Williams, Nash, Duncan - Die Free Agency geht los

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Die Saison ist vorbei, der Draft ist erledigt – in der NBA bricht die vermeintlich ruhige Zeit an.

Vermeintlich – denn ab dem 1. Juli geht es nochmal ordentlich rund. Die Free Agency beginnt, und heuer kommen einige namhafte Spieler auf den freien Markt.

Während um Free Agents ein uneingeschränktes Wettbieten stattfindet, kann bei Restricted Free Agents das alte Team des Spielers bei jedem Angebot eines potenziellen neuen Arbeitgebers mitziehen, um das Objekt der Begierde zu halten.

Von regelmäßigen All-Stars wie Deron Williams über verletzungsgeplagte Hoffnungsträger wie Eric Gordon bis hin zu Oldies wie Tim Duncan hat das Transferkarussell alles zu bieten. LAOLA1 trifft eine Auswahl der wichtigsten Free Agents:

Deron Williams: Der Point Guard der Brooklyn Nets ist der unbestrittene Star der Free Agency. Dank regelmäßiger Top-Leistungen schaffte es der 28-Jährige in den vergangenen drei Jahren jedes Mal ins All-Star-Team. „D-Will“ befindet sich im besten Basketballer-Alter und nach allgemeiner Auffassung würde er zusammen mit einem starken „Big Man“ jedes Team zum Titel-Kandidaten machen. Medien zufolge wird er sich zwischen seinem derzeitigen Arbeitgeber und den Dallas Mavericks entscheiden.

Eric Gordon: Wegen einer Knieverletzung verpasste der Shooting Guard den Großteil der abgelaufenen Saison. Nichtsdestoweniger ist der 23-Jährige ein exzellenter Scorer, der noch viele Klasse-Saisonen vor sich hat – wenn er seine Verletzungs-Probleme in den Griff bekommt. Da er Restricted Free Agent ist und die New Orleans Hornets um ihn und Anthony Davis ein neues Team aufbauen wollen, bleibt er wohl in Louisiana – es sei denn, ein anderes Team unterbreitet ihm ein Monster-Offert, das den Finanzrahmen der Hornets sprengt.

Tim Duncan: Der 36-jährige Power Forward der San Antonio Spurs erlebte in der abgelaufenen Saison seinen x-ten Frühling und ist trotz seines hohen Alters eine Fixgröße in der Liga. Nun ist das Verhalten alternder NBA-Stars konträr zu dem von Fußballern: Anstatt das große Geld zu suchen, nehmen viele eine kräftige Gehaltskürzung in Kauf, um dafür bei einem guten Team eine letzte Chance auf einen Titel zu erhalten. Die würde Duncan bei San Antonio wohl bekommen. Klopft nicht ein Team mit einem unerwartet großen Angebot an, würde der Power Forward wohl nicht schwach werden.

"KG" bringt viel Erfahrung mit

Kevin Garnett: Garnett ist ein ähnlicher Fall wie Duncan. Er passt hervorragend in sein aktuelles Team, steht aber vor allem bei Franchises, die mehr Erfahrung in ihre Umkleide bringen wollen, hoch im Kurs. Seine Leistungen in den Playoffs haben bei so manchem GM Eindruck geschunden – trotzdem wird er aller Wahrscheinlichkeit nach in der nächsten Spielzeit wieder das Dress der Boston Celtics überstreifen.

Roy Hibbert: Der Center der Indiana Pacers zeigte sowohl in der Regular Season, als auch in der Postseason kräftig auf. Als Vollblut-Center in einer Liga, in der diese Position zusehends von eigentlichen Forwards oder spielerisch schwachen Big Men besetzt wird, hat er meistens entweder einen Größen- oder einen Fähigkeiten-Vorteil in seinem Matchup. Das machte den 25-Jährigen zu einem essentiellen Teil der drittbesten Mannschaft der Eastern Conference und brachte ihm seine erste Nominierung ins All-Star-Team ein. Da Hibbert ein Restricted Free Agent ist, werden die Pacers wohl gehörig Geld in die Hand nehmen und ihn behalten.

Steve Nash: Der in die Jahre gekommene Point Guard ist nach wie vor einer der Assist-Könige der NBA. Fast jedes Team würde sich glücklich schätzen, einen Passverteiler Marke Nash in seinen Reihen zu haben. So hat der 38-Jährige wohl die Qual der Wahl: Gerüchteweise sollen Miami, Dallas, New York und sein derzeitiger Verein Phoenix nur einige seiner zahlreichen Optionen sein.

Brook Lopez: Der 2,13 m große Center der Brooklyn Nets verpasste den Großteil der vergangenen Saison wegen eines gebrochenen Fußes. Dank seiner überlegenen Physis gilt der 24-Jährige trotzdem als Spieler mit enormem Potenzial. Da die Nets laut Medienberichten um jeden Preis Dwight Howard nach Brooklyn holen wollen, könnte Lopez Teil eines Sign-and-Trade-Deals mit Orlando werden. Falls nicht, muss GM Mikhail Prokorov Farbe bekennen, denn der Restricted Free Agent wäre eine leistbare, wenn auch riskante Zukunfts-Investition.

Auch Jeremy Lin ist auf dem Markt

Jeremy Lin: Der Point Guard taiwanischer Abstammung war die Feel-Good-Story des NBA-Jahres. Aus dem nichts stieg er auf wie ein Komet und wurde binnen Tagen zu einem wichtigen Bestandteil der New York Knicks. Eine Knieverletzung beendete die ausgebrochene „Linsanity“ abrupt, die Hoffnung auf eine Rückkehr der Lichtfigur im orangenen Dress ist dennoch präsent wie eh und je. Da sich der 23–Jährige noch nie über längere Zeit beweisen musste, schwebt ein Fragezeichen über seinem Potenzial – es ist aber trotzdem gut möglich, dass ihm ein Klub ein gutes Angebot macht. Besteht die finanzielle Möglichkeit, würden die Knicks aber mit hoher Wahrscheinlichkeit mitziehen.

Brandon Roy: Eigentlich hatte der Shooting Guard der Portland Trail Blazers seine Karriere nach nur fünf Jahren in der NBA im Dezember 2011 wegen hartnäckiger Knieverletzungen schon beendet. Nun strebt der ehemalige Rookie of the Year und dreimalige All-Star doch eine Rückkehr an. Die Interessenten sollen zahlreich sein, die Minnesota Timberwolves bekundeten gar schon offiziell, den ehemaligen Star verpflichten zu wollen.

Weitere namhafte Free Agents:

Martin Schauhuber

Name

Position

Letztes Team

Nicholas Batum

SF

Portland Trail Blazers

Ray Allen

SG

Boston Celtics

Goran Dragic

PG

Houston Rockets

Ersan Ilyasova

SF

Milwaukee Bucks

Ryan Anderson

PF

Orlando Magic

JaVale McGee

C

Denver Nuggets

Gerald Wallace

SF

Brooklyn Nets

Jason Terry

SG

Dallas Mavericks

George Hill

SG

Indiana Pacers

O.J. Mayo

SG

Memphis Grizzlies

J.R. Smith

SG

New York Knicks

Vince Carter

SG

Dallas Mavericks

Ramon Sessions

PG

L.A. Lakers

Nick Young

SG

L. A. Clippers

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