Der Meister am Abgrund

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Die Basketball-Bundesliga der Herren hat Meister Güssing wegen Lizenzverstößen mit harten Sanktionen belegt.

Wie die ABL in einer Präsidiumssitzung am Montagabend beschloss, wurden die Burgenländer mit einem Punkteabzug von neun Zählern belegt.

Güssing muss außerdem eine Geldstrafe von 10.000 Euro bezahlen und wurde mit einer Transfersperre für die laufende Saison belegt.

"Angespannte" Lage

Zudem wurde bei einer Prüfung durch einen unabhängigen Wirtschaftstreuhändler festgestellt, dass die finanzielle Lage des Vereins "angespannt" sei.

Die Liga sprach deshalb Auflagen aus. So wurde Österreichs Champion der vergangenen beiden Jahre angehalten, bis Ende des Jahres sämtliche Verbindlichkeiten bei der Gebietskrankenkasse bzw. dem Finanzamt zu begleichen.

Güssing soll darüber hinaus monatlich den Nachweis erbringen, dass laufende Zahlungen fristgerecht beglichen wurden. Bis Jahresende soll der Verein außerdem einen Liquiditätsplan bis zum Ende der laufenden Meisterschaft vorlegen.

Meinungsumschwung

Die Diskrepanzen in Bezug auf die Lizenzbestimmungen der Liga gibt es aufgrund einer vom Verein ausgegliederten GmbH.

Andere Vereine hatten dagegen protestiert, dass Güssing Spieler bei dieser - und nicht direkt beim Verein - angemeldet hat.

Nachdem die Proteste zunächst abgewiesen worden waren, sah das Liga-Präsidium nach einer Überprüfung nun doch einen Verstoß gegen Lizenzbestimmungen.

Trotzdem noch Dritter

Güssing holte in dieser Saison in bisher elf Runden elf Siege. Trotz des Punkteabzugs liegen die Knights deshalb noch immer am dritten Tabellenrang.

Am Dienstagabend sind sie im FIBA Europe Cup bei Den Bosch im Einsatz.

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