Gelingen Brooklyn erneut vier Siege?

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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch steigen auch die verbleibenden vier Teams in die Conference Finals ein.

Im Osten fordern die Brooklyn Nets Titelverteidiger Miami Heat zum "Veteranen-Duell" und wollen (wie in der Regular Season) erneut vier Siege einfahren.

In der Western Conference bekommen es die San Antonio Spurs nach überstandener Auftakt-Serie gegen Dallas nun mit den Portland Trail Blazers zu tun.

LAOLA1 blickt auf die Matchups:

MIAMI HEAT (2) - BROOKLYN NETS (6)

Ausgangslage:

Nach zuletzt drei Final-Teilnahmen und zwei Titel durfte man die Miami Heat auch in diesem Jahr in den Conference Semifinals erwarten. Anders als andere Titel-Favoriten strauchelten die Mannen um LeBron James in Runde eins nicht und schickten die Charlotte Bobcats mit einem 4:0-Sweep zurück nach North Carolina. Jetzt wartet allerdings jener Gegner, gegen den die "Heatles" in dieser Spielzeit noch nicht gewinnen konnten.

Den Brooklyn Nets gelang besagter "Regular-Season-Sweep". Drei der vier Spiele endeten allerdings auf die denkbar knappste Weise, mit nur einem Punkt Differenz. Trotzdem scheint es, als hätten die Nets um Coach Jason Kidd einen Plan, wie man dem Favoriten wehtun kann. Brooklyn ist jedenfalls nun genau an jenem Punkt angelangt, wo die Franchise hinwollte. Das einzige, was man sich im Big Apple ein bisschen anders vorgestellt hatte, war die Auftakt-Serie gegen Toronto. Doch danach fragt in zwei Wochen keiner mehr.

 

Bisherige Duelle:

Brennpunkte:

  • Erfahrung

    Einem Team, das Kevin Garnett (37), Paul Pierce (36), Jason Collins (35), Andrei Kirilenko (33) oder Joe Johnson (32) in seinen Reihen hat, kann man nichts vormachen. Die Veteranen haben im Grunde "alles" erlebt, unzählige Playoff-Serien geschlagen und Titel eingefahren. Speziell in der "Crunch-Time", wenn der Ausgang des Spiels davon abhängt, tendieren die Alt-Stars der Nets vermehrt zu den richtigen Entscheidungen. Das alles ist nichts Neues. Doch die Nets liegen in beiden Statistiken "nur" auf Rang zwei in der NBA. Die Miami Heat sind durchschnittlich nicht nur um mehr als ein Jahr älter (30,3/29,2), die "Heatles" haben im Schnitt auch 8,2 Saisonen (Nets: 7,1) auf dem Buckel. Fakt ist, dass beide Teams über enorme Erfahrung verfügen und man darf gespannt sein, wer daraus vornehmlich profitiert. Vielleicht macht aber auch Rookie Mason Plumlee das Kraut fett?
  • Wade-Faktor

    Vor der Ankunft von Superstar LeBron James und Chris Bosh waren die Heat das Team von Dwyane Wade. Beim Titelgewinn 2006 galt der spätere Finals-MVP als "Alleinunterhalter".  Und auch wenn heutzutage alle nur von James sprechen, ist "D-Wade" nach wie vor ein essentieller Baustein zum Erfolg der Mannen aus Florida. Mit seiner Athletik und seinen Qualitäten in Korbnähe bringt er gegnerische Teams auch mit 32 Jahren noch zur Verzweiflung. Allerdings unterzog sich Wade in den letzten Jahren immer wieder Operationen. In dieser Saison verpasste er 28 Spiele aufgrund von Verletzungen. Auch gegen die Nets fehlte er zweimal. Es wird also einen starken Dwyane Wade brauchen, um die Nets zu überstehen. 

  • Frische

    Unterschiedlicher könnten die Erstrunden-Serien der Heat und der Nets nicht verlaufen sein. Während der Titelverteidiger mit den Charlotte Bobcats in vier Spielen keinerlei Mühe hatte, musste Brooklyn gegen die jungen, athletischen Toronto Raptors über sieben Spiele gehen. Acht Tage Pause für die Heat, nur zwei Tage für die Nets. Rost gegen Rhythmus. Es kann nur einen geben.

Datum

Heim

Gast

Ergebnis

1.11.

NETS

Heat

101:100

10.1.

NETS

Heat

104:95

12.3.

Heat

NETS

95:96

8.4.

Heat

NETS

87:88

SAN ANTONIO SPURS (1) - PORTLAND TRAILBLAZERS (4)

Ausgangslage:

Als bestes Team der NBA in die Playoffs gestartet, mussten die San Antonio Spurs zum Playoff-Auftakt gegen die Dallas Mavericks lange kämpfen. Erst in Spiel sieben gelang dem Vorjahres-Finalisten das Weiterkommen. Allerdings zeigten die Spurs in eben jenem, warum sie auch in diesem Jahr als absoluter Titelfavorit gelten: Team-Basketball vom Feinsten. Jetzt wartet jedoch ein Gegner, der den Mavericks nicht unähnlich ist. Dennoch sind die Spurs erneut der Favorit.

Die Portland Trail Blazers galten lange als eines der Überraschungsteams der Saison. Doch die Mannen von Coach Terry Stotts entwickelten sich zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten und stellten dies mit einem 4:2-Sieg gegen die Houston Rockets eindrucksvoll unter Beweis. Jetzt wartet Top-Favorit San Antonio, doch den Blazers ist der "Upset" zuzutrauen. Auch weil Coach Terry Stotts sein Handwerk bei den Mavericks erlernte und eine ähnliche Offense laufen lässt.

 

Bisherige Duelle:

LAOLA1-Tipp:

Bell

Preusser

Schauhuber

Schmidt

4:2 HEAT

4:1 HEAT

4:2 HEAT

4:2 HEAT

Brennpunkte:

  • "to dirk" Aldrige

    Jenseits der 2,10 Meter, Power Forward, überragender Mitteldistanz-Wurf, enorm stark im High-Post. Die Rede ist diesemal nicht vom deutschen Superstar Dirk Nowitzki, sondern von Portlands Franchise-Spieler LaMarcus Aldrige, der in der Erstrunden-Serie nicht zu stoppen war und 29,8 Punkte, 11,2 Rebounds und 2,7 Blocks pro Spiel auflegte. Aufgrund der Ähnlichkeit mit der Spielweise Nowitzkis, den die Spurs in deren Serie sehr gut unter Kontrolle hatten, fragten sich US-Medien zuletzt, ob es San Antonio gelingen wird Aldrige zu "dirken". Das fragen wir uns auch. Aber nicht nur der Big Man alleine ist gefährlich. In Kombination mit Damian Lillard im "Pick & Roll" (Pop) verfügen die Blazers über eine gefährliche Waffe.

  • "Spurs Basketball"

    Der Liga-Primus aus San Antonio offenbarte in den sieben Spielen gegen die Mavericks unbekannte Probleme in der Offense. Dallas zwang Tony Parker & Co oftmals in Miss-Matches, ließ deren Offense stagnieren, was ganz und gar nicht "Spurs-like" ist. Die Mannen von Coach Gregg Popovich sind dafür bekannt eine Offense zu laufen die unzählige Ausstiege kennt, in der reichlich Aktionen abseits des Balls von statten gehen, in der Parker zum Korb zieht, in der massenhaft freie Würfe von Außen entstehen, in der jeder weiß was er zu tun hat. Davon war gegen die Mavericks erst mit Serien-Fortschritt etwas zu sehen. Das Entscheidungsspiel dominierte San Antonio schließlich mit "Spurs Basketball" in Reinkultur. Gelingt gegen Portland die Fortsetzung?
  • Mentalität

    Das vielzitierte Momentum liegt, wenn es denn existiert, wohl eher bei den Blazers. Mit einem Buzzer Beater im Spiel sechs wendete Damian Lillard nicht nur ein Entscheidungsspiel vor fremdem Publikum ab, er sorgte auch für den erstmaligen Gewinn einer Playoff-Serie des Teams seit 14 Jahren. Die ohnehin basketballverrückte Nicht-Millionenstadt ist bereit für die nächste Sensation. Auch wenn es im Kader der Blazers offensichtliche Schwächen (u.a. Defense) gibt.

Datum

Heim

Auswärts

Ergebnisrn

2.11.

BLAZERS

Spurs

115:105

17.1.

Spurs

BLAZERS

100:109

19.2.

Blazers

SPURS

109:111

12.3.

SPURS

Blazers

103:90

Kevin Bell

LAOLA1-Tipp:

Bell

Preusser

Schauhuber

Schmidt

4:2 SPURS

4:3 SPURS

4:3 SPURS

4:2 SPURS

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