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Durchwegs Favoritensiege zum EM-Auftakt

Durchwegs mit Favoritensiegen haben die Partien des ersten Tags der Basketball-EM in Litauen am Mittwoch geendet.

Titelverteidiger Spanien hat die Gruppe A mit einem knappen 83:78 (44:31) gegen das ersatzgeschwächte Polen eröffnet.

Die Iberer lagen in der Schlussminute nur mit zwei Punkten voran, behielten aber von der Freiwurflinie die Nerven.

Pau Gasol überragte mit 29 Punkten, auch Juan Carlos Navarro (23) und Marc Gasol (16) konnten sich gut in Szene setzen.

Polen wurde von Lukasz Koszarek (19) und Thomas Kelati (18) angeführt.

Türkei ohne Probleme

Souveräner agierte die Türkei beim 79:56 (39:27) gegen Portugal. Schon nach 16 Minuten führten Hedo Türkoglu, Enes Kanter (je 14 Punkte) und Co. mit 33:15, nach drei Vierteln hieß es 64:38.

Kein Türke spielte mehr als 22 Minuten.

Briten fordern Litauen

Bis zum Stand von 51:39 zu Beginn des dritten Viertels lief auch für den Gastgeber gegen Großbritannien alles rund, doch die Briten legten einen 18:3-Run hin und gewannen den Abschnitt mit 18:5.

Im Schlussviertel schafften Topscorer Rimantas Kaukenas (zehn seiner 16 Punkte im vierten Viertel), Sarunas Jasikevicius (13) und Co. aber den Umschwung und siegten am Ende noch relativ deutlich mit 80:69 (49:39).

"Wir mussten sehr hart für diesen Erfolg arbeiten und sind erleichtert, dass wir das Turnier mit einem Sieg begonnen haben", so Siena-Legionär Kaukenas.

Chicago-Bulls-Forward Luol Deng führte Großbritannien mit 25 Punkten und zehn Rebounds an.

Serbien gewinnt Schlager

Im Schlager des Tages setzte sich Serbien in der starken Gruppe B gegen Italien mit 80:68 (35:29) durch.

Nach einem Fehlstart übernahmen die Serben im zweiten Viertel klar das Kommando und bauten ihre Führung nach Seitenwechsel bis auf 18 Zähler aus (42:34).

Italien kämpfte sich dank des starken NBA-Centers Andrea Bargnani (20 seiner 22 Punkte nach der Pause) und einer Zonenverteidigung auf vier Zähler heran (53:57). Zu Beginn des Schlussabschnitts zog Serbien durch Team-Play aber wieder bis auf 18 Zähler davon.

Während sich die Azzurri auf Einzelleistungen ihrer NBA-Stars Bargnani, Danilo Gallinari (15) und Marco Belinelli (9) stützten, verzeichnete Serbien um 14 Assists mehr (22:8).

Milos Teodosic und Milenko Tepic führten die Serben mit je 15 Punkten an. Der Ex-Traiskirchner Nemanja Bjelica kam in elf Minuten auf drei Punkte und fünf Rebounds.

Packendes Match zwischen Frankreich und Lettland

Ein tolles Spiel lieferten sich Frankreich und Lettland, das die Franzosen mit 89:78 (40:41) für sich entschieden.

Die Letten trafen vor allem zu Beginn von außen sensationell und versenkten acht ihrer ersten zwölf Dreier-Versuche, während sich die Blauen gegen die Zonenverteidigung schwer taten.

Dreier von Nicolas Batum und Mickael Gelabale in der 37. Minute brachten Frankreich schlussendlich auf 78:70 davon und damit die Vorentscheidung.

Bei den Balten spielte Janis Blums mit 32 Punkten groß auf, bei den Franzosen scorten Parker (31), Boris Diaw (14), Gelabale (11), Joakim Noah und Nicolas Batum (je 10).

Deutschland stark

Im dritten Spiel der Gruppe B setzte Deutschland mit einem überlegenen 91:64 (40:26) gegen Israel ein Ausrufezeichen.

Nach dem ersten Viertel (15:14) waren die Deutschen klar besser und hatten mit Dirk Nowitzki (25 Punkte, 10/14 aus dem Feld) und Chris Kaman (18, zehn Rebounds) die überragenden Akteure.

Montenegro siegt nach Verlängerung

Das Eröffnungsspiel der Gruppe C ging in die Verlängerung: Montenegro bezwang Mazedonien mit 70:65.

Die Montenegriner erzielten in den letzten 2:20 Minuten der regulären Spielzeit keinen Punkt, was Mazedonien mit fünf Zählern zum 61:61-Ausgleich nützte.

Die Overtime verlief konträr: Über die letzten 2:15 Minuten gelang Vladimir Dasic (20 Punkte, 16 Rebounds) und Co. ein 5:0-Run.

Griechenland und Kroatien müssen kämpfen

Griechenland lag gegen Bosnien-Herzegowina im dritten Viertel mit sechs Punkten zurück, schaffte mit einem 10:2-Run aber die Wende und siegte 76:67 (31:34).

Fünf Griechen scorten zweistellig.

Finnland, das sich wie Portugal erst in der Zusatz-Qualifikation gegen Ungarn durchgesetzt hatte, sorgte beinahe für die einzige Sensation am Auftakttag.

Beim 79:84 (43:41) gegen Kroatien lagen die Suomi zwei Minuten vor Schluss nur mit einem Punkt zurück, die Kroaten wirkten danach aber souverän.

Bojan Bogdanovic ragte mit 27 Punkten (6/8 Dreier) heraus.

Slowenien und Russland siegen knapp

In Gruppe D fertigte Georgien, das in der Vorbereitung zweimal gegen Österreich verloren hatte, Belgien mit 81:59 (37:24) ab.

Entscheidend war die 38:21-Überlegenheit am Rebound. Der Ex-Fürstenfelder Georgi Gamqrelidze kam in drei Minuten auf einen Punkt.

Medaillenanwärter Slowenien entging beim 67:59 (29:25) gegen Bulgarien einer Blamage.

4:20 vor Schluss lagen Erazem Lorbek (18) und Co. mit 51:57 zurück, legten aber bis zum Ende einen 16:2-Run hin.

Auch Russland hatte beim 73:64 (28:24) gegen die Ukraine mehr Mühe als erwartet.

Die Russen taten sich gegen die großen Ukrainer unter dem Korb schwer, hatten aber am Ende in Viktor Khryapa und Andrei Kirilenko (20 Punkte, zehn Rebounds) Routiniers, die die entscheidenden Aktionen setzten.

 

EM-Vorrunde, Tag 1, Mittwoch:

 

Gruppe A:

Spanien - Polen 83:78 (44:31)

P. Gasol 29, Navarro 23 bzw. Koszarek 19, Kelati 18

Türkei - Portugal 79:56 (39:27)

Türkoglu, Kanter je 14 bzw. Evora 12, Da Silva 9

Litauen - Großbritannien 80:69 (49:39)

Kaukenas 16, Jasikevicius 13 bzw. Deng 25, Clark 15

 

Gruppe B:

Serbien - Italien 80:68 (35:29)

Tepic, Teodosic je 16 bzw. Bargnani 22, Gallinari 15

Frankreich - Lettland 89:78 (40:41)

Parker 31, Diaw 14 bzw. Blums 32, Freimanis 11

Deutschland - Israel 91:64 (40:26)

Nowitzki 25, Kaman 18 bzw. Pnini 20, Eliyahu 11

 

Gruppe C:

Montenegro - Mazedonien 70:65 (61:61, 25:30) n.V.

Dasic 20, Dragicevic 12 bzw. McCalebb 17, Antic 11

Griechenland - Bosnien/Herzegowina 76:67 (31:34)

Zisis, N. Calathes je 13 bzw. Kikanovic 15, Gordic 12

Kroatien - Finnland 84:79 (41:43)

Bogdanovic 27, Tomic 14 bzw. Koponen 14, Salin 13

 

Gruppe D:

Georgien - Belgien 81:59 (37:24)

Pachulia 16, Sanikidze, Shengelia je 13 bzw. Beghin 13, Mbenga 12

Slowenien - Bulgarien 67:59 (29:25)

E. Lorbek 18, G. Dragic 13 bzw. E. Rowland 20, Videnov 14

Russland - Ukraine 73:64 (28:24)

Kirilenko 20, Fridzon 12 bzw. Lishchuk 13, Kravtsov 12

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