Stars am Absprung: Die Lockout-Gerüchte

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In der NBA sind die Trainingshallen und Umkleidekabinen geschlossen. Spieler-Gewerkschaft und Liga-Führung konnten ihren Streit über die künftigen Vertragsbedingungen noch nicht beilegen.

Allmählich wird die Zeit knapp, am 1. November soll die neue Saison beginnen. Immer mehr Stars rechnen aber mit einem Lockout und blicken sich nach Möglichkeiten in Europa und Asien um.

Mit Nets-Point-Guard Deron Williams hat bereits der erste All-Star (2010 und 2011) auf dem "Alten Kontinent" bei Besiktas Istanbul unterschrieben.

Wade würde wechseln

Er könnte nicht der einzige Top-Star bleiben, der den USA für eine gewisse Zeit den Rücken kehrt. Dwyane Wade stellte vor kurzem klar: "Ich werde dieses Jahr auf jeden Fall Basketball spielen. Ich liebe dieses Spiel einfach zu sehr."

Wohin es den Guard der Miami Heat ziehen könnte, ist aber unklar. Gerüchte über ein lukratives Angebot (2 Mio. USD pro Monat) eines chinesischen Klubs, dementierte er.

Artest und Durant nach Europa?

Auch Ron Artest steht kurz vor dem Abschluss seines Wechsels auf die britische Insel. Der Lakers-Forward wird Ende August nach England reisen, um sich mit der Teamführung der Cheshire Jets zu unterhalten.

Klub-Direktor Peter Hawkins kann sein Glück kaum fassen: "Es ist schon eine Ehre, dass er es überhaupt in Betracht zieht, zu uns zu wechseln! Wir können ihm finanziell nichts bieten, aber wir geben ihm einen Anteil am Klub und alle Liebe der Welt."

Kevin Durant könnte zu Williams und Besiktas stoßen. "Die türkische Option ist sehr verlockend. Aber wir schauen auch in andere Länder", bestätigte sein Agent gegenüber ESPN. Beim Istanbuler Traditionsverein scheint das Geld locker zu sitzen, bemüht man sich doch auch um die Dienste von Kobe Bryant.

China mischt mit

Neben den europäischen Spitzenvereinen mischen vor allem chinesische Klubs um die NBA-Stars mit: Chris Paul (Hornets) und Carmelo Anthony (Knicks) stellten klar, dass für sie nur ein Wechsel in das "Reich der Mitte" in Frage käme.

Auch Carlos Boozer (Bulls) und Dwight Howard (Magic) werden mit einem Transfer in die aktuell 17 Teams umfassende Chinese Basketball Association gebracht.

Locker bleiben im Lockout

Ganz cool bleiben indes zwei andere Top-Stars: Dirk Nowitzki und LeBron James. Letzterer zeigte sich Anfang der Woche gegenüber der US-Nachrichtenagentur AP "sehr optimistisch", dass die NBA-Saison wie geplant starten könne.

Dann wären auch alle Transfer-Sensationen hinfällig. Die von der FIBA ausgegebene Anweisung schreibt eine Rückkehr der NBA-Stars in die USA vor, sobald der Lockout beendet ist.

Michael Höller

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