WM-Titel geht nach Hirvonen-Crash an Loeb

Aufmacherbild

Die Rallye-WM geht zum achten Mal in Folge an Sebastien Loeb.

Die Entscheidung fällt beim Saisonfinale in Wales bereits am zweiten von vier Tagen. Denn Mikko Hirvonen crasht auf der siebenten Sonderprüfung, schleppt sich zwar noch ins Ziel, muss nach stundenlangen Reparaturarbeiten an seinem Ford Fiesta aber aufgeben.

Fataler Fahrfehler

Bis zu Hirvonens Missgeschick auf SS7 lieferte er sich mit Loeb ein packendes Sekunden-Duell. Nach sechs Wertungen hatte der Finne dem Rekord-Weltmeister um vier Zehntelsekunden die Führung abgeluchst.

Zehn Kilometer später unterlief dem Ford-Werkspiloten aber ein schwerer Fehler. "Das Grip-Level war heute sehr schwierig einzuschätzen. Ich habe einen Bremspunkt verpasst und bin zu schnell in die darauffolgende Kurve", erklärte Hirvonen.

"Es gab einen großen Slide und das Heck knallte irgendwo dagegen. Mein Auto drehte sich und die Front wurde von einem Baumstumpf regelrecht aufgespießt. Das Holz ging durch den Kühler und wir verloren das gesamte Wasser", gab der Finne zu Protokoll.

Loeb mit komfortablem Vorsprung

Am Ende musste Hirvonen den schwierigen Bedingungen Tribut zollen Denn selbst Loeb musste nach Zieleinlauf der siebenten Sonderprüfung zugeben: "Es gab Nebel und jede Menge Matsch. Sehr schwere Bedingungen!"

Dennoch hielt sich Citroens Aushängeschild schadlos und durfte sich zur Hälfte des zweiten Tages über 17,7 Sekunden Vorsprung auf Latvala freuen. Der junge Finne verkürzte seinen Rückstand auf Loeb am Nachmittag allerdings auf knappe 1,1 Sekunden.

Wichtiger war für den siebenfachen Champion allerdings der Titelkampf mit Hirvonen. Während die Piloten im dichten Nebel die Sonderprüfungen acht bis elf bestritten, werkten die Ford-Mechaniker eifrig an Hirvonens Boliden. Um 18:15 Uhr MEZ mussten sie ihr Unterfangen allerdings erfolglos beenden.

Fiesta war nicht mehr zu retten

"Enttäuschend. Mikko wird bei der Wales Rallye GB nicht restarten. Gratulationen an Mr. Loeb, den Weltmeister 2011", twitterte Motorsport-Direktor Gerard Quinn unmittelbar nach der gescheiterten Reparatur.

Hätten die Mechaniker Hirvonens Fiesta wieder zum Laufen gebracht, hätte er zumindest seine theoretische Chancen auf den Titel wahren können. Auch wenn er bis Sonntag fast 24 Minuten auf Loeb aufholen hätte müssen und ihm letztlich neun Punkte abknöpfen hätte müssen. "Es ist vorbei", hatte der Finne deshalb schon vor Beginn der Reparaturversuche gewusst.

Im Schatten des Titel-Duells kämpfen die beiden Norweger Mads Östberg (Ford) und Petter Solberg (Citroen) um Rang drei. Das Duo, das über eine Minute Rückstand auf Loeb hat, trennen aktuell nur acht Sekunden.

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen