Boston meldet sich zurück - Garnett schießt Heat ab

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Daheim fühlen sich die Celtics richtig wohl. In den laufenden NBA-Playoffs gab es erst eine Niederlage für Boston.

Den Philadelphia 76ers gelang in der zweiten Runde ein 82:81-Erfolg im TD Garden. Soweit die Statistik.

Wer dachte, dass die Miami Heat im Conference-Finale – beflügelt von zwei Siegen daheim – auch in Boston leichtes Spiel haben werden, wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag eines Besseren belehrt.

Die Franchise aus Massachusetts feierte einen 101:91-Heimsieg und verkürzte in der Best-of-Seven-Serie auf 1:2.

Celtics-Trio wirft 68 Punkte

Matchwinner für die Celtics war Kevin Garnett. Ausgerechnet „KG“, von dem in den ersten beiden Spielen nur wenig zu sehen war.

Der 14-malige All-Star übernahm Verantwortung und steuerte 24 Punkte und 11 Rebounds bei.

Unterstützung bekam Garnett von Rajon Rondo, der 21 Punkte und 10 Assists anschrieb, und Paul Pierce mit 23 Zählern.

34 Punkte vom MVP zu wenig

Von Miami war mit Ausnahme von LeBron James nur wenig zu sehen. Zwischenzeitlich lagen die Heat im ersten Viertel voran, aber schnell dominierten nur mehr die Celtics.

Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung der Hausherren 24 Punkte.

„King“ James war sich seiner MVP-Verantwortung bewusst und warf Körper und Können in die Schlacht, aber seine 34 Punkte waren zu wenig.

Obwohl die Heat im Schlussabschnitt noch einmal bis auf acht Punkte herankamen.

Irre Liegestütz-Show von "KG"

Für die Szene des Spiels sorgte Garnett nach 3:03 Minuten im zweiten Viertel.

Nach einem harten Foul von Miamis Udonis Haslem ging der Teamleader der Celtics zu Boden, um sich nach einer kurzen Verschnaufpause auf den Bauch zu drehen und acht Liegestütze zu machen.

Die Fans im TD Garden spielten verrückt, Standing Ovations für den Routinier.

Hintergrund der Aktion: Nach den beiden Niederlagen gegen die Heat hatte es in der Presse geheißen, dass Garnett, Pierce und Ray Allen vielleicht schon zu alt seien, um Miamis „Big Three“ noch Paroli bieten zu können. Von wegen …

Viele Stars am Spielfeldrand

Ab der Liegestütz-Show lief es für die Celtics wie am Schnürchen.

„Es geht nicht nur um seine 24 Punkte. Kevin macht all die kleinen Sachen, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Er ist immer zur Stelle, wenn man ihn braucht. Sei es in der Offense, in der Defense oder als Kommunikator“, erklärt Rondo die Rolle des Go-to-Guys, der von den Fans nach der Schlusssirene frenetisch gefeiert wurde.

Unter anderem auch von zahlreichen Stars der Boston Bruins und der New England Patriots, die einige der besten Plätze belegten.

"King" James bleibt cool

Spiel vier findet in der Nacht auf Montag wieder im TD Garden statt.

LeBron James lässt sich von der Niederlage nicht aus der Ruhe bringen.

„Wir müssen uns keinen Vorwurf machen. Wir waren 24 Punkte zurück, aber wir haben gekämpft bis zum Schluss.“

Der Kampf um das Final-Ticket im Osten geht gerade erst los …

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