Die große Nummer im "Big Apple"

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Ungebrochener Hype um Jeremy Lin in der NBA: Der erst mit 4. Februar als Point Guard der New York Knicks "entdeckte" Taiwan-Amerikaner ist nach nicht einmal drei Wochen schon Kult - und ein Verkaufsschlager dazu.

Im Rahmen des All Star Weekends in Orlando wird er am Freitag nun auch im "Team Shaq" bei der "Rising Stars Challenge" mitwirken.

"Lin King" wurde verdientermaßen nachnominiert.

Ein "Double" der besonderen Art

Seit Mittwoch ziert der aktuell wohl prominenteste Harvard-Absolvent zum zweiten Mal hintereinander die Titelseite von "Sports Illustrated".

Dieses "Double" ist zuletzt Dirk Nowitzki anlässlich der NBA-Finalserie 2011 im vergangenen Juni gelungen. Und der Deutsche war immerhin "MVP" bei der jüngsten Titelentscheidung in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga.

Lin hingegen hat am Mittwoch gegen die Atlanta Hawks sein erst zehntes Spiel in der Startformation der Knicks bestritten.

Das Merchandising boomt

Der New Yorker Tageszeitung "Daily News" war zuletzt ein Poster des Neo-Stars beigelegt.

Und in Sportgeschäften - egal ob im NBA-Store auf der Fifth Avenue oder andernorts - gibt es beinahe täglich neue Merchandising-Produkte der Nummer 17 der Knicks zu finden.

Kein Wunder, sind sie aktuell doch gleichermaßen "Selbstläufer". Wer Lin nicht hat, ist nicht in, scheint als Motto ausgerufen zu sein.

Die Palette umfasst neben Dressen und einer Reihe verschiedener T-Shirts u.a. auch Handtücher, Wimpel, Schlüsselbänder und Pins. Brandneu standen am Mittwochabend im Madison Square Garden "Lin 17"-Kappen zum Verkauf.

Unglaubliche Nachfrage

Es sei "wie Weihnachten im Februar", wurde Mitch Modell, CEO der gleichnamigen Sportartikelkette (Modell's), in der Fachzeitschrift "Crain's New York Business" zitiert.

Um der Nachfrage nach Lin-Artikeln aller Art gerecht zu werden, musste das Unternehmen sogar zusätzliche Druckereien beauftragen.

Jersey versteigert

Jenes Jersey, das der 23-Jährige am 10. Februar gegen die Los Angeles Lakers getragen und dabei 38 Punkte erzielt hatte, wurde inzwischen versteigert.

Das mit Autogramm versehene Stück erzielte nach Angaben der Knicks 42.388 Dollar (32.039 Euro). "Zugabe" waren vier Matchkarten und ein Treffen mit dem neuen Star nach der Mittwoch-Partie gegen Atlanta.

Medienvertreter aus aller Welt

Interviews mit dem "Floor General" in der gemäß NBA-Politik nach Spielen für Journalisten geöffneten Kabine - Lins Spind-Nachbarn sind übrigens Amar'e Stoudemire zur linken und Mike Bibby zur rechten Seite - sind derzeit nicht vorgesehen.

Der Andrang ist dermaßen groß, dass der 23-Jährige stets in den Pressekonferenz-Raum des Madison Square Garden geführt werden muss, um dort Rede und Antwort zu stehen.

Medienvertreter aus aller Welt sind inzwischen angereist, um "Linsanity" live zu erleben und über die "Linderella"-Story zu berichten.

Lin zieht bei jedem

Die Prominenz lässt sich den Hype ebenfalls nicht entgehen.

Neben Knicks-"Edelfan" Spike Lee, aktuell entweder im Palo-Alto-High-School-Jersey oder im Harvard-Shirt des Neo-NBA-Stars auf seinem Stammplatz direkt am Court zu erleben, besuchten zuletzt u.a. auch Eva Longoria, Ex-Frau von Tony Parker (San Antonio Spurs), Kevin Costner, David Duchovny, Paul McCartney und Facebook-CEO Mark Zuckerberg, Harvard-Absolvent wie Lin, Heimspiele der Knicks.

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