"His Airness" feiert - eine Legende wird 50

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Michael Jordan, der am Sonntag (17. Februar) seinen 50. Geburtstag feiert, gilt als bester Basketballer der Welt.

Einige halten ihn sogar für den besten Athleten der Sportgeschichte. Und Boston-Celtics-Legende Larry Bird ging noch weiter und bezeichnete ihn nach einer weiteren Sensationsvorstellung auf dem Basketball-Court als "Gott, verkleidet als Michael Jordan".

Er hat nicht nur seinen Sport populär gemacht, sondern auch die Marke "Air Jordan".

Jordan steht für Basketball

Für Deutschlands Basketball-Ikone Dirk Nowitzki ist er einfach "der MJ" - und auch sonst bedarf es bei Michael Jordan keiner weiteren Erklärungen.

Muhammad Ali steht fürs Boxen, Pele für Fußball, die Leichtathletik hat Fabelsprinter Usain Bolt - und der Basketball eben "His Airness" Jordan.

Die bekannteste Rückennummer 23 der Sportgeschichte feiert ihr halbes Jahrhundert im Rahmen des NBA-Allstar-Wochenendes in Houston.

"MJ" stiehlt Show beim All-Star-Game

Und es steht zu befürchten, dass Jordan dort den heutigen Stars wie LeBron James ("Ich wollte immer wie Michael sein"), Kobe Bryant oder Kevin Durant locker die Show stiehlt.

"Keine Frage, er ist der beste Basketballer, den es jemals gab", betonte Earvin "Magic" Johnson, der ebenfalls als Legende der National Basketbal Association (NBA) gilt.

Michael Jordan - der Name steht immer noch als Inbegriff eines Siegers. In den Neunzigern führte er die Chicago Bulls in acht Jahren zu sechs NBA-Meisterschaften, wurde in allen sechs Endspiel-Serien zum wertvollsten Spieler ("MVP") gewählt.

Fast alle sind sich einig, dass die Bulls auch 1994 und 1995 Champion geworden wären, hätte ihr Superstar nicht ein 18-monatiges Baseball-Intermezzo eingelegt.

Basketball habe ihm immer alles bedeutet, betont Jordan immer wieder. Durch ihn habe er immense Schmerzen und intensive Freude erlebt.

"Und er hat mir die Chance gegeben, meine Leidenschaft mit Millionen anderen zu teilen - und zwar auf eine Art, die ich nicht erwartet habe und mir auch niemals hätte vorstellen können", erklärte der Jubilar.

Lobhuldigungen von allen Seiten

Wenn er mit ausgestreckter Zunge durch die Arenen Richtung Korb flog, schauten selbst die Gegner fasziniert zu. "Er hat in dir das Verlangen geweckt, nur einen Tag einmal fliegen zu können", gab Johnson einst voller Bewunderung zu Protokoll.

"Es war das Schlimmste, wenn er auf dich zudribbelte, dir in die Augen schaute und du absolut keine Ahnung hattest, was er als nächstes mit dir macht", erinnerte sich Bird.

Zusammen mit "Magic" Johnson hatte Jordan die NBA in den 1980er-Jahren salonfähig gemacht und dafür gesorgt, dass die Endspielserien wieder live und zur besten Sendezeit übertragen werden.

Der Botschafter der NBA

Doch damit nicht genug, vollzog "Air Jordan" auch den nächsten Schritt: Er trug Basketball in die Welt hinaus, machte den Sport rund um den Globus populär.

"Seinetwegen habe ich mir die Rückennummer 23 ausgesucht", betonte etwa Englands Fußball-Superstar David Beckham. "Wir sind weltweit in die Kinderzimmer gekommen, aber ohne Michael wäre das nie möglich gewesen", weiß Johnson. "Michael war nicht nur Basketballspieler, sondern eine Berühmtheit."

Harter Beginn seiner Karriere

Doch Jordans einzigartige Karriere hatte einen extrem steinigen Beginn. In Wilmington/North Carolina durfte er als 16-Jähriger nicht im High School-Team mitspielen - seine 1,80 Meter erschienen dem Coach als schlichtweg zu klein, um auf höchstem Level mithalten zu können.

"Anschließend wollte ich ihm beweisen, du hast einen Fehler gemacht, Kerl", erzählt der nun 1,98 m große Jordan stets, wenn er sich an diesen Moment erinnert.

Jenes Feuer in ihm wurde bereits im Elternhaus entfacht. Später sei es dann nur noch stärker geworden, wenn Gegenspieler, Trainer und Medien an ihm gezweifelt hatten. "Das hat das Feuer so zum Lodern gebracht, dass ich jeden Tag als Basketballer besser werden wollte."

Unbändiger Ehrgeiz als Erfolgsrezept

Er habe in seinem gesamten Leben niemanden getroffen, der so ehrgeizig gewesen sei wie er selbst, hatte Jordan einst betont. Sein größter Gegner war nicht der beste Verteidiger der NBA, sondern stets er selbst.

Bei seiner Aufnahme in die Hall of Fame im Jahr 2009 sagte Jordan, dass man ihn eventuell mit 50 wieder spielen sehen werde. Als daraufhin Gelächter ausbrach, warnte er: "Lacht bloß nicht."

Alle wussten, dass das alte Feuer in ihm immer noch lodert. Antawn Jamison ist überzeugt, dass Jordan heute noch in der NBA mithalten könnte.

"Ich würde nicht bezweifeln, dass er in der richtigen Situation mit LeBron oder Kobe in seinem Team zehn oder elf Punkte erzielen würde", meinte der Profi der Los Angeles Lakers.

Marke blieb bestehen

Die Marke Michael Jordan ist auf jeden Fall immer noch ein Überflieger. Auch fast ein Jahrzehnt nach seinem Karriereende kommen neue "Air Jordan"-Schuhe auf den Markt - und die alten Modelle werden wieder neu aufgelegt.

Der Sportartikelgigant Nike hat 20 Designer, die sich ausschließlich damit beschäftigen, und macht jährlich mehr als eine Milliarde US-Dollar (750,36 Mio. Euro) Umsatz mit den Schuhen. 58 Prozent der heute in den USA verkauften Basketball-Schuhe sind "Air Jordan".

Für "Magic" Johnson ist klar: "Michael wird in die Geschichte eingehen wie Muhammad Ali - vielleicht sogar noch größer als er."

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