Cavs wählen Wiggins, Embiid zu Sixers

Aufmacherbild
 

Zum zweiten Mal in Folge ist der erste Pick des NBA-Drafts ein Kanadier. Die Cleveland Cavaliers wählen Andrew Wiggins an der ersten Stelle aus. Der athletische Guard kann dem Team sofort helfen, bringt aber auch großes Potenzial mit. Cavs-GM David Griffin streicht auch seine starke Defense heraus.

Als zweites Team dürfen die Milwaukee Bucks wählen, wie im Vorfeld erwartet entscheiden sie sich für Jabari Parker. Der Forward gilt als fertigster Spieler im Draft und soll von Tag eins Weg der Star der frisch verkauften Franchise sein.

An der Nummer drei fassen sich die Philadelphia 76ers ein Herz und draften Joel Embiid, der vor dem Bekanntwerden seiner Verletzung noch als wahrscheinlichster Nummer-eins-Pick galt. Die Sixers verwenden ihren höchsten Pick damit wie im Vorjahr auf einen verletzten Center. Damals wählten sie Nerlens Noel, der bisher noch kein Spiel absolvierte.

Magic holen Gordon statt Exum

Die erste Überraschung kommt mit dem vierten Pick. Die Orlando Magic schnappen sich den athletischen Power Forward Aaron Gordon.

Danach holen sich die Utah Jazz den Spieler, der eigentlich zuvor bei den Magic erwartet wurde: Dante Exum. Der Australier ist das Mysterium des Drafts, da er niemals auf einem US-College spielte. Exum verblüffte die NBA-Szene vergangenes Jahr mit einem bärenstarken Spiel beim Nike Hoop Summit, bei dem sich die hoffnungsvollsten Talente messen.

An Nummer sechs wählen die Boston Celtics den Point Guard Marcus Smart. Der 20-Jährige ist als harter Arbeiter und Führungsspieler bekannt. Das verschafft auch den Gerüchten um einen möglichen Abschied von Rajon Rondo neues Feuer.

Direkt danach dürfen sich Lakers-Fans über Neuzugang Julius Randle freuen. Der Power Forward gilt als vielseitiger Spieler, zeigt aber defensiv Schwächen.

Trades kommen mit Verspätung

Der erwartete Trade der Nummer acht bleibt aus: Die Sacramento Kings holen sich Shooting-Spezialist Nik Stauskas und behalten ihn ersten Meldungen zufolge auch.

An Nummer neun fällt der Power Forward Noah Vonleh den Charlotte Hornets in den Schoß. Der Pick gehörte ursprünglich den Detroit Pistons, wechselte aber im Zuge des Ben Gordon-Corey Maggette-Trades den Besitzer.

Danach sind abermals die Philadelphia 76ers an der Reihe, da sie durch den Jrue-Holiday-Trade des Vorjahresdrafts den Pick der New Orleans Pelicans erhalten. Diesen verwenden sie auf Point Guard Elfrid Payton, der wenig später aber zu den Orlando Magic getradet wird.

Die Denver Nuggets holen sich mit Doug McDermott geballte Scoring-Power, traden den Small Forward aber sofort zu den Chicago Bulls. Dafür bekommen sie die Draft-Picks 16 und 19.

Saric zu Sixers getradet

An der Nummer zwölf hört mit Dario Saric der erste Europäer seinen Namen. Der von den Orlando Magic gewählte Kroate geht im Tausch mit Elfrid Payton zu den Philadelphia 76ers. Dabei bekommen die Sixers auch ihren eigenen Erstrunden-Draftpick 2017 von den Magic zurück. Diesen wurden sie im Zuge des Dwight-Howard-Trades vor zwei Jahren los.

Da Saric jüngst einen neuen Vertrag bei seinem türkischen Klub Anadolu Efes unterschrieb, wird er frühestens in zwei Jahren in die NBA wechseln. Die Sixers draften damit zwei Spieler, die sie nicht sofort verstärken können und befeuern damit Spekulationen, sie würden auch die nächste Saison eine schlechte Bilanz und damit einen hohen Draftpick anstreben.

Die Minnesota Timberwolves schnappen sich danach Zach LaVineT.J. Warren wird ein Phoenix Sun, die Atlanta Hawks verstärken sich mit Adreian Payne.

An Nummer 16 blicken die Denver Nuggets über den Atlantik und entscheiden sich für den bosnischen Center Jusuf Nurkic.

Silver sorgt für Gänsehaut

Danach sorgt Adam Silver für den Gänsehaut-Moment des Drafts. Der Neo-Commissioner bittet Isaiah Austin auf die Bühne. Der College-Spieler der Baylor Bears galt als Erstrunden-Kandidat, bis bei ihm im Vorfeld des Drafts das Marfan-Syndrom diagnostiziert wurde. Diese Krankheit beendete seine Karriere noch bevor sie begann.

Allgemein erhält Silver bei seinem Erstrunden-Debüt (er verlas bisher die zweite Runde) relativ viel Applaus und nicht annähernd so viele Buhrufe, wie sein Vorgänger David Stern einstecken musste.

1

Cleveland Cavaliers

Andrew Wiggins

2

Milwaukee Bucks

Jabari Parker

3

Philadelphia 76ers

Joel Embiid

4

Orlando Magic

Aaron Gordon

5

Utah Jazz

Dante Exum

6

Boston Celtics

Marcus Smart

7

Los Angeles Lakers

Julius Randle

8

Sacramento Kings

Nik Stauskas

9

Charlotte Hornets

Noah Vonleh

10

Philadelphia 76ers

Elfrid Payton (zu Magic)

11

Denver Nuggets

Doug McDermott (zu Bulls)

12

Orlando Magic

Dario Saric (zu 76ers)

13

Minnesota Timberwolves

Zach LaVine

14

Phoenix Suns

T.J. Warren

15

Atlanta Hawks

Adreian Payne

16

Chicago Bulls

Jusuf Nurkic (zu Nuggets)

17

Boston Celtics

James Young

18

Phoenix Suns

Tyler Ennis

19

Chicago Bulls

Gary Harris (zu Nuggets)

20

Toronto Raptors

Bruno Caboclo

21

Oklahoma City Thunder

Mitch McGary

22

Memphis Grizzlies

Jordan Adams

23

Utah Jazz

Rodney Hood

24

Charlotte Hornets

Shabazz Napier (zu Heat)

25

Houston Rockets

Clint Capela

26

Miami Heat

P.J. Hairston (zu Hornets)

27

Phoenix Suns

Bogdan Bogdanovic

28

L.A. Clippers

C.J. Wilcox

29

Oklahoma City Thunder

Josh Huestis

30

San Antonio Spurs

Kyle Anderson

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen