Drittel-Gesellschaft in der ABL?

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Drittel-Gesellschaft in der ABL?

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Mit dem Spiel BC Zepter Vienna gegen die Chin Min Dragons aus St. Pölten beginnt am Freitag die Saison 2012/13 der Admiral Basketball Bundesliga.

Gerade die Wiener sind es, auf die heuer viele Augen gerichtet sind, da sie dank ihres neuen Hauptsponsors einige namhafte Spieler in die Hauptstadt lotsen konnten und vom achten Platz im Vorjahr einen großen Sprung nach vorne machen könnten. 1992 gewann mit SPI zum letzten Mal ein Team aus der Hauptstadt den Meistertitel.

Für LAOLA1.at nimmt ÖBV-Sportdirektor Robert Langer alle elf Teams der Liga unter die Lupe. Der Klosterneuburger war in der vergangenen Saison noch selbst als Head Coach der Güssing Knights tätig.

Für das bevorstehende Spieljahr betrachtet Langer die ABL aus der Außensicht: "Ich möchte mir viele Spiele anschauen, aber mich auch im Ausland weiterbilden und hospitieren. Ich werde auf jeden Fall dranbleiben, aber in den nächsten Monaten keine Mannschaft selbst betreuen."

Langer sieht keine klare Nummer eins

"Kein dominantes Team"

Langer erwartet ein ähnlich ausgeglichenes Feld wie im Vorjahr ohne eindeutigen Favoriten: "Wahrscheinlich wird es nur sehr wenige Spiele geben, wo von vornherein ausgeschlossen ist, dass auch einmal der Außenseiter gewinnt."

"Früher gab es mit Klosterneuburg, St. Pölten, Kapfenberg oder Gmunden Serienmeister, die die Liga über Jahre dominiert haben - das sehe ich derzeit nicht, wie auch die Vielzahl der verschiedenen Meister in den letzten Jahren gezeigt hat. Es haben einige Mannschaften die Chance, den Titel zu holen."

Alte Favoriten

Die Top-Teams aus dem Vorjahr gehören für Langer auch heuer wieder zu den Favoriten.

Der Experte gliedert die Liga in drei Drittel:

 


XION DUKES KLOSTERNEUBURG


Vorjahr: Meister

 

Top-Spieler: Christoph Nagler, Ramiz Suljanovic, Moritz Lanegger, Jason Chappell, Curtis Bobb, Kevin Payton, Damir Zeleznik



Der Titelverteidiger geht fast mit dem kompletten Meister-Kader in die Saison. Damir Hamidovic beendete nach 20 Jahren als Duke seine Karriere, für ihn kam der Wiener Kevin Payton.


Analyse Langer:
"Klosterneuburg hat aufgrund der Kader-Politik sicher einen Start-Vorsprung von allen Teams. Mit nur einer Veränderung ist die größte Stärke die Kontinuität. Ein großer Vorteil ist auch der ausgeglichene Kader, wenn alle Spieler fit sind. Lukas Sallomon ist derzeit ja leider verletzt. Als positiv hat sich auch herausgestellt, dass sich Werner Sallomon traut, auch einmal den Nummern 9, 10 und 11 in der Hierarchie in wichtigen Spielphasen Vertrauen zu schenken, um die Topspieler während der Saison nicht zu überlasten. So hat zum Beispiel Valentin Bauer im zweiten Viertel des Supercup-Spiels zwei Minuten bekommen. Ich sehe keine großartige Schwäche. Das einzige Fragezeichen ist, wie die Lücke, die Damir Hamidovic als Führungsperson und verlängerter Arm des Coaches hinterlässt, ausgefüllt werden kann. Man wird auch sehen, wie gut Kevin Payton integriert werden kann - von der Position her ist das ja doch eine Veränderung. Kevin gibt den Dukes auf jeden Fall Extra-Defense auf den Außenpositionen. Mit Momo Lanegger und ihm hat man nun zwei bärenstarke Verteidiger, was gegen Teams mit viel Firepower von außen - wie zum Beispiel Kapfenberg mit Pryor, Mayes und Shaw - sicher sehr hilft. Weiters macht er das Fast-Break-Spiel der Klosterneuburger noch stärker, auch am Rebound gibt er ihnen ein Plus."

 

Fazit: "Die Dukes gehören für mich auf jeden Fall zum oberen Drittel der Tabelle."

 


 


ALLIANZ SWANS GMUNDEN


Vorjahr: Vizemeister

 

Top-Spieler: Dan Oppland, Matthias Mayer, Robert Arnold, Richard Poiger, Joshua Brown, Enis Murati

 

Die Swans holten trotz zweier hochkarätiger Ausfälle den Vizemeistertitel. Sharaud Curry wechselte wie Coach Mathias Fischer nach Deutschland, Florian Schöninger und Thomas Stelzer beendeten ihre ABL-Karriere.


Analyse Langer:
"In Gmunden hat sich doch etwas mehr verändert. Wie man im Supercup sehen konnte, ist der neue Point Guard Brown individuell sehr stark. Ich bin mir nicht sicher, ob er immer so hochprozentig scoren kann. Wahrscheinlich hilft es der Mannschaft aber sogar mehr, wenn er nicht immer so einen Tag hat und die anderen Spieler mehr eingebunden sind. Interessant verstärkt haben sich die Swans mit zwei Österreichern, die doch etwas neue Spielertypen sind. Daniel Friedrich ist sicher etwas offensiv orientierter als Thomas Stelzer. Carlos Novas Mateo ist im Gegensatz zu Florian Schöninger kreativer in der Offense, aber nicht so stark in der Defense. Schöninger wird am meisten fehlen, da er viele verschiedene Spielertypen verteidigen konnte. Natürlich wird es auch Zeit brauchen, bis die Spieler die Vorgaben des neuen Coaches verinnerlichen. Ich kenne Kresimir Basic von diversen Nachwuchs-Europameisterschaften, er ließ immer sehr schnell und aggressiv spielen, mit viel Full-Court-Pressing. Im Supercup konnte man sehen, dass er das auch mit Gmunden spielen will, der Spielstil wird sich also im Vergleich zu seinem Vorgänger Fischer deutlich ändern. Defensiv und am Rebound war die Mannschaft im Supercup noch nicht so stark wie im letzten Jahr."

Fazit: "Gmunden wird sich - möglicherweise erst nach gewisser Anlaufzeit - im oberen Drittel einpendeln und gehört sicher wieder zu den Titel-Kandidaten."


Nr. Spieler Nat. Pos. cm Geb. Zugang von
4 Lukas Sallomon AUT 2 191 1987
5 Damir Zeleznik SLO 1/2 191 1980
6 Matthew Rachar AUT 3/4 201 1986
8 Moritz Lanegger AUT 1 190 1990
9 Christoph Nagler AUT 2/3 195 1984
10 Valentin Bauer AUT 1 180 1994
12 Christoph Greimeister AUT 5 209 1990
13 Curtis Bobb AUT 3 198 1978
14 Ramiz Suljanovic BIH 5 206 1979
15 Laurence Müller AUT 1/2 180 1994
16 Markus Trimmel AUT 3 193 1994 Nachwuchs
17 Jason Chappell USA 4/5 208 1983
19 Kevin Payton AUT 2/3 196 1986 Fürstenfeld
Coach Werner Sallomon AUT
Ass. Armin Göttlicher AUT




ECE BULLS KAPFENBERG


Vorjahr: Semifinale (3. Platz)


Top-Spieler:
Joey Shaw, Deteri Mayes, Demetrius Nelson, Giovonne Woods, Quentin Pryor, Mark Sanchez



Nationalteam-Kapitän Thomas Schreiner wechselte in die zweite spanische Liga, Larry Gordon nach Deutschland, Jeremy Fears nach Griechenland und auch Chadwick Gray und Heinz Kügerl sind weg.


Analyse Langer: "Wie Kapfenberg am Ende dastehen wird, ist für mich ganz schwer einzuschätzen, da sie eine ganz neue Mischung haben: Viele Spieler, die offensiv sehr stark sind, ein frisch zusammengewürfeltes Amerikaner-Team, viele Alpha-Tiere. Allein von den Namen und vom individuellen Potenzial her müsste man sagen, dass sie absoluter Titel-Favorit sind. In den letzten Jahren ist es aber nicht oft passiert, dass eine Mannschaft mit so vielen neuen Schlüsselspielern sofort Meister wurde. Möglicherweise werden auch sie ein bisschen brauchen, bis sie zusammenfinden. Mit Ante Perica haben die Bulls einen der besten Coaches der Liga, das ist ein großer Vorteil. Sehr hart treffen wird sie der Abgang von Thomas Schreiner, es stehen kaum routinierte Österreicher im Kader bzw. ist für mich noch nicht durchschaubar, wie und ob die 'Stand-by-Spieler' Armin Woschank und Samuel Knabl eingesetzt werden. Erfreulich und sehr wichtig war die Renovierung der Halle."


Fazit:
"Kapfenberg gehört zum ersten Drittel. Wie weit es gehen kann, hängt davon ab, wie schnell die Mannschaft zusammenwächst."

 

Nr. Spieler Nat. Pos. cm Geb. Zugang von
4 Enis Murati SRB 2 194 1988
5 Joshua Brown USA 1 188 1988 KR Reykjavík (ISL)
6 Hopeton Egelkraut AUT 1 180 1988
7 Daniel Friedrich AUT 1 181 1992 St. Pölten
8 Carlos Novas Mateo AUT 2/3 199 1992 Canarias B. Academy
9 Peter Hütter AUT 3/4 197 1980
10 Richard Poiger AUT 3/4 202 1987
11 Robert Arnold USA 2/3 198 1988
12 Matthias Mayer AUT 4/5 204 1981
14 Elmir Brkic AUT 4/5 201 1995
15 Dan Oppland USA 5 203 1984
16 Mike Oppland USA 4 202 1984
17 Lukas Pohn AUT 3 193 1994 Nachwuchs
18 Philip Jungwirth AUT 1 180 1995 Nachwuchs
Coach Kresimir Basic CRO Amicale Steinsel (LUX)
Ass. Chris O\'Shea USA




WBC RAIFFEISEN WELS


Vorjahr: Semifinale (4. Platz)


Top-Spieler: Davor Lamesic, Ali Farokhmanesh, Tyler Tiedeman, Devaughn Washington, Mirza Ahmetbasic, Romed Vieider

 

Gleich vier Legionäre (Todd Brown, Quentin Pryor, Joe Werner, Logan Stutz) und zwei Österreicher (Martin Kohlmaier und Thomas Csebits) ließ der Semifinalist gehen.

 

Analyse Langer: "Wels ist von der Kader-Zusammenstellung her sehr spannend. Durch ihr individuelles Potenzial, durch ihre Variabilität und Kreativität sollten sie offensiv sehr stark sein. Vor allem das Duo Ahmetbasic-Farokhmanesh wird schwer zu stoppen sein. Die großen Spieler sind alle sehr beweglich, was offensiv sicher ein Plus ist. Auf der anderen Seite bin ich gespannt, wie sie gegen echte Center verteidigen. Für ganz oben dürfte die Bank ein bisschen zu kurz sein. Ich erwarte zwar, dass Romed Vieider eine gute Saison spielt und den nächsten Schritt macht, aber nach ihm und Corey Hallett sind die Bankspieler doch sehr unerfahren."

 

Fazit: "Wels tendiert für mich in die Richtung der Top Vier, ist aber aus den genannten Gründen nicht ganz so hoch einzuschätzen wie das Trio Klosterneuburg, Gmunden und Kapfenberg."


Nr. Spieler Nat. Pos. cm Geb. Zugang von
4 Albert Ngoy AUT 1 178 1993
5 Quentin Pryor USA 1/2 192 1983 Wels
6 Andreas Kuttnig AUT 2 190 1982
7 Giovonne Woods USA 1 192 1986 Olympia Reign (IBL)
8 Deteri Mayes AUT 2 189 1974
9 Filip Krämer AUT 3/4 201 1992 St. Pölten
10 Mark Sanchez USA/MEX 4 201 1987 Leeuwarden (NED)
11 Demetrius Nelson USA 5 202 1986
12 Hermann Opoku AUT 5 206 1986 Pardubice (CZE)
13 Joey Shaw USA 3 199 1987 Oberwart
14 Daniel Gaberle AUT 3 197 1993
16 Armin Woschank AUT 1 186 1982 (Stand-by)
17 Samuel Knabl AUT 3/4 206 1982 (Stand-by)
Coach Ante Perica CRO
Ass. Midhat Kamenica AUT



REDWELL GUNNERS OBERWART


Vorjahr: Viertelfinale (5. Platz)


Top-Spieler: Jason Johnson, Darnell Gant, Mario Edwards, Chris Gradnigo, Hannes Ochsenhofer

 

Neben Nationalteam-Coach Neno Asceric gingen auch Joey Shaw, Nikola Gacesa, Vernard Hollins, Esmir Rizvic, Michael Diesner und Georg Florian. Neu sind der kanadische Coach Tom Johnson sowie die US-Legionäre Mario Edwards, Darnell Gant und Chris Gradnigo.

 

Analyse Langer: "Ich weiß nicht, ob die Akquirierung des neuen Hauptsponsors noch Einfluss auf den Kader hat. Man muss abwarten, wie fit die beiden Großen Erik Frühwirth, der von einer schweren Verletzung zurückkommt, und Jason Johnson, der in letzter Zeit etwas verletzungsanfällig war, sind bzw. bleiben. Wenn die Personaldecke unter dem Korb dünn wird, könnten die Top Sechs wackeln. Wichtig wird auch sein, wie sehr Hannes Artner neben seinem Beruf eingebunden werden kann. Die Leistungen der österreichischen Außenspieler Hannes Ochsenhofer, David Jandl, Lukas Linzer und Artner sind für die Performance der Gunners bedeutend. Nicht vergessen darf man den Coach-Wechsel, auch hier wird man etwas Geduld haben müssen."

 

Fazit: "So wie die Mannschaft derzeit aufgestellt ist, würde ich sie im zweiten Tabellen-Drittel sehen, also mit berechtigten Chancen auf die Top Sechs."

 

Nr. Spieler Nat. Pos. cm Geb. Zugang von
4 Benjamin Mair AUT 2 188 1992 St. Pölten
5 Ali Farokhmanesh USA 1 183 1988
6 Gunther Zajic AUT 1/2 186 1985 Werne (GER)
7 Davor Lamesic AUT 3/4 205 1983
8 Mirza Ahmetbasic BIH 1/2 193 1987 Peja (KOS)
9 Tyler Tiedeman USA 3 201 1985 Lappeenranta (FIN)
10 Patrick Diensthuber AUT 3/4 200 1991
11 Erwin Zulic AUT 3/4 199 1992
12 Djordje Djordjevic AUT 3 195 1994 TI Innsbruck
13 Romed Vieider AUT 2/3 194 1991
14 Corey Hallett CAN 4/5 208 1984 Levice (SVK)
15 Devaughn Washington USA 5 204 1989 Bohemios (URU)
16 Thomas Pamminger AUT 1 181 1994 Nachwuchs
17 Patrick Kolb AUT 4 200 1994
18 Mike Ortner AUT 1 186 1994
Coach Pete Miller USA
Ass. John Griffin AUT
Ass. Andreas Barthel GER




MAGNOFIT GÜSSING KNIGHTS


Vorjahr: Viertelfinale (6. Platz)

 

Top-Spieler: Aleksandar Djuric, Thomas Klepeisz, Marcus Heard, Sebastian Koch, Elvis Kadic

 

Carleton Scott schaffte den Sprung in das Trainings-Camp der Brooklyn Nets. Dafür kam Bernhard Weber von Fürstenfeld. Nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte wurde Coach Robert Langer durch den Slowenen Radomir Mijanovic ersetzt.

 

Analyse Langer: "Güssing ist eines der Teams, bei denen sich im Kader fast nichts verändert hat und die deswegen einen Vorsprung haben. Ich erwarte, dass die Knights gerade am Anfang stark sein werden. Ein großes Problem im letzten Jahr war der Rebound auf den Außenpositionen. Das Problem wurde mit der Kader-Ergänzung mit Berni Weber teilweise gelöst, da nun Elvis Kadic mehr auf die Drei rücken kann. Die Verpflichtung ist für mich eine Zwischenlösung, mittelfristig würde der Mannschaft ein großer 2er/3er am meisten helfen. Die beiden einheimischen Schlüsselspieler Thomas Klepeisz und Sebastian Koch hatten im Nationalteam gute Rollen und wieder ein Jahr Erfahrung mehr in den Beinen. Ich glaube auch, dass Claudio Vancura in seinem zweiten ABL-Jahr für etwas mehr Entlastung für Klepeisz sorgen wird. Inside brennt mit dem Duo Djuric/Heard sowieso nichts an, das gehört zum Besten, was die Liga zu bieten hat. Den Abgang von Carleton Scott sehe ich nicht so tragisch, da fast immer Heard oder Koch out war, wenn er gespielt hat. Daher verlor die Mannschaft zahlenmäßig keinen Spieler. Schwierig kann es werden, wenn Klepeisz oder Djuric ausfallen. Werden von der Shooting-Guard-Position konstante Leistungen gebracht und bleiben alle gesund, ist Güssing für jedes Team ein äußerst unangenehmer Gegner."

 

Fazit: "Die Knights sind eine Mannschaft für das mittlere Drittel und wieder ein Kandidat für die Top Sechs. Ich bin mir sicher, dass sie die Leistung vom letzten Jahr wiederholen und eventuell wieder einen draufsetzen kann."


Nr. Spieler Nat. Pos. cm Geb. Zugang von
4 Darnell Gant USA 4 204 1989 Univ. of Washington
5 Jason Johnson AUT 5 201 1977
6 David Jandl AUT 1 178 1984
7 Hannes Artner AUT 2 185 1984
8 Lukas Linzer AUT 2/3 192 1991
9 Matthias Wenzl AUT 1/2 185 1993
10 Hannes Ochsenhofer AUT 1/2 186 1985
11 Mario Edwards USA 1/2 191 1988 Peja (KOS)
12 Armin Domitner AUT 4 201 1994 Nachwuchs
13 Erik Frühwirth AUT 4/5 205 1991
14 Stefan Neudecker AUT 2/3 194 1995
16 Chris Gradnigo USA 3/4 201 1989 Coastal Carolina Univ.
17 Georg Wolf AUT 2 190 1995
Coach Tom Johnson CAN Etzella (LUX)
Ass. Goran Patekar CRO




BC ZEPTER VIENNA


Vorsaison: Viertelfinale (8. Platz)

 

Top-Spieler: Zarko Rakocevic, Stjepan Stazic, Shawn Ray, Ian Boylan, Benedikt Danek, Tomislav Gaspar

 

Wie schon in der Einleitung erwähnt, konnten die Wiener stark aufrüsten. Weg sind Markkus Carr, David Hasenburger, Bryant Matthews und Denis Toroman.

 

Analyse Langer: "Ein großes Plus für die Wiener ist die Verpflichtung von Coach Andrea Maghelli, der die Liga in- und auswendig kennt und mit Traiskirchen meist vorne mitgespielt hat. Das zweite Plus ist Benni Danek, denn in einer Mannschaft mit solchen Kalibern ist es wichtig, einen Point Guard zu haben, der zuerst auf seine Mitspieler schaut. Das große Minus für den BC ist, dass vom Stamm des Vorjahres nicht viel übrig geblieben ist. Wenn die Spieler kommen und gehen wie in der letzten Saison, wird es schwierig. Laut Berichten ist Neuzugang Shelton Colwell ja schon wieder weg."

 

Fazit: "In der momentanen Situation sehe ich den BC noch nicht als Titelkandidaten sondern zunächst als Team im mittleren Drittel. Wenn Kontinuität hineingebracht werden kann und Ray, Boylan, Rakocevic, Stazic, Danek, Gaspar usw. fit bleiben und mit Maghelli über die gesamte Saison arbeiten, kann es am Ende sehr weit gehen."


Nr. Spieler Nat. Pos. cm Geb. Zugang von
4 Christoph Astl AUT 3 185 1988
5 Sebastian Koch AUT 3/4 200 1988
6 Thomas Knor AUT 2/3 193 1994
7 Johannes Astl AUT 4 195 1986
8 Claudio Vancura AUT 1 178 1992
9 Manuel Jandrasits AUT 2 186 1987
10 Thomas Klepeisz AUT 1/2 188 1991
11 Matthias Klepeisz AUT 2 187 1989
12 Marcus Heard USA 4/5 201 1984
13 Philipp Horvath AUT 1 175 1987
14 Elvis Kadic SLO 3/4 200 1980
15 Aleksandar Djuric AUT 5 210 1982
16 Bernhard Weber AUT 5 201 1987 Fürstenfeld
17 Bernhard Koch AUT 2/3 190 1991
Coach Radomir Mijanovic SLO SLO (Nachwuchs-NTs)
Ass. Daniel Müllner AUT




UBSC RAIFFEISEN GRAZ


Vorjahr: 10. Platz


Top-Spieler: Milan Stegnjaic, Marko Moric, Michael Dale, Eric Gilchrese, Sebastian Schaal


Kontinuität in Graz: Die Legionäre Tim Ambrose und Samo Grum wurden mit Eric Gilchrese und Mike Dale ersetzt.

 

Analyse Langer: "Graz konnte den Großteil der Spieler und den Coach halten, der Kern ist zusammengeschweißt. Nur einer der zwei Neuzugänge ist wirklich neu, Mike Dale hat ja schon genügend Erfahrung. Dazu kommt die Routine, die die Mannschaft grundsätzlich mitbringt. Das Minus ist wie schon in den letzten Jahren die sehr kurze Bank, Verletzungen sind für die Steirer schwer verkraftbar. In kompletter Besetzung sind sie auch für die Top-Teams gefährlich. Sie sind sehr unangenehm zu spielen, da alle großen Spieler von außen kommen können. Allerdings haben sie eben gerade auf den Positionen 4 und 5 kaum Wechselmöglichkeiten."

 

Fazit: "Graz würde ich zu Beginn in das mittlere Drittel setzen."


Nr. Spieler Nat. Pos. cm Geb. Zugang von
8 Tomislav Gaspar AUT 4 198 1983
9 Stefan Cvetinovic AUT 2 193 1993
11 Zarko Rakocevic MNE 4/5 205 1984 Lugano (SUI)
13 Patrick Csar AUT 5 207 1990
14 Stjepan Stazic AUT 2/3 199 1978
Benedikt Danek AUT 1 176 1986 Traiskirchen
Florian Trmal AUT 3/4 193 1989 St. Pölten
Stephan Balga AUT 2 197 1984 zuletzt Traiskirchen
Shawn Ray USA 2/3 194 1980 Hasharon (ISR)
Ian Boylan USA 1/2 197 1983 Monthey (SUI)
Jean Francois (??) USA 3/4 197 1980
Coach Andrea Maghelli ITA Traiskirchen




RAIFFEISEN PANTHERS FÜRSTENFELD


Vorjahr: Viertelfinale (7. Platz)

 

Top-Spieler: Samo Grum, Lorenzo O'Neal, Ivan Zejak, Blaz Cresnar, Maurice Pearson

 

Coach Gerald Vogler hat die Panthers wie Maximilian Graf, Kevin Payton, Jeffrey Robinson, Anthony Shavies, Gary Ware und Bernhard Weber verlassen. Ex-Panthers-Spieler Ervin Dragsic ist neuer Trainer.

 

Analyse Langer: "Wieder einmal ein neuer Coach, wieder einmal viele Spieler getauscht. Leider besteht im Gegensatz zum Vorjahr auch kein breiter Stamm an österreichischen Spielern mehr. Mit Ausnahme von Lorenzo O'Neal und mit Abstrichen Paul Radakovics sind die Österreicher kaum bis gar nicht ABL-erfahren. Die Verpflichtung von Heinz Kügerl - wie die von Samo Grum - war ein guter Move, sein neuerlicher Ausfall ist natürlich großes Pech. Es wird sehr viel von der Qualität der Legionäre abhängen, wie weit die Reise gehen kann."

 

Fazit: "Fürstenfeld ist für mich zum untersten Drittel zu zählen - zumindest bis man gesehen hat, wie die neuen Spieler einschlagen."

 

Nr. Spieler Nat. Pos. cm Geb. Zugang von
4 Sebastian Schaal AUT 1/2 188 1990
5 Marko Moric CRO 4/5 207 1981
6 Eric Gilchrese USA 1/2 182 1987 Summerside Storm (CAN)
7 Reinhard Lanegger AUT 3/4 197 1981
8 Christoph Knor AUT 2/3 195 1985
9 Alexander Lanegger AUT 1 193 1986
10 Michael Dale USA 2/3 196 1984 Summerside Storm (CAN)
11 Milan Stegnjaic CRO 4/5 203 1981
12 Alexander Heuberger AUT 3/4 200 1989
13 Markus Gallé AUT 3/4 196 1983
Georg Florian AUT 2 190 1989 Oberwart
David Heuberger AUT 2/3 195 1992
Nikolaus Müller-Mezin AUT 2 185 1993
Coach Pit Stahl GER




ARKADIA TRAISKIRCHEN LIONS


Vorjahr: 9. Platz

 

Top-Spieler: Radosav Spasojevic, Jurica Blazevic, Maximilian Graf, Matias Bortolin, Pranas Skurdauskas


Nach dem Abgang von Coach Maghelli, den Topspielern Benedikt Danek und Djordje Drenovac sowie Seyni N'Diaye und Alex Percan starten die Lions mit einer unroutinierten Truppe.


Analyse Langer: "Ich freue mich, dass viele junge Spieler aus der Region die Gelegenheit zu spielen bekommen werden. Die Lions werden es aber sehr schwer haben, da sie - zumindest vorerst - keinen einzigen ABL-gestandenen Aufbauspieler in ihren Reihen haben. Ich nehme an, dass viele Teams gegen sie aggressiv spielen werden. Unter dem Korb müssten sie mit den drei Legionären durchkommen, auf der Drei haben sie mit Max Graf einen guten Mann hinzugeholt."

 

Fazit: "Es ist ein Übergangsjahr für Traiskirchen, mit ihrem aggressiven Spiel werden sie den einen oder anderen Gegner überraschen können, aber mehr sehe ich derzeit nicht. Ein Team für das untere Drittel."


Nr. Spieler Nat. Pos. cm Geb. Zugang von
4 David Angeler AUT 4/5 201 1992
5 Fabian Richter AUT 2 192 1995
6 Paul Radakovics AUT 1 188 1988
7 Ivan Zejak MNE 4 203 1987 Cetinje (MNE)
8 Steffen Leitgeb AUT 1/2 190 1990
9 Lorenzo O\'Neal AUT 1 188 1988
10 Samo Grum SLO 2 194 1979 Graz
11 David Hasenburger AUT 4/5 207 1990 BC Vienna
12 Blaz Cresnar SLO 5 217 1986 Helios Domzale (SLO)
13 Maurice Pearson USA 4/5 206 1989 Georgetown Univ.
17 Alexander Oswald AUT 1 178 1995
18 Emir Begovic AUT 4 197 1984
Coach Ervin Dragsic SLO Zlatorog Lasko (SLO)
Ass. Edvin Brkic AUT




CHIN MIN DRAGONS ST. PÖLTEN


Vorjahr: 11. Platz

 

Top-Spieler: Nenad Milosevic, Martin Speiser, Martin Kohlmaier, Andreas Worenz,


Trainer-Legende Hubert Schreiner machte seinen Sessel für seinen bisherigen Assistant Coach Uros Vukadinovic frei. Mit Daniel Friedrich, Filip Krämer, Florian Trmal, Benjamin Mair und Florian Pöcksteiner sind - neben Igor Bakovic - zahlreiche Österreicher weg.


Analyse Langer: "Es wird interessant, wie der Spielstil der Mannschaft ausschauen wird. Einerseits hat man mit Worenz, Speiser und Kohlmaier sehr erfahrene Spieler und dazu auch viele sehr junge. Weiters hat man sowohl Leute, die sehr schnell und aggressiv spielen können, aber mit Kohlmaier und Bozic auch die zwei Türme der Liga. Ich bin gespannt, ob sie beide gleichzeitig auf das Feld bringen können."

 

Fazit: "St. Pölten siedle ich im unteren Drittel an. Falls noch ein starker Shooting Guard kommen sollte, wäre es aber durchaus möglich, um die Playoffs mitzuspielen. Damit wären alle Positionen gut und auch mit einem soliden Backup besetzt."


Nr. Spieler Nat. Pos. cm Geb. Zugang von
4 Jurica Blazevic AUT 2/3 193 1994
5 Florian Duck AUT 1 182 1990
6 Tobias Stadelmann AUT 1 183 1988
7 Oliver Sturm AUT 2 190 1993
10 Radosav Spasojevic MNE 4 204 1992
13 Gregor Wilk AUT 1 178 1993
15 Pranas Skurdauskas LTU 5 208 1988
16 Benedikt Güttl AUT 1 180 1994
Matias Bortolin ITA/ARG 5 207 1993 Rimini (ITA)
Maximilian Graf AUT 3 196 1988 Fürstenfeld
Sebastian Gmeiner AUT 1/2 189 1990 Dornbirn
Michael Diesner AUT 2/3 194 1992 Oberwart
Marin Sliskovic AUT 2/3 198 1995 Wörthersee
Marino Knöppel AUT 3/4 193 1994 Nachwuchs
Florian Pelc AUT 1 180 1995 Nachwuchs
Dominic Mühlbacher AUT 1/2 180 1995 Nachwuchs
Coach Zoran Kostic AUT (zuvor Assistant)
Ass. Kristijan Nikolic AUT Baden
Nr. Spieler Nat. Pos. cm Geb. Zugang von
7 Martin Speiser AUT 4 201 1983
9 Toni Blazan AUT 3/4 196 1992
10 Luka Gvozden AUT 1 186 1993
11 Alexander Oblak AUT 2 184 1993
13 Mathias Gunka AUT 5 208 1991
14 Andreas Worenz AUT 2/3 198 1982
15 Adam Hammerschmidt AUT 3/4 193 1994
Martin Kohlmaier AUT 5 217 1984 Wels
Thomas Csebits AUT 1/2 188 1989 Wels
Ivan Bozic SRB 5 214 1988 Torlak (SRB)
Markus Pinezich AUT 1/2 190 1988 zuletzt Fürstenfeld
Nedim Kapic AUT 1/2 187 1994 St. Johnsbury Acad. (USA)
Igor Prosev AUT 1/2 180 1993 Patrician Acad. (USA)
Coach Uros Vukadinovic SRB (zuvor Assistant)
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