schon den Stamm der Franchise – hatte man 17 Spiele in Folge nicht verloren und lag in den Conference-Finals gegen die Los Angeles Lakers mit 2:0 in Führung.

Am Ende zog aber L.A. dank vier Siegen in Folge in die NBA-Finals gegen die Detroit Pistons ein, wo Kobe Bryant und Co. dann aber 1:4 verloren.

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