ZSKA und Olympiakos im Euroleague-Finale

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ZSKA Moskau und Überraschungsteam Olympiakos Piräus zogen beim Euroleague-Final-Four in Istanbul mit Erfolgen im Semifinale am Freitag in das Endspiel ein.

Die Russen spielen am Sonntag um ihren siebenten, die Hafenstädter um ihren zweiten Titel.

ZSKA setzte sich in einem Thriller gegen Panathinaikos mit 66:64 (32:34) durch.

Der Titelverteidiger aus Athen erwischte einen Traumstart und lag nach dem ersten Viertel mit 29:15 voran.

Vor allem im Pick-and-Roll zerlegten Altstar Sarunas Jasikevicius (36) und Co. die russische Verteidigung. Zudem kassierten Andrei Kirilenko und Nenad Krstic schnell zwei Fouls.

Defensiv-Rekord von ZSKA

Danach machte sich aber die Defensivstärke des Favoriten bemerkbar: Im zweiten Abschnitt ließen die Moskowiter ganze fünf Punkte zu, was neuen Final-Four-Rekord bedeutete, und glichen mit einem 13:0-Run aus.

Nach Seitenwechsel ging ZSKA erstmals in Führung, doch die Athener fanden angeführt von Kostas Kaimakoglou ihren offensiven Rhythmus wieder und gingen mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung in das Schlussviertel.

Dort führte Panathinaikos zwei Minuten vor Ende dank Jasikevicius mit 64:60, konnte in der Folge aber nicht mehr punkten.

Vergebene Freiwürfe sorgen für Spannung

Alexey Shved und Milos Teodosic erzielten die vorentscheidenden Körbe, doch beide strauchelten von der Freiwurflinie, was Panathinaikos den letzten Angriff bei zwei Zählern Rückstand bescherte.

Doch erneut schlug die ZSKA-Defense zu, Ramunas Siskauskas holte am Boden liegend den entscheidenden Steal.

Topscorer der Partie waren Kirilenko (17), Shved (15), Teodosic (12) bzw. Jasikevicius (19) und Mike Batiste (11).

Niederlage trotz "fast perfekter Partie"

Panathinaikos-Coach Zeljko Obradovic war sich der Favoritenrolle des Gegners bewusst.

"Wir spielten eine fast perfekte Partie. Alles, was wir vorbereitet hatten, lief gut für uns. Sie hatten niedrige Wurfquoten. Normalerweise haben sie 20 Assists, heute nur neun", so der Serbe.

Sein Gegenüber Jonas Kazlauskas analysierte folgendermaßen: "Wir haben ein sehr talentiertes Team, sind aber nur ein Jahr zusammen. Wir stehen unter Druck, ZSKA muss immer gewinnen."

So sei der nervöse Start seiner Truppe zu erklären.

Olympiakos überrascht Barcelona

Für eine kleine Sensation sorgte Olympiakos mit einem 68:64 (33:29) gegen den FC Barcelona Regal.

Piräus überraschte Barca mit einem 8:0-Blitzstart, geriet zwar zwischendurch kurz in Rückstand, setzte sich aber in der zweiten Hälfte wieder ab.

Besonders Vassilis Spanoulis (21 Punkte) bereitete Barcelona immer wieder Probleme, Georgios Printezis (14) traf hochprozentig von außen.

Barca-Stars enttäuschen

Barca kam nie richtig in Tritt, außer Juan Carlos Navarro (18 Punkte) konnte sich kein Spieler offensiv wie gewohnt in Szene setzen. Besonders die Starter Chuck Eidson (0) und Marcelinho Huertas (4) enttäuschten. Insgesamt trafen die Katalanen nur drei von 19 Dreipunkte-Versuchen, die Griechen neun von 20.

Dank Navarro konnte Barca zwei Minuten vor Schluss zwar auf 61:63 aufschließen, doch Spanoulis antwortete umgehend mit seinem vierten Dreier im Spiel.

Durch Freiwürfe konnte Ndong auf 64:66 verkürzen, ehe 16 Sekunden vor Schluss die Entscheidung folgte: Der sehr präsente Joey Dorsey scorte nach Fabelpass von Spanoulis zum Endstand.

"Nie unser Spiel gespielt"

"Wir haben es nie geschafft, unser Spiel zu spielen - sie haben das nicht zugelassen. Sie haben den Rhythmus kontrolliert und wir konnten ihre Offense nicht stoppen", meinte Barca-Power-Forward Erazem Lorbek.

Olympiakos-Forward Printezis nannte die Gründe für den Erfolg: "Wir sind gut gestartet, mit viel Energie. Dafür sorgt unser sehr guter Trainerstab und unsere harte Arbeit seit Saisonbeginn."

Euroleague Final Four in Istanbul, Halbfinali, Freitag:

ZSKA Moskau - Panathinaikos 66:64 (32:34)

15.262 Zuschauer

ZSKA: Kirilenko 17 (9 Rebounds, 4 Blocks; 25 Effizienz), Shved 15 (16 Effizienz), Teodosic 12 (6 Rebounds, 5 Turnovers), Krstic 8 (3 Blocks), Siskauskas 5, Khryapa 3 (5 Assists), Kaun 2, Gordon 2, D. Lavrinovic 2, Vorontsevich, Voronov; Mejia

Panathinaikos: Jasikevicius 19 (3/6 3er, 16 Effizienz), Batiste 11 (4 Steals, 6 Turnovers), Kaimakoglou 10 (8 Rebounds, 5 Assists, 23 Effizienz), Diamantidis 10 (6 Assists, 1/9 3er), Maric 6, Sato 3, N. Calathes 3, Logan 2, Perperoglou, Tsartsaris, Vougioukas; Smith

Olympiakos - FC Barcelona Regal 68:64 (33:29)

Olympiakos: Spanoulis 21 (6 Assists, 6 Turnovers, 15 Effizienz), Printezis 14 (13 Effizienz), Papanikolaou 9, Dorsey 8, Mantzaris 4 (6 Rebounds), Antic 4, Law 4, Hines 2, Sloukas 2, Keselj; Gecevicius, Glyniadakis

Barcelona: Navarro 18 (5 Turnovers), Ndong 10 (14 Effizienz), Lorbek 9, Vazquez 8 (7 Rebounds, 13 Effizienz), Sada 6, Mickeal 4, Huertas 4, Wallace 3, Perovic 2, Eidson, Ingles; Rabaseda

Finale am Sonntag um 20 Uhr, Spiel um Platz drei um 17 Uhr

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