Ogier fährt unangefochten dem Sieg entgegen

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Sébastien Ogier nimmt eine komfortable Führung mit in den Schlusstag der Mexiko-Rallye, weil Konkurrent Jari-Matti Latvala sich mit einem Fehler selbst aus dem Rennen nahm.

Die beiden VW-Kollegen waren durch weniger als 14 Sekunden getrennt, als Latvala Mitte der 42 km langen Otates-WP eine Böschung traf und das linke Hinterrad seines Polo R verlor. Er hinkte noch bis ans Ende der WP, ehe er doch aufgeben musste.

Dadurch hatte Ogier deutlichen Polster auf den sich entwickelnden Kampf zwischen Mads Østberg und Andreas Mikkelsen. Dennoch fügte der Franzose seiner Erfolgsliste weitere vier WP-Siege hinzu, die meisten davon auf den Schotterstraßen durch die Berge über León.

"Alles funktioniert traumhaft"

"Es war bislang eine perfekte Rallye für uns, alles funktioniert traumhaft. Morgen gibt es noch eine sehr lange Wertungsprüfung, aber mit der Führung im Rücken können wir versuchen, sicher zu fahren", sagte Ogier.

Latvalas Enttäuschung war nach seinem Fehler groß. "Die WM sieht für uns bisher schlecht aus. Deswegen werde ich die WM vergessen und mich auf eine Rallye nach der anderen konzentrieren und sehen, wo wir am Ende des Jahres stehen. Das ist das Einzige, das ich tun kann", resignierte der Finne.

Østberg setzte seinen zweiten Platz mit einem Dreher auf WP13 großer Gefahr aus und verlor 15 Sekunden, weil er sich auf der vorangegangenen WP die Front-Aufhängung seines DS3 beschädigte. Andreas Mikkelsen rückte immer näher, mit einem WP-Sieg konnte sich Østberg aber 4,5 Sekunden vor dem Norweger halten.

Viele Fahrer mit Problemen
 
Mikkelsen meinte, er fahre mit gemäßigter Pace, um Erfahrung auf den - für ihn großteils neuen - Straßen zu erlangen, doch die letzte WP gewann er sogar.

Elfyn Evans ist im Ford Fiesta RS Vierter. Der Waliser erklärte, er sei in einigen Passagen zu zögerlich gewesen, während Dani Sordo immer näher kam. Aber als der Spanier Steine traf, sich das linke Vorderrad seines Hyundai i20 beschädigte und eine Minute einbüßte, konnte Evans durchatmen.

Martin Prokop hält Rang sechs, vor WRC-2-Pilot Nasser Al-Attiyah, Nicolas Fuchs, Jari Ketomaa und Abdulaziz Al-Kuwari.

Restarter Thierry Neuville wechselte beim Mittagsservice sein Getriebe und belegt den elften Platz, während Kris Meeke und Robert Kubica jeweils mit einem Reifenschaden Zeit verloren. Hayden Paddon beendete den Tag mit eingeschränkter Power seines i20, weil der Motor überhitzte.

Ott Tänak versuchte seinen gestern versenkten Fiesta RS wieder an den Start zu bekommen. Die M-Sport-Mechaniker brachten das Auto wieder flott, heute Morgen gab es aber Probleme beim Starten des Motors, wodurch der Este den Servicepark nicht verlassen konnte. Er wird es morgen erneut versuchen.

Die sonntägige Final-Etappe beinhaltet 74,66 km, der Großteil davon wird in einer Monster-Eröffnungs-WP (55,82 km) absolviert.

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