Wurz fordert einheitliche Sicherheitsstandards

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Laut Österreichs Motorsport-Star Alexander Wurz sollte es bereits in den Formel-1-Nachwuchsserien dieselben Sicherheitsstandards geben wie in der Königsklasse.

"Wenn man sich speziell GP2-Rennen anschaut, dann sind die Fahreranforderungen erschreckend schlecht, sehr schlecht - und diese Piloten kommen dann in die Formel 1. Daher müssen wir schon in den Nachwuchsserien denselben Standard wie in der Formel 1 haben", erklärte der 38-jährige Niederösterreicher.

Wurz plädiert deshalb für harte Sanktionen gegen Verursacher von schweren Unfällen in F1-Nachwuchsserien.

Grosjean-Unfall als Auslöser

Die Diskussion um die Sicherheit in der Formel 1 ist durch die von Ex-GP2-Champion Romain Grosjean am 2. September in Spa-Francorchamps ausgelöste Startkollision entbrannt.

Der Franzose, der bei dem Unfall mit seinem Lotus abgehoben und nur knapp den Kopf von WM-Leader und Ferrari-Star Fernando Alonso verfehlt hatte, war deshalb für den Grand Prix von Italien in Monza am vergangenen Sonntag gesperrt worden.

Wurz hatte 2007 in Australien ein ähnliches Horrorerlebnis wie der Spanier schadlos überstanden, als David Coulthard mit seinem Red-Bull-Boliden über den Williams des Österreichers "geflogen" war.

Webber fordert bessere Erziehung

Red-Bull-Pilot Mark Webber forderte ebenfalls entsprechende Erziehungsmaßnahmen für junge Fahrer.

"In den vergangenen zehn Jahren ist das Aggressionsniveau deutlich angestiegen, auch bedingt dadurch, weil die Burschen eben wissen, dass sie normalerweise einen Crash unbeschadet überstehen", schrieb der Australier in einer BBC-Kolumne am Mittwoch.

"Aber du kannst aggressiv und sicher oder aggressiv und unsicher sein. (...) Wir sollten (in der Formel 1) die Besten sein in dem, was wir tun - Rennfahren bei allen Bedingungen auf allen möglichen Strecken, und dazu sollten auch die Umgangsformen der Fahrer passen."

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