Spurs schießen die Lichter aus

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Spurs lassen Heat in Spiel drei keine Chance

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Die San Antonio Spurs setzen ein kräftiges Ausrufezeichen!

Die Texaner gewinnen Spiel drei der NBA Finals ("best of seven") bei den Miami Heat 111:92 (71:50) und lassen den Gastgebern dabei nicht den Hauch einer Chance.

Überragender Akteur ist Forward Kawhi Leonard, der mit 29 Punkten einen neuen Karriere-Bestwert markiert. LeBron James kann die erste Playoff-Heim-Niederlage der Saison trotz starken 22 Punkten, fünf Rebounds und sieben Assists nicht verhindern.

SAN ANTONIO SPURS (1) - MIAMI HEAT (2) ... 2:1

Spiel 3: Heat - Spurs 92:111 (50:71)

Neun Punkte in Spiel eins, ebenso wenige in Spiel zwei. Spurs-Forward Kawhi Leonard sah sich in der ersten Finals-Woche mit einiger Kritik konfrontiert.

Nach seiner starken Performance in der Endspiel-Serie des Vorjahres, wurde der 22-Jährige den hohen Erwartungen nicht gerecht - bis er im dritten Aufeinandertreffen der NBA-Granden förmlich explodiert!

Rekord-Viertel für Leonard

16 Punkte erzielt der Small Forward alleine im ersten Viertel, was gleichzeitig einen neuen persönlichen Rekord bedeutet, den ersten an diesem Abend. Dabei versenkt Leonard jeden seiner drei Versuche von der Dreier-Linie.

Damit greift er seinem Team-Kollegen Danny Green, der sich üblicherweise der Distanzwürfe annimmt, unter die Arme. Dieser verzeichnet in den Anfangsminuten zwei Steals, zwei Assists und sechs Punkte und drückt dem Spiel damit anderweitig den Stempel auf.

Aber nicht nur Leonard und Green geigen zu Beginn des Spiels. Sämtliche Spieler beider Teams beweisen ein "heißes Händchen".

Spurs-Offense wie am Schnürchen

Keiner der ersten neun Würfe aus dem Feld (Miami 4, San Antonio 5) verfehlt sein Ziel. Doch die Heat können das Offensiv-Feuerwerk, dass die Gäste in der Folge abbrennen, bald nicht mehr kontern.

Selbst als LeBron James mit zwölf Punkten in Serie zum ersten Mal aufzeigt, sehen sich die Mannen aus Florida immer noch mit einem 20:27-Rückstand konfrontiert.

Denn auf der anderen Seite des Feldes läuft die Offense der Texaner, bei denen diesmal Boris Diaw statt Tiago Splitter in der Starting-Five steht, auf Hochtouren. Manu Ginobili beschließt das erste Viertel mit einem Buzzer-Beater zum 41:25. 

Shooting-Exhibition

Im zweiten Viertel ziehen die Spurs dann schnell bis auf 55:30 davon. Das beste Team der Western Conference verwandelte 19 (!) seiner ersten 21 Würfe aus dem Feld. Die Heat sind in dieser Phase trotz einer Wurfquote von weit über 50 Prozent nur Zuschauer.

Doch James & Co. erhöhen die Intensität in der Defensive und brechen den Lauf der Spurs. Dank dreier erfolgreicher Dreier von Rashard Lewis kommen die Heat wieder etwas heran. Doch die Texaner, die selbst sieben ihrer zehn Versuche von jenseits der 7,24 Meter verwandeln, haben erneut die passende Antwort.

Insgesamt treffen die Spurs vor der Pausen-Sirene 75,8 Prozent ihrer Feldversuche (70% Dreier), was einen neuen Finals-Rekord darstellt.

Kevin Bell

Kurzes "Aufflammen"

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte scheint es zunächst, als könne Miami den Rückstand nach und nach verringern. Doch die Heat schaffen es nicht, auf unter zehn Punkte heranzukommen.

Erst gegen Ende des dritten Viertels verspricht das Spiel noch einmal spannend zu werden, als Norris Cole per Layup auf 74:81 verkürzt.

Doch bereits im Gegenzug beendet Marco Belinelli mit einem erfolgreichen Dreier die Aufholjagd der Heat. Rund sieben Minuten vor Spielende beträgt der Vorsprung der Spurs neuerlich 15 Punkte, was einige Miami-Fans bereits dazu veranlasst, die verfrühte Heimreise anzutreten.

Obwohl San Antonio in der zweiten Spielhälfte - wie erwartet - etwas von seiner Treffsicherheit einbüßt, ist die Führung zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet. Am Ende bleibt ein 111:92-Erfolg oder das, was der Amerikaner einen "Blowout" nennt.

Leonard mit neuer Bestmarke

"Es war schwer, den Verlauf des Spiels nach dieser ersten Halbzeit noch zu verändern", analysiert Heat-Coach Erik Spoelstra in der anschließenden Pressekonferenz.

Leonard ist auch nach dem Pausen-Gatorade der überragende Akteur auf dem Parkett. Der Forward versenkt schlussendlich zehn seiner 13 Würfe. 29 Punkte bedeuten eine neue Karriere-Bestmarke. Zudem bringt er es auf vier Rebounds, zwei Steals und zwei Blocks.

"Er war einfach er selbst", begründet Coach Popovich die Leistungs-Explosion seines Youngsters. Wie es nach den zuletzt mäßigen Auftritten dazu kam? "Wir sprachen vor dem Spiel mit Kawhi und er hat einen Weg gefunden", erklärt "Pop" in typischer Manier.

Einmal und nie wieder

Danny Green und Tony Parker steuern jeweils 15 Zähler bei. Auch Duncan (14, 7 Rebounds) spult eine solide Leistung ab.

Auf Seiten der Heat überragt einmal mehr LeBron James, der neben 22 Punkten auch fünf Rebounds und sieben Assists verbucht, die Niederlage aber nicht verhindern kann. Dwyane Wade bringt es ebenfalls auf 22 Zähler.

Spiel vier steigt bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erneut in der American Airlines Arena zu Miami. Nicht nur Popovich erwartet dann ein völlig anderes Spiel: "Wir werden nie wieder 76 Prozent in einer Halbzeit treffen. Das ist verrückt."

 

Spiel Datum Heim Gast Ergebnis
1 Do. 5. Juni SPURS Heat 110:95
2 So. 8. Juni Spurs HEAT 96:98
3 Di. 10. Juni Heat SPURS 92:111
4 Do. 12. Juni Heat Spurs
5 So. 15. Juni Spurs Heat
*6 Di. 17. Juni Heat Spurs
*7 Fr. 20. Juni Spurs Heat
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