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Das waren unsere sportlichen Highlights

Große Emotionen. Tolle Erfolge in Gold, Silber und Bronze. Bestmarken in Hundertstel und Sekunden oder Zentimeter und Meter.

Viele Kapitel Sport-Geschichte. Noch mehr Emotionen. Artisten, Tricks und Attraktionen.

Seit nunmehr zehn Jahren ist LAOLA1 als Österreichs größtes Sportportal immer auf Ball-, Puck- und Augenhöhe und mit heimischen und internationalen Stars auf Du und Du.

Natürlich haben unsere Redakteure in der letzten Dekade viel erlebt, waren hautnah dran, als Historisches gemacht und geschafft wurde.

Hier schreibt das Redaktions-Team über seine größten sportlichen Momente der letzten zehn Jahre. Personen ganz persönlich!

PETER RIETZLER

Wie für Sportler sind die Olympischen Spiele auch für uns Journalisten ein absolutes Highlight. In Salt Lake City habe ich im Februar 2002 meinen Stellvertreter Peter Altmann kennen und schätzen gelernt. 2004 in Athen besuchte mich mit Philipp Bachtik ein weiteres Mitglied der Chefredaktion und ließ sich gemeinsam mit mir vom unvergleichbaren Olympia-Flair verzaubern. Die Spiele in Peking und die traumhaften Stunden im „Vogelnest“ mit den legendären Vorstellungen von Sprint-Rakete Usain Bolt werden mir ewig in Erinnerung bleiben. So gesehen träume ich davon, gemeinsam mit Stephan Schwabl, der Vierte im Bunde der Chef-Partie, im kommenden Sommer in einem Londoner Pub auf Olympische Medaillen für Österreichs Sportler anzustoßen. Die kleinen persönliche Highlights erlebe ich nahezu täglich, wenn ich sehe mit welchem Eifer und Enthusiasmus die Redaktionskollegen ihren Traumberuf ausüben und sich über Erfolge der Sportler freuen oder bei Niederlagen mit ihnen leiden. Jede Freundschaft zu Kollegen anderer Medien, sowie die ehrliche Verbundenheit mit dem einen oder anderen Trainer und Sportler bestätigt mich darin, den schönsten Job der Welt auszuüben. Egal, ob am Beifahrersitz von Rallye-Legende Manfred Stohl oder im gemeinsamen sportlichen Wettstreit auf dem Segelboot mit den Gesamtweltcup-Siegern Nico Delle Karth und Nico Resch.

PHILIPP BACHTIK

Fünf Olympische Spiele, drei Fußball-Weltmeisterschaften und zahlreiche andere Großereignisse  - in meinen nunmehr knapp 10 Jahren bei LAOLA1 (früher Sport1) gab es zahlreiche Höhepunkte. Mein persönliches Highlight ist im Vergleich dazu ein vermeintlich kleines: Hermann Maiers Comeback-Sieg in Kitzbühel 2003. Der erste Anlauf am Freitag fiel dem Schneefall zum Opfer, der Super G wurde auf Montag verschoben. Ehrensache, dass ich meinen freien Tag opferte und für den Live-Ticker ins Büro kam. Es hat sich ausgezahlt. Schon bei der Zieldurchfahrt war klar: Das wird ein Top-Platz. Nach Nummer 30 stand fest – das ist der Comebacksieg. Ein Moment, der noch immer für Gänsehaut sorgt.

PETER ALTMANN

Lieber Bundesligist mit Meister-Ambition: Willst du in den nächsten Jahren den Titel holen, hoffe darauf, dass ich in der Liga-Schlussphase in dein Stadion entsandt werde – ob GAK (2004), Rapid (2005), Salzburg (2007), Rapid (2008), Salzburg (2010) oder Sturm (2011), ich durfte im entscheidenden Moment zugegen sein. „Meisterliche“ Emotionen nach einer auch für Journalisten langen Bundesliga-Saison sorgen immer für Gänsehaut und unvergessliche Momente. Meine persönlichen Highlights sind dennoch andere. Einerseits – nonetnana – die EURO 2008. Auch wenn ich seit Sommer 2004 nur bei vier Länderspielen nicht im Stadion war, erachte ich es immer noch als Ehre, in den aufregend-intensiven Wochen vor und während des Turniers von Teamchef Hickersbergers „Richtigen“ berichten zu dürfen. Andererseits die beiden Olympischen Winterspiele 2002 und 2006. Blieb mir aus Salt Lake City vor allem ein Interview mit NHL-Hero Jarome Iginla und ein Händedruck mit Wayne Gretzky in Erinnerung, waren in Turin 23 rot-weiß-rote Medaillen (von denen ich 16 live erlebte) mein Doping. Ein genialer Wert, an dem sich „Nachfolger“ Stephan Schwabl noch lange die Zähne ausbeißen wird… PS.: 10 Jahre? 11 Jahre! Meiner „Legionärs-Tätigkeit“ bei Sport1.de von 2000 bis 2003 sei Dank…

STEPHAN SCHWABL

Was habe ich in mittlerweile achteinhalb Jahren Sport1 und LAOLA1 nicht schon alles mitgemacht. Ich war bei drei Ski-Weltmeisterschaften vor Ort, bin am Berg Isel auf dem Zitterbalken gesessen und habe am Beifahrersitz von Manfred Stohl dem Tod in Baumstamm-Form ins Auge geblickt. Ich habe Bikini-Schönheiten in Spanien den Rücken eingecremt, die aktuelle Miss France stellte sich am Strand von Hossegor für ein Foto mit mir an. Ich war bei sensationellen und weniger tollen Fußballspielen im In- und Ausland dabei, hatte zahlreiche Weltstars - darunter Viagra-Botschafter Pelé, Arsene Wenger oder Lukas Plöchl - vor dem Aufnahmegerät. Aber all das war Nichts im Vergleich zu meinen ersten Olympischen Spielen 2010 in Vancouver und Whistler. Wenn ich daran zurückdenke, dann bekomme ich noch immer Gänsehaut. Wegen der vielen tollen Erfolge, der außergewöhnlichen Momente - und natürlich auch wegen des Apres-Ski in der Garibaldi Lift Company.

CHRISTIAN FRÜHWALD

10 Jahre LAOLA1 - in dieser Zeit ist einiges passiert.  Es ist nicht leicht, da ein einziges sportliches Ereignis - also sozusagen DAS Highlight - herauszusuchen. Als Tennis-Fan bin ich natürlich dazu geneigt, den letztjährigen Erfolgslauf von Jürgen Melzer bei den French Open zu nennen. Der Viertelfinal-Triumph über den jetzigen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic wird nicht nur Tennis-Österreich, sondern auch mir ewig in Erinnerung bleiben. Unvergessen bleibt mir auch der Oster-Sonntag 2008. Der 7:0-Triumph von Rapid bei Red Bull Salzburg wird als Fußball-Sensation so schnell nicht zu toppen sein. Denn während ich Melzer einen Durchmarsch bei einem Grand-Slam-Turnier auch schon vor Paris 2010 ohne weiteres zugetraut hätte, war der Kantersieg der Hütteldorfer beim Titel-Rivalen nicht wirklich zu erwarten.

MARTIN WECHTL

Es gab in meinen fast acht Jahren bei LAOLA1 beziehungsweise Sport1 zahlreiche magische und vor allem unvergessliche Momente. Doch nichts konnte die EURO 2008 in Österreich toppen. Die Stimmung, die im ganzen Land herrschte, war unbeschreiblich. Und bei einem Event dieser Größenordnung noch dazu live dabei zu sein, wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Das Auftaktspiel der ÖFB-Elf machte trotz Niederlage gegen Kroatien Lust auf mehr. Spätestens nach dem Ausgleich von Ivo Vastic gegen Polen kannte die Eu(ro)phorie keine Grenzen mehr. Die Niederlage gegen Deutschland und das damit verbundene Ausscheiden waren ein bitteres, aber würdiges Ende. Als Zugabe konnte ich noch Spiele von Spanien, Italien, Türkei, Griechenland und Russland sehen und damit Superstars wie Iniesta, Fabregas, Villa, Buffon, Gattuso, Del Piero, Toni oder auch Arshavin auf die Beine sehen und in der Mixed-Zone gegenüberstehen.  Mit einem Wort: Einzigartig!

HARALD PRANTL

Der FC Wacker fixierte in Pasching gegen die Salzburger Amateure die Rückkehr in die Bundesliga. Pünktlich zum Schlusspfiff begann es wie aus Schaffeln zu schütten. Es müssen Freudentränen gewesen sein, die der Himmel vergoss. Nach einigen Interviews erklärte mein bulgarischer Kameramann: "Die Kamera hat zuviel Wasser geschluckt. Sie zeigt nur noch Schnee." Auch gut, damit war die Arbeit etwas früher als geplant erledigt. Als wir uns am Pannenstreifen der Autobahn schließlich unserer nassen Kleidung entledigten, waren wir nicht unglücklich, dass zu diesem Zeitpunkt keine Polizei-Streife unseren Weg kreuzte. Hätte wohl kein gutes Bild gemacht...

KURT VIERTHALER

Mein sportliches Highlight in meinen sieben Jahren Sport1/LAOLA1 war ganz klar die EURO 2008. Ein Großereignis im eigenen Land, die besten Spieler Europas vor der Haustüre – und ich mittendrin. Was ich bei meiner Anreise nach Tirol noch nicht wusste: Ich sollte den späteren Europameister durch die komplette Vorrunde begleiten; sollte unglaubliche Holländer – eh wie immer – in der Vorrunde erleben; sollte sehen, wie eben jene – eh wie immer – diesmal an sensationelle Russen scheiterten; sollte ein dramatisches Halbfinale zwischen Deutschland und der Türkei samt komplettem Spielausfall live in Basel verfolgen und sollte als krönenden Abschluss dem Finale im Happel beiwohnen. Bessere drei Arbeits-Wochen wird es wohl in naher Zukunft nicht mehr geben.

ALEXANDER KARPER

In fünf Jahren LAOLA1 bzw. Sport1 habe ich einige sportliche Highlights erlebt. Nur eines herauszupicken, ist keine leichte Aufgabe. Mit wenigen Erwartungen trat ich im August 2010 die Reise nach Birmingham an, um bei Rapids „Alles-oder-Nichts“-Spiel in der Europa-League-Quali gegen Aston Villa vor Ort zu sein. Die Hütteldorfer schalteten in einem an Dramaturgie kaum zu überbietenden Duell nach zweimaligem Rückstand nicht nur zum zweiten Mal in Folge einen Premier-League-Klub aus, sondern meisterten dies sogar mit einem 3:2-Erfolg auf der Insel. Ein historisches Ereignis! Spieler lagen sich in den Armen, die 1.300 mitgereisten Fans sollten mit einem Transparent recht behalten: „Your nightmare returns.“ So wurde ich Zeuge des „Wunders von Birmingham“.

MARTINA GUGGLBERGER

Ich habe lange darüber nachgedacht, und musste feststellen: DAS sportliche Highlight gibt es für mich nicht. Es gab in den letzten zehn Jahren zu viele Ereignisse und Momente, die bei mir Gänsehaut, Herzklopfen und feuchte Augen verursacht haben. Wenn Athleten Außergewöhnliches vollbringen, man die unbeschreibliche Freude von Sportlern und Fans - im besten Fall live vor Ort - miterleben kann, dann weiß jeder Sportjournalist, warum er diesen Job macht und liebt, auch wenn er ihn vielleicht kurz zuvor verflucht hat.

MICHAEL HÖLLER

November 2008: Tatort Sao Paulo! Ferrari-Star Felipe Massa fährt als Erster über die Ziellinie und wähnt sich als Weltmeister. 40 Sekunden später bittere Tränen bei allen Brasilianern: Lewis Hamilton hatte in der allerletzten Kurve der Saison Timo Glock im strömenden Regen überholt und so Massa den WM-Titel in der Formel 1 noch weggeschnappt. Gänsehaut-Feeling in der LAOLA1-Redaktion angesichts dieser unglaublichen Ereignisse. Ein derart packendes Finish einer F1-Saison wird es eventuell nie wieder geben.

CHRISTOPH NISTER

Sport bedeutet für mich Emotion, Leidenschaft, Spannung. Ein Ereignis, das all diese Elemente in Perfektion vereinte, war die Tour de France 2003. Vinokourovs Angriffslust, Belokis Sturz, Armstrongs Querfeldeinritt, Mayos Kletterattacken, Ullrichs Kampfgeist – die Jahrhundert-Tour wurde für mich zu DEM Sportereignis des neuen Millenniums. Drei Wochen zittern, bangen, mitfiebern. Noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn ich mir die Bilder von damals ins Gedächtnis rufe.

BERNHARD KASTLER

Celtic gegen Rapid in Glasgow, Hapoel gegen Rapid in Tel Aviv, HSV gegen Rapid in Hamburg - der Herbst 2009 war für mich beruflich gesehen ein einziger Traum. Natürlich sind solche Dienstreisen auch mit sehr viel Arbeit verbunden, aber Arbeitsstätten wie der Celtic Park oder das Hotel mit Meerblick in Tel Aviv machen es schon sehr erträglich. Auch wenn jede dieser drei Dienstreisen ein Highlight in meinem Berufsleben war, DAS Highlight  war eine andere: Als ich im Dezember von meinem Chefredakteur gefragt wurde, ob ich mit Rapid auf Trainingslager fahren wolle, traute ich meinen Ohren nicht. Schließlich war ich erst drei Monate als Lehrredakteur dabei. Auch diese Reise war schön, das entgegengebrachte Vertrauen aber noch viel schöner ...

REINHOLD PÜHRINGER

Eine gefühlte Ewigkeit stand ich mir die Beine in den Bauch. Doch er kam nicht daher. Zu begehrt war Nikola Karabatic, der wahrscheinlich beste Handballer der Gegenwart, als Interview-Partner bei der EM. Kein Wunder: Trotz seines "Götterstatus" ist er freundlich und spricht ein halbes Dutzend Sprachen fließend. Doch dann musste er weg. Als er bei mir vorbeiging, entschuldigte er sich noch höflich und vertröstete mich lächelnd auf den nächsten Tag. Ein Null-acht-fünfzehn-Versprechen? Von wegen! Am nächsten Tag nahm er sich für ein Interview ausgiebig Zeit.

CHRISTOPH KÖCKEIS

Wir schreiben den 17. September 2009. Es war der Tag, als Rapid-Spieler zu Helden wurden. Zum Auftakt der Europa League gastierte der HSV im restlos ausverkauften Ernst-Happel-Stadion. Als Außenseiter agierte Rapid couragiert, der Lohn: In der 35. Minute fand ein Freistoß von Steffen Hofmann den Weg in die Maschen. Mit 50.000 frenetischen Anhängern im Rücken demütigte der Rekordmeister die beeindruckten Nordlichter. Den Schlusspunkt setzte Christopher Drazan mit dem 3:0. Während der Rapid-Viertelstunde glich das Oval einem Meer aus grün-weißen Schals, mittendrin meine Wenigkeit. Einfach Gänsehaut pur!

SEBASTIAN RAUCH

Im Vorrundenspiel der Handball-EM zwischen Österreich und Island sind noch zwölf Sekunden zu spielen. Spielstand: 36:37. Ich sitze auf der Pressetribüne, kaue vor Nervosität an meinen Nägeln. Plötzlich der Schrittfehler von Olafur Stefansson. Markus Wagesreiter nimmt sich geistesgegenwärtig den Ball. Er blickt auf,  findet jedoch keinen freien Mitspieler. Da der isländische  Keeper herausgeeilt war, um einen möglichen Konterpass zu unterbinden, wirft der Österreicher den Ball ins leere Tor. Das ÖHB-Team schafft gegen die Handball-Nation Island in letzter Sekunde den Ausgleich. Nun gibt es kein Halten mehr. Ich selbst werfe mit Umarmungen nur so um mich und lasse jeden Kollegen in unmittelbarer Nähe an meiner Freude teilhaben. Ein absolutes Highlight der österreichischen Handball-Geschichte und ich durfte als Journalist und Fan daran teilhaben. Unvergesslich!

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