Warriors wecken Erinnerungen an 2007

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Die Golden State Warriors stehen in den Western Conference Semifinals der NBA-Playoffs.

In der Nacht auf Freitag machte das Team aus Oakland den Sack gegen die Denver Nuggets nach einem turbulenten Schlussviertel zu und beendete die Best-of-seven-Erstrundenserie mit 4:2.

Spannend ging es auch in Chicago zu: Die stark ersatzgeschwächten Bulls mussten gegen die Brooklyn Nets den Ausgleich zum 3:3 hinnehmen. Das Entscheidungsspiel steigt in der Nacht auf Sonntag.

CHICAGO BULLS - BROOKLYN NETS 92:95

Derrick Rose kehrte noch nicht zurück, Kirk Hinrich fiel schon wie im fünften Spiel wegen einer Wadenverletzung aus. Dem nicht genug, mussten die Bulls auch noch auf den erkrankten All-Star Luol Deng verzichten. Zudem ging Taj Gibson geschwächt in die Partie.

Die Gastgeber starteten mit Marco Belinelli, der mit 22 Punkten und sieben Assists prompt eine starke Leistung abrief.

Die Nets begannen offensiv stark und lagen kurz vor Halbzeit mit 60:50 voran, ehe Belinelli mit vier Punkten verkürzte. Im dritten Viertel kamen die Bulls auf einen Zähler heran, konnten aber nie ausgleichen oder in Führung gehen.

Im Schlussabschnitt wuchs der Vorsprung der Gäste auf acht Punkte an, die Bulls blieben dran und stellten durch einen Korbleger von Nazr Mohammed 25 Sekunden vor Schluss auf 92:93.

Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Andray Blatche vergab Belinelli einen Dreier, Joakim Noah holte sich zwar den Offensiv-Rebound, stieg aber ins Out. Der Franzose erzwang danach noch einen Sprungball, den aber die Nets für sich entscheiden konnten.

"Viele Leute hätten nach dem 1:3 nicht mehr auf uns gezählt. Aber wir haben weiter gekämpft und gezeigt, dass wir viel Herz haben", meinte Blatche, der von seinem Team denselben Hunger auch in Spiel 7 verlangt.

Doch auch Noah schwört seine Mannen ein: "Wir sind ein Team von Kämpfern. Wir bekommen eine auf die Fresse, aber wir schlagen zurück. Ich bin stolz auf dieses Team."

Der Center war mit 14 Punkten, 15 Rebounds, fünf Assists und fünf Blocks bester Bulle. Nate Robinson steuerte 18 Zähler, Jimmy Butler 17 in 48 Minuten bei.

Deron Williams (11 Assists), Brook Lopez und Joe Johnson führten Brooklyn mit je 17 Punkten an. Die Nets haben im entscheidenden Spiel Heimvorteil, der Sieger trifft auf Titelverteidiger Miami.

GOLDEN STATE WARRIORS - DENVER NUGGETS 92:88

Erinnerungen an 2007 wurden in Oakland wach, als die Warriors als Nummer 8 den Titelfavoriten Dallas aus den Playoffs gefegt hatten.

Ganz so groß war der Upset diesmal nicht - dennoch war der Jubel über das Weiterkommen auch diesmal riesig.

"Es ist sehr emotionell für mich, da ich ein Albtraum-Jahr hinter mir habe", beschrieb der von Verletzungen geplagte Andrew Bogut seine Gefühle. Mit 14 Punkten, 21 Rebounds und vier Blocks war der Australier Mann des Spiels.

Stephen Curry führte sein Team mit 22 Punkten und acht Assists an, Rookie Draymond Green lieferte mit 16 Zählern und zehn Rebounds eine Top-Partie ab.

Andre Iguodala (24) und Ty Lawson (17) waren erfolgreichste Scorer der Gäste aus Denver.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte zogen die Warriors im dritten Viertel davon, und neun Minuten vor Schluss hieß es bereits 80:62.

Danach zeigten die Nuggets großen Kampfgeist und Golden State Nerven. Ein 13:0-Run stellte auf 75:80 aus Sicht der Gäste.

Die Warriors bauten den Vorsprung wieder auf neun Punkte aus, hätten diesen aber beinahe komplett verspielt. Beim Stand von 88:90 vergab Wilson Chandler elf Sekunden vor Ende einen Lay-up aus dem Lauf.

Nach dem Kampf um den Rebound wurde der Ball den Warriors zugesprochen. Jarrett Jack wurde gefoult und legte die Partie mit zwei Freiwürfen auf Eis.

"Wir haben die Serie nicht heute verloren, das war eine stolze Niederlage", meinte Nuggets-Coach George Karl. "Wir haben sie in den Spielen 1 und 2 verloren. Da haben wir nicht gut genug gespielt, um unser Selbstvertrauen aufrecht zu erhalten. Wir haben Spiel 1 mit einem Lay-up in letzter Sekunde gewonnen. In Spiel 2 haben wir alles verschenkt, wofür wir mit 57 Siegen in der Saison gearbeitet haben. Das geht auf mich."

Den Sieg hatten die Fans vielleicht erwartet, ein Comeback von David Lee wohl nicht: Der All-Star, dessen Saisonende nach einer im ersten Spiel erlittenen Hüftverletzung verkündet worden war, stand im ersten Viertel 87 Sekunden lang auf dem Parkett. "Teilweise diente dies zur Inspiration", meinte Coach Mark Jackson.

Serie

Stand

Aktuell

Topscorer

HEAT (1) - Bucks (8)

4:0

Nets (4) - Bulls (5)

3:3

95:92

3 Spieler 17; Belinelli 22

Pacers (3) - Hawks (6)

3:2

Knicks (2) - Celtics (7)

3:2

Serie

Stand

Aktuell

Topscorer

Thunder (1) - Rockets (8)

3:2

Clippers (4) - Grizzlies (5)

2:3

Nuggets (3) - WARRIORS (6)

2:4

88:92

Iguodala 24; Curry 22

SPURS (2) - Lakers (7)

4:0

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