Die Antwort des "King"

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James gleicht aus - Clippers nach Gala vor Aufstieg

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Was für ein Wochenende in den NBA-Playoffs!

Mit dem dritten Buzzer Beater in ebensovielen Tagen stellt LeBron James für die Cleveland Cavaliers auf 2:2 ("best of seven") gegen die Chicago Bulls.

Weniger knapp, aber nicht weniger spektakulär, ist die Performance der Los Angeles Clippers, die gegen die Houston Rockets erneut ein Feuerwerk abbrennen und mit der 3:1-Führung für das Western Conference Finale planen können.

LAOLA1 fasst die beiden Spiele zusammen:

CLEVELAND CAVALIERS (2) vs. CHICAGO BULLS (3) - 2:2

SPIEL 4: Bulls - Cavaliers 84:86 (45:49)

"Ich habe nur gesagt: 'Gib mir den Ball! Gib mir den Ball und ich gewinne das Spiel für uns'."

LeBron James ist sich seiner Sache sicher, als Teamkollege Matthew Dellavedova 1,5 Sekunden vor dem Ende, beim Stand von 84:84, zum Einwurf an der Grundlinie bereit steht. Eine Körpertäuschung um "Kettenhund" Jimmy Butler abzuschütteln, in die Ecke laufen, den Ball fangen, werfen, jubeln...

Der dritte Buzzer Beater des NBA-Wochenende gebührt LeBron James, der den Cleveland Cavaliers mit seinem Treffer zum 86:84 den 2:2-Ausgleich in der "best-of-seven"-Serie beschert. Dabei hätte Head Coach David Blatt ursprünglich einen anderen Schützen auserkoren, das Spiel zu entscheiden, doch James erklärte die letzte Aktion zur Chefsache.

Sahnehäubchen auf durchwachsener Leistung

"Ich machte einen Fehler nach dem anderen, ich konnte meine Teamkollegen nicht im Stich lassen", begründet der Forward, der zwar 25 Punkte erzielt, dafür aber 30 Würfe benötigt. Seinen acht Assists stehen ebensoviele Turnover gegenüber, er pflückt 14 Rebounds.

Dabei hätte das Spiel für den "Man of the Match" kurz vor Ende des dritten Viertels schon vorbei sein können, als er im Fastbreak aus vollem Lauf auf Derrick Roses Fuß tritt und umknickt.

Unterstützung erhält James an diesem Abend vor allem von seinen Big Men. Timofey Mozgov (15; 9 Rebounds) und Tristan Thompson (12; 7 Rebounds) treffen zusammen neun ihrer elf Würfe aus dem Feld und neun ihrer zehn Freiwürfe. J.R. Smith steuert von der Bank 13 Zähler bei.

"Da kannst du nichts machen"

Auf Seiten der Bulls setzt Power Forwards Pau Gasol wegen einer Oberschenkelverletzung aus. Sein Ersatz, Taj Gibson (6), zeigt eher in der Defense auf. Die Offense dominierten Derrick Rose (31), der elf seiner 23 Würfe trifft und Jimmy Butler (19). Ansonsten schreibt mit Ausnahme von Joakim Noah (15 Rebounds) kein "Bulle" in irgendeiner Kategorie zweistellig an.

Die Bulls finden sich zwei Tage nach dem spielentscheidenden Wurf von Derrick Rose in Spiel 3 nun am anderen Ende des Gefühlsspektrums wieder. "Die beiden Spiele hätten in die eine oder andere Richtung ausgehen können", weiß Bulls-Coach Tom Thibodeau die knappe Serie einzuschätzen.

Rose honoriert indes den Konter auf seinen eigenen Game Winner. "Da kannst du nichts machen. Er hat einen großartigen Wurf getroffen, er ist ein großer Spieler. Wir müssen beim nächsten Mal einfach zusehen, dass jemand anderes den Ball bekommt."

Spiel 5 steigt am Dienstag in Cleveland.

HOUSTON ROCKETS (2) vs. L.A. CLIPPERS (3) - 1:3

SPIEL 4: Clippers - Rockets 128:95 (60:54)

"Ich weiß gar nicht, was ich ihnen erzählen soll", ist Houstons Head Coach, Kevin McHale nach einer weiteren Machtdemonstration der Los Angeles Clippers, die nach einem 128:95 nun bereits 3:1 führen, bedient. "They beat the hell out of us."

Wie schon vor zwei Tagen in Spiel 3 zeigt die Truppe aus LA den Texanern auch im vierten Spiel die Grenzen auf. Allen voran DeAndre Jordan, der 26 Punkte und 17 Rebounds verbucht und sich den Statistik-Bogen eigentlich eingerahmt an die Wand hängen könnte - wären da nicht die Freiwürfe.

"Hack-a-DeAndre" wirkungslos

Denn die Rockets praktizieren in der ersten Halbzeit "Hack-a-DeAndre" und schicken den freiwurfschwachen Center gleich 28 Mal (!) an die Linie. Noch nie zuvor in der Geschichte nahm ein Spieler so viele Freiwürfe in einer Halbzeit eines Playoff-Spiels. Schlussendlich verwandelt Jordan 14 seiner 34 Versuche vom "Charity Stripe".

Trotzdem ist Houston ab dem zweiten Viertel im Grunde nie in Schlagdistanz. Die Drittel zwei, drei und vier gehen mit 30:21, 43:25 und 25:16 an die Gastgeber. Neben Jordan überzeugen auch Chris Paul (15; 12 Assists), Blake Griffin (21; 8 Rebounds) und J.J. Reddick (18). Aufgrund des "Blow Outs" setzen die Clippers insgesamt 13 Spieler ein. Austin Rivers (12) und Jamal Crawford (13) führen die Bank an.

Howard bleibt blass, Harden durchschnittlich

Die Rockets müssen sich die Frage gefallen lassen, warum James Harden (21) in einem solch wichtigen Spiel nur zwölf Würfe nimmt. Immerhin spielt er sechs Vorlagen und holt acht Rebounds. Trevor Ariza (18) und Jason Terry (16) verwerten jeweils vier ihrer acht Dreier.

Kein Faktor ist Dwight Howard, der aufgrund von Foulproblemen nur sieben Zähler und sechs Rebounds verbucht. Später muss der Big Man wegen zwei technischen Fouls sogar vorzeitig unter die Dusche.

Die Rockets müssen sich am Dienstag in Spiel 5 vor eigenem Publikum gegen das Ausscheiden stemmen.

Spiel Datum Heim Gast Ergebnis
1 Mo. 4. Mai Cavaliers BULLS 92:99
2 Mi. 6. Mai CAVALIERS Bulls 106:91
3 Fr. 8. Mai BULLS Cavaliers 99:96
4 So. 10. Mai Bulls CAVALIRS 84:86
5 Di. 12. Mai Cavaliers Bulls
6 Do. 14. Mai Bulls Cavaliers
*7 So. 17. Mai Cavaliers Bulls
Spiel Datum Heim Gast Ergebnis
1 Mo. 4. Mai Rockets CLIPPERS 101:117
2 Mi. 6. Mai ROCKETS Clippers 115:109
3 Fr. 8. Mai CLIPPERS Rockets 124:99
4 So. 10. Mai CLIPPERS Rockets 128:95
5 Di. 12. Mai Rockets Clippers
*6 Do. 14. Mai Clippers Rockets
*7 So. 17. Mai Rockets Clippers
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