NBA-Thriller mit Botschaft

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Heat und Knicks revanchieren sich erfolgreich

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Das haben die Macher des NBA-Spielplans geschickt gemacht.

Den Auftakt der mit Verspätung beginnenden und dadurch verkürzten Saison 2011/2012 ganz ins Zeichen der Revanche zu stellen.

So gab es zum Beispiel die Neuauflage des Endspiels der vergangenen Saison: Dallas Mavericks gegen die Miami Heat.

Die Gäste aus Florida, im Finale ohne Chance, meldeten gleich im ersten Spiel Titelansprüche an. Und verdarben den Mavs die große Titel-Party in der eigenen Halle mit einem humorlosen 105:94-Erfolg.

Als die Sirene zum ersten Mal in dieser Saison ertönt war und nachdem das Championship-Banner für die Meisterschaft 2011 im American Airlines Center hochgezogen war, war Schluss mit lustig für die Hausherren.

LeBron James meldet sich zurück

Die Franchise aus Florida war in allen Belangen überlegen, kurz vor Ende des dritten Viertels betrug der Vorsprung 35 Punkte.

Entsprechend locker gingen die Heat im Schlussabschnitt zu Werke, die Mavericks waren jedoch ohne Chance, die Partie noch zu drehen.

Mit einem eindeutigen Ergebnis endete auch der Vergleich zwischen Dirk Nowitzki und LeBron James. Das „German Wunderkind“ war mit 21 Punkten, 5 Rebounds und 3 Assists zwar noch der beste Maverick am Parkett, gegen den „Basketball-Messias“ war an diesem Abend aber kein Kraut gewachsen.

James kam auf 37 Punkte und 10 Rebounds. Auch Dwyane Wade präsentierte sich in Topform und steuerte 28 Zähler, 8 Rebounds und 6 Assists bei.

Mavericks-Neuzugänge enttäuschen

„Wir haben versucht, aggressiv zu spielen. Das war die richtige Einstellung. Unser schnelles Spiel und unsere mentale Stärke haben den Unterschied ausgemacht“, so James nach der Partie.

Für die Statistiker: Mit dem Sieg beendete Miami eine Negativ-Serie von 14 Niederlagen in Folge gegen die Texaner in der Regular Season.

Bei Dallas merkte man, dass die vielen Neuzugänge noch nicht ins Team integriert sind, es noch Abstimmungsprobleme gibt. Das Trio Lamar Odom, Vince Carter und Delonte West traf gemeinsam nur 6 seiner insgesamt 19 Würfe, dazu kamen sieben Turnover.

Ganz bitter endete der Abend für Odom, der Mitte des dritten Viertels vor den Augen seiner Frau Khloe Kardashian nach seinem zweiten Technischen Foul vorzeitig unter die Dusche musste.

Anthony zündet den Turbo

Revanche geglückt, das konnten in der Nacht auf Montag auch die New York Knicks sagen.

In der Regular Season vier Mal vorgeführt, in den Playoffs von den Boston Celtics „rausgesweept“, also 0:4 untergegangen, meldete sich die Franchise aus dem „Big Apple“ zum Start der neuen Saison zurück: mit einem 106:104-Heimerfolg gegen den Rekord-Champion.

In einer spannenden Partie, die Führung wechselte von Viertel zu Viertel, machte Carmelo Anthony mit 37 Punkten den Unterschied. Vor allem im Schlussabschnitt drehte der Forward mächtig auf und die Partie noch einmal um.

Wer wollte hier Rondo nicht?

Denn die Celtics waren mit einer Sieben-Punkte-Führung in das vierte Viertel gegangen, aber 17 Punkte von „Melo“ in den letzten 12 Minuten – die entscheidenden zwei 16 Sekunden vor dem Ende von der Freiwurflinie - machten am Ende den Unterschied aus.

Und Kevin Garnett, der einen Buzzer-Beater versemmelte.  Auf Seiten der Celtics zeigte Rajon Rondo auf. Den wollte Boston eigentlich loswerden, aber nach dieser Vorstellung im Garden ist nur schwer vorstellbar, dass die Verantwortlichen daran festhalten.

31 Punkte, 15 Assists und 5 Steals sprechen eine klare Sprache. Sogar von der Freiwurflinie wusste Rondo mit 9 von 12 erfolgreichen Versuchen zu überzeugen.

Erinnerungen an "His Airness"

In Los Angeles hieß es zum Auftakt Lakers gegen die Chicago Bulls, ein Duell, das Erinnerungen an die Vergangenheit wecken sollte. Und das tat es auch, vor allem deshalb, weil Derrick Rose im Bulls-Trikot in einigen Szenen stark an Michael Jordan erinnerte.

Zwar war eineinhalb Viertel lang wenig bis gar nichts vom MVP der letzten Saison zu sehen, weshalb er auch „nur“ auf 22 Punkte und 5 Rebounds kam, doch dann drehte er auf.

Und zeigte gleich im ersten Spiel seine neuen Gefährlichkeit von der Dreierlinie. Aber nicht nur das, es war vor allem die Coolness beim entscheidenden Wurf, die bei den Fans Erinnerungen an „His Airness“ weckte.

Bryant und dann lange nichts

Und Kobe Bryant? Der zeigte ein gutes Spiel mit einigen starken Szenen, war mit 28 Punkten, 7 Rebounds und 6 Assists die One-Man-Show bei den Lakers.

Aber das reichte gegen Chicago nicht, da die Lücke zwischen Kobe und dem Rest zu groß war.

In der Schlusssekunde hatte Bryant die Entscheidung in der Hand, er wurde aber von Luol Deng geblockt.

 

Die weiteren Ergebnisse:
Oklahoma City Thunder-Orlando Magic 97:89;
Golden State Warriors-Los Angeles Clippers 86:105

 

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