Rückblick, Ausblick, Meister-Chancen

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Der ABL-Grunddurchgang ging am vergangenen Wochenende zu Ende.

Ab jetzt geht es in der Hauptrunde 1 der sechs besten Teams um die Ausgangspositionen für das Viertelfinale und in der Hauptrunde 2 um die zwei verbleibenden Playoff-Plätze.

LAOLA1 blickt auf die bisherigen Leistungen der elf Teams zurück und beziffert die Meister-Chancen.

HAUPTRUNDE 1:

 

XION DUKES KLOSTERNEUBURG

Platz 1 (17 Siege - 3 Niederlagen)

Meister-Chance: 20 Prozent

 

Gegen Teams, die nicht drei Brüder-Paare in ihrem Kader haben, weisen die Dukes eine sensationelle 17:1-Bilanz auf. Dass der kaum veränderte Kader einen Kontinuitätsfaktor bringen würde, war zu erwarten. Dass Klosterneuburg die zweitwenigsten Punkte (nach Gmunden) kassiert, darf man aber getrost als Überraschung bezeichnen. Zufall ist das aber keiner: Die Dukes spielen nicht nur offensiv den vielleicht schönsten Basketball der Liga, sondern scheinen auch in der Verteidigung mit mehr Linie zu verteidigen als zuvor. Dank des tiefen Kaders sind besonders auf den Außenpositionen auch Ausfälle zu verkraften. Die große Frage: Können die Niederösterreicher ihren Level heuer auch in den Playoffs halten?

 

Topspieler:

Christoph Nagler (Shooting Guard): 16,5 Punkte - 3,5 Rebounds - 44,9% 3er

Ramiz Suljanovic (Center): 16,0 Punkte - 6,2 Rebounds - 64,1% 2er

Curtis Bobb (Guard/Forward): 16,6 Punkte - 3,5 Rebounds - 91,3% Freiwürfe

Moritz Lanegger (Point Guard): 9,9 Punkte - 4,3 Assists - 4,6 Rebounds

Jason Chappell (Forward/Center): 11,5 Punkte - 6,1 Rebounds - 83,9% Freiwürfe

 

 

ALLIANZ SWANS GMUNDEN

Platz 2 (15 Siege - 5 Niederlagen)

Meister-Chance: 25 Prozent

 

Klar hatten die Gmundner ein kleines Zwischentief, doch die Reaktion darauf beim Cup-Final-Four zeigte deutlich: Der Weg über einen österreichischen Titel führt weiterhin über die Swans. Kein Team kann über seine Defensive so dominieren wie Matthias Mayer und Co. - und das ist und bleibt in den Playoffs Erfolgsfaktor Nummer eins. Ein kleines Fragezeichen bleibt die mangelnde Routine der "Rookies" Morris Curry und Robert Arnold. Die Oberösterreicher sind zwar nicht auf herausragende Einzelleistungen angewiesen, eine Schwächephase auf der Point-Guard-Position könnte sie aber vor Probleme stellen.

 

Topspieler:

Dan Oppland (Center): 12,8 Punkte - 7,5 Rebounds - 1,3 Steals

Matthias Mayer (Forward/Center): 9,6 Punkte - 6,1 Rebounds - 2,2 Assists

Richard Poiger (Forward): 11,1 Punkte - 3,8 Rebounds - 59,1% 2er

Morris Curry (Point Guard): 15,9 Punkte - 4,0 Assists - 3,0 Rebounds

Robert Arnold (Guard/Forward): 11,6 Punkte - 3,8 Rebounds - 1,3 Steals

 

 

WBC RAIFFEISEN WELS

Platz 3 (15 Siege - 5 Niederlagen)

Meister-Chance: 15 Prozent

 

Trotz oder vielleicht auch wegen eines recht umfangreichen Umbaus haben die Welser den Sprung zurück an die Spitze geschafft. Offensiv sind die Oberösterreicher das vielleicht gefährlichste Team. Joe Werner spielt eine überragende Saison. Kann der WBC in den Playoffs konstante Leistungen bringen und Go-to-guy Todd Brown zum richtigen Zeitpunkt aufdrehen?

 

Top-Spieler:

Joe Werner (Forward/Center): 14,5 Punkte - 9,5 Rebounds - 55,9% 2er

Todd Brown (Guard/Forward): 15,6 Punkte - 4,9 Rebounds - 1,6 Steals

Davor Lamesic (Power Forward): 13,9 Punkte - 5,9 Rebounds - 61,2% 2er

Quentin Pryoer (Guard): 13,8 Punkte - 3,7 Assists - 2,3 Steals

Ali Farokhmanesh (Point Guard) - 13,1 Punkte - 3,7 Assists - 45,2% 3er

 

 

ECE BULLS KAPFENBERG

Platz 4 (14 Siege - 6 Niederlagen)

Meister-Chance: 15 Prozent

 

Nach einem verhaltenen Start haben sich die Bulls der Spitze angenähert, zumindest Platz 2 vor den Playoffs ist in Reichweite. Das Gerüst um die US-Amerikaner Gordon, Fears und Nelson sowie Nationalteam-Kapitän Schreiner spielt eine starke Saison. Dazu ein DT Mayes, der an einem guten Tag noch immer für 20+ Punkte gut ist: Kapfenberg wird im Kampf um den Titel mitreden können, auch wenn sie defensiv nicht zu den Allerbesten gehören. Aufgrund von Verletzungen besteht derzeit ein kleines Inside-Loch.

 

Top-Spieler:

Larry Gordon (Small Forward): 14,7 Punkte - 6,9 Rebounds - 70,7% 2er

Jeremy Fears (Guard): 17,1 Punkte - 6,0 Assists - 2,3 Steals

Demetrius Nelson (Forward/Center): 12,2 Punkte - 6,7 Rebounds - 59,1% 2er

Thomas Schreiner (Guard): 10,1 Punkte - 5,3 Assists - 2,1 Steals

Deteri Mayes (Shooting Guard): 12,9 Punkte - 86,2% Freiwürfe - 1,5 Assists

 

 

OBERWART GUNNERS

Platz 5 (13 Siege - 7 Niederlagen)

Meister-Chance: 15 Prozent

 

Zwischendurch musste der Titelverteidiger sogar um die H1 bangen, hat sich aber aus einer schwierigen Situation recht souverän befreit. Spätestens seit man sich von Topscorer und Toprebounder Drake Reed getrennt hat und mit Esmir Rizvic einen Teamplayer geholt hat, gehören die Gunners wieder zum erweiterten Kreis der Titel-Anwärter.

 

Top-Spieler:

Joe Shaw (Small Forward): 17,5 Punkte - 5,6 Rebounds - 55,8% 2er

Vernard Hollins (Guard): 16,0 Punkte - 4,0 Assists - 4,0 Rebounds

Esmir Rizvic (Center): 15,0 Punkte - 5,7 Rebounds - 60,7% 2er

Nikola Gacesa (Power Forward): 11,9 Punkte - 4,6 Rebounds - 87,2% Freiwürfe

Hannes Artner (Shooting Guard): 8,4 Punkte - 40,2% 3er - 1,3 Steals

 

 

CAREFUEL GÜSSING KNIGHTS

Platz 6 (10 Siege - 10 Niederlagen)

Meister-Chance: 3 Prozent

 

Zwei Niederlagen gegen Traiskirchen wurden durch zwei Siege gegen Klosterneuburg wettgemacht. Verblüffend, wie souverän die Güssinger erstmals den Playoff-Einzug fixiert haben. Aco Djuric spielt zumindest offensiv auf MVP-Level, erfreulich auch der Leistungssprung des 20-jährigen Thomas Klepeisz. Dazu Legionäre, die sich perfekt in das Teamgefüge einfügen. Auch wenn die Knights im Cup von Gmunden ihre Grenzen aufgezeigt bekommen haben, ein unangenehmer Playoff-Gegner sind sie allemal.

 

Top-Spieler:

Aleksandar Djuric (Center): 19,4 Punkte - 5,9 Rebounds - 60,1% 2er

Thomas Klepeisz (Point Guard): 11,8 Punkte - 5,0 Assists - 1,1 Steals

Carleton Scott (Forward): 13,8 Punkte - 6,7 Rebounds - 1,3 Blocks

Elvis Kadic (Power Forward): 14,9 Punkte - 4,5 Rebounds - 40,0% 3er

Sebastian Koch (Forward): 6,6 Punkte - 4,2 Rebounds - 1,2 Steals

 

 

HAUPTRUNDE 2:

 

UBSC RAIFFEISEN GRAZ

Platz 7 (7 Siege - 13 Niederlagen)

Meister-Chance: 2 Prozent

 

Die Routine der "Balkan-Connection" Moric-Grum-Stegnjaic hat den Grazern den Einzug in das Cupfinale eingebracht. In Sachen Spielintelligenz gehören die Steirer sicher zur Spitze, körperlich und daher defensiv eher nicht. Im Dreikampf um die zwei verbleibenden Playoff-Plätze hat der UBSC die besten Karten - soferne alle Spieler fit sind.

 

Top-Spieler:

Marko Moric (Power Forward): 16,9 Punkte - 6,8 Rebounds - 2,8 Assists

Samo Grum (Shooting Guard): 16,1 Punkte - 3,6 Assists - 39,3% 3er

Milan Stegnjaic (Forward/Center): 14,1 Punkte - 5,4 Rebounds - 42,9% 3er

Timothy Ambrose (Guard): 12,0 Punkte - 3,6 Rebounds - 54,9% 2er

Sebastian Schaal (Point Guard): 6,0 Punkte - 4,0 Assists - 55,9% 2er

 

 

RAIFFEISEN FÜRSTENFELD PANTHERS

Platz 8 (7 Siege - 13 Niederlagen)

Meister-Chance: 2 Prozent

 

Nach dem ernüchternden Grunddurchgang und dem wenig beeindruckenden Auftreten im Cupfinale haben sich die Fürstenfelder Verantwortlichen endlich dazu durchgerungen, das eigentlich Saisonziel zu verfolgen, nämlich den Österreichern viel Spielzeit zu geben. Angeführt von Shavies und Ware, haben die Panthers auch so durchaus ihre Chancen auf einen Playoff-Platz. In einer Serie gegen eines der Topteams wären sie jedenfalls klarer Außenseiter.

 

Top-Spieler:

Anthony Shavies (Point Guard): 18,5 Punkte - 4,8 Assists - 2,0 Steals

Gary Ware (Center): 15,7 Punkte - 6,6 Rebounds - 1,1 Blocks

Jeffrey Robinson (Power Forward): 13,3 Punkte - 6,4 Rebounds - 40,0% 3er

Lorenzo O'Neal (Guard): 6,5 Punkte - 2,7 Assists - 1,2 Steals

Kevin Payton (Guard/Forward): 5,2 Punkte - 3,4 Rebounds - 52,9% 2er

 

 

BASKETBALL CLUB VIENNA

Platz 9 (7 Siege - 13 Niederlagen)

Meister-Chance: 2 Prozent

 

Man muss schon ein richtiger ABL-Insider zu sein, um alle Spieler aufzählen zu können, die in dieser Saison schon den BC-Dress getragen haben. Elf Zu- und acht Abgänge innerhalb von rund vier Monaten sind rekordverdächtig. Trotzdem haben es die Wiener geschafft, sich eine gute Ausgangsposition zu verschaffen: Von den drei Playoff-Anwärtern in der H2 ist der BC personell wohl am stärksten besetzt.

 

Top-Spieler:

Stjepan Stazic (Shooting Guard): 26,3 Punkte - 6,1 Rebounds - 4,5 Assists

Jean Francois (Forward): 14,2 Punkte - 4,8 Rebounds - 50,9% 2er

Denis Toroman (Guard): 11,0 Punkte - 2,3 Assists - 70,0% 2er (erst 4 Spiele)

Bryant Matthews (Forward): 23,0 Punkte - 3,0 Assists - 66,7% 3er (erst 1 Spiel für BCV)

Marko Djurkovic (Forward/Center): 17,5 Punkte - 10,0 Rebounds - 59,0% 2er (erst 4 Spiele)

 

 

ARKADIA TRAISKIRCHEN LIONS

Platz 10 (4 Siege - 16 Niederlagen)

Meister-Chance: 1 Prozent

 

Ohne das Intermezzo von Vorjahres-MVP Fabricio Vay würden die Lions wahrscheinlich bei einer 2:18-Bilanz halten. Trotzdem hat die "Spar-Saison" etwas Gutes: Bei keinem anderen Klub bekommt ein 17-Jähriger sinnvolle Minuten, in Traiskirchen steht sogar einer in der Starting Five: Juri Blazevic von der Wiener Nachwuchsschmiede D.C. Timberwolves weist sensationelle Wurfquoten auf. Die Chancen auf die Playoffs sind äußerst gering: Drei Siege Rückstand in acht Spielen auf zwei Teams gutzumachen, scheint aussichtslos.

 

Top-Spieler:

Djordje Drenovac (Guard/Forward): 21,9 Punkte - 4,2 Rebounds - 1,1 Steals

Benedikt Danek (Point Guard): 10,2 Punkte - 6,3 Assists - 1,2 Steals

Radosav Spasojevic (Power Forward): 11,4 Punkte - 3,4 Rebounds - 60,3% 2er

Pranas Skurdauskas (Center): 8,3 Punkte - 6,9 Rebounds - 0,6 Blocks

Jurica Blazevic (Guard/Forward): 6,3 Punkte - 65,9% 2er - 51,5% 3er

 

 

UBC ST. PÖLTEN

Platz 11 (1 Sieg - 10 Niederlagen)

Meister-Chance: 0 Prozent

 

Nach seiner 49-Punkte-Performance darf man sich in St. Pölten ruhig fragen, wo man mit einem in allen Spielen fitten Roy Booker stehen würde. Es gibt viel Spielzeit für die Jungen - doch gerade jetzt, wo es um nichts mehr geht, muss der 20-jährige Daniel Friedrich hinter zwei Legionären von der Bank kommen.

 

Top-Spieler:

Roy Booker (Guard): 28,8 Punkte - 4,0 Rebounds - 45,8% 3er (nur 6 Spieler)

Martin Speiser (Power Forward): 15,4 Punkte - 4,6 Rebounds - 57,5% 2er

Nenad Milosevic (Guard): 14,6 Punkte - 4,5 Assists - 1,5 Steals

Florian Trmal (Power Forward): 9,4 Punkte - 6,4 Rebounds - 59,0% 2er

Daniel Friedrich (Guard): 10,9 Punkte - 46,7% 3er - 2,7 Assists

 

Hubert Schmidt

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