Die heißesten Aktien am NBA-Transfermarkt

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Wer sein Team vor dem Sommer noch entscheidend verstärken will, hat noch bis Donnerstag um punkt neun Uhr (MESZ) Zeit.

Denn dann ist die Trade Deadline. Bis zum Ende der Saison dürfen danach keine Transfers mehr durchgeführt werden. Die einzige Möglichkeit, ab Freitag an neue Spieler zu kommen, ist das Verpflichten von Free Agents – und auf diesem Markt findet man im Februar keine Rosinen mehr.

Aus diesem Grund läuten in den letzten Tagen und Stunden vor der Deadline bei General Managern die Telefone Sturm.

Teams, denen noch ein Puzzleteil zum Einzug in die Playoffs oder zum Erfolg in eben diesen fehlt, lassen sich oft zu Deals hinreißen, von denen eine andere Franchise mehr profitiert. Die Mannschaften, deren Postseason-Hoffnungen sich schon in Schall und Rauch aufgelöst haben, versuchen hingegen, Rollenspieler über ihrem Marktwert loszuwerden.

LAOLA1 beleuchtet die Teams und Spieler, die in der Gerüchteküche für den größten Betrieb sorgen:

Boston Celtics: Nach Rajon Rondos Kreuzbandriss schien die Saison des Traditionsteams verloren. Wider Erwarten spielten die Celtics nach dem Ausfall ihres Star-Point-Guards aber deutlich besser als zuvor und verloren in neun Spielen nur ein Mal. Das ließ die sofort aufgekommenen Spekulationen um Trades der Superstars Paul Pierce und Kevin Garnett zwar etwas abebben, aber nicht versiegen. Vor allem „KG“ soll nach wie vor Objekt der Begierde der Los Angeles Clippers sein. Der Haken an der Sache? Der 36-Jährige besitzt ein Veto-Recht gegen jeden Trade, von dem er laut eigener Aussage in jedem Fall Gebrauch machen würde. US-Medien zufolge sollen die Clippers aber zuversichtlich sein, bei einer Einigung mit den Celtics auch mit Garnett auf einen grünen Zweig zu kommen – dabei soll auch Chauncey Billups helfen, der Clippers-Guard ist gut mit dem 15-fachen All-Star befreundet. Der weitaus am häufigsten genannte Transfer wäre Eric Bledsoe und DeAndre Jordan für Garnett, möglicherweise würde auch der eine oder andere Draftpick den Besitzer wechseln. Auch abseits der zwei Superstars könnte sich bei den Celtics noch etwas tun, so sollen sie die Fühler nach diversen Mittelklasse-Point-Guards ausgestreckt haben.

Josh Smith, Atlanta Hawks: Der Power Forward der Hawks soll laut Insidern einer der heißesten Kandidaten für einen Trade noch in der kommenden Woche sein. Sein Vertrag läuft im Sommer aus und Smith hat wiederholt klargemacht, seinen neuen Kontrakt am oberen Gehaltslimit ansiedeln zu wollen. Sein Alter macht den 27-Jährigen zu einem beliebten Trade-Ziel, so sollen laut „Yahoo“ und „ESPN“ mehr als sieben Teams an einem Transfer arbeiten, der Hawks-GM Danny Ferry zufriedenstellen soll. Darunter sollen die Dallas Mavericks, Phoenix Suns, Milwaukee Bucks, Boston Celtics, Philadelphia 76ers, Washington Wizards und Brooklyn Nets sein. Letztere sollen im Tausch Kris Humphries und MarShon Brooks bieten, die Hawks aber auf einen zusätzlichen Erstrunden-Pick bestehen.

Utah Jazz: Paul Millsap und Al Jefferson sind im Sommer Free Agents, hinter ihnen hängt derzeit der aufstrebende Derrick Favors fest. Die logische Schlussfolgerung daraus ist, einen der erstgenannten Big Men zu traden. Während am Power Forward Millsap vor allem die Los Angeles Clippers Interesse zeigen sollen (auch hier wäre Eric Bledsoe der wichtigste Teil des Gegengeschäfts), soll der Center Jefferson bei den San Antonio Spurs hoch im Kurs stehen. So viel scheint sicher: Entweder Millsap oder Jefferson verlassen Utah in den nächsten Tagen.

Eric Gordon, New Orleans Hornets: Die Hornets sollen bereit sein, sich beim richtigen Angebot von ihrem Shooting Guard zu trennen. Der 24-Jährige hat zwar einen brandneuen Vertrag, hat aber in Louisiana seit letztem Sommer – er proklamierte lautstark, lieber nach Phoenix zu wollen – nicht nur Freunde. Mögliche Interessenten sind laut „ESPN“ die Dallas Mavericks, die Houston Rockets und die Golden State Warriors. Jüngsten Berichten zufolge sollen sich auch die Milwaukee Bucks in Verhandlungen eingeschaltet haben. Diese verfügen mit Monta Ellis und Brandon Jennings zwar über zwei in Körpern von Point Guards gefangene Shooting Guards, sollen sich von Letzterem aber ohnehin im Sommer trennen wollen.

J.J Redick, Orlando Magic: Von einem Werfer zum nächsten: Der Guard wird im März für ein anderes Team spielen, soviel ist praktisch sicher. Der Scharfschütze spielt eine statistisch hervorragende Saison (15,3 Punkte pro Spiel, 45,9% aus dem Feld, 40% Dreierquote) und wäre für Mannschaften, die um den Titel mitspielen, eine wertvolle Verpflichtung. Die Franchise aus Florida kann indes kaum Nutzen aus dem Spiel des 28-Jährigen ziehen: Sein Vertrag läuft im Sommer aus und die Magic haben ihr Ticket in die Draft-Lottery für heuer schon so gut wie gelöst. Passend zum laufenden Rebuilding soll der Preis für Redick ein guter Draftpick oder ein junger Spieler sein. Die meisten Teams, die für das Abenteuer Playoffs noch einen Shooter brauchen, haben genau das zur Verfügung.

Andrea Bargnani, Toronto Raptors: Andrea Bargnani ist in Toronto nicht mehr gern gesehen. Der einstige Nummer-eins-Draftpick nahm schlicht und ergreifend nicht die Entwicklung, die man sich von ihm erwartete. Nun sitzen die Kanadier auf seinem aufgeblähten Vertrag fest und suchen seit geraumer Zeit einen Abnehmer. Große Gegenleistungen würden und dürfen sie nicht erwarten, trotzdem soll ein Trade im Winter laut der „Toronto Sun“ immer mehr außer Reichweite kommen. Ein möglicher Abnehmer wären die Chicago Bulls, in diesem Fall würde wohl Carlos Boozer seinen Arbeitgeber wechseln.

Iman Shumpert, New York Knicks: Die Phoenix Suns haben Interesse an dem defensivstarken Guard der New York Knicks. Laut „Yahoo“ ist dem Team aus dem Big Apple das Angebot von Jared Dudley und einem Erstrunden-Draftpick aber zu wenig.

Denver Nuggets: Die Nuggets verfügen über unzählige junge und talentierte Spieler, nach denen sich verschiedenste GMs die Finger ablecken. „Yahoo“ zufolge soll GM Masai Ujiri Verhandlungen aber sehr zögerlich gegenüberstehen. Kommt es doch noch zu einem Trade, wäre Wilson Chandler ebenso wie Timofey Mozgov ein heißer Kandidat.

Martin Schauhuber

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